Forum: Offtopic Beschaffung Lötpaste


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Stefan L. (l0ui)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Liebe Bastler Gemeinde!

Ich habe mir soeben eine Heißluftölstation gegönnt =))
Auf der Suche nach Lötpaste und den üblichen verdächtigen wie reichelt 
und farnell ist mir ersteinmal aufgefallen, dass der Preis doch recht 
hoch ist. Hatte bis heute nicht im Gefühl was das eigentlich kostet.
Anschaffung der Spritze ist ein MUSS, jedoch habe ich mich gefragt ob 
mir hier vielleicht jemand einen Tipp geben kann, bei welchem 
distributor man sich evtl. günstiger einen kleinen vorrat anschaffen 
kann. Oder könnt mir sogar gleich welche ausschlagen wo man nichts 
gescheites bekommt. (Alibaba qualität z.B., welche sehr fluktuiert).
Wo kauft ihr denn sowas ein?

Vorab Danke für eure Erfahrungen =)

von Alex G. (dragongamer)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Braucht man davon echt einen "Vorrat"? Das Zeug soll hauchdünn 
aufgetragen werden...

von Sven B. (scummos)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Folgende Tipps dazu:

 - Du brauchst extrem wenig, kaufe die kleinste Packung die geht.

 - Das Zeug verdirbt innerhalb weniger Monate.

 - Oft genügt es, stattdessen einfach normales Lot auf die Pads 
aufzubringen, nochmal Flussmittel drüberzustreichen, und dann den 
Baustein aufzulegen. Die Paste bringt's eigentlich nur, wenn du einen 
Stencil hast. Dann brauchst du auch keine Spritze.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Sven B. schrieb:
> Folgende Tipps dazu:
>
>  - Du brauchst extrem wenig, kaufe die kleinste Packung die geht.

Das auf jeden Fall - für das Hobby benötigt man wirklich sehr, sehr 
wenig. 50g reichen über Monate und Jahre.

>  - Das Zeug verdirbt innerhalb weniger Monate.

Das muss nicht sein.

Man kann die Haltbarkeit der Paste extrem erhöhen, wenn man sie kühl 
lagert bzw. einfriert. Ich habe 2014 bleihaltige Paste von Stannol (ich 
meine, bei Elpro) gekauft und als Versuch auf mehrere kleine 10g-Gebinde 
aufgeteilt. Davon wurden zwei eingefroren, zwei kamen ins Biofresh-Fach 
und eines wurde direkt angebrochen.

Die Gebinde im Biofresh-Fach (+1°C) sind heute noch in Ordnung, habe ich 
erst letzte Woche verwendet. Die eingefrorenen habe ich noch nicht 
getestet.

Schwere Konsistenzveränderungen konnte ich auch nicht feststellen. Sie 
sind jetzt vielleicht etwas zähflüssiger, aber das lässt sich mit 
etwas mehr Luftdruck (3 anstatt 2 bar) problemlos ausgleichen. 
Aufschmelzen, Flussmittel und Benetzung sind tadellos.

>  - Oft genügt es, stattdessen einfach normales Lot auf die Pads
> aufzubringen, nochmal Flussmittel drüberzustreichen, und dann den
> Baustein aufzulegen. Die Paste bringt's eigentlich nur, wenn du einen
> Stencil hast.

Ich finde die Dosierung mittels Dispenser sehr viel angenehmer und 
deutlich schneller. Man kann ohne Anstrengung und zitterfrei arbeiten. 
Nachher einmal mit Heissluft drüber - fertig.

Wir haben hier für Platinen für den internen Gebrauch, die wir nur ab 
und zu bestücken müssen, einen preiswerten China-Dispenser dieser Art:

https://www.aliexpress.com/item/1PCS-982-Semi-automatic-Glue-Dispenser-AB-UV-Glue-Dispenser-Solder-Paste-Liquid-Controller-for-SMD/32951379122.html

Dazu dann noch alle möglichen Kanülengrößen, also so etwas hier:

Ebay-Artikel Nr. 113243991321

Mit dem Fusspedal ist das wirklich eine feine Sache. Nach Gebrauch die 
Kanüle mit etwas Isopropanol "durchblasen", dann halten auch die Kanülen 
ewig.

Aber man benötigt natürlich Druckluft. In einem anderen Thread hatte 
sich jemand einen kleinen Drucklufttank (alter Feuerlöscherbehälter?) 
besorgt, den er dann draußen in der Garage "auflädt" und so ohne 
Kompressor im Bastelraum arbeiten kann.

Es gibt auch Dispenser mit elektrischem Antrieb. Mit Schrittmotor müsste 
man sich so etwas auch recht einfach selbst bauen können.

Edit:
Ich habe tatsächlich noch eine alte Kartusche mit (nicht gekühlter) 
Paste im Dispenserkoffer gefunden - diese Paste ist natürlich hinüber, 
aber das Etikett klebte noch drauf:

Stannol SP15 TSC-84-3-400 vom 27.1.2014

Für das Zeug kann ich also bestätigen, dass es sich auch nach fünf 
Jahren bei Lagerung mit +1°C noch gut verarbeiten lässt :-)

: Bearbeitet durch Moderator
von Bernd G. (Firma: Bannerträger des Fortschritts) (berndg)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> bei welchem distributor man sich evtl. günstiger einen kleinen vorrat
> anschaffen kann.

Mit einer 500-g-Dose erzeuge ich etwa 200.000 EUR Umsatz, wobei ich die 
restlichen 100 g meist noch wegwerfe -

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail, Yahoo oder Facebook? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen | Mit Facebook-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.