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Forum: Haus & Smart Home (Elektronische) Heizkörperthermostate und die Folgen.


Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Früher hatte ich einen sog. Referenzraum mit einem Thermostaten
der die Vorlauftemperatur regelt.
Problem dabei, wenn es im Referenzraum zu warm wird, werden
die anderen Räume nicht ausreichend geheizt.

Inzwischen habe ich überall elektronische Thermostate
und die Vorlauftemperatur Witterungsgesteuert.

Bei der Wetterlage, am Tag warm und am Abend kalt
steuert die Vorlauftemperatur abends hoch und die
Heizungsregler kneifen zu. Das mag meine Therme
nicht.

Ideal wäre festzustellen wann alle Thermostate den
Durchlauf einschränken und dann die Vorlauftemperatur
zu senken. Die Frage ist nur - wie?

Eine Möglichkeit wäre den Strom der Pumpe zu messen und
ab einem bestimmten Wert für eine Stunde auf Nachtabsenkung
zu schalten.
Ist die Stromänderung bei einer Pumpe mit Kondensatormotor
dafür auswertbar? Gibt es moderne Pumpen die mir da
ein Signal für liefern? Welche? Wie sieht das Signal aus?

LG
old.

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Autor: Michael B. (loetmichel)
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Das funktioniert so nicht. (Kreisel-)Pumpen brauchen WENIGER leistung 
wenn die Förderleistung 0 wird. (Siehe Staubsauger, Zuhalten macht 
Drehzalhl HOCH.)

Ich würde eher einen Durchflussensor einbauen der unter x litern/min den 
Vorlauf absenkt oder gleich die Thermostate auswertweren und wenn ALLE 
"ZU" melden die Heizung drosseln. Andere Möglichkeit wäre ein Heizkörper 
im Heizungsraum der ein "Druckregelventil" hat und aufmacht wenn der 
Druck steigt. Quasi einen "kleinen Kühlkreislauf".

Autor: wendelsberg (Gast)
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Regel nach die Ruecklauftemperatur.

wendelsberg

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Michael B. schrieb:
> Das funktioniert so nicht. (Kreisel-)Pumpen brauchen WENIGER leistung
> wenn die Förderleistung 0 wird. (Siehe Staubsauger, Zuhalten macht
> Drehzalhl HOCH.)

Tatsache. Beim Staubsauger sinkt die Stromaufnahme ca. 20%
ab. Ich kann natürlich auch bei einer geringeren Stromaufnahme
auf Nachtbetrieb schalten.

Michael B. schrieb:
> "Druckregelventil"

Überströmventil. Meine Therme fängt an zu rattern,
wenn das Vorrangumschaltventil auf Heizbetrieb geht.

Michael B. schrieb:
> Durchflussensor einbauen

Jetzt schnappe ich mir mal das Handbuch und schaue ob es
den nicht vielleicht schon gibt.

LG
old.

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Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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wendelsberg schrieb:
> Regel nach die Ruecklauftemperatur.

Ventiele zu --> Rücklauftemperatur fällt --> Exitus.

Aus der W. schrieb:
> Jetzt schnappe ich mir mal das Handbuch und schaue ob es
> den nicht vielleicht schon gibt.

Gibt es nicht, aber es gibt einen Vorlauf NTC und einen
Rücklauf NTC. Über die Temperaturdifferenz lässt sich
da was machen. Ich werde mal den Spannungsabfall den
jeweiligen Temperaturen zuordnen.

LG
old.

Autor: wendelsberg (Gast)
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Aus der W. schrieb:
> Ventiele zu --> Rücklauftemperatur fällt --> Exitus.

Alle Ventile zu passiert ja dann nicht mehr.
Letztes Ventil noch offen --> Ruecklauf steigt --> Temperatur wird 
abgesenkt.

wendelsberg

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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wendelsberg schrieb:
> Alle Ventile zu passiert ja dann nicht mehr.
> Letztes Ventil noch offen --> Ruecklauf steigt --> Temperatur wird
> abgesenkt.

Das teste ich mal an. Meine Vaillant VCW196 bietet unter
Menuepunkt d.17 die Auswahl zwischen Vorlauf- und
Rücklauftemperaturregelung. Danke.


LG
old.

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Autor: Mach (Gast)
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Aus der W. schrieb:
> der die Vorlauftemperatur regelt.
> [...]
> die Vorlauftemperatur Witterungsgesteuert.
Ja was jetzt? ;-)

Aber im Ernst: Witterungsgesteuert ist auch die Frage, wie aktuell der 
Wert sein muss. Du könntest zum Beispiel einen gleitenden Mittelwert 
über 24h über die Außentemperatur legen, dann sind schon mal 
Tag-Nacht-Einflüsse verschwunden. Auf dieses Signal kannst du noch eine 
zeitgesteuerte Nachtabsenkung überlagern.

Mit einem Reagieren auf die Rücklauftemperatur wäre ich vorsichtig. 
Kalte Zimmer verringern die Rücklauftemperatur, hoher Durchfluss wegen 
offenem Ventil (wegen kalter Zimmer) erhöhen die Rücklauftemperatur. Wie 
rum also regeln? Öffnet der Heizungsthermostat, wird erstmal ein 
kühlerer Rücklauf eintreten, bis wieder "Frischwasser" ankommt. Dann ist 
der Heizkörper vielleicht schon warm, regelt entsprechend ab und du 
erhöhst die Vorlauftemperatur, weil du von einem erhöhten Wärmebedarf 
ausgehst, was in der Situation genau kontraproduktiv wäre.

Autor: Tobi (Gast)
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Aus der W. schrieb:
> Bei der Wetterlage, am Tag warm und am Abend kalt
> steuert die Vorlauftemperatur abends hoch und die
> Heizungsregler kneifen zu. Das mag meine Therme
> nicht.

Warum gehen die Heizungsregler zu? Hast du da eine Nachtabsenkung 
programmiert? Wenn nicht, dann ist die Regelung der Vorlauftemperatur zu 
stark.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Angeblich wird der Wert der Heizkurve halbiert und 10K
dazu addiert. Das gibt dann den Wert für die Rücklauftemperatur.
Ich hoffe mal, dass dies für die VRC410 so stimmt.

An den Einstellungen habe ich deshalb nichts verändert.
Momentan ist das so, dass die Therme auch nach der
Bernnersperrzeit, momentan 15min. nicht gleich anspringt.
Das ist schonmal sehr gut.

Möglicherweise muss ich mit dem Fußpunkt rauf. Mal sehen
ob die Soll-Zimmertemperaturen bleiben, ich hoffe.

Wie weit die Ventile geöffnet sind, kann ich bei den
Fritz leider nicht erkennen.

LG
old.

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Autor: guest (Gast)
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Aus der W. schrieb:
> Wie weit die Ventile geöffnet sind, kann ich bei den
> Fritz leider nicht erkennen.

AVM Fritz!Dect?
Die Ventilöffnung nicht, aber Soll- und Isttemperatur, und damit auch ob 
Wärmebedarf besteht oder nicht.
https://avm.de/service/schnittstellen/
https://avm.de/fileadmin/user_upload/Global/Service/Schnittstellen/AHA-HTTP-Interface.pdf

Autor: Sebastian L. (sebastian_l72)
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Aus der W. schrieb:
> Früher hatte ich einen sog. Referenzraum ...
> Problem dabei, wenn es im Referenzraum zu warm wird, werden
> die anderen Räume nicht ausreichend geheizt.
Referenzraum funktioniert nur bei 1A Abgleich der Anlage und keiner 
Veränderung des Nutzungsprofiles.

> Inzwischen habe ich überall elektronische Thermostate
> und die Vorlauftemperatur Witterungsgesteuert.
Schon besser


> Bei der Wetterlage, am Tag warm und am Abend kalt
> steuert die Vorlauftemperatur abends hoch und die
> Heizungsregler kneifen zu. Das mag meine Therme
> nicht.
So ist es.
Die Regelgeschwindigkeit der elektronischen Vorlauftemperaturregelung 
nach Aussentemperatur ist viel zu schnell. Die Hütte ist um 19:00 noch 
von der tiefstehenden Abendsonne aufgeheizt, die du dir als 
lichthungriger Mensch in die Hütte gezogen hast.
Welchen Kp Wert hat der Regler?

> Ideal wäre festzustellen wann alle Thermostate den
> Durchlauf einschränken und dann die Vorlauftemperatur
> zu senken. Die Frage ist nur - wie?
Der Klassikker ist Rücklauftemperaturbegrenzer in der 
Vorlauftemperaturregelung. Können aber nicht alle.
Dann nimmt man halt reine Aussentemperaturgeführte 
Rücklauftemperaturregelung.

> Eine Möglichkeit wäre den Strom der Pumpe zu messen ....
Das Kennliniengefrickel willst du nicht wirklich.

Autor: Sebastian L. (sebastian_l72)
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Aus der W. schrieb:

> Wie weit die Ventile geöffnet sind, kann ich bei den
> Fritz leider nicht erkennen.

Mit elektronischen Heizkörperventiltermostaten machen viele gerne 1A 
pendelnde Regelung und lassen den Brenner takten bis selbst das besste 
Brennwertgerät nur noch Heizwert nutzt.

Versuche zunächst deine Anlage zu balancieren (hydraulischer Abgleich), 
- also alles OHNE Heizkörpertermostate.

Dann die Vorlauftemperaturregelung in den Griff kriegen.

und erst dann die Heizkörperventile raumweise regeln.

Nachtabsenkung wenn denn gewünscht und mit Einspareffekt bitte immer 
über die Vorlauftemperaturregelung.

Zwischen Ventilantrieb und Durchflussfaktor des Ventil gibt es eine 
Kennlinie und diese ist NICHT LINEAR.
Wenn der Antrieb (hier evtl. Fritz DECT) sagt "50%" kann es sein, dass 
der aktuelle Durchflussfaktor nur "20%" des maximalen Kv Wert beträgt.
Ventilkennlinien von Heizkörperventilen sind selten zugänglich.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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guest schrieb:
> AVM Fritz!Dect?
> Die Ventilöffnung nicht, aber Soll- und Isttemperatur, und damit auch ob
> Wärmebedarf besteht oder nicht.

Nicht  wirklich, weil die Regelung sich einpendelt.
Mit Deinen Links kann ich gar nichts anfangen.

Sebastian L. schrieb:
> Zwischen Ventilantrieb und Durchflussfaktor des Ventil gibt es eine
> Kennlinie und diese ist NICHT LINEAR.
> Wenn der Antrieb (hier evtl. Fritz DECT) sagt "50%" kann es sein, dass
> der aktuelle Durchflussfaktor nur "20%" des maximalen Kv Wert beträgt.
> Ventilkennlinien von Heizkörperventilen sind selten zugänglich.

Mir würde die %-Angabe helfen,
idealerweise eine Möglichkeit den Zu-Wert zu begrenzen.
Das habe ich bei einem Heizkörper mechanisch mit einer
5mm Hülse über dem Stift gemacht.

LG
old.

Autor: Wollvieh W. (wollvieh)
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So wie ich das verstehe, sollen da zwei Regelungen gegeneinander 
arbeiten. Die in den Thermostaten und die im Keller. Das kann so wenig 
funktionieren wie ein Perpetuum Mobile. Oder zwei Besoffene, die sich 
gleichzeitig ausweichen wollen.

Daß die eine Regelung erraten soll, was die andere gemacht hat, um das 
Ganze zu stabilisieren, ist eine Krücke.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Aus der W. schrieb:

> Die Heizungsregler kneifen zu. Das mag meine Therme nicht.

Normalerweise sollte mindestens ein Ventil als (Dreiwege-)
Bypassventil ausgeführt sein. Falls das bei Dir vergessen
wurde, solltest Du das nachrüsten.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Harald W. schrieb:
> Normalerweise sollte mindestens ein Ventil als (Dreiwege-)
> Bypassventil ausgeführt sein. Falls das bei Dir vergessen
> wurde, solltest Du das nachrüsten.

So Etwas mindert den Brennwertnutzen.

Der Vorschlag von wendelsberg(Gast) mit der Umstellung
auf Rücklaufregelung gefällt mir weil dann die resultierende
Vorlauf-Temperatur dann nicht nur von der Witterungssteuerung
befohlen wird.

https://nuding-synergie.de/regelungstechnik.html

Versuch macht kluch. Momentan sieht es gut aus.

LG
old.

Autor: svensson (Gast)
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Moin,

so etwas läuft bei mir sogar mit drei unaabhängigen Regelungen.

1= Vorlauftemperatur witterungsgeführt, jedoch mit 
Wärmespeicherverzögerung

2= mechanische Thermostatventile

3= elektronische Heizungspumpe, deren Kennlinie sich anpaßt

Klappt eigentlich ganz gut.

Autor: temp (Gast)
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svensson schrieb:
> Moin,
>
> so etwas läuft bei mir sogar mit drei unaabhängigen Regelungen.
>
> 1= Vorlauftemperatur witterungsgeführt, jedoch mit
> Wärmespeicherverzögerung
>
> 2= mechanische Thermostatventile
>
> 3= elektronische Heizungspumpe, deren Kennlinie sich anpaßt
>
> Klappt eigentlich ganz gut.

Bei mir genauso, allerdings mit elektr. Ventilen. In dieser 
Konstellation gibt es auch keine Regelungen die gegeneinander arbeiten. 
Den Kessel interessiert nur die Vorlauftemperatur, die hält er im Rahmen 
seiner Möglichkeiten gemäß der Vorgabe konstant. Die Heizkörperventile 
kümmern sich nur um den Raum. Das wichtigste in dieser Konstellation ist 
die Pumpenregelung. Damit wird verhindert, dass sie gegen geschlossene 
Heizkörperventile kämpfen muss. Das machen moderne Pumpen aber allein 
und ohne dass man da ständig was dran rum stellen muss.

Was sich allerdings auch feststellen musste: Die Heizungsbauer haben 
manchmal auch eigenartige Ansichten. Bei meiner neuen Gastherme vor ein 
paar Jahren wurde von denen die elektronische Regelung der Pumpe bewusst 
ausgeschaltet und durch einen konstanten Wert ersetzt. Die Jungs 
arbeiten aber nach dem Prinzip einbauen und schnell vergessen. Die haben 
keinen Bock darauf ständig zum Kunden zu müssen um irgendwelche 
Regelkennlinien anzupassen wenn der Kunde friert. Da stellt man dann 
lieber extrem konservative Werte ein, Hauptsache es friert keiner. Ob 
das am Ende des Jahres 20% mehr kostet interessiert keinen. Meistens 
auch nicht die Kunden, die von der Materie eh keine Ahnung haben.

Autor: 1N 4. (1n4148)
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Meine elektronischen Ventile beeinflussen über die Ventilöffnung 
zusätzlich noch die Vorlauftemperatur (+/- Korrektur der Heizkurve)

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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1N 4. schrieb:
> Meine elektronischen Ventile beeinflussen über die Ventilöffnung
> zusätzlich noch die Vorlauftemperatur (+/- Korrektur der Heizkurve)

Das hätte ich auch gerne. Aber davon ist Fritz weit entfernt.
Immerhin kann ich mit einer (umgebauten) DECT200 die
Heizkurve verschieben.

Die Witterungsgeführte Rücklauftemperatursteuerung arbeitet
mit einer grösseren Hysterese und die Brennpausen sind
bisher länger als die Brennersperrzeit.
Das gefällt mir. Bisher musste ich weder Fußpunkt noch
Heizkurve verstellen. 1Tag ist jetzt aber auch nicht wirklich
aussagekräftig. Nächste Woche soll es ja wieder kälter
werden. Mal sehen wie sich das dann benimmt.

LG
old.

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Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Aus der W. schrieb:
> Nächste Woche soll es ja wieder kälter
> werden. Mal sehen wie sich das dann benimmt.

Ich muss leider doch an den Einstellungen schrauben.
Den Fußpunkt muss ich bis zum Anschlag hochdrehen,
ich hoffe, dass ich damit hinkomme.

Der Kollege hier, ist mit der Rücklaufgeschichte nicht
auf Soll gekommen.
https://www.haustechnikdialog.de/forum/t/58833/Einstellung-Vaillant-ecotec-exklusiv-136-2

Für die FP-Einstellung Tag-Nacht, werde ich mir
einen Arduino einbauen, der über die Fritzbox
geschaltet wird.

LG
old.

Autor: wolle g. (wolleg)
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Wenn ich das richtig verstanden habe, dann stimmt hier etwas mit der 
Vorlauftemperatur nicht.
Die witterungsgeführte Vorlauftemperatur sollte so eingestellt sein, 
dass der energetisch ungünstigste Raum zu jeder Zeit bei voll geöffnetem 
Thermostatventil gerade seine Wunschtemperatur erreicht.
Dies kann man in der Regel einstellen, indem man die Steigung bzw. das 
Niveau durch  Parallelverschiebung  der Heizkurve anpasst.
Den Rest der Anpassung an die Wunschtemperatur übernehmen die 
Heizkörperthermostatventile.
Bis jetzt habe ich noch kein elektronisches Thermostatventil gefunden, 
das schwingungsfrei arbeitet. Als Hauptursache mache ich allerdings die 
Ventilunterteile mit der "Gartenwasserhahnkonstruktion" verantwortlich.
Das ist aber ein anderes Thema.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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wolle g. schrieb:
> Die witterungsgeführte Vorlauftemperatur sollte so eingestellt sein,
> dass der energetisch ungünstigste Raum zu jeder Zeit bei voll geöffnetem
> Thermostatventil gerade seine Wunschtemperatur erreicht.

Ja, bei Schmuddelwetter. Jetzt überlege mal was bei Sonnenschein
und Windstille passiert.

LG
old.

Autor: wolle g. (wolleg)
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Aus der W. schrieb:
> Ja, bei Schmuddelwetter. Jetzt überlege mal was bei Sonnenschein
> und Windstille passiert.
Kurz überlegt und grob gesagt: Das Thermostatventil wird den Durchfluss 
und damit die Heizleistung des HK soweit reduzieren, bis sich bei 
gleicher Raumtemperatur das Wärmegleichgewicht wieder eingestellt hat.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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wolle g. schrieb:
> Kurz überlegt und grob gesagt

Und jetzt mal bitte den Startbeitrag lesen.

Aus der W. schrieb:
> werde ich mir
> einen Arduino einbauen

Heute gemacht. Mir ist aufgefallen, dass das Poti für
die HK-Verschiebung bei der VRC410 mechanisch begrenzt ist.
Ich probiere gerade ob man da noch etwas Fußpunktverschiebung
rausholen kann.
Gebe jetzt über einen 220 Ohm Widerstand eine Gleichspannung
als Sollwert vom Arduino auf den Schleifer des 50K Potis.

LG
old.

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Autor: Dieter F. (jim_quakenbush)
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Aus der W. schrieb:
> Inzwischen habe ich überall elektronische Thermostate
> und die Vorlauftemperatur Witterungsgesteuert.
>
> Bei der Wetterlage, am Tag warm und am Abend kalt
> steuert die Vorlauftemperatur abends hoch und die
> Heizungsregler kneifen zu. Das mag meine Therme
> nicht.

Teil 1 habe ich auch :-). Ohne die Witterungssteuerung hatte ich auch 
Probleme mit der "Taktung".

Teil 2 nicht, weil ich die Heizung schlicht ausschalte (über die 
Fernsteuerung), wenn kein Wärmebedarf vorhanden ist.

https://www.elv.de/%C3%96konomisch-heizen-W%C3%A4rmebedarfsrelais-FHT-8W-Teil-12/x.aspx/cid_726/detail_31439

Wie man sieht nutze ich ELV-Regelungen. Das funktioniert prima seit 10 
Jahren - entgegen der Meinung einiger "Experten" :-).
Das kann man noch feiner machen (und den Raumregler bzw. dessen 
Rückmeldung manipulieren) - dazu sehe ich aber keine Veranlassung.

Autor: 1N 4. (1n4148)
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> Die Witterungsgeführte Rücklauftemperatursteuerung arbeitet
> mit einer grösseren Hysterese und die Brennpausen sind
> bisher länger als die Brennersperrzeit.

Funktioniert das mit den elektronischen Thermostatventilen sinnvoll? 
Hatte meine Viessmann mal dahingehend umgebaut, hat aber unterm Strich, 
trotz hydraulischem Abgleich, nichts gebracht außer wild regelnde 
Thermostatventile und glühende Heizkörper.

Hab dann lieber die Hysterese mit einem Relais parallel zum 
Brennermagnetventil manipuliert. Bei Brennerstillstand wird über das 
Relais ein Widerstand in Reihe zum Kesselsensor geschaltet und gaukelt 
damit eine 12K höhere Kesseltemperatur vor. Damit brennt der Brenner 
aber auch nur 5min länger.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Diese ELV-Lösung gefällt, aber ich habe jetzt die
Fritz-Thermostate und versuche das damit.

Dieter F. schrieb:
> Teil 2 nicht, weil ich die Heizung schlicht ausschalte (über die
> Fernsteuerung), wenn kein Wärmebedarf vorhanden ist.

Ich hatte ja vor die Spreizung zu ermitteln und wenn sie einen
bestimmten Wert überschreitet, die Therme eine Zeit lang
auf Nachtbetrieb zu schalten.

Aber ich hoffe mit der witterungsgeführten Rücklauftemperatur
auf ominöse Weise da herum zu kommen.
Bisher scheint das tatsächlich irgendwie zu funktionieren.
Was mich ärgert ist, dass ich mit dem Fußpunkt am Anschlag
bin. Die Formel mit der Vaillant arbeitet ist offensichtlich
nicht ganz optimal. Mit dem "Gaukeln" könnte ich da was
rausholen. Aber wirklich nötig ist das momentan nicht.


LG
old.

: Bearbeitet durch User
Autor: Dieter F. (jim_quakenbush)
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1N 4. schrieb:
> Hatte meine Viessmann mal dahingehend umgebaut, hat aber unterm Strich,
> trotz hydraulischem Abgleich, nichts gebracht außer wild regelnde
> Thermostatventile und glühende Heizkörper.

Ich frage mich, was passiert, wenn von z.B. 8 Thermostatventilen bei 
Minus 10 Grad nur eines gerade offen ist. Der volle Volumenstrom fließt 
durch den einen Heizkörper und die Rücklauftemperatur ist relativ hoch. 
Also wird gegengesteuert, obwohl in dem einen Raum (hoher) Wärmebedarf 
besteht. Oder sehe ich das falsch?

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Dieter F. schrieb:
> Der volle Volumenstrom fließt
> durch den einen Heizkörper und die Rücklauftemperatur ist relativ hoch.
> Also wird gegengesteuert, obwohl in dem einen Raum (hoher) Wärmebedarf
> besteht. Oder sehe ich das falsch?

Das ist ja das Geniale dabei. Der Thermostat regelt weiter auf,
die Spreizung wird geringer. Also das was Du mit der Abschaltung
bewirkst, oder ein bedarfsgerechtes Senken der Vorlauftemperatur.

Die Rücklauftemperatur wird witterungsgeführt so eingestellt,
dass der Wärmebedarf gedeckt werden kann.
Bisher scheint das unproblematisch zu sein. Ich meine
aber, dass es ab einem Wert kippt und zu dem von 1N4148
geschilderten Problem kommt.

Wenn alle Thermostate auf Absenktemperatur gehen,
muss die Heizkurve der Witterungsführung nach unten
geschoben werden.
Damit ich nicht die VRC410 programmieren muss, mache
ich das über die Fritzbox, über die ja auch die
Thermostate eingestellt werden.

LG
old.

: Bearbeitet durch User
Autor: 1N 4. (1n4148)
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Den Wärmebedarf aus der Rücklauftemperatur bzw. Spreizung abzuleiten, 
ist mir in mehreren Jahren Logging leider nicht ersichtlich geworden.

Es mag u.U. funktionieren, wenn ich mehrere Räume habe, die alle 
durchgängig auf die selbe, zentral vorgegebenen Temperatur geheizt 
werden. Und es funktioniert wohl mit alten, konventionellen 
Thermostatventilen besser, da diese reine P-Regler mit meistens 2K 
Regeldifferenz sind. Die Rücklauftemperatur am Kessel ist nur eine 
Mischgröße von allen Heizkörpern, d.h. ich muss auch hier auf den 
schwächsten Heizkörper für den Fall der Fälle vorhalten.

Soweit ich mich entsinne, kommt die Idee daher, dass bei einer 
Kesselregelung über die Rücklauftemperatur die Räume als "Puffer" 
genutzt werden, d.h. Heizkörper werden ständig überheizt und abgekühlt. 
Das mag bei alten Gussheizkörpern gut funktionieren, in 2m Abstand zu 
nem Flachheizkörper, z.B. Kermi X2, fühlt sich das an wie Wechseljahre.

Der Wärmebedarf aus der Ventilöffnung ist m.E. immer noch die beste 
Variante. Diese Rückmeldung dann nutzen um die Vorlauftemperatur 
anzuheben bzw. abzusenken, z.B. Vorlauftemperatur- oder 
Außentemperatursensor "cheaten".

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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1N 4. schrieb:
> Es mag u.U. funktionieren,

ja, tut es. In umterschiedlich geheizten Räumen mit
Elektronischen Thermostaten.

Mal sehen was ich jetzt mit dem Atmega noch machen könnte.
Momentan erzeugt er nur zwei Gleichspannungen für Tag-
und Nachtbetrieb.

LG
old.

Beitrag #5759534 wurde vom Autor gelöscht.
Autor: Dieter F. (jim_quakenbush)
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Aus der W. schrieb:
> ja, tut es. In umterschiedlich geheizten Räumen mit
> Elektronischen Thermostaten.

Dir ist aber schon klar, das das alles auf dem "hydraulischen Abgleich" 
basiert?

Die immer wiederkehrende Mär, dass alle Räume mit einer zentralen 
Regelung optimal zu heizen sind? Den shit-storm, der jetzt kommt, sitze 
ich aus :-)

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Dieter F. schrieb:
> Dir ist aber schon klar, das das alles auf dem "hydraulischen Abgleich"
> basiert?

Hier gab es nie einen Hydraulischen Abgleich.

LG
old.

Autor: Dieter F. (jim_quakenbush)
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Aus der W. schrieb:
> Hier gab es nie einen Hydraulischen Abgleich.

Schade - hängt aus meiner (bescheidenen) Sicht unmittelbar mit der 
Rücklauftemperatursteuerung zusammen. Aber Du wirst es wohl wissen.

Vielleicht resultieren Deine Probleme

Aus der W. schrieb:
> Was mich ärgert ist, dass ich mit dem Fußpunkt am Anschlag
> bin. Die Formel mit der Vaillant arbeitet ist offensichtlich
> nicht ganz optimal.

ja auch daher.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Aus der W. schrieb:
> Mir ist aufgefallen, dass das Poti für
> die HK-Verschiebung bei der VRC410 mechanisch begrenzt ist.
> Ich probiere gerade ob man da noch etwas Fußpunktverschiebung
> rausholen kann.

Hat übrigens funktioniert. Mit der witterungsgeführten
Rücklauftemperatur ist eine geniale Idee.
Nochmals danke an

wendelsberg schrieb:
> Regel nach die Ruecklauftemperatur.
>
> wendelsberg

LG
old.

Autor: Dieter F. (jim_quakenbush)
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Aus der W. schrieb:
> Mit der witterungsgeführten
> Rücklauftemperatur ist eine geniale Idee.

Warum ist bisher nur noch niemand darauf gekommen? Liegt es daran, das 
ein Haus heute mehrere Räume mit unterschiedlichem Wärmebedarf hat? Das 
sich der Wärmebedarf auch noch (je nach äußeren Einflüssen) 
unterschiedlich entwickelt? Ich weiß es nicht - wäre aber interessiert 
an einer Antwort.

: Bearbeitet durch User
Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Dieter F. schrieb:
> Warum ist bisher nur noch niemand darauf gekommen?

Was schreibst Du da für einen Quak?
Man hat es mir hier empfohlen,
im Netz steht auch einiges dazu
und an meiner Therme kann ich das unter d.17 anwählen.

LG
old.

Autor: Dieter F. (jim_quakenbush)
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Aus der W. schrieb:
> Was schreibst Du da für einen Quak?
> Man hat es mir hier empfohlen,
> im Netz steht auch einiges dazu
> und an meiner Therme kann ich das unter d.17 anwählen.

Dann ist ja alles gut und Du kannst den Thread schließen.

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