Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Aufwärtswandler lückender Betrieb


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von yosef (Gast)


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Hallo,

ich habe ein Verständnisproblem beim Aufwärtswandler. Und zwar geht es 
um die Verluste eines Aufwärtswandlers im lückendem Betrieb. Ich meine 
die Verluste sind größer als wie beim nicht lückendem Betrieb. Im nicht 
lückendem Betrieb habe ich einfach die Verluste der einzelnen 
Komponenten, aber wie ist es beim lückendem Betrieb? Der Strom wird 
kurzzeitig 0 durch die Spule, aber ich meine das durch Schwingungen oder 
ähnlichem trotzdem Verluste entstehen.

Ich hoffe ihr könnt mich aufklären.

Vielen Dank
Jakob

von Clemens L. (c_l)


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yosef schrieb:
> Ich meine die Verluste sind größer als wie beim nicht lückendem Betrieb.

Wenn man die Effizienz betrachtet, also Verluste relativ zum 
Ausgangsstrom.

> ich meine das durch Schwingungen oder ähnlichem trotzdem Verluste entstehen

Dann muss man diese Schwingungen halt minimieren (kleinere parasitäre 
Kapazitäten an Schalter und Diode).

Viele Boost-Controller haben für kleine Ströme einen PFM-Modus.

von MaWin (Gast)


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yosef schrieb:
> Ich hoffe ihr könnt mich aufklären

Beim lückendem Betrieb ist der Ripple sehr hoch.

1A Strom sind also nicht 0.9A steigend auf 1.1A pro Puls, sondern 0A 
steigend auf 2A. Da der Verlust an Widerständen mit dem Quadrat des 
Stromes eingeht, sie die gemittelten Verluste dadurch höher.

Einfach mal Nachrechnen.

von Sven S. (schrecklicher_sven)


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Dafür geht der Strom durch die Diode auf Null, ehe sich die Spannung 
über ihr ändert. Bei null Strom entfällt die Reverse Recovery, und die 
Schaltverluste in Diode und Transistor sind geringer.

von Andi (Gast)


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Dafür gibt es dort keine Reverse recovery Verluste, die gerade bei 
höheren Frequenzen durch die Decke gehen.

von Andi (Gast)


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Andi schrieb:
> Dafür gibt es dort keine Reverse recovery Verluste, die gerade bei
> höheren Frequenzen durch die Decke gehen.

Ich bin langsam...

von Sven S. (schrecklicher_sven)


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Na, wenigstens herrscht einmal Einigkeit im Forum.

von Anand (Gast)


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Sven S. schrieb:
> Na, wenigstens herrscht einmal Einigkeit im Forum.

Ich würde nicht so generalisieren.

von Sven S. (schrecklicher_sven)


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Anand schrieb:
> Ich würde nicht so generalisieren.

Und schon sucht wieder einer Streit.

von Anand (Gast)


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Sven S. schrieb:
> Anand schrieb:
> Ich würde nicht so generalisieren.
>
> Und schon sucht wieder einer Streit.

Man sieht, was man sehen will.

von Dieter (Gast)


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@yosef
Um die Herkunft der Aussage zu verstehen empfehle ich Dir einmal 
folgende zwei unterschiedliche Stromverläufe mit gleichem 
Strommittelwert und die Leistung an einem Widerstand zu vergleichen:

1. Ein schöner Dreiecksverlauf von Null bis 2A über einem 0,1 Ohm 
Widerstand.
(gerade noch nicht nichtückend)

2. Ein Halbtrapezförmigerverlauf von 0,8 bis 1,2A über einem 0,1 Ohm 
Widerstand.

Was fällt auf?

Hoffe das sich hinter der Lösung befindliche Integral ist nicht zu 
schwer zum Lösen.

Wenn schon, dann nähere den Verlauf mit drei gleichbreiten Rechtecken 
und berechne diese einzelnen Werte.

von yosef (Gast)


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>
> Was fällt auf?

Also wenn ich einfach Kästchen als Zeiteinheit nehme und der Verlauf 
über 3 Kästchen geht, lückender Betireb erstes Kästchen auflaen bis 2 A 
zweites Kästchen entladen auf 0 und drittes Kästchen bleibt bei 0, nicht 
lückBetrieb 1.5 Kästchen hoch zu 1.2A und bei 3 Kästchen bei 0.8A:
> 1. Ein schöner Dreiecksverlauf von Null bis 2A über einem 0,1 Ohm
> Widerstand.
> (gerade noch nicht nichtückend)
Ergebnis: 2 (Ampere?)


>
> 2. Ein Halbtrapezförmigerverlauf von 0,8 bis 1,2A über einem 0,1 Ohm
> Widerstand.
Ergebnis: 0.6 (Ampere?)

Somit habe ich im lückendem Betrieb

von yosef (Gast)


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Somit habe ich im lückendem Betrieb ... einen größeren Strom, sprich 
mehr Verluste in den ohmschen Teilen; weniger Verluste in der Diode 
wegen der recovery.

Insgesamt glaube ich überwiegen die ohmschen Verluste und ich habe 
insgesamt mehr Verluste im lückendem Betrieb.

Meine Überlegungen korrekt?

von Anand (Gast)


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yosef schrieb:
> glaube ich

Ich schwör ich bin ingenör

von Dieter (Gast)


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@yosef
Da bist Du auf dem richtigen Weg.

R*I^2 ergaebe eine Leistung.

von kpl (Gast)


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yosef schrieb:
> Meine Überlegungen korrekt?

Du solltest vielleicht irgendwann (vielleicht auch erst spaeter)
stark schwankende Last in die Überlegungen miteinbeziehen. Besser
gesagt deren Folgen für eine Wandlerauslegung. (Speziell L.)

Leider weiß ich nicht, ob Dir das jetzt schon etwas sagt.

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