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Forum: Fahrzeugelektronik Kabelquerschnitt Stromversorgung aktiver Subwoofer


Autor: Manni (Gast)
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Guten Abend :)

Ich würde mir gerne einen aktiven Subwoofer fürs Auto kaufen. Dabei 
stellt sich mir die Frage nach dem passenden Kabeldurchmesser, um die 
Kiste mit Strom zu versorgen...in CarHifi-Foren übertrumpfen sich die 
Asis mit Kabelquerschnitten ab 25 qmm aufwärts, bauen leuchtende 
Kondensatoren in Prinzenrollen-Format ein und kennen oft nicht mal den 
Unterschied zwischen CCA und Kupfer - das erinnert mehr an 
Schwanzvergleich denn an wissenschaftliche Herangehensweise!

Dies ist der aktive Subwoofer:
https://www.eton-gmbh.com/fileadmin/user_upload/Downloads/Technische-Daten/Move_v22286_20160704_web.pdf

In der Anleitung des Subwoofer steht, dass dieser intern mit einer 
herkömmlichen KFZ-Flach-Sicherung 20A abgesichert ist. Weiterhin steht 
dort, dass ein 150 / 200 Watt Verstärker eingebaut ist. Die Art der 
Musik-Leistung scheint nicht weiter spezifiziert zu werden, aber diesem 
Subwoofer wird nach meinen Recherchen überwiegend attestiert, mit das 
beste Preis-Leistungs-Verhältnis in der Einsteiger-Klasse zu haben. 
Vermutlich gelten die 150 Watt für das von mir favorisierte Modell 
10-300A. Ich hätte noch ein gutes Lautsprecherkabel aus Kupfer da, dem 
man aufgrund seines Alters nicht erklärt hat, Sauerstoffarm zu sein. 
Allerdings hat das "nur" einen Querschnitt von 6 qmm. Die Frage ist 
jetzt, ob das bei technisch einwandfreier Verkabelung 
(Stecker/Übergänge) in jeder Hinsicht ausreicht, oder ob man damit z.B. 
einen inakzeptablen Spannungsabfall erzeugt, im Sommer ein Kabel-Brand 
entsteht, etc.

Wenn ich die Anleitung richtig verstehe, lege ich die in Batterie-Nähe 
zusätzlich abgesicherte Plus-Leitung quer durchs Auto zum Subwoofer und 
gehe vom Minus-Pol des Subwoofer mit einem sehr kurzen Kabel (ca. 50 cm) 
dann an die Masse des KFZ. Das kurze Minus-Kabel wirkt sich 
möglicherweise auf die Querschnitts-Berechnung aus, in denen ja die 
Leitungslänge berücksichtigt wird.

Es wäre sehr nett, wenn mir jemand begründet sagen könnte...

...ob man überhaupt ein Lautsprecher-Kabel für die Stromversorgung 
verwenden sollte (z.B. falls der Mantel nicht für KFZ-Umgebung geeignet 
ist) oder welche Art von Kabel abseits dieser Voodoo-Industrie dann 
geeignet ist?

...ab wieviel qmm Querschnitt man bei dem genannten Subwoofer auf der 
sicheren Seite ist?

...ob es klanglich einen Unterschied macht, ob man die Audio-Eingänge 
des Subwoofer mit Cinch-Kabeln oder mit Lautsprecher-Kabeln ansteuert?

Vielen Dank und beste Grüße
Manni

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Der Eton Move 12-400A enthält immerhin einen Spannungswandler (2 
MOSFETs, 2 Schottky-Dioden), aber eine diskrete 1-Kanal Endstufe mit nur 
2 TO247 Transistoren, dafür immerhin mit Ausgangsrelais.
Sehr schön die angeblichen technischen Daten von 2 x 500Wrms. Da wird 
von angeblichen 2 Schwingspulen geredet, aber es ist nur 1 Amp drin, der 
maximal 80Wrms schafft. Die Sicherung wäre für 130Wrms tauglich.
20A Leitungen im Auto werden je nach Länge mit 2.5mm2 bis 1,4m , 4mm2 
2,3m , 6mm2 3,4m , 8mm2 bis 4,6m dimensioniert.
http://noiasca.rothschopf.net/kabelverlegung.htm
Netterweise enthält der Eton Differenzeingänge (egal ob bei Cinch oder 
LS, Cinch dürfte die bessere Qualität liefern, oft ist Cinch im 
Autoradio aber bloss über Widerstände aus der LS-Ausgang 
heruntergeteilt), es sollte also auch bei entsprechend dünner (meist 
aber sowieso kürzerer) Masseleitung kein Brummen auftreten (ein Problem 
was manche Besitzer schlechter Verstärker mit überdimensionierten 
(Masse-)Leitungen abmildern wollen, hier also unnötig).

: Bearbeitet durch User
Autor: Manni (Gast)
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Hallo,

vielen Dank für die Infos und den Link mit den Tabellen.

Ich habe leider nur ein kleines Auto und was ich ausgemessen habe, würde 
der 300A von den Abmessungen gerade noch so reinpassen, der 400A ist 
leider etwas zu groß.

Ich habe ein Bild von den Platinen der beiden Modelle gefunden, 
vielleicht kannst Du da ja erkennen, ob der 300A vom Aufbau her 
vergleichbar oder deutlich schlechter als der 400A ist...

https://www.hifitest.de/images/testbilder/big/eton-move-10-300-a-car-hifi-subwoofer-aktiv-24604.jpg

https://www.hifitest.de/images/testbilder/big/eton-move-12-400-a-car-hifi-subwoofer-aktiv-27751.jpg

Vielen Dank und herzliche Grüße
Manni

Autor: Mathias B. (mbr)
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Das Kabel doppelt verlegen und einen Pufferkondensator möglichst nahe an 
den Verstärker.,

Autor: Martin L. (makersting)
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Wäre es nicht am sinnvollsten - zwecks Brummschleifenvermeidung - die 
Masse dort anzuschließen, wo auch die Radiomasse angeschlossen ist?

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Manni schrieb:
> ob der 300A vom Aufbau her vergleichbar oder deutlich schlechter als der 400A 
ist...

Identisch.

Martin L. schrieb:
> Wäre es nicht am sinnvollsten - zwecks Brummschleifenvermeidung - die
> Masse dort anzuschließen, wo auch die Radiomasse angeschlossen ist?

Da der Amp wie schon geschrieben Differenzeingänge hat, bringt das 
nichts. Schlechte Amps könnten profitieren.

Mathias B. schrieb:
> Das Kabel doppelt verlegen und einen Pufferkondensator möglichst nahe an
> den Verstärker

Welchen Sinn soll das machen ausser dem Car-HiFi-Ferengie mehr Kohle in 
die Tasche zu spülen ?

Autor: chris (Gast)
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Michael B. schrieb:
> Welchen Sinn soll das machen ausser dem Car-HiFi-Ferengie mehr Kohle in
> die Tasche zu spülen ?

Bezogen auf den Widerstand einer Leitung kann man ein weitere Leitung 
legen mit gleichen Querschnitt was den Gesamtwiderstand dann halbiert.

Wird aber eher nicht gemacht um Stromschleifen zu vermeiden.

Zu dem Verstärker selber die Daten sind wohl sehr esotorisch hier mal 
ein. 150W rms an 2Ohm sind eher realistisch
Link
https://www.eton-gmbh.com/fileadmin/user_upload/Produkte/Car-Hifi/Aktivsubwoofer/Move_10-300_A.pdf

Grob überschlagen reicht für die Kiste 2,5mm²(32A belastbar max) dicke 
aus mit knapp über 1V Spannungsfall(doppelter Weg) bei 10m da ja 
Aktivsubwoofer

Autor: Michael B. (laberkopp)
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chris schrieb:
> Bezogen auf den Widerstand einer Leitung kann man ein weitere Leitung
> legen mit gleichen Querschnitt was den Gesamtwiderstand dann halbiert.

Das ist so ähnlich, wie vor und hinter einer schmalen Holzbrücke eine 
6-spurige Autobahn zu bauen.

chris schrieb:
> 150W rms an 2Ohm sind eher realistisch

Wie kommst du auf 150W ? Und wieso 2 Ohm, der Lautsprecher ist 
eingebaut.
Das Ding schafft 82W, steht in deinem eigen verlinken Dokument, du 
hättest es nur lesen müssen.
Der Rauschabstand ist halt mal richtig mies.

: Bearbeitet durch User
Autor: Manni (Gast)
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Hallo,

das Teil hat wirklich einen kräftigen und sehr gut einstellbaren Bass. 
Man kann den Sub mit den Drehreglern klasse mit dem vorhandenen 
Compo-System in Einklang bringen und nimmt den Sub gar nicht mehr als 
separate Schallquelle wahr. Als nächstes muss ich leider meinen Wagen 
dämmen. :)

In der Anleitung steht, dass man den Sub in einer Einspielphase 40 
Stunden mit maximal 1/3 der Maximal-Lautstärke betreiben soll. Was genau 
passiert in diesen 40 Stunden mit dem Sub?

Viele Grüße
Manni

Autor: Heinz R. (heijz)
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Manni schrieb:
> In der Anleitung steht, dass man den Sub in einer Einspielphase 40
> Stunden mit maximal 1/3 der Maximal-Lautstärke betreiben soll. Was genau
> passiert in diesen 40 Stunden mit dem Sub?

Das solltest Du aber nur bei Vollmond unter einer mindestens 200 Jahre 
alten Eiche tun

Was passiert? der Gummi der Lautsprechersicken wird etwas weicher

Warum nur 1/3 der max Lautstärke?  Bisschen auf Voodoo machen, Du bist 
jetzt im elitären Kreis der eton-Besitzer

Wenn ich nen neuen Akkuschrauber kaufe, die ersten beiden Wochen max 
3mm-Löcher, dann langsam steigern, ist man erst mal bei den 10mm-Löchern 
angelangt, ein ganz anderes, unbeschreibliches Gefühl wenn der 
Akkuschrauber so "eingeritten" wurde

Autor: Christian B. (luckyfu)
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Heinz R. schrieb:
> Wenn ich nen neuen Akkuschrauber kaufe, die ersten beiden Wochen max
> 3mm-Löcher, dann langsam steigern, ist man erst mal bei den 10mm-Löchern
> angelangt, ein ganz anderes, unbeschreibliches Gefühl wenn der
> Akkuschrauber so "eingeritten" wurde

vor allem, weil man mit Akkuschraubern eigentlich mangels Drehzahl (für 
kleine Bohrer) und Drehmoment (für Große) gar nicht bohren sollte.
Ja, es geht, aber tut weder dem Schrauber noch dem Bohrer gut.

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Manni schrieb:
> In der Anleitung steht, dass man den Sub in einer Einspielphase 40
> Stunden mit maximal 1/3 der Maximal-Lautstärke betreiben soll. Was genau
> passiert in diesen 40 Stunden mit dem Sub?

Man gewöhnt sich an den scheppernden Klang (beachte den Resonanzpeak bei 
70Hz) und findet ihn danach gut.
Das Ohr gewöhnt sich an vieles.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Manni schrieb:
> Was genau
> passiert in diesen 40 Stunden mit dem Sub?

Vllt. wird bei der Fertigung der Lautsprecher soviel Staub erzeugt, das 
sie den erstmal aus dem System pusten wollen :-P
Ich habe jedenfalls noch nie was von einer 'Einlaufzeit' bei 
Audiosystemen gehört und mache das auch nicht seit gestern. Michaels 
Erklärung dürfte wohl die richtige sein.

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