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Forum: Fahrzeugelektronik Keyless Gone -> Geldkassette?


Autor: Adalbert Brumm (Gast)
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Tach zusammen!
Das Keyless Go Systeme sehr Langfinger-freundlich sind ist ja 
mittlerweile hinlänglich bekannt. Insbesondere wenn das Auto vor der Tür 
steht und der Schlüssel gleich hinter der Haustür am Schlüsselbrett 
hängt ;-)

Bietet eine Geldkassette (z.B. für 10€ bei Amazon zu bekommen) 
ausreichend Abschirmung, um das Verlängern der Funkverbindung zu 
verhindern?

Lässt sich das mit einem Handy testen (Handy in Kassette legen, anrufen, 
schauen ob's klingelt), oder sind die Frequenzen da zu verschieden?

Fragen über Fragen...

Autor: xyz (Gast)
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Nimm eine Weihnachtsplätzchendose aus Blech und mach den Deckel zu.

Autor: Thorsten S. (thosch)
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Warum mit 'ner Birne den Apfel testen wollen?
Was soll der Test mit einem Mobiltelefon bringen?

Pack den Schlüssel da rein und stell dich damit direkt ans Auto.
Bleibt die Kiste zu, ist der Schlüssel abgeschirmt.

Autor: Tek (Gast)
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Adalbert Brumm schrieb:
> Lässt sich das mit einem Handy testen (Handy in Kassette legen, anrufen,
> schauen ob's klingelt), oder sind die Frequenzen da zu verschieden?

Wieso mit einem Handy? Wenn Du die Kassette hast kannst Du ja auch 
direkt mit dem Schlüssel testen und schauen ob das Auto mit Schlüssel im 
kasten noch öffnet.

Autor: Thorsten S. (thosch)
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Tek schrieb:
> Wieso mit einem Handy? Wenn Du die Kassette hast kannst Du ja auch
> direkt mit dem Schlüssel testen und schauen ob das Auto mit Schlüssel im
> kasten noch öffnet.

Genau das schrieb ich doch... ;)

Autor: Chris K. (Gast)
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Gibt mehrere Möglichkeiten, den Relais Angriff zu verhindern. Der Trick 
ist ja das schwache Niederfrequente Signal vom Fahrzeug zu verlängern. 
Der Schlüssel antwortet dann auf 433 MHz mit einer deutlich größeren 
Reichweite, so dass man sich um diese Strecke nicht kümmer muss.

Also entweder den Schlüssel so abschirmen, dass das niederfrequente 
Signal ihn nicht erreicht. Mu Metal Box zum Beispiel.

Oder halt das 433 MHz Signal so schwächen, dass es nicht mehr bis zum 
Auto reicht. Geldkasette kann helfen, genau wie in Alufolie einwickeln. 
Wichtig ist halt, dass das ganze HF Dicht ist. Die Geldkasette bräuchte 
also wahrscheinlich eine Metalldichtung.

Alternativ eine Stelle im Haus suchen, wo man den Wagen über die 
Funkfernbedienung nicht aufschließen kann und den Schlüssel dort 
deponieren.

Bei neueren Systemen kann man über eine Tastenkombination auch die 
Keyless Funktion an- und abschalten. So kann man Zuhause halt Keyless 
abschalten. Halte ich aber für unpraktisch. Daher gibt es bei den ganz 
neuen Schlüsseln inzwischen Bewegungsssensoren, die dieses Abschalten 
automatisieren. Liegt der Schlüssel lange genug bewegungslos herum, 
schaltet sich das Keyless Interface ab. Wird der Schlüssel bewegt, 
aktiviert sich das Interface wieder.

Autor: Adalbert Brumm (Gast)
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Tek schrieb:
> Wieso mit einem Handy? Wenn Du die Kassette hast kannst Du ja auch
> direkt mit dem Schlüssel testen und schauen ob das Auto mit Schlüssel im
> kasten noch öffnet.

Das Auto habe ich ja noch nicht, kommt erst in zwei Monaten.

Aber mit dem Handy könnte ich schon mal auf den einschlägigen 
Flohmärkten ein paar Dosen/Geldkassetten durchprobieren ;-)

Autor: Michael B. (laberkopp)
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xyz schrieb:
> Nimm eine Weihnachtsplätzchendose aus Blech und mach den Deckel
> zu.

Oh Mann, dieses Forum, mal wieder irgendwelche Hansel, die irgendwas 
schreiben, ohne irgendeine Ahnung von der Sache zu haben (wohl kein Auto 
besitzen, zumindest keines mit keyless go).

Also mein keyless-go funktioniert in der Nähe des Autos auch, wenn es in 
einer Blechdose steckt, man muss halt näher ran gehen. Und damit gleich 
klar ist welche Dose: Bild anbei.

Autor: Kuno H. (Gast)
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Michael B. schrieb:
> Und damit gleich klar ist welche Dose: Bild anbei.

Der Laberkopp wieder!

Diese Dosen haben zwischen Boden und Wand keinerlei Verbindung. Und die 
Verbindung zum Deckel dürfte genauso schlecht sein. Also mehr als genug 
Schlupflöcher...

>irgendwelche Hansel, die irgendwas schreiben, ohne
>irgendeine Ahnung von der Sache zu haben

Autor: Jens M. (schuchkleisser)
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Interessehalber: (Und erste Frage eines nicht-HFlers)
Reicht es nicht, wenn die Löcher kleiner sind als die Wellenlänge?
Das Gitter in der Tür einer Mikrowelle ist nicht mit dem Rest verbunden, 
trotzdem können die bösen Dinger da nicht raus, und das obwohl sie da 
drin mit mehreren hundert Watt böse herumtanzen und dein Süppchen 
wärmen.

Warum kann dann das viel langsamere und viel schwächere Funksignal des 
Schlüssels durch einen "nicht durchsichtigen" Schlitz soweit entkommen, 
das es reicht?
Und wie weit würde eine elektrische Verbindung des Deckels helfen?

Oder ist (wird) die Dose am Ende selber eine Antenne? Dann stelle ich 
mir die Frage, warum die Mikrowellentür keine ist und man beim 
ungeduldigen reinglotzen keine Kopfschmerzen hat.

Autor: Manfred (Gast)
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Chris  K. schrieb:
> Der Schlüssel antwortet dann auf 433 MHz mit einer deutlich größeren
> Reichweite, so dass man sich um diese Strecke nicht kümmer muss.

An den 433 MHz hege ich Zweifel, zumindest in meinem vorigen Wagen waren 
Fernbedienung und Keyless zwei getrennte Schaltkreise. Den aktuellen 
Schlüssel hatte ich noch nicht offen.

Kuno H. schrieb:
>> Und damit gleich klar ist welche Dose: Bild anbei.
> Der Laberkopp wieder!

Schön gepöbelt, aus Unwissenheit. In dem Fall hat Michael B. vollkommen 
richtig beobachtet.

Ich habe mir erlaubt, den Deckel der Weißblechdose mit zwei Massebändern 
zu versehen: Stehe ich mit der Dose in der Hosentasche direkt neben dem 
Auto, lässt es sich trotzdem öffen!

Die Reichweite ist erkennbar verringert, aber dicht ist das noch lange 
nicht.

Jens M. schrieb:
> Das Gitter in der Tür einer Mikrowelle ist nicht mit dem Rest verbunden,
> trotzdem können die bösen Dinger da nicht raus,

NJein: Wenn ich mein DECT-Telefon in die Mikrowelle lege, klingelt es 
trotzdem noch, die Dämpfung hat also erkennbare Grenzen.

Autor: Hendrik D. (Gast)
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Manfred schrieb:
> Chris  K. schrieb:
>> Der Schlüssel antwortet dann auf 433 MHz mit einer deutlich größeren
>> Reichweite, so dass man sich um diese Strecke nicht kümmer muss.
>
> An den 433 MHz hege ich Zweifel, zumindest in meinem vorigen Wagen waren
> Fernbedienung und Keyless zwei getrennte Schaltkreise. Den aktuellen
> Schlüssel hatte ich noch nicht offen.

Natürlich sind das 2 getrennte Schaltkreise. Das Keyless Signal arbeitet 
bei 20, 125 oder 134 kHz. Je nachdem von welchem Chip Hersteller das 
Ganze kommt. Die niedrige Frequenz hat den Vorteil, das die Reichweite 
nicht so hoch ist (Anforderung Versicherung). Man eine gescheite Innen- 
/ Außenraum-Erkennung hinbekommt (Anforderung Versicherung) und das 
ganze wunderbar mit magnetischen Antennen funtkioniert. Zudem muss der 
Empfänger ja permanent aktiv sein, da die Batterie 2 Jahre halten muss 
(Gewährleistung USA). Ergo Stromaufnahme im Bereich einiger µA, wenn 
noch was Restladung für die Funkfernbedinung übrig sein soll.

Jetzt ist es aber nicht möglich mit den kleinen magnetischen Antennen im 
Schlüssel ein so starkes Feld zu erzeugen, dass das Fahrzeug auch auf 
dieser LF auf die Antwort eines Schlüssels reagieren könnte. Daher 
erfolgt die Antwort im UHF Band. 433 MHz für den Großteil der Welt. 315 
MHz in Japan und eventuell USA. 868 MHz bei alten Schlüsseln. 2,4 GHz 
bei Tesla. Da gibt es keine Reichweitenprobleme und da man ja nur auf 
Anforderungen von dem Fahrzeug sendet, ist das mit dem Stromverbrauch 
für das UHF auch nicht das Problem.

Zu der Mikrowelle. Schon mal das Spekrum der Mikro im Betrieb gemessen? 
Das Gitter ist nur dafür da, dass die Augen nicht gleich anfangen zu 
kochen, wenn man sein Essen anstarrt. Aus der Mikro pfeift es raus ohne 
Ende.

Will man UHF wirklich abschirmen muss das ganze halt HF Dicht sein. Von 
mir aus kann man die Dose auch noch mit Ferrit Platten auskleiden, aber 
ohne gescheite HF Dichtung wird das nichts.

Autor: Arno Nym (Gast) (Gast)
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Es reicht völlig, das LF-Feld abzuschirmen. Ein paar Lagen Alufolie 
funktionieren gut, wichtig ist, dass das Blech bzw die Folie nicht zu 
dünn und dicht ist und auch die magnetische Komponenten des Feldes 
geschirmt wird. So dick muss es auch gar nicht sein, da der Stahl der 
bei Fahrzeugen verwendet wird ebenfalls ziemlich dünn ist und damit die 
Abgrenzung des Innen- vom Außenebereich schon gut gegeben ist.
Probieren kann man das dann, indem man den eingepackten Schlüssel mit 
ins Auto nimmt und einen Start versucht.

Gut funktionieren Kaffedosen von Illi, die sind aus Metall und haben 
einen Schraubdeckel. Im Zweifel noch die Lackierung am Gewinde etwas 
abkratzen, damit Deckel und Dose gescheiten Kontakt haben. Dosen wie die 
oben gezeigte sind weniger gut, da sie halt u.U. einen Spalt haben. 
Damit sollte dann zusätzlich auch die HF-Verbindung gut ebgeschirmt 
sein.

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