Hallo Forum,
ich habe hier ein älteres NAS-Gerät stehen, das gute Dienste als
Fileserver leistet. Es hat eine Prozessor aus der der
armel-versatile-Familie (Marvell Feroceon).
Aus Verkabelungs- und Platzgründen wollte ich dort noch einen
USB-Drucker mit anschließen. Leider musste ich feststellen, dass die
Firmware das gar nicht unterstützt. Da ich zufällig das
Linux-Progrämmchen "p910nd" kenne (Minimal-Server für das
Jetdirect-Protokoll) habe ich es mir passend kompiliert.
Leider tauchte nun das Problem auf, das die Kernelkonfiguration
(2.6.12.6) USB-Drucker gar nicht unterstützte. Da habe ich mir dann dass
Modul "usblp.ko" passend kompiliert. War aufwendig, da ich einen
gcc-3.4.6 aus einer älteren Lenny-Distribution benutzen musste.
Leider gibt es nun ein weiteres Problem, was mich echt zur Verzweiflung
bringt. Nach "insmod usblp.ko" steht da
1
drivers/usb/class/usblp.c: out of memory for write buf
2
usblp: probe of 1-2:1.0 failed with error -5
Hab mal in den Sourcecode geguckt, da scheint eine Funktion namens
usb_buffer_alloc nicht richtig zurückzukommen.
Kann man da noch irgendwas machen?
Ansonsten bleibt mir nur, ein weiteres Kästchen (RPi o. ä.) als
Printserver einzurichten. Weiteres Netzteil, mehr Kabel und eine zu
verwaltende IP-Adresse mehr. Und viel Arbeit umsonst :-((((((
Grüße C.
P.S. Wenn man nach der obigen Fehlermeldung googelt, findet man
irgendwie gar nichts, außer dem Sourcecode selbst sowie einige wenige
Xen-Anwender, die dasselbe Problem mit einer ähnlichen Kernelversion
hatten.
Hey,
leider kann ich zu deinem Linux Problem nichts sagen,
aber du musst ja nicht gleich ein RPi einrichten.
Wie wäre es mit einem USB-Ethernet Adapter?
Hallo Adam!
Danke für den Tipp, ich hatte die Idee auch schon und den Adapter sogar
schon in der Hand. Bringt mir aber nichts, da ein üblicher
USB-Ethernet-Adapter auf der USB-Seite ein "Device" darstellt.
Ein USB-Drucker möchte aber in einen "Host" eingestöpselt werden....
Die Anschlüsse hat das NAS schon (sogar mehrfach), nur irgendwo fehlt
ein Stückchen Software.
Christian S. schrieb:> da ein üblicher> USB-Ethernet-Adapter auf der USB-Seite ein "Device" darstellt
Dann meine ich diese nicht. Wir nutzen z.B. welche von icron, da kannst
du jedes USB Device anschliessen und dieses ist dann im Netzwerk so
verfügbar als hätte es ein Ethernet Anschluss.
Bzw. bei den Geräten von SEH ist es so, dass du extra Software auf dem
PC hast und dieser denkt, es wäre direkt am USB vom PC angesteckt.
Aber ich habe nicht nach den Preisen geschaut :-)
Kann natürlich sein, dass diese viel zu hoch sind.
...Ja die nennen sich wohl "USB Device Server" - liegen bei 80€. Vllt
gibts es auch günstigere mit nur einem USB Anschluss.
Was für ein NAS ist es denn? Feroceon deutet auf Kirkwood SoC hin. Da
wäre noch die Option, die alte Firmware gegen ein "richtiges"
Linux-System zu ersetzen. Das kann man dann auch noch für andere Dinge
nutzen.
Welches Problem löst ein USB-Device-Server, das ein USB-Druckserver
nicht löst?
Einen USB-Device-Server (also eine Art "virtuelle USB-Karte") kann man
sich mit einem Raspberry Pi und der Software "virtual here" auch selbst
stricken, aber für den Betrieb eines simplen Druckers ist das ...
übertrieben und unnötig umständlich.
USB-Druckserver lassen sich von so gut wie jedem Betriebssystem (mal von
Fossilien wie DOS abgesehen) aus mit standardisiertem Protokoll (LPR)
ansprechen, da braucht man keine zusätzlichen Devicetreiber.
Für einen USB-Device-Server aber braucht man zusätzliche Devicetreiber,
damit sich das Ding verhält wie eine über das Netzwerk angebundene
USB-Karte.
Es gibt Anwendungsfälle, wo so etwas sinnvoll ist, aber der Betrieb von
Druckern gehört nicht dazu.
Rufus Τ. F. schrieb:> Welches Problem löst ein USB-Device-Server, das ein USB-Druckserver> nicht löst?
Stimmt schon,
wollte nur sagen, dass ich zu Anfang kein USB-Druckserver meinte.
Aber JA, jetzt scheint es die einfachere und kostengünstigere Variante
zu sein - außer ein RPi, mit dem wäre halt noch mehr möglich.
Der Pi ist halt teurer, und in Sachen "hart Abschalten" wohl auch etwas
empfindlicher. Ansonsten hast Du natürlich recht, daß man mit dem Ding
mehr anstellen kann.
Aber das kann/könnte man auch mit dem NAS, was ja der Anlass für den
ganzen Thread hier war ...
Hallo P.S.!
Ja, richtig vermutet. Das Gerät ist ein WD Sharespace, quasi ein schon
etwas altes Schätzchen.
Dass man da quasi ein - ganz neues oder halbwegs neues - Debian drauf
installieren kann, habe ich irgendwo gelesen. Führt dann wohl auch zu
verbesserten (RAID)-Performance-Werten.
Ist aber sehr viel Aufwand, finde ich. Man muss dann mit der seriellen
Schnittstelle Uboot umkonfigurieren, Umgebungsvariablen ändern etc etc.
Oder gibt es was gutes Vorgefertigtes, was dann eine gute NAS-Oberfläche
mitbringt? Habe nicht so den Überblick, aber Sheevaplug könnte eine sehr
ähnlich Hardware sein.
Lieber wäre mir es, auf die Schnelle das usblp.ko zum Laufen zu bringen
zu können...
Grüße C.
Rufus Τ. F. schrieb:> USB-Druckserver lassen sich von so gut wie jedem Betriebssystem (mal von> Fossilien wie DOS abgesehen) aus mit standardisiertem Protokoll (LPR)> ansprechen
Früher war das für Admins das tägliche Brot, heute haben fast alle
Drucker LAN und/oder WLAN, solche externen Druckerserver sterben aus.
Adam P. schrieb:> ...Ja die nennen sich wohl "USB Device Server" - liegen bei 80€
Da würde ich einen neuen netzwerkfähigen Drucker in Betracht ziehen.
Oder den Drucker am Router anschliessen, bei Fritz kein Problem.
Georg
Hallo Christian,
leider kann ich Dir dazu keine Auskunft geben. Meine alten NASe (Zyxel
NSA320 und NSA325) laufen mit Arch Linux ARM einfach als Server ohne
NAS-Software. Ggf. könnte man aber eine installieren.
Ich hatte damals übrigens auch die originalen U-Boote gegen ein selbst
gebautes U-Boot ausgetauscht. Das ist verhältnismässig ungefährlich,
weil der Kirkwood-SoC das Hochladen eines Bootloader-Images über die
serielle Schnittstelle erlaubt.
Grüße P.