Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Mitarbeiter Übernahme - überzogene Gehaltsvorstellung


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von Tobias (Gast)


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Hallo zusammen,

wir übernehmen einen Mitarbeiter/Agenten aus einer vorherigen 
Beschäftigung/Vertrag, aus unserer Vorgängerfirma.

Der Mitarbeiter ist im Vertrieb tätig (Ausland, Ortsansässig, 
Schwellenland) und war am Umsatz beteiligt. Sein Verdienst war dadurch 
wirklich sehr hoch (über 100k - ist in dem Land fast brutto=netto da er 
als "selbständiger Agent" für uns tätig ist).

Das Problem, für das anlaufen des Geschäftes ist der Mitarbeiter für 
einen beachtlichen Teil des Umsatzes verantwortlich. Eigentlich auch für 
den Anfang wirklich eine Schlüsselfigur. Andererseits können wir uns 
nicht vorstellen das er nochmal einen so gut bezahlten Job findet.

Unser Angebot lag etwa 10% unterhalb seines bisherigen Gehalts, worauf 
sein Gegenangebot entweder alles so belassen oder bei der neuen 
Provisionsstruktur (die wir einführen) sogar noch höher wäre.


Wir suchen gerade die richtige Vorgehensweise, weil unsere Meinung nach 
wird er so viel Geld nicht mehr von einem Arbeitgeber erhalten (es gibt 
kaum ähnliche Bereiche wo er arbeiten kann).

Hat jemand einen Tipp, Strategien oder ähnliches?

Gruß

von Heiko L. (zer0)


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Tobias schrieb:
> Hat jemand einen Tipp, Strategien oder ähnliches?

Ist das dein Ernst?

von Tobias (Gast)


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Heiko L. schrieb:
> Tobias schrieb:
>> Hat jemand einen Tipp, Strategien oder ähnliches?
>
> Ist das dein Ernst?

Viele Meinungen auch unkonventionelle bringen die besten Lösungen! Der 
Beitrag hat mich 2min gekostet was verliere ich den?

Bitte beim Thema bleiben! Danke

von Subversives Element (Gast)


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Tobias schrieb:
> Unser Angebot lag etwa 10% unterhalb seines bisherigen Gehalts, worauf
> sein Gegenangebot entweder alles so belassen oder bei der neuen
> Provisionsstruktur (die wir einführen) sogar noch höher wäre.

Mit anderen Worten: Es ist nicht so, dass man sich den MA nicht leisten 
könnte, denn ob er oder irgendein anderer diese Provisionen verdient, 
ist ja in Summe egal.


Tobias schrieb:
> Wir suchen gerade die richtige Vorgehensweise, weil unsere Meinung nach
> wird er so viel Geld nicht mehr von einem Arbeitgeber erhalten (es gibt
> kaum ähnliche Bereiche wo er arbeiten kann).

Mit anderen Worten: Ihr geht davon aus, eine gute Verhandlungsposition 
zu haben, aus der man den Verdienst drücken kann.

Der MA geht ebenfalls davon aus, eine gute Verhandlungsposition zu 
haben, aus der er sogar noch mehr rausholen kann. Wer Recht hat, kann 
nur der Versuch zeigen.


Tobias schrieb:
> Hat jemand einen Tipp, Strategien oder ähnliches?

Wofür? Wie man die Bezüge des MA drückt? Ganz einfach: Die neue 
Provisionsstruktur nach unten anpassen und den MA nur zu diesen 
Konditionen übernehmen. Dann sieht man ja, wer auf wen (mehr) angewiesen 
ist.

Alternativ mal mit dem Kinderkram aufhören und den Neid ablegen. Ihr 
wollt die Provisionen zahlen (d.h. die Umsätze machen), aber nicht so 
viele an diesen einen MA? So funktioniert Provisionsvertrieb eben: Wer 
es regnen lässt, verdient sich eine goldene Nase. Ich sage nicht, dass 
das fair oder gut oder was auch immer ist, aber es funktioniert.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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So wie ich Deinen Texte lese, bist Du einfach nur neidisch auf sein 
Einkommen und versucht nun, "objektive Gründe" dafür zu finden, ihm das 
Geld streitig zu machen. Offenbar habt Ihr schon richtig erkannt, dass 
es sich bei dem Mitarbeiter um eine Schlüsselfigur handelt, an der viel 
Umsatz und hoffentlich auch Gewinn hängt. Wenn Ihr das Gehalt kürzt, 
wird Euer Schaden ungleich größer sein. Derjenige wird sich einfach 
etwas anderes suchen. Und wenn er als Vertriebler wirklich so gut ist, 
dann gelingt es ihm auch, sich selbst bei einem anderen Arbeitgeber 
mindestens genauso teuer zu verkaufen wie bei Euch. Und in der 
Zwischenzeit arbeitet er eben auf Sparflamme.

Derartige Diskussionen kenne ich auch aus einem Unternehmen, welche 
etliche (ehemalige) Mitarbeiter hat, zu denen ich in engem Kontakt 
stehe. Auch dort gab es einen Vertriebler, dessen Umsatzanteil größer 
war als der aller anderen Vertriebler zusammen. Und vor allem holte er 
ausschließlich sehr lukrative Aufträge und keine Zuschussgeschäfte 
herein (, was auch keine Selbstverständlichkeit ist). Dadurch war 
natürlich sein erfolgsabhängiger Gehaltsanteil sehr hoch. Als dann ein 
neues Vorstandsmitglied eingestellt wurde, fiel diesem sofort das hohe 
Gewalt auf, das höher als sein eigenes war. Er kürzte also einfach das 
Gehalt des Vertrieblers.

Natürlich verließ der Vetriebler auch nicht sofort das Unternehmen und 
strengte auch keinen Rechtsstreit an. Da sein Gehalt gedeckelt war, 
verwendete er aber auch nicht mehr seine gesamte Zeit für dieses 
Unternehmen, sondern verwendete seine unzähligen Kontakte, um sich 
langsam, aber sicher umzuorientieren. Sein Umsatz- und Gewinnanteil 
brach dabei natürlich gewaltig ein. Der Vorstand sprang vor Wut im 
Dreieck, aber es bestand aus arbeitsrechtlicher Sicht kein Grund, 
Leistungen zu erbringen, die nicht mehr bezahlt werden. Und als der 
Vertriebler irgendwann kündigte, hatte er natürlich auch etliche Kunden 
schon längst auf andere Lieferanten umgelenkt. Durch diese Möglichkeit 
sank nicht etwa sein Marktwert, sondern stieg natürlich, weil der neue 
Arbeitgeber natürlich ab dem ersten Tag von den mitgebrachten Kunden 
profitierte.

Die wirklich unendlich große Dummheit, die der alte Arbeitgeber nämlich 
auch schon bei mehreren (ehemaligen) Mitarbeitern beging, bestand darin, 
dass er insbesondere den Vertrieblern auferlegte, sich einen 
Xing-Premium-Account zuzulegen und sich dort explizit mit den Kunden und 
Lieferanten zu vernetzen. Gleichzeitig weigerte er sich aber, diesen 
Account zu bezahlen, sondern verlangte, dass die Mitarbeitern dies 
selbst tun. Er übersah dabei natürlich, dass er von Mitarbeitern, die 
kündigen, dann auch nicht verlangen konnte, dass sie die Xing-Kontakte 
zu Kunden und Lieferanten löschen. Ganz im Gegenteil können ehemalige 
Mitarbeiter nun ganz offiziell gegenüber Kunden und Lieferanten ihre 
neue berufliche Aktivität bekanntgeben und sie gezielt ansprechen.

von A. S. (achs)


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Tobias schrieb:
> (es gibt kaum ähnliche Bereiche wo er arbeiten kann).

Das heißt, ihr seid und bleibt Monopolisten im dortigen Markt?

von Realist (Gast)


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Tobias schrieb:
> Das Problem, für das anlaufen des Geschäftes ist der Mitarbeiter für
> einen beachtlichen Teil des Umsatzes verantwortlich. Eigentlich auch für
> den Anfang wirklich eine Schlüsselfigur.

Dann sind ca. 120k nicht viel. Wer hat zugelassen, dass er so wichtig 
wird? Vielleicht kann man ja demjenigen die 10% abziehen.

Tobias schrieb:
> Andererseits können wir uns nicht vorstellen das er nochmal einen so gut
> bezahlten Job findet.

Also lieber riskieren dass beide Seiten verlieren? Wegen 12000 
Jahresbrutto EINER Person? Das gibt man bei uns für ein Oszi aus.

von Mark B. (markbrandis)


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Tobias schrieb:
> ist in dem Land fast brutto=netto da er
> als "selbständiger Agent" für uns tätig ist).

Auch Selbständige müssen ihr Einkommen versteuern. Brutto = netto gilt 
mit Sicherheit nicht. Auch nicht fast.

von A. S. (achs)


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Mark B. schrieb:
> Auch Selbständige müssen ihr Einkommen versteuern. Brutto = netto gilt
> mit Sicherheit nicht. Auch nicht fast.

Vielleicht ist das schwellenland ja Indien, wo man keine 
Sozialversicherung braucht. Im Alter geht man aks Sufi auf Wanderschaft, 
und im Krankheitsfall legt man sich zum Sterben einfach auf die Straße.

von Mark B. (markbrandis)


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Grundsätzlich muss man einmal damit aufhören, nur den Preis einer Sache 
zu betrachten, aber den Gegenwert den man erhält dabei außen vor zu 
lassen. Das Gleiche gilt für das Gehalt eines Angestellten (oder 
Selbständigen).

Dumme Manager machen das genau so:
Sie schauen zum Beispiel nur auf den Stundensatz und sagen "Oh, in 
Indien ist der ja viel billiger. Also verlagern wir die Entwicklung nach 
Indien!" Dabei übersehen sie, dass die Arbeitsergebnisse die von dort 
kommen oft genug ihr Geld nicht wert sind.

von Rockstar Entwickler (Gast)


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Mark B. schrieb:
> Grundsätzlich muss man einmal damit aufhören, nur den Preis einer Sache
> zu betrachten, aber den Gegenwert den man erhält dabei außen vor zu
> lassen. Das Gleiche gilt für das Gehalt eines Angestellten (oder
> Selbständigen).
>
> Dumme Manager machen das genau so:
> Sie schauen zum Beispiel nur auf den Stundensatz und sagen "Oh, in
> Indien ist der ja viel billiger. Also verlagern wir die Entwicklung nach
> Indien!" Dabei übersehen sie, dass die Arbeitsergebnisse die von dort
> kommen oft genug ihr Geld nicht wert sind.

Richtig. Für Entwicklung kann man sagen, dass ein guter Entwickler 
durchaus Output von 5 mittelmäßigen Fricklern generieren kann, aber 
seltenst das 5-fache dieser Leute verdienen wird (zumindest nicht als 
Angestellter)

von klausi (Gast)


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Mark B. schrieb:
> Grundsätzlich muss man einmal damit aufhören, nur den Preis einer Sache
> zu betrachten, aber den Gegenwert den man erhält dabei außen vor zu
> lassen

Rockstar Entwickler schrieb:
> Richtig. Für Entwicklung kann man sagen, dass ein guter Entwickler
> durchaus Output von 5 mittelmäßigen Fricklern generieren kann

Ganz genau! Was ich mich immer ärgere über Idioten von Chefs, das ist 
unglaublich. Immer nur Geld sparen aber den Gegenwert vernachlässigen. 
Unglaublich.

Ich verstehe das, bin aber nur Ingenieur, logisch denkend und ein eher 
ehrlicher Typ. Deswegen Aufstiegchancen gegen 0.

von Mach (Gast)


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Tobias schrieb:
> Das Problem, für das anlaufen des Geschäftes ist der Mitarbeiter für
> einen beachtlichen Teil des Umsatzes verantwortlich. Eigentlich auch für
> den Anfang wirklich eine Schlüsselfigur.

Zuallererst muesst ihr euch selbst bewusst.werden, wie wichtig der 
Mitarbeiter fuer euch ist. Ist er das Geld wert, oder nicht. Gibt es 
denkbare Alternativen?

Wenn die Auftraege sowieso reinkommen aber halt zwangslaeufig ueber 
seinen Tisch gehen und dadurch die Provision aufblaest, ja, dann ist das 
fuer die Firma aergerlich. Und es bleibt vermutlich nur ein 
Angestelltenwechsel. Weil kuerzt man ihm das Gehalt, wird sich das auf 
seine Motivation nieder schlagen. Gerade in entfernten Niederlassungen 
kann das fatal sein.

Wenn er aber wirklich gut ist und die Umsaetze generiert, dann seid 
froh, so jemanden zu haben.

von Toni Tester (Gast)


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Rockstar Entwickler schrieb:
> Richtig. Für Entwicklung kann man sagen, dass ein guter Entwickler
> durchaus Output von 5 mittelmäßigen Fricklern generieren kann, aber
> seltenst das 5-fache dieser Leute verdienen wird (zumindest nicht als
> Angestellter)

Tipp: Wer sich selbst als Anderen überlegen ansieht - in welcher Form 
auch immer -, bei dem ist zumeist das exakte Gegenteil der Fall.

Erinnert mich gerade an diesen Youtuber Red Pill Philosophy, der 
mindestens einmal minütlich auf seinen hohen IQ hinweist - insbesondere 
in Zusammenspiel mit seinem "High IQ Flat Earth Research", bei dem er 
über mehrere Stunden (!) hinweg bis zu 32 (!) Browsertabs gleichzeitig 
(!) offen hatte.
Das gilt sinngemäß genau so für (Leute, die sich für) "gute Entwickler" 
(halten).

von Zocker_54 (Gast)


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> Autor: Mark B. (markbrandis)
> Datum: 21.02.2019 07:25

> Auch Selbständige müssen ihr Einkommen versteuern. Brutto = netto gilt
> mit Sicherheit nicht. Auch nicht fast.

Unsinn !

Kenne Selbstständige die haben seit 35 Jahren keine Steuern mehr 
bezahlt.
Wenn du in Nigeria lebst, in Mexiko gemeldet bist, deine Bankverbindung 
sich auf den Kai-man-Inseln befindet, du für eine deutsche Firma ein 
selbstständiges Projekt in Indien bearbeitest, bist du Lohnsteuerfei.

Zumindest so lange bis wie du keine Fristen in Indien überschreitest, 
sonst wirst du dort Lohnsteuerpflichtig.

Zur Not kannst du ja die Fliege machen, darfst dich dann aber nicht mehr 
dort blicken lassen.

Bei mir gibt es einige in denen ich mich nicht mehr blicken lassen kann.

von ich bins (Gast)


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Tobias schrieb:
> Wir suchen gerade die richtige Vorgehensweise, weil unsere Meinung nach
> wird er so viel Geld nicht mehr von einem Arbeitgeber erhalten (es gibt
> kaum ähnliche Bereiche wo er arbeiten kann).

Ganz einfach: Wenn ihr dem Mann ohne Sachzwänge sein Geld kürzt, das er 
bislang offensichtlich wert war, dann habt ihr es nicht nur verdient 
dass er kündigt, sondern auch noch seine Kontakte und Kunden mit 
abzieht.
Da spart ihr dann so richtig.

Ist es nicht so: Ihr sucht nach (Schein-)Argumenten um euren Mangel an 
Anstand und Dankbarkeit irgendwie legitimieren zu können?

Der Mangel an gesundem Menschenverstand heutzutage ist frappierend...

what goes around comes around

von Marten Morten (Gast)


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Tobias schrieb:
> Wir suchen gerade die richtige Vorgehensweise, weil unsere Meinung nach
> wird er so viel Geld nicht mehr von einem Arbeitgeber erhalten (es gibt
> kaum ähnliche Bereiche wo er arbeiten kann).

Typisch BWLer "Man kann es ja mal versuchen. Nicht für ungut. Das ist 
nichts Persönliches, das ist nur Business."

> Hat jemand einen Tipp, Strategien oder ähnliches?

Ja. Ihr hättet schon den ersten Versuch sein Einkommen zu drücken lassen 
sollen. Schon der Versuch kommt bei niemandem gut an.

Nun müsst ihr euch entscheiden. Wollt ihr das Verhältnis kitten oder 
wollt ihr es mit einer wahnsinnig geschickten 
Turbo-BWLer-Einkommensdrücker-Strategie endgültig ruinieren? Letzteres 
nur, damit du dich als Gewinner fühlen kannst?

> (über 100k

Nur? Die Frage ist ernst gemeint. 100k, 200k, wegen der Peanuts macht 
ihr einen Aufstand? Versaut euch die Beziehung zu dem Mitarbeiter? 
Riskiert einen Umsatzverlust in was für einer Höhe? Ein paar 10 Mio?

Wie verrottet-zerfressen sind eigentlich BWLer-Hirne?

> ist in dem Land fast brutto=netto

Das geht euch nichts an. Wichtig ist, ob das was ihr zahlt sich für euch 
rechnet und der Mitarbeiter weiter motiviert ist. Der Mitarbeiter achtet 
schon selber darauf, ob und wie es sich für ihn rechnet - was nun genau 
euer Problem ist.

Ihr hättet was ganz einfaches machen können. Nämlich erst einmal alles 
so lassen wie es war und ein Jahr beobachten. Hätte der Mitarbeiter in 
dem Jahr seine Leistung nicht gebracht, hättet ihr gute Argumente gehabt 
am Provisionssystem zu schrauben. So wie ihr es jetzt angefangen habt 
seit ihr einfach nur dumm.

von Bologna Consultant (Gast)


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Vor allem auch die peinlichen Rechtschreibfehler als Führungskraft 
vermeiden. Und ja, Marktwirtschaft heisst ZoCKeN. Es haben sich aber 
auch schon viele verZoCKt. Manager, die von S-Klasse auf verrosteten 
Polo umsteigen mussten und so.

La vida loca!

von Christoph S. (christoph_s205)


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Hoffentlich kündigt er und du bist danach arbeitslos

von ingX1 (Gast)


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Tobias schrieb:
> Das Problem, für das anlaufen des Geschäftes ist der Mitarbeiter für
> einen beachtlichen Teil des Umsatzes verantwortlich. Eigentlich auch für
> den Anfang wirklich eine Schlüsselfigur. Andererseits können wir uns
> nicht vorstellen das er nochmal einen so gut bezahlten Job findet.

Eventuell nicht einen so gut bezahlten. Aber einen wo ihm RESPEKT und 
ANERKENNUNG für seine Leistung entgegengebracht wird.

Redet euch nur ein dass er nicht wieder so nen Job findet. Er wird 
wieder nen Job finden. Punkt. Und wenn das Verhältnis zerrüttet ist, wie 
ihr es gerade macht, dann geht er sogar gerne.

Die Frage ist eher: Könnt ihr es euch überhaupt leisten ihn zu 
verlieren? Solche Leute haben gute Kontakte, die nehmen sie mit... Und 
damit euer Geschäft.


Mir wollte auch mal ein Chef das Gehalt drücken. Er meinte die 
Personalabteilung würde meine zukünftig vorgesehene Tätigkeit (sehr 
spezialisiert, machen nicht viele) so nicht durchgehen lassen da ich 
vergleichsweise zuviel verdienen würde. Er müsse sich dann jemand 
anderen für diese Tätigkeit suchen. Hab ich gesagt: Dann such dir nen 
anderen, ich machs für das Geld nicht. Ich war bereit zu gehen. 
Letztendlich wurde die Sache dann nicht mehr angesprochen, ich bekam das 
geforderte Gehalt.
Natürlich wäre es sehr unangenehm gewesen für mich zu gehen, aber sei 
dir darüber bewusst, dass Menschen nicht alles mit sich machen lassen 
wollen. Nicht jede Entscheidung ist rein finanziell!

von Rockstar Entwickler (Gast)


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Toni Tester schrieb:
> Tipp: Wer sich selbst als Anderen überlegen ansieht - in welcher Form
> auch immer -, bei dem ist zumeist das exakte Gegenteil der Fall.

Tipp: Als Eunuch nicht vom Pimpern reden.

Es macht einen merkbaren Unterschied, ob du nur einen popeligen Frickler 
hast, für den ein bisschen Code tippern das höchste der Gefühle ist oder 
ob du einen mitdenkenden Entwickler hast, der selbstständig Unklarheiten 
beseitigen kann indem er zum Beispiel mit Stakeholdern reden kann, die 
Architekten fachkundig unterstützen kann und der weiß, dass zum Feature 
auch Tests + Doku gehören, ohne dass man bei der Person Mikromanagement 
betreiben muss.

von Michael B. (laberkopp)


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Tobias schrieb:
> Hat jemand einen Tipp

Euch fehlt noch offenkundig jedes business know how.

Wenn der Mann den Umsatz und damit den Gewinn bringt, bringt er mehr als 
er kostet, also zahlt ihr.

Wenn ihr der Meinung seid, daß der Vertrieb auch ohne ihn gut wird, dann 
entlasst ihn, und teilt das Geld, was er die Firma mehr kostete als sein 
Nachfolger unter den anderen Mitarbeitern auf, denn die sind auch daran 
beteiligt, das Produkt zu machen, das ihr verkauft und aus dem ihr eure 
Gewinne schöpft.

Ich weiss, Vertriebler überschätzen meist ihren Anteil, glauben alles 
was sie verkaufen würden die Firma nur verkaufen weil sie es vertreiben, 
und das Produkt selbst und die Arbeitsleistung es zu entwickeln und 
herzustellen wäre nichts wert weil es ohne sie ja nicht verkauft werden 
würde, aber wenn man dagegen an will muss man als Hersteller auch eines 
haben: Einen anderen Vertriebsweg, der funktioniert.

von Bernd K. (prof7bit)


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Tobias schrieb:
> wird er so viel Geld nicht mehr von einem Arbeitgeber erhalten

Und ihr werdet ohne ihn auch nie wieder so viel Umsatz machen.

Also schmeißt ihn raus und ihr habt beide verloren.

von Kastanie (Gast)


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Tobias schrieb:
> Wir suchen gerade die richtige Vorgehensweise, weil unsere Meinung nach
> wird er so viel Geld nicht mehr von einem Arbeitgeber erhalten (es gibt
> kaum ähnliche Bereiche wo er arbeiten kann).

Das ist eine überaus verachtenswerte BWL-Denkweise.

Frech genug, dass ihr ihm grundlos 10% weniger angeboten habt.
Die Giftbüchse habt ihr damit schon geöffnet.
Jetzt könnt ihr euch nur noch um Schadensbegrenzung bemühen!

von Zocker_54 (Gast)


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> Autor: Kastanie (Gast)
> Datum: 21.02.2019 11:24

> Jetzt könnt ihr euch nur noch um Schadensbegrenzung bemühen!

Sehe ich auch so.

von Purzel H. (hacky)


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Schickt ihn doch einen Auszubildenden Nachfolger vorbei..

von wendelsberg (Gast)


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Die BWLer-Denke laesst sich schon am Beitragstitel ablesen.
Bisher war die Bezahlung OK, jetzt auf einmal ueberzogen -- soso.

wendelsberg

von HyperMario (Gast)


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Tobias schrieb:
> Wir suchen gerade die richtige Vorgehensweise, weil unsere Meinung nach
> wird er so viel Geld nicht mehr von einem Arbeitgeber erhalten

Es ist völlig egal, wenn ihr so denkt wie ihr denkt fahrt ihr den Laden 
sowieso gegen die Wand.

> (es gibt kaum ähnliche Bereiche wo er arbeiten kann).

QUED, ein guter Vertriebler ist in 2 Tagen wo anders. Ob der nun 
Zahnpasta oder Teilchenbeschleuniger verkauft. Der wird vermutlich schon 
sondieren während ihr auf eurem Trip der heiligen Einfalt seid.

Das er euch ein noch teureres Modell als VB anbietet zeigt doch was er 
drauf hat.

Wie viel ist 500 k (Umsatz) - 100 k (Aufwendungen zur 
Umsatzgenerierung)?
Ist schon diese simple Frage hinter dem Horizont?

von Purzel H. (hacky)


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Auch schon gesehen .. Aussendienstmitarbeiter mit extrem knappem Lohn. 
Die Benutzung des Autos auf eigene Rechnung. Die haben das Fixum bezogen 
und nicht geliefert. Keinen einzigen Verkauf, keinen Kundenkontakt. 
Kamen einmal im Monat vorbei, oder haben sich per Skype gemeldet, haben 
erzaehlt von den empfindlichen Fuehlern die sie im Markt haetten.. der 
Markt sei nicht nur schwierig, sondern zur Zeit grad tot.
Dabei war schon klar was los war.

von Rockstar Entwickler (Gast)


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von Bernd N. (_bn_)


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Habt ihr gut gemacht, der Mitarbeiter ist bald weg und das ist gut so 
für ihn. Was fürn Saftladen.

von Linuxschlau (Gast)


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Tobias schrieb:
> Unser Angebot lag etwa 10% unterhalb seines bisherigen Gehalts, worauf
> sein Gegenangebot entweder alles so belassen oder bei der neuen
> Provisionsstruktur (die wir einführen) sogar noch höher wäre.

Du bist sicher BWLer? Selbst nur darum bedacht wie andere die ihr Geld 
wert sind abzuzocken.

Er macht es genau richtig. Er kennt seinen wert und fordert ihn ein oder 
"lasst es".

Zudem merkt man dass du ihm den Schimmel auf dem Brot nicht gönnst. Bist 
du Rassist?

von Michael B. (laberkopp)


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HyperMario schrieb:
> Wie viel ist 500 k (Umsatz) - 100 k (Aufwendungen zur
> Umsatzgenerierung)?

Na ja, wenn das Produkt in der Herstellung 450k kostet:
Ein Minusgeschäft wegen zu hoher Verkaufsprovision.

von Axel L. (axel_5)


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>Der Mitarbeiter ist im Vertrieb tätig (Ausland, Ortsansässig,
>Schwellenland) und war am Umsatz beteiligt. Sein Verdienst war dadurch
>wirklich sehr hoch (über 100k - ist in dem Land fast brutto=netto da er
>als "selbständiger Agent" für uns tätig ist).

Das ist alles andere als sehr hoch und der wird nicht den Hauch eines 
Problemes haben, einen ähnlich bezahlten Job zu finden.

Ich glaube, ihr habt völlig falsche Vorstellungen, was gute Vertriebler 
in dem Bereich bekommen. Noch dazu, wenn die im Ausland agieren, 
permanent unterwegs sind und dann auch noch Leistung bringen.

Gruß
Axel

von Mark B. (markbrandis)


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Zocker_54 schrieb:
> Kenne Selbstständige die haben seit 35 Jahren keine Steuern mehr
> bezahlt.

Na gut, möglich ist es. Aber halt nicht legal :-)

von Oliver S. (oliverso)


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Es kommt tatsächlich vor, daß z.B. eine Nachfolgefirma einer insolventen 
Vorgängerfirma das Geschäft nicht unter den gleichen Bedingungen 
fortführen will oder kann. Aber im Endeffekt ist die Sache einfach:

Entweder ihr einigt euch, oder nicht. Mit allen Konsequenzen.

Oliver

von Zocker_54 (Gast)


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> Autor: Mark B. (markbrandis)
> Datum: 21.02.2019 13:26

> Na gut, möglich ist es. Aber halt nicht legal :-)

Ganz legal, nichts verbotenes.

Es werden nur alle Schlupflöcher genutzt.

Bestes Beispiel : Facebook !

Oder zahlen die in Deutschland Steuern ?

von Axel L. (axel_5)


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Noch was: Ihr habe einen excellenten Vetriebler für gut 100k. Wenn der 
geht, bekommt ihr vielleicht einen Vertriebler, der dann 80k / Jahr 
kostet, von dem ihr aber nicht wisst, ob der einen einzigen Auftrag 
holt.

So ein Risiko, um vielleicht 20k im Jahr zu sparen ?


Gruß
Axel

von MaWin (Gast)


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Zocker_54 schrieb:
> Oder zahlen die in Deutschland Steuern ?

Wozu auch ?

Zahlt VW in Belgien Steuern auf den Gewinn ? (nicht die Mehrwertsteuer, 
die zahlt der Händler).

Es ist üblich, dass Firmen dort Steuern zahlen, wo ihr Firmensitz ist, 
und nicht dort, wo das Produkt benutzt wird.

Damit fährt die Exportnation Deutschland sehr gut. Aber die Gier, z.B. 
von dir als Deutscher der sich um Einnahmen für seinen Staat betrogen 
fühlt, ist selten ein guter Berater.

Und bei Facebook zahlt der Benutzer nichtmal was dafür, sondern die 
Werbetreibenden die wieder ganzwoandersher kommen.

von Cerberus (Gast)


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Bologna Consultant schrieb:
> die von S-Klasse auf verrosteten
> Polo umsteigen mussten und so.

Nun ja, "der Teufel fährt Polo" las ich vor ein paar Tagen auf dem Heck
so eines VW-Modells.;-b

Michael B. schrieb:
> Einen anderen Vertriebsweg, der funktioniert.

Vor allem keine One-Man-Show. Da fehlt es an Reserven.

Name H. schrieb:
> Schickt ihn doch einen Auszubildenden Nachfolger vorbei..

Wenn das plötzlich passiert, riecht der den Braten doch.
Dazu braucht man aber auch Talent und ein passender schulischer
Abschluß reicht da bei weitem nicht.

wendelsberg schrieb:
> Bisher war die Bezahlung OK, jetzt auf einmal ueberzogen -- soso.

Neid, Missgunst sind nun mal starke Gefühle und wenn man sich da nicht 
beherrschen kann, ist bald Schicht im Schacht.

Ich habe auch schon als Projektmanager gearbeitet und als man mich los
werden wollte, konnte die Firma die Projekte trotz guter Dokumentation
begraben. Das Geld haben dann Andere verdient.

von Tobias (Gast)


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Ich habe das Problem nicht ganz korrekt beschrieben. Die Vorgängerfirma 
musste eben wegen zu hoher Ausgaben schließen.

Der aktuelle Mitarbeiter/Agent hollt kaum Aufträge sondern kennt die 
Altkunden einfach, die meisten neuen (bzw alle) Aufträge hollen wir 
selbst, nur geht es einfach über seinen Tisch, ohne Mehrwert (dafür gibt 
es ein seperates Festgehalt für die 5min Abwicklung - aber früher 
ebenfalls Prozente). Das einzige Problem sind einfach seine persönlichen 
Beziehungen zu den Kunden -> nur Altkunden. Wir sehen nicht ein wieso 
wir weiterhin für unsere Neukunden an ihn Provison zahlen sollen. Obwohl 
er nichts macht. Es ist auch sehr schwer abzuschätzen wie viel Umsatz 
tatsächlich an ihm hängen, die meisten Aufträge entstehen sowieso auf 
der Messe.

Er (bzw viele frühere) Mitarbeiter haben sich einfach gut eingelebt und 
die Vorgängerfirma einfach gehaltstechnisch in den Abgrund geritten.

von Purzel H. (hacky)


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Aha. Dann erfuellt er also die Eigenschaften der Schublade "Pfeife" und 
muss sowieso raus. Also nicht nachverhandeln, sondern raus.

: Bearbeitet durch User
von Tobias (Gast)


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Ja auf lange Sicht sowieso. Wir sind aber durch zulieferer Verträge auf 
einen bestimmten Umsatz angewiesen und können nicht riskieren diesen zu 
veringern. Es hat alles mit allem zutun.


Gerne Antworten zur Hauptfrage!

von Zocker_54 (Gast)


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Ich habe in meiner 35 jährigen beruflichen Laufbahn einige Firmen
gesehen die Konkurs gingen.

Da war keine einzige dabei die Konkurs machte weil die Leute zu viel
verdienten.

Die waren alle von BWL-ern an die Wand gefahren worden !

Was hat das mit dem ursprünglichen Thema zu tun ?

von Cerberus (Gast)


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Zocker_54 schrieb:
> Die waren alle von BWL-ern an die Wand gefahren worden !

Wenn ich mir die Rechtschreibung des TO so ansehe und seine 
Nachbesserung
zu dem Threadthema, ist der Untergang der Firma schon beschlossene 
Sache.
Da wird nur ein Sündenbock gesucht. Altkunden bestellen sicher nicht
wegen dem angenehmen Kontakt, sondern weil die Leistung/das Produkt
dort gebraucht wird. Die Kunden sind doch der Firma bekannt. Bei der
Neukundenakquise kann man ja personell breiter streuen, so das das
Problem nicht persönlich wird. Dann werden Urlaub, Krankheit oder
Kündigung kein Problem.

von F. B. (finanzberater)


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Tobias schrieb:
> Wir suchen gerade die richtige Vorgehensweise, weil unsere Meinung nach
> wird er so viel Geld nicht mehr von einem Arbeitgeber erhalten (es gibt
> kaum ähnliche Bereiche wo er arbeiten kann).
>
> Hat jemand einen Tipp, Strategien oder ähnliches?

Wenn er sein Geld vernünftig angelegt hat, ist er auf eure Peanuts schon 
lange nicht mehr angewiesen. Eure Erpressungsstrategie wird daher nur 
funktionieren, falls er sein Geld so wie die IGMler hier im Forum für 
sinnlosen Konsum verschleudert hat.

: Bearbeitet durch User
von Zocker_54 (Gast)


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> Autor: F. B. (finanzberater)
> Datum: 22.02.2019 13:36

Endlich ein Lebenszeichen von dir, dachte schon du wärst eingelocht
worden.

Oder in eine Geschlossene eingewiesen worden !

von Eduard (Gast)


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Ist doch ganz einfach.
Ist Euch der Mitarbeiter das Geld wert, dann gebt es ihm.
Ist er Euch das Geld nicht wert, dann lasst ihn ziehen.

Gruß

von Ingenieur (Gast)


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F. B. schrieb:
> Eure Erpressungsstrategie wird daher nur funktionieren, falls er sein
> Geld so wie die IGMler hier im Forum für sinnlosen Konsum verschleudert
> hat.

Woher kommt nur dein Groll auf Angestellte, die nach IG Metalltarif 
bezahlt werden? Ist es einfach nur Neid?

Warum stellst du eine Kausalität zwischen diesem Angestelltenverhältnis 
und "sinnlosem Konsum" her? Ob ein Kauf sinnvoll ist oder nicht, ist 
doch eh höchst subjektiv. Ein Gutverdiener kann im Übrigen auch 
bescheiden Leben.

von Zocker_54 (Gast)


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> > F. B. schrieb:
> > Eure Erpressungsstrategie wird daher nur funktionieren, falls er sein
> > Geld so wie die IGMler hier im Forum für sinnlosen Konsum verschleudert
> > hat.

> Woher kommt nur dein Groll auf Angestellte, die nach IG Metalltarif
> bezahlt werden?

Weil er sich auf dem Niveau von Hartz-IV bewegt.

> Ist es einfach nur Neid?

Natürlich !

> Warum stellst du eine Kausalität zwischen diesem Angestelltenverhältnis
> und "sinnlosem Konsum" her?

Weil er sich als permanent Hartzer nicht leisten kann. Nicht mal 
frisches Obst.

> Ob ein Kauf sinnvoll ist oder nicht, ist doch eh höchst subjektiv.

Wenn man sich es leisten kann ist es eher egal.

> Ein Gutverdiener kann im Übrigen auch bescheiden Leben.

Sehe ich auch so. Muss kein Maserati sein, ein Porsche tut es auch.

von funky (Gast)


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MaWin schrieb:
> Es ist üblich, dass Firmen dort Steuern zahlen, wo ihr Firmensitz ist,
> und nicht dort, wo das Produkt benutzt wird.

Dort zahlen diese Firmen aber auch keine Steuern...siehe Amazon, FB oder 
Google

von Bernd K. (prof7bit)


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funky schrieb:
> MaWin schrieb:
>> Es ist üblich, dass Firmen dort Steuern zahlen, wo ihr Firmensitz ist,
>> und nicht dort, wo das Produkt benutzt wird.
>
> Dort zahlen diese Firmen aber auch keine Steuern...siehe Amazon, FB oder
> Google

Willst Du damit sagen daß Amazon, FB und Google keine Steuern zahlen?

von funky (Gast)


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http://www.manager-magazin.de/digitales/it/amazon-zahlt-keine-bundessteuern-in-den-usa-a-1253769.html

Dort erwarten (wird hier nicht anders sein) ja noch Vergünstigungen vom 
Staat bzw den Gemeinden, um ihr neues 
Rechenzentrum/Warenverteilzentrum/etc bei Ihnen hochzuziehen, mit der 
Möhre, ja auch Arbeitsplätze zu schaffen. Das sind dann wie im Fall von 
Amazon bestenfalls noch Arbeitsplätze, bei denen der Staat die Löhne 
aufstocken darf, da's zum Überleben nicht reicht.

von Wühlhase (Gast)


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Tobias schrieb:
> Ja auf lange Sicht sowieso. Wir sind aber durch zulieferer Verträge auf
> einen bestimmten Umsatz angewiesen und können nicht riskieren diesen zu
> veringern. Es hat alles mit allem zutun.
Das ist aber nicht das Problem eures Mitarbeiters, sondern das der 
Administration. Oder hat der Vertriebler die Verträge verhandelt und 
abgesegnet?

Macht euch lieber Gedanken wie ihr herausfindet, ob der Mann sein Geld 
wert ist. Ist er es, dann solltet ihr froh sein wenn er nicht geht. Wenn 
nicht, dann eben nicht.
Wenn ich an der Stelle eures Vertrieblers wäre, würde ich noch am selben 
Tag anfangen, mir einen Alternativjob zu suchen. Und da würde ich 
tatsächlich zunächst mit dem Gehalt runtergehen und mich dort wieder 
hocharbeiten. Möglicherweise ergibt es sich sogar, daß euer Mitarbeiter 
euren (dann Ex-)Kunden sogar noch etwas zusätzlich verkaufen kann.

Vielleicht liegt euer Bilanzleck auch woanders. Ich kenne genug Firmen 
die geben jeden Tag ein Heidengeld aus für mangelhafte Organisation, 
hohen Busfaktor und Sparmaßnahmen.

Ich wundere mich zwar daß so eine Frage in einem Technikforum auftaucht 
(BWLer sind hier ja eher selten vertreten) und bin mir noch nicht sicher 
ob das ein reinner Trollthread ist, aber die Grundlagen für 
Betriebswirtschaft sind für die meisten Ings/Techniker nicht schwer zu 
verstehen. Auf jeden Fall verstehen sie Rechnungen wie "Ich investiere 
5k€, damit ich künftig 25k€/a weniger ausgebe" recht gut.

von MaWin (Gast)


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Wühlhase schrieb:
> hohen Busfaktor

?!?

von Realist (Gast)


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Wühlhase schrieb:
> Wenn ich an der Stelle eures Vertrieblers wäre, würde ich noch am selben
> Tag anfangen, mir einen Alternativjob zu suchen. Und da würde ich
> tatsächlich zunächst mit dem Gehalt runtergehen und mich dort wieder
> hocharbeiten.

Genau. Den Stress und die Kosten für den Umzug bezahlen, das Risiko 
eingehen, dass da irgendjemanden deine Nase in der Probezeit nicht 
gefällt, Frau und Kinder vom Umzug überzeugen und all das für das 
gleiche Geld was ohnehin die bisherige Firma geboten hat? Sehr klug!

Ironie off Wer Kunden mitbringt, kann auch mehr verlangen.

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