Luftspalt Ferritkern

Gast #5744236
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hallo eine kleine frage:
kann ich den luftspalt hinzufügen durch distanzplättchen an seiten- und 
mittelschenkeL? ist das gleichwertig wie wenn ich nur im mittelschenkel 
einen luftspalt gleicher länge hätte?

konnte das nirgends finden

danke und beste grüße
christian
Gast #5744242
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Fast.
Du kannst auch zwischen die Seitenschenkel Beilagscheiben packen. Aber 
es addieren sich die Luftspaltlängen von Seiten und Mittelschenkel.
Wenn also im Mittelschenkel eine Luftspaltlänge d gefordert ist (z.B. 
bei geschliffenem Kern), dann musst du Beilagscheiben von d/2 Dicke 
zwischenlegen.
Das Streufels erhöht sich an den Seitenschenkeln etwas.
#5744291
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christian schrieb:

> kann ich den luftspalt hinzufügen durch distanzplättchen an
> seiten- und mittelschenkeL?

Es gibt ganz viele Formen für Ferritkerne. Bei weitem nicht alle haben 
überhaupt Seiten- und Mittelschenkel.

> ist das gleichwertig wie wenn ich nur im mittelschenkel
> einen luftspalt gleicher länge hätte?

Ferritkerne sind eher unelastisch. Wenn du erstmal einen Kern hast, dann 
hast du gar nicht die Wahl, ob du verschiedene Luftspalte für die 
verschiedenen Schenkel hast. Natürlich kannst du immer Beilagen 
verwenden, aber die betreffen dann alle Schenkel.

Für kleinere Luftspalte macht man den Luftspalt nur für den 
Innenschenkel. Das hat dann auch den Vorteil, daß das Streufeld 
außerhalb des Kerns kleiner ist.

Und ganz selbstverständlich spielt die Länge des Luftspaltes eine Rolle. 
Magnetisch ist das eine Parallelschaltung. Ein Magnetkreis geht durch 
den Mittelschenkel und hat da einen Luftspalt über eine gewisse Fläche. 
Und ein zweiter Kreis parallel dazu geht durch die Außenschenkel mit 
wieder einem anderen Luftspalt und einer anderen Fläche. Da der 
magnetische Widerstand am Spalt sehr viel größer ist als im Ferrit, kann 
man unterschiedliche Weglängen und Flächen für Mittel- und Außenschenkel 
i.d.R. vernachlässigen.
Gast #5746809
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Axel S. schrieb:
> Magnetisch ist das eine Parallelschaltung. Ein Magnetkreis geht durch
> den Mittelschenkel und hat da einen Luftspalt über eine gewisse Fläche.
> Und ein zweiter Kreis parallel dazu geht durch die Außenschenkel mit
> wieder einem anderen Luftspalt und einer anderen Fläche.

Verstehe ich nicht. Das kenne ich (sorry, nur aus dem Hobby) anders.

Bei Kernen mit Mittelschenkel (E, ETD, RM, P, PM, ...) traegt dieser den 
Gesamtfluß - in der Gegenrichtung teilt er sich auf die Seitenschenkel 
auf.

[Die 2 (oder 4) Außenschenkel können zusammen (addiert also) oftmals 
eine nicht völlig zum MS identische Flaeche haben - der Unterschied ist 
aber doch meist sehr gering.]

Ein Luftspalt allein im Mittelschenkel liegt logischerweise einmal 
seriell im (gesamt-) Magnetfluß. Doch z.B. bei einem E-Kern, dem 
sozusagen erst "nachtraeglich" ein Luftspalt verpaßt wird, indem man die 
Kernhaelften mit (ja, überall gleichem) Abstand montiert... muß man 
diesen Luftspalt 2_mal zaehlen (!), da er dann ja auch 2 mal seriell 
"im Weg liegt".

Also was Du mit parallel meinst, kapiere ich echt absolut nicht.
War ich denn die ganze Zeit (und bin noch immer) auf dem Holzweg?

Harald W. schrieb:
> Genau. Z.B. haben Stabkerne sowas nicht. :-)

Okay, nicht schlecht - aber schon ein U oder UR Kern hat ja nur 2.
Stabkerne sind ein Extremfall, der Luftspalt ist etwas größer...

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