Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Mosfet als Gleichrichter


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von Tim T. (tim_taylor) Benutzerseite


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Hallo,

ich bin gerade dabei einen einfachen Laderegler für eine kleine 
Solaranlage zu basteln und hab festgestellt das ich so garnix passendes 
an Diode zum Blocken des Rückstroms hab, also damit nicht bei schlechtem 
Wetter oder Nacht der Akku sich in die Module entlädt. Das Dickste was 
ich in der Grabbelkiste gefunden hab war ne 1N5402 aber selbst da ist 
bei 3A Ende und ich müsste mehrere parallel schalten mit bekannten 
Nachteilen. Also hatte ich die Idee einfach einen N-Mosfet (IRFZ44N oder 
sowas in TO-220) als Diode zu benutzen (Gate mit Source ans Modul und 
den Drain an den Akku).

Darum meine Frage, spricht irgendetwas substantielles dagegen das so zu 
machen?

Bitte keine Vorschläge ala, kauf nen fertigen Lader, ist billiger, 
einfacher, etc. Danke.

: Bearbeitet durch User
von Tim T. (tim_taylor) Benutzerseite


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Mist, sollte eigentlich in Analogtechnik, lässt sich aber leider nicht 
mehr ändern...

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Checke doch erstmal, ob die Module selber nicht schon Dioden eingebaut 
haben. Wenn da eine kleine Anschlussbox auf der Rückseite ist, stehen 
die Chancen dafür nämlich gut.

von Alex D. (daum)


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Wenn du Gate mit Source verbindest, sollte es kein Problem sein.

von Tim T. (tim_taylor) Benutzerseite


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Matthias S. schrieb:
> Checke doch erstmal, ob die Module selber nicht schon Dioden eingebaut
> haben. Wenn da eine kleine Anschlussbox auf der Rückseite ist, stehen
> die Chancen dafür nämlich gut.

Nö, die Box auf der Rückseite ist nur für die Schraubklemmen der 
Anschlussleitung und ich habs auch mit nem Amperemeter getestet, es geht 
was rein wenn man die Panels abdeckt.

von Sven S. (schrecklicher_sven)


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Tim T. schrieb:
> spricht irgendetwas substantielles dagegen das so zu
> machen?

Eine Schottkydiode hätte ca. halb so viel Spannungsverlust und damit 
Verlustleistung.

von Tim T. (tim_taylor) Benutzerseite


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Sven S. schrieb:
> Tim T. schrieb:
>> spricht irgendetwas substantielles dagegen das so zu
>> machen?
>
> Eine Schottkydiode hätte ca. halb so viel Spannungsverlust und damit
> Verlustleistung.

Hast du zufällig einen Vorschlag für eine die 20A ab kann und preislich 
interessant ist?

von Sven S. (schrecklicher_sven)


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Tim T. schrieb:
> Hast du zufällig einen Vorschlag für eine die 20A ab kann und preislich
> interessant ist?

Das musst Du Deinen Bauteile-Dealer fragen!

von Wolfgang (Gast)


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Sven S. schrieb:
> Eine Schottkydiode hätte ca. halb so viel Spannungsverlust und damit
> Verlustleistung.

Ein MOSFET mit 2mΩ R_DS_on hat einen Spannungsabfall von 1/10 verglichen 
mit einer Schottky-Diode.

von Paul (Gast)


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Tim T. schrieb:
> Hast du zufällig einen Vorschlag für eine die 20A ab kann und preislich
> interessant ist?

Altes PC Netzteil ausschlachten. Da ist auf der 5V oder 12V Linie was 
passendes.

von Sven S. (schrecklicher_sven)


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Wolfgang schrieb:
> Ein MOSFET mit 2mΩ R_DS_on hat einen Spannungsabfall von 1/10 verglichen
> mit einer Schottky-Diode.

Aber nicht, wenn man es so macht:

Tim T. schrieb:
> Also hatte ich die Idee einfach einen N-Mosfet (IRFZ44N oder
> sowas in TO-220) als Diode zu benutzen (Gate mit Source ans Modul und
> den Drain an den Akku).

von Anno (Gast)


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@Tim,

Du solltest mal angeben, wieviel Spannung du schalten musst.
Den MOSFET musst du natürlich in Rückwärtsrichtung betreiben!
Bei einem P-Kanal also die Source zum Akku und Drain zum Panel.
Wenn man einen MOSFET ansteuert, kann man ihn auch in Rückwärtsrichtung 
betreiben (wie bei sync-Wandlern).
Eine Schottky würde ich, besonders für höhere Spannungen nicht nehmen.
Wenn sie warm werden, haben sie einen beachtlichen Rückstrom.
Jedenfalls hat ein MOSFET die geringere Verlustleistung.
Falls möglich, mit NKanal Masse abtrennen (bessere Werte).
Den MOSFET muss man genau nach Spannung raussuchen.
Neuere Typen haben niedrigeren Ron.

von Peter D. (peda)


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Sven S. schrieb:
> Eine Schottkydiode hätte ca. halb so viel Spannungsverlust und damit
> Verlustleistung.

Dieses Gerücht hält sich hartnäckig. Schottkydioden sind sehr hochohmig. 
Um den Spannungsabfall gering zu halten, muß man sie extrem 
überdimensionieren. Dann ist allerding auch der Sperrstrom sehr hoch. 
Eine 40A Schottkydiode kann bequem 100mA Sperrstrom ziehen.
Schottkydioden für >20V sind dann nochmal deutlich hochohmiger. Eine 
100V Schottkydiode hat eigentlich nur Nachteile.


Lösung mit MOSFET:

https://www.analog.com/media/en/technical-documentation/data-sheets/LT8672.pdf

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