Hallo,
habe hier für "Notfälle" ein ca. 10 Jahre altes Gericom-Notebook mit
ATI-Grafik liegen. Vor ca. einem Jahr war das Gerät paar Stunden in
Betrieb, da ist noch alles super gelaufen.
Eben starte ich das Teil und es begrüßt mich sofort mit einem roten
Bildschirm, während WinXP bootet, Bild 1. Windows und Programme laufen
wie gewohnt. In Bild 3 sieht man seltsame Schatten rechts neben dem
Mauszeiger, ganz links am Bildrand sind zwei Pixelreihen rot. Schwarze
Schrift ist überwiegend rot, ebenso markierte Bereiche, die normal blau
sind.
Seltsamerweise geht LAN und WLAN auch nicht mehr. WLAN bleibt beim
Beziehen der Netzwerkadresse hängen und kann auch keine andere WLAN
Stationen empfangen. Bei LAN wird das Netzwerkkabel erkannt, Interner
geht aber nicht. Ob das mit dem Displaydefekt zusammenhängt?
Kaum sichtbare diagonale Streifen sind da auch noch, die langsam von
rechts nach links wandern. Und es flimmert ganz leicht. Hat jemand schon
mal so einen Defekt gesehen? Das Gerät lagerte optimal im
Wohnzimmerschrank. Akku war keiner drin. Würde mich interessieren, was
da nun von selber weggestorben ist.
Wolfgang
Wenn's am externen Monitor auch ist, ist's das Mainboard,
Grafikkartenchip/Lötstellen.
Wenn nicht sind die Strippen im Gelenk teilweise unterbrochen oder die
Stecker oxidiert.
Linuxschlau schrieb:> Sieht eher nach falschem Grafiktreiber aus.
Aber nicht beim Bootscreen, da ist der Treiber noch garnicht aktiv - da
läuft WinXP noch unter generic Treibern. (Rotes Logo)
Entweder Display oder Grafikchip. Bei GPU-RAM sehe das anders aus, da
würde es streifen geben.
entweder ist hier wirklich was defekt zwischen Grafikkarte und Display
oder aber eventuell ist die Batterie für das CMOS leer und das BIOS hat
in einen 16 Farben Mode geschaltet. Teste doch mal im BIOS ob das CMOS
gültige Werte enthält
Irgendwas in der Kette Graphikchip - LVDS-Treiber - Displaykabel -
LVDS-Empfänger - displayinterne Elektronik ist hinüber/angegangen.
Zwei auszuprobierende Dinge:
- Verhalten an externem Monitor prüfen
- Verhalten bei Bewegungen des Displaydeckels prüfen
Könnte auch ein ermüdeter Elko in einem Schaltregler sein, da ja WLAN
und LAN auch Probleme macht. Erstanlich finde ich, das überhaupt was
geht.
Wenn man die Kiste retten will, sollte man mal mit einem Oszi im Gerät
die Spannungen auf Welligkeit untersuchen.
Updater schrieb:> Gericom
Bei den Dingern musste ich immer an Geriatrie denken :-P
Thomas S. schrieb:> entweder ist hier wirklich was defekt zwischen Grafikkarte und Display> oder aber eventuell ist die Batterie für das CMOS leer und das BIOS hat> in einen 16 Farben Mode geschaltet. Teste doch mal im BIOS ob das CMOS> gültige Werte enthält
würde ich nicht so weit weg schieben.
Ich habe schon die schrägsten Fehler mit ner neuen Batterie behoben
und einem "ausführlichem" BIOS Reset.
Die Batterie raus und die Kontakte für die BIOS-Batterie
am MoBo kurzschliessen
10 Min warten, neue Bat rein.
BIOS auf failsafe einstellen oder wenn man die Wunscheinstellung kennt,
eben diese setzten.
der schrägste Fehler war mal eine Grafik, die so aussah als wüchsen
auf dem Bildschirm Eisblumen. Das wucherte innerhalb einer Minute
von aussen zur Mitte hin ganz zu.
● J-A V. schrieb:> Ich habe schon die schrägsten Fehler mit ner neuen Batterie behoben> und einem "ausführlichem" BIOS Reset.
die lustigsten Probleme hatte ich schon früher mit AMI Bios, dort gab es
sehr viele Einstellmöglichkeiten. Verschiedene Boardhersteller haben
dann Optionen deaktiviert oder nicht sichtbar geschaltet, es gab dann
ein Tool mit dem konnte man diese Optionen wieder sichtbar machen im
BIOS. Leider haben diese verborgenen Optionen immer mal wieder dazu
geführt, dass nach einem Ausfall der Batterie, verschiedene Bits falsch
gesetzt waren und man keine Möglichkeit hatte die wieder richtig zu
setzen, da half auch nur die Batt. raus und warten.
Hi,
schau mal im Taskmanager die Prozessorauslastung und was wann geladen
wird.
Hab schon gesehen, dass die automatischen Updates disabled worden sind,
die machten nämlich immer hohe Prozessorauslastung.
Ist noch ein Virenscanner aktiv?
Also ohne damit online gehen?
Vielleicht ist da noch ein Spätschaden bei Blitzeinschlag in der Nähe
drin.
Die ESD-Fehler treten erst nach und nach auf. Und zeigen die komischsten
Effekte.
ciao
gustav
Thomas S. schrieb:> entweder ist hier wirklich was defekt zwischen Grafikkarte und Display> oder aber eventuell ist die Batterie für das CMOS leer und das BIOS hat> in einen 16 Farben Mode geschaltet. Teste doch mal im BIOS ob das CMOS> gültige Werte enthält
Kann der 16 Farbmodus sein.
Welche RAM Größe ist im BIOS zugeordnet?
Welche Bildschirmauflösung und welcher Treiber ist im XP geladen?
Läuft der Rechner im abgesicherten Modus?
Dann geht natürlich kein W-Lan.
Was zeigt der Gerätemanager?
> solche Effekte hab ich zuletzt in einem Startrek-Film> gesehen, als man einen Zeitsprung machte.
Aha, also macht das Laptop gerade einen Zeitsprung ins Jenseits.
Ben B. schrieb:> Schmeiß weg! Da lohnt sich keine Reparatur.
Das ist immer der erste Reflex des modernen und die Umwelt schonen
wollenden Verbrauchers. Nach meiner Erfahrung ist es dann zu 99% eine
Kleinigkeit.
Zudem stellt sich die Frage, ob ein Ersatzgerät zu beschaffen, zu
prüfen, ein BS zu installieren, das Teil für meine Zwecke einzurichten
weniger Aufwand macht, als sich das alte Gerät mal anzuschauen. Außerdem
interessiert es mich rein statisch, welche Defekte irgendwann auftreten
und ob man herstellerseitig solche Defekte hätte vermeiden können.
Jens M. schrieb:> Wenn's am externen Monitor auch ist, ist's das Mainboard
Sehr gute Idee, werde ich testen
Rufus Τ. F. schrieb:> - Verhalten bei Bewegungen des Displaydeckels prüfen
Schon gemacht, da passiert gar nichts. Auch bisschen am Notebook herum
gewürgt, etwas unsanft aufgesetzt oder bisschen wo angestoßen = keine
Effekte. Nach Wackler sieht das nicht aus.
Karl B. schrieb:> schau mal im Taskmanager die Prozessorauslastung
Auch da ist nichts, Windows und die Programme laufen einwandfrei.
Prozessorauslastung ist null, Stromaufnahme über das Netzteil ist wie
gewohnt.
Naheliegend wäre ein Defekt am Display, vielleicht lösen sich dort die
Kontaktierungen am Glas.
Been there repaired that.
Ist zu 99% ein gebrochenes LVDS-Kabel oder ein loser Stecker desselben
zwischen Mainboard und Display da fehlt ein lower Bit grün. also nicht
Grün komplett sondern nur eines (oder mehrere) der Bits, deshalb die
lustigen "Stufen" Effekte.
Letztes mal daß ich das hatte hat ein Kollege ne Schraube durchs LVDS
Kabel gedreht beim Zusammenbauen des Notebooks.
War dann eher nicht so einfach zu Flicken. die Datenadern sind 0,6mm
durchmesser Koax. ;)
Michael B. schrieb:> Letztes mal daß ich das hatte hat ein Kollege ne Schraube durchs LVDS> Kabel gedreht beim Zusammenbauen des Notebooks.
Örgs, das dürfte aber eigentlich nicht passieren.
Außer der Chef sitzt einem mit der Stoppuhr in Nacken...
oszi40 schrieb:> Michael B. schrieb:>> da fehlt ein lower Bit grün>> DAS würde vermutlich generell fehlen, hier sind aber auch grüne da.> RAM=?
Richtig lesen. EIN bit, nicht ALLE bits. da ist durchaus noch grün (oder
rot) da, aber halt nicht mehr bei bestimmten Helligkeiten des
Farbchannels.
Gibt die typischen "Streifen" in Verläufen mit dieser Farbe.
Je nach Art der Unterbrechung(oder Kurzschluss) auch gern als "Dauernd
hell" statt dunkel (Stichwort Differentialsignal).
Name H. schrieb:> Offensichtlich fehlt gruen.
Wenn man etwas genauer hinschaut, ist offsentichtlich, dass das nicht
der Fall ist.
Wenn da einfach nur grün fehlen würde, wieso ist im ersten Bild der
Schriftzug "Microsoft Windows" weiß und eins von diesen 4 "geschwungenen
Rechtecken" darüber - nunja, grün? Warum ist im zweiten Bild der Text,
der eigentlich schwarz sein sollte, rot?
Michael B. schrieb:> Been there repaired that.> Ist zu 99% ein gebrochenes LVDS-Kabel oder ein loser Stecker desselben> zwischen Mainboard und Display da fehlt ein lower Bit grün. also nicht> Grün komplett sondern nur eines (oder mehrere) der Bits, deshalb die> lustigen "Stufen" Effekte.
Jupp. Dell Laptop wo der Stecker am Panel wacklig ist. Exakt selbes
Fehlerbild. Rumgewackelt, ging's wieder.
[Frank] schrieb:> Wenn ein PrintScreen in eine Datei, die man sich dann auf einem anderen> Rechner ansieht, in Ordnung ist, liegt es am Display/Kabel.
PrintScreen ist OK
Das Bild auf einem externen Monitor ist ebenfalls OK, s. Foto.
Links extern, rechts intern.
Also wohl doch das Display, bzw. die Kabel dorthin.
Merkwürdig weiterhin, dass LAN und WLAN mit betroffen ist.
Um an das Display zu kommen, muss man wohl die ganze Kiste zerlegen.
Wo rumwackeln wird kaum gehen, wenn das Gerät in Teilen liegt.
Nachtrag: Es stimmen nicht nur die Farben nicht, sondern die Information
zum Display wird verfälscht, siehe rechten Rand der Ausschalt-Box. Sieht
man auch in den Bildern im 1. Beitrag.
Updater schrieb:> Nachtrag: Es stimmen nicht nur die Farben nicht, sondern die Information> zum Display wird verfälscht, siehe rechten Rand der Ausschalt-Box. Sieht> man auch in den Bildern im 1. Beitrag.
Das ist normal wenn ein oder mehrere Datenbit(s) "in der Luft" hängen.
Benachbarte Signale können das dann "Mitnehmen" per kapazitiver
Kopplung.
● J-A V. schrieb:> der schrägste Fehler war mal eine Grafik, die so aussah als wüchsen> auf dem Bildschirm Eisblumen.
Oder wenn plötzlich die gewohnten Farben vom Lieblingsfußballverein
invertiert werden, dann ist der Schock in der ersten Sekunde erst einmal
groß. :-)
Michael B. schrieb:> Ist zu 99% ein gebrochenes LVDS-Kabel oder ein loser Stecker desselben> zwischen Mainboard und Display ...
In der Tat, so etwas in der Art ist es. Dort, wo die Kabel ständig um
ca. 90° verdreht werden, war alles OK. Man konnte wackeln ohne Ende, am
Bild rührte sich nichts.
Also dann den Deckel geöffnet (der Kollateralschaden an gebrochenen
Nasen war gewaltig) und mal hinten die Kabel abgefingert. Wenn man am
orangen Punkt nur leicht drückt, ist das Bild wieder OK, siehe letztes
Fotos. Habe an der Stelle provisorisch ein Pad aus 3mm Moosgummi
aufgeklebt und dann den Deckel mit Tesafilm am Displayrahmen fixiert.
Das Moosgummi drückt nun leicht auf diese Stelle. Damit ist das Ganze
erst mal "repariert".
Was verbirgt sich unter dem orangen Punkt unter dem Klebeband? Ich
vermute so ein lausiges Folienkabel, an dem sich die leitende
Beschichtung ablöst. Ich befürchte, dass ich die Kontaktierung vollends
ruiniere, wenn ich mich hier weiter vor arbeite.
Was meinen die Fachleute? Finger weg lassen?
Updater schrieb:> Was verbirgt sich unter dem orangen Punkt unter dem Klebeband? Ich> vermute so ein lausiges Folienkabel, an dem sich die leitende> Beschichtung ablöst. Ich befürchte, dass ich die Kontaktierung vollends> ruiniere, wenn ich mich hier weiter vor arbeite.
Da ist ein FPC-Stecker drunter. Also eine Vorrichtung, wo dein
Flachkabel eingeklemmt wird. Etwa in der Art:
https://eu.mouser.com/datasheet/2/276/5051103091_FFC_FPC_CONNECTORS-705750.pdf
Wenn du ganz viel Glück hast, ist das Kabel nur oxydiert oder locker.
Vorsichtig aufmachen und putzen könnte helfen.
Oder eine offene Lötstelle, also mal die Lötstellen mit der Lupe
ankucken. Die könnte man auch leicht reparieren, das Rastermaß ist
meistens noch human.
Man kann die FPC-Stecker schon von Hand öffnen, schau dir aber vorher an
wie er funktioniert, damit du nichts abbrichst. Ich habe schon ein paar
auf dem Gewissen.
Wenn es das Kabel ist: Selbst da bestehen Chancen. Du müsstest die Länge
abmessen und schaun, ob man das so kaufen kann. Anfertigen lassen wird
sich nicht lohnen.
Das Kabel sieht nicht aus wie ein Folienleiter. Dieser Bauform bin ich
schon häufiger begegnet, das besteht aus Einzeladern, die von diesem
silbrigen (Abschirm-) Klebeband zusammengehalten werden.
Der Stecker (der mit den Kontaktproblemen) ist ein fitzelig-winziger
Crimp-Stecker, in den die Einzeladern eingelegt sind, auf der Platine
befindet sich ein Gegenstück dafür.
Bei den geschilderten Kontaktproblemen kann entweder der Stecker selbst
angegangen sein (warum auch immer), er nicht mehr richtig in seinem
Gegenstück auf der Platine stecken oder aber dieses Gegenstück nicht
mehr korrekt an der Platine angelötet sein.
Ich würde das gelb-opake Klebeband entfernen und mir die Angelegenheit
genauer ansehen (Lupe, Mikroskop, whatever).
Natürlich kann ich bei dem Kabel danebenliegen, aber wenn Folienleiter
verwendet werden, sieht das alles in der Regel etwas anders aus,
insbesondere die liebevoll aus mehreren Teilen hergestellte Umklebung
des Steckverbinders kurz unterhalb der Displayplatine. Man kann das auch
tastend feststellen, wenn man das Kabel zwischen die Fingerspitzen
nimmt, fühlt man die Einzelleiter. Und man sieht die Angelegenheit an
der Durchführung durch das Scharnier, da hat das Kabel einen runden
Querschnitt.
Rufus Τ. F. schrieb:> Ich würde das gelb-opake Klebeband entfernen und mir die Angelegenheit> genauer ansehen (Lupe, Mikroskop, whatever).
Never touch a running System.
Jetzt funktioniert es, durchd en Machanischen Stress beim Abziehen und
was weiß ich anderes noch kann es dazu kommen, dass du das nach dem
Abziehen nicht wieder hin bekommst.
Wenn es jetzt läuft läuft es .. wenn es später nicht mehr läuft kannst
du das noch mal machen.
Oh das gute Gericom Hummer aka Uniwill 755 Notebook. Das hat damals so
gut wie jeder Kistenschieber verkauft. Maxdata, Gericom, sogar FSC um
mal die wichtigsten zu nennen. Es ist gut dass es keine der Firmen mehr
gibt. Das Teil ist übrigens deutlich älter als 10 Jahre. P4 Klasse gut
zum heizen geeignet.
Der Steckverbinder ist der übliche 30pin LVDS Verbinder normalerweise
nicht verriegelt. Deshalb auch das Klebeband.
Einfach das Klebeband entfernen, den Steckverbinder einmal raus und
wieder rein, das ganzen mit Tape fixieren. Dann wird das wieder
funktionieren.
Wenn man es übrigens richtig macht brechen beim Aufmachen auch keine
Rastnasen
Thomas schrieb:> Wenn man es übrigens richtig macht brechen beim Aufmachen auch keine> Rastnasen
Ja,
da kann man normalerweise an den betreffenden Stellen hinterhaken.
Normalerweise sieht man auch die Stellen, an denen sich die Rastnasen
befinden.
Wenn man mit 'ner Taschenlampe oder im Sonnenschein
das Licht fast parallel am Gehäuse entlang scheinen lässt,
sieht man gewisse Unebenheiten.
Dort stecken dann die Rastungen.
Hier dann mit Plastikteilen ansetzen,
die natürlich nicht zu wabbelig sein dürfen.
Man kanns auch mit einem geschärften Schraubendreher anfangen,
aber um dann mit Plastikteilen weiter zu machen.
Plektren für Gitarrenspielen gehen gut,
aber dank der Plastikflut auch schon nur von geschlachteten Geräten
kann man sich so einiges zurechtschneidern, was dazu passt.
Drucker sind da 'ne ganz ergiebige Quelle.
Das weisse, bis leicht gelbliche Plasitk (POM)
für die beweglichen Teile eignet sich gut.
Oder auch Abschnitte von Kabelbindern.
Interessant ist auch:
Wenn ich zwecks Schlachtung mit ner "Egal"-Haltung ein Gerät aufreisse,
bleiben diese Nasen erstaunlich oft heil.
Wenn ich daran feinfühlig herum dokter, bricht was weg.
O_°
Updater schrieb:> Also dann den Deckel geöffnet (der Kollateralschaden an gebrochenen> Nasen war gewaltig) und mal hinten die Kabel abgefingert. Wenn man am> orangen Punkt nur leicht drückt, ist das Bild wieder OK, siehe letztes> Fotos. Habe an der Stelle provisorisch ein Pad aus 3mm Moosgummi> aufgeklebt und dann den Deckel mit Tesafilm am Displayrahmen fixiert.> Das Moosgummi drückt nun leicht auf diese Stelle. Damit ist das Ganze> erst mal "repariert".
Wie gesagt, bei dem Dell hier war es EXAKT das gleiche. Ich hab den
Stecker dann nen Mikrometer weiter raus gezogen und wieder mit dem
Klebeband, mit dem er schon fixiert war, wieder festgeklebt.. Dann ging
es. Muss eine Kontaktzunge nicht mehr richtig greifen oder sonstwas.
Thomas schrieb:> Oh das gute Gericom Hummer aka Uniwill 755 Notebook. Das hat damals so> gut wie jeder Kistenschieber verkauft.
Keine Ahnung, bei Notebooks mache ich einen Bogen um Consumergeräte. Das
Teil ist vor Jahren mal hier "liegen geblieben", hatte ein Problem mit
der Kühlung und keiner war imstande, die Wollmäuse zu entfernen. Überall
hieß es, musst du schmeißen ...
> P4 Klasse gut zum heizen geeignet.
Stimmt, knapp 80 Watt beim Booten am Netzteil, damit ruiniert man jeden
Akku. Die Lüfter laufen schon im Leerlauf nahezu volle Kanne und
durchgehend. Wenn man den Takt auf 1200MHz drosselt, kann man es
verwenden, ohne dass es abbrennt. Ich verwende das Gerät nur als
Testgerät.
soso... schrieb:> Wenn du ganz viel Glück hast, ist das Kabel nur oxydiert oder locker.
An der Stelle wundert mich das sehr, denn hier tritt keinerlei mech.
Belastung auf. Und eine Oxidation schon 2x nicht.
Bitte nicht schrieb:> Wenn es jetzt läuft läuft es .. wenn es später nicht mehr läuft kannst> du das noch mal machen.
Das wäre vernünftig, wenngleich es mich schon sehr interessieren würde,
was der wirkliche Grund für den Defekt ist. Mal sehen.
Thomas schrieb:> Wenn man es übrigens richtig macht brechen beim Aufmachen auch keine> Rastnasen
Es gibt solche und solche Nasen und es gibt solchen und solchen
Kunststoff. Der Deckel ist morsch ohne Ende, nahezu alle Verschraubungen
waren bereits gebrochen. Den Schraubenkopf links unten musste ich
abflexen, weil die im Kunststoff eingepresste Rändelmutter ausgebrochen
war und die Schraube ewig.
Die Deckelscharniere sind eine Fehlkonstruktion, viel zu schwergängig
und haben zudem ein sehr hohes Losbrechmoment. Dass das Glas noch nicht
gebrochen ist, ist ein Wunder.
Updater schrieb:> Es gibt solche und solche Nasen und es gibt solchen und solchen> Kunststoff. Der Deckel ist morsch ohne Ende, nahezu alle Verschraubungen> waren bereits gebrochen. Den Schraubenkopf links unten musste ich> abflexen, weil die im Kunststoff eingepresste Rändelmutter ausgebrochen> war und die Schraube ewig.>> Die Deckelscharniere sind eine Fehlkonstruktion, viel zu schwergängig> und haben zudem ein sehr hohes Losbrechmoment. Dass das Glas noch nicht> gebrochen ist, ist ein Wunder.
Auch dafür waren Uniwill Geräte bekannt. Das 755 hat es auch mit Nvidia
Grafik gegebebn. War kein Problem da die ja gesteckt war. Mit Nvidia
wäre das Teil schon vor Jahren gestorben. Zum Zeitpunkt des Uniwill 755
war der Zug für B Brands schon abgefahren. Movita war schon Pleite,
Mitac hat angefangen Navis zu bauen. Einzig Clevo hat überlebt
vermutlich weil die schon immer für die Gamerszene produziert haben.
Alienware waren damals edel verpackte Clevos.
Etwas ähnliches ist jetzt wieder mit Billigtablets zu beobachten.
Thomas
nochmal zu Rastnasen und der Bruchgefahr.
Diese lässt sich minimieren, wenn man die Bereiche an den
Gehäusen etwas erwärmt. So ca 50°C sind genug.
Zumindest sollte man ein Gerät
nicht gerade "draussen-kalt" öffnen wollen.
Je kälter, desto spröder das Plastik,
das gilt eben auch für die Rastungen.
Allerdings war das Gericom-Plastik so ziemlich das lausigste Zeug, das
in Notebooks überhaupt verwendet wurde. Das bröselte auch ohne jede
Belastung munter vor sich hin.
Glücklicherweise sind die meisten Geräte mittlerweile ausgestorben.
Rufus Τ. F. schrieb:> Allerdings war das Gericom-Plastik so ziemlich das lausigste Zeug, das> in Notebooks überhaupt verwendet wurde. Das bröselte auch ohne jede> Belastung munter vor sich hin.
Also zum Wollmäuse entfernen habe ich das Unterteil mal zerlegt, hier
fand ich kein bröselndes Gehäuse. Anders der Deckel. Wobei die beiden
Deckelhälften wegen der klemmenden Scharniere bei jeder Bewegung
ziemlich verwürgt werden.
Nahezu alle im Deckel verspritzten Messingmuttern waren ausgebrochen. Am
rechten Bildrand (Bild 1) die Schraube, bei der ich den Kopf abschleifen
musste, weil die Messingmutter dahinter bereits ausgebrochen und sich
die Schraube ewig drehen lies.
Bei der Konstruktion der Nasen halte ich es für eher wahrscheinlich,
dass man den Deckel zerstörungsfrei nicht getrennt bekommt. Der Service
reißt die Deckelhälften auseinander und montiert dann das Display in
einen neuen Deckel.
Angesichts der Konstruktion der Scharniere macht man den Deckel am
besten 1x auf und lässt ihn dann in dieser Position stehen. Dass das
Displaykabel in dem Scharnier (Bild 4) das Gewürge überlebt hat, grenzt
an ein Wunder. Zumal das Displaykabel im Scharnierbereich in einem
Steckverbinder endet, den es schon zur Hälfte herausgezogen hat. An dem
Ding hat man mit ziemlich heißer Nadel gestrickt.
Updater schrieb:> Nahezu alle im Deckel verspritzten Messingmuttern waren ausgebrochen.
Sieht auf den Fotos eher so aus, dass die Messingmuttern nachträglich
eingepresst wurden. Ein Grund mehr, warum das auf Dauer nicht halten
konnte.
Updater schrieb:> Angesichts der Konstruktion der Scharniere macht man den Deckel am> besten 1x auf und lässt ihn dann in dieser Position stehen. Dass das> Displaykabel in dem Scharnier (Bild 4) das Gewürge überlebt hat, grenzt> an ein Wunder. Zumal das Displaykabel im Scharnierbereich in einem> Steckverbinder endet, den es schon zur Hälfte herausgezogen hat. An dem> Ding hat man mit ziemlich heißer Nadel gestrickt.
Wie gesagt das war die übliche Scharnier Technik bei Uniwill. Die war
sicher nicht für die Ewigkeit gebaut. Das Ausbrechen kommt daher, dass
sich irgendwann die Schrauben etwas lockern. Sobald das nicht mehr fest
ist beginnt die Schraube mit dem Einsatz Gewinde sich durch das Plastik
zu arbeiten. Mit jedem Klappvorgang etwas mehr. Irgendwann ist dann
Schluss.
Solche Probleme gibts auch bei Markenlaptops. Die besten Scharnier
Konstruktionen macht m.M. nach Apple.
Thomas
Thomas schrieb:> Die besten Scharnier Konstruktionen macht m.M. nach Apple.
Auch nicht immer.
In einem recht aktuellen MacBook hält zwar das Scharnier, das
Displaykabel (ein Folienleiter) aber wird beim Aufklappen belastet und
bricht.
Meistens fallen zunächst Teile der Hintergrundbeleuchtung aus.
Das wäre so schon schlimm genug, aber das Kabel ist direkt am Display
angebracht, das wiederum in den Notebookdeckel eingeklebt ist, so daß
wegen dieses Defekts der komplette Deckel mit Display getauscht werden
muss ...
Noch hat Apple nicht zugegeben, daß das ein Designfehler ist.
Das ganze wird unter dem Namen "Flexgate" behandelt:
https://www.theverge.com/circuitbreaker/2019/1/22/18193120/apple-macbook-pro-lighting-screen-flexgate
Eine mechanisch stabile Scharnierfunktion gibt/gab es bei diversen
Thinkpads von IBM/Lenovo.
Konnte es mir nun doch nicht verkneifen mal unter das Klebeband zu
schauen. Der Steckverbinder ist sauber angelötet (Bilder). Habe dann
paar mal nur paar Grad am Stecker gewackelt, mit jedem Wackler sind mehr
Bildfehler verschwunden. Nach ca. 5 Wacklern ist das Bild nun wieder
fehlerfrei.
Offensichtlich bestand tatsächlich nur ein Kontaktproblem in dem
Steckverbinder. Würde ich nicht glauben, wenn ich nicht selber dabei
gewesen wäre. Mal sehen, ob sich das Problem irgendwann wieder
einstellt.
Abschließend vielen Dank an alle, die geholfen haben.
Wolfgang
PS: Für das schwergängige rechte Scharnier konnte auch eine gute Lösung
gefunden werden:
Beitrag "Re: Wie wird die Klemmung bei Notebook-Deckel-Scharnieren realisiert?"
und simple Kontaktprobleme kann man letztlich überall haben.
Bei Festplatten:
Auch wenn die Kontaktstifte auf den Pads der Platine einen auf
Tiefensondierung machen.
Die Effekte reichen von Sporadischen Ausfällen und Stehenbleiben
des Rechners alle paar Tage
bis hin zu Geräuschen wie
Gööök-EEEE-RRRRR-AAAA ;)
---
Beim 500W/230V Halogenbrenner:
Plötzlich bleibt der dunkel.
Am Leuchtmittel büsch'n hin- und hergedreht: Leuchtet wieder.