Guten Morgen,
ich möchte gerne ein mit einem µC kontrollierbares Rechtecksignal
erzeugen im Breich 14-16 MHz. Vorzugsweise würde ich dafür gerne einen
Chip verwenden, der die folgenden Eigenschaften aufweist:
* 5V-tauglich
* möglichst wenig zusätzliche externe Beschaltung erforderlich
* möglichst sowohl als THT wie auch SMD verfügbar (nur SMD ist aber OK)
* möglichst preiswert ("billig")
* bei den üblichen Versendern (R+C) erhältlich
* Frequenz einstellbar in 500Hz-Schritten oder feiner
* (nice to have: wenig Phasenrauschen und wenig Drift)
* (nice to have: einfache Steuerung durch den µC)
Ich google mir da gerade die Finger wund und finde zwar die üblichen
Verdächtigen (AD59xx, Si5x0,...) aber die passen alle irgendwie nicht so
gut (zu teuer, zu schlecht zu beschaffen, zu viel externes Zeugs (z.B.
weil symmetrischer Ausgang), etc...)
Preiswert soll es übrigens sein, weil es im Bereich Jugendbasteln im AFu
Verwendung finden soll.
Vielleicht fällt ja dem ein oder anderen ein Chip ein, den ich noch
nicht auf dem Radar habe...
vielen lieben Dank,
Stefan
Stefan schrieb:> Preiswert soll es übrigens sein, weil es im Bereich Jugendbasteln im AFu> Verwendung finden soll.74HC4046 von NXP oder Onsemi schaffen die Frequenz. Per PWM eine analoge
Steuerspannung erzeugen und damit die Frequenz ändern. Einfach, THT,
günstig und man kann eine Menge lernen.
Ein paar könnte ich zur Verfügung stellen: Porto.
m.n. schrieb:> Per PWM eine analoge> Steuerspannung erzeugen und damit die Frequenz ändern.
Ja, ja, und die wabert dann vor sich hin wie ein Kuhschwanz.
Geniale Idee.
m.n. schrieb:> Einfach, THT, günstig und man kann eine Menge lernen.
Ja, man lernt daraus viel, wie man es nicht machen soll.
Stefan schrieb:> Rechtecksignal erzeugen im Breich 14-16 MHz.Stefan schrieb:> weil es im Bereich Jugendbasteln im AFu Verwendung finden soll.
Wie soll denn das zusammenpassen?
Mino Bachter schrieb:> Stefan schrieb:>> Rechtecksignal erzeugen im Breich 14-16 MHz.>> weil es im Bereich Jugendbasteln im AFu Verwendung finden soll.>> Wie soll denn das zusammenpassen?
14-16 MHz / 4 = 3,5-4 MHz
...damit sollte klar sein, worum es geht ;-) DCO für einen
Tayloe-Mischer im 80m Band... Mein jetziger Aufbau nutzt einen Si570.
Der ist nur (a) nicht ganz so leicht lötbar (für Lötanfänger) und (b)
mit ca. 25€/Stk etwas out of scope...
Die Hoffnung war (weil ja nicht so ein riesiger Frequenzbereich
abgedeckt werden soll) eine preiswertere löteinsteigerfreundliche
Alternative zu finden.
viele Grüße,
Stefan
Nur mall so als Idee:
https://www.u-blox.com/de/product/pam-7q-module
ist zwar 3,3V, hat aber einen programmierbaren Ausgang und für
AFU-Anwendungen den Vorteil sehr genau und Frequenz-stabil zu sein.
Stefan schrieb:> Die Hoffnung war (weil ja nicht so ein riesiger Frequenzbereich> abgedeckt werden soll) eine preiswertere löteinsteigerfreundliche> Alternative zu finden.
Was Du genau willst, ist mir noch nicht klar.
Ein weiterer Weg wäre, mit einem µC eine quarzgenaue Frequenz im Bereich
3,4 - 4,0 kHz zu erzeugen und diese dann mit HC4046 (Osz. + PLL) und
HC4040 (Teiler/4096) auf den gewünschten Frequenzbereich zu bringen. Als
µC reicht ein ATtiny4313/ATmega48. Alles THT und Kosten < € 5.
Der µC kann dazu noch die Sollfrequenz anzeigen und per Drehgeber die
Einstellung erledigen.
m.n. schrieb:> Was Du genau willst, ist mir noch nicht klar.
Ich möchte den (relativ kostspieligen und nicht sooo einfach zu
beschaffenden) Si570-basierten LO in einem DC-RX ersetzen.
> Ein weiterer Weg wäre, mit einem µC eine quarzgenaue Frequenz im Bereich> 3,4 - 4,0 kHz zu erzeugen und diese dann mit HC4046 (Osz. + PLL) und> HC4040 (Teiler/4...
Ohne es jetzt gerechnet oder ausprobiert zu haben: Die aus einem
uC-Timer erzeugten 3,4-4.0 kHz Jittern vermutlich entweder schon ganz
ordentlich oder liegen nach der Vervielfachung deutlich neben der
Zielfrequenz oder liege ich da falsch?
best,
Stefan
m.n. schrieb:> Ein weiterer Weg wäre, mit einem µC eine quarzgenaue Frequenz im Bereich> 3,4 - 4,0 kHz zu erzeugen...
Eben ein wenig gerechnet. Da (zusätzlicher) Jitter keine Option ist,
bleiben nur glatte Teiler. Damit müsste die Basisfrequenz des uC bei ca.
150MHz liegen, um in die Nähe der gewünschten Frequenzauflösung zu
kommen.
Stefan schrieb:> Eben ein wenig gerechnet. Da (zusätzlicher) Jitter keine Option ist,> bleiben nur glatte Teiler. Damit müsste die Basisfrequenz des uC bei ca.> 150MHz liegen, um in die Nähe der gewünschten Frequenzauflösung zu> kommen.
Ich habe auch ein wenig gerechnet.
Ein mit 20 MHz getakteter AVR liefert eine Auflösung der Periodendauer
von 50 ns. Bei einer Ausgangsfrequenz von 4 kHz (250 µs Periode) ergibt
sich daraus eine Frequenzauflösung von 0,8 Hz, was hochgerechnet auf die
benötigten 4 MHz ein Raster von 800 Hz ausmacht. Das ist leider schon
recht grob.
Der Jitter selber wäre nicht das Problem. Mit Hardware-Timern erzeugt
liegt er geschätzt im ns-Bereich.
Abhilfe wäre ein schnellerer µC oder einer, der spezielle PWM-Timer
bietet, die im 100er MHz-Bereich laufen. Diese sind aber weder
anfängerfreundlich, noch als THT-Teil beschaffbar, noch direkt mit 5 V
zu betreiben.
Eine andere Möglichkeit wäre, die erzeugte Frequenz Faktor 10 kleiner zu
wählen: 340 - 400 Hz, was aber ein deutlich längeres Einschwingen der
PLL ergibt.
Selber würde ich einen STM32F4xx nehmen, der mit >= 168 MHz die
Anforderungen erfüllen würde und dabei auch > 10 Ausgangskanäle bietet.
Aber leider kann man ihn nicht in 10 Teile zersägen, um günstige
Einzellösungen zu bekommen ;-)
Was ist mit einem fertigen Modul aus Fernost? Da gibts sowohl den AD9850
als auch den Si5351 mit allen notwendigen SMD-Komponenten fertig
bestückt, für kleines Geld (Si5351-Modul um 3€).
Aliexpress&Co beißt sich nur mit
Stefan schrieb:> bei den üblichen Versendern (R+C) erhältlich
falls es dir um Rechnungsstellung und schnelle Lieferung geht (und nicht
nur um Verfügbarkeit).