Hallo
ich hab jetzt auch ein Problemchen
ich hab eine 251 sirokko als Garagenheizung - vor ca 3 Wochen eingebaut
( nach ausgiebiger Reinigung )
es lief alles Problemlos - gestern wurde die Heizung während des
Betriebes langsamer -heizte noch , aber hörbar am Motorgeräusch
als Stromquelle habe ich ein großes regelbares DDR-Ladegerät dran - mit
2 Meßinstrumenten (Ampere und Volt)
während des langsamer werdens sah ich , das die Spannung langsam stieg
(von 12V auf 15V ) und die Stromstärke fiel von 11A auf 3A
die Heizung lief unter Volllast - ein nachregeln am Ladegerät brachte
auch nichts
was könnte es sein bzw. wo ist der Fehler
vielleicht kann mir jemand helfen
Danke
Nachtrag von meiner Seite :
ich habe ein anderes Netzteil ausprobiert - das gleiche Ergebniss
zündet - wärmt und nach ca.5 min wird Heizung hörbar langsamer
also liegt es nicht am Netzteil
Die Bedienungsanleitung enthält auch einen Schaltplan:
https://www.sirokkoservice-milkwitz.de/bedienungsanweisung-fuer-sirokko-typ-241-265-1987-1224?c=130
Bei dem alten Dings kann es gut sein, das die Motorkohlen es einfach
hinter sich haben, denn eine aktive Regelung scheinen die Heizungen ja
nicht zu haben. Schau mal, ob du Bürstenfeuer am Gebläsemotor beobachten
kannst, vor allem, wenn sie anfängt, langsamer zu laufen.
Brenner läuft dann weiterhin mit gleicher Flamme?
Hallo
Schaltplan ist vorhanden
mit dem "Bürstenfeuer" kann ich nichts anfangen - wenn du meinst , das
die Kohlen während des Betriebes Funken schlagen - das sieht man nicht
,die Kohlen sind verdeckt bzw. eingebaut
aber vielleicht sind ja die Kohlen abgenutzt - muß ich mal
auseinandernehmen und nachschauen
Brenner läuft weiter aber unruhig
Mike schrieb:> Brenner läuft weiter aber unruhig
Das deutet ja schon auf ein Problem mit dem Gebläsemotor hin. Am besten
baust du ihn aus und lässt ihn mal an einer 12V Quelle laufen.
Ich vermute, das die Heizung keinen Betriebsstundenzähler hat, aber es
liegt nahe, das sie schon viele Jahre gearbeitet hat.
Da es damals noch keine BLDC Motoren gab, wird es der Klassiker mit
Bürsten sein, die sich im Laufe der Zeit abnutzen. Sind die Motorkohlen
abgenutzt, schlagen sie oft mehr Funken als nötig und beschädigen u.U.
sogar den Kollektor. Als raus das Ding und mal auf dem Werktisch powern.
Betriebsstundenzähler gibt es nicht
die Heizung ist gute 30 Jahre alt-lief also schon einige Stunden
ich werde den Motor mal ausbauen bzw. die Kohlebürsten mal überprüfen
ich danke dir schon mal für deine Hilfe
ich gebe dann mal Lagebericht (wenn es soweit ist)
also jetzt mal ein Zwischenbericht:
ich habe die Heizung auseinandergebaut - die Kohlen herausgenommen -sie
sehen top aus, haben auch noch eine ordentliche Länge ( 20mm )-der
Hersteller schreibt "wenn unter 15mm Länge ,dann wechseln "
auf dem Rotor/die drehende Welle sind an den Kontaktstellen schwarze
Spuren von den Kohlen - die werde ich mal versuchen zu reingen
ich habe auch mal den Motor unter Strom laufen lassen - wegen
Bürstenfeuer / Funken- weder das eine noch das andere
Lager sind in Ordnung ( kein Spiel , leichter Lauf)
ich habe mal die Kontaktstellen (Motorkohlen)auf der Welle gereingt und
anschließend malden Motor laufen gelassen - Motor läuft aber eben
unruhig- mal schnell mal langsam -
an den Kontaktstellen der Kohlen auf dem Rotor sind leichte Funken zu
erkennnen
ich werde mal andere Kohlen versuchen
müssen die Koheln an den Rotorteil angepasst werden ( die Rundung
ausarbeiten) oder reicht es ,das ich die Kohlen so reinsteck ( es wird
ja dann eh angepasst - durch die Reibung) ??
Dieter schrieb:> Da ist sicher ein Dieselfilter drin. Der macht vermutlich nach einiger> Zeit teilweise dicht. Luftfilter können so etwas auch verursachen.
der Dieselfilter ist nicht an der Heizung - sondern am Tank verbaut
Luftfilter gibt es bei diesem Teil nicht
wie schon oben beschrieben - ich habe jetzt nur den Motor mit Strom
laufen lassen - ohne Diesel - und er läuft unruhig
Wenn du die Stromquelle als Fehler ausschliessen kannst, ist es
sinnvoll, mal die Stromaufnahme des Motors im Betrieb zu messen.
Für mich klingt das aus der Ferne, als würdest du da mit teilweisen
Windungschlüssen kämpfen, die auftreten, wenn der Motor entweder
vibriert oder warm wird (oder eben die Kombination aus beidem).
Sowas sollte man an der Stromaufnahme schnell erkennen, die dann bei
schlechtem Lauf in die Höhe geht.
Alles in allem solltest du dich nach Ersatz umsehen - es sei denn, du
kennst einen Spezialisten, der dir den Motor repariert.
Wenn du mit Autos zu tun hast, könnten evtl. Lüftermotoren für
Wasserkühler eine Alternative darstellen.
ich habe heute mal die Kohlen gewechselt , anschließend mal den Motor
laufen lassen
Funken sind keine sichtbar , Motor läuft (meiner Meinung nach nicht
rund)
ich werde mich mal mit dem Messen der Stromaufnahme vertraut machen (wie
und mit was)
um einen Ersatz werd ich mich auch mal umschauen - die Teile gibt es
kaum noch (vereinzelt in der Bucht )
danke erst einmal bis hierhin
Mike schrieb:> ich werde mich mal mit dem Messen der Stromaufnahme vertraut machen (wie> und mit was)
Dazu brauchst du ein kräftiges Amperemeter, das in den Stromkreis des
Motors gelegt wird. (Messbereich so bis 20 Ampere). Wenn du noch ein
altes Ladegerät für Bleiakkus hast, wo so ein Ding eingebaut ist, geht
auch das.
Bei einem gesunden Motor zeigt das Amperemeter während des Laufs des
Motors eine gleichmässige Stromaufnahme. Schwankt sie jedoch, evtl. im
Rhythmus der Motorschwankungen, dann hat der Motor einen Defekt.
ich habe so ein altes Ladegerät mit Spannung- und Stromanzeige
(DDR-Zeit)
ich schließ den Motor an und schalte das Ladegerät ein - Motor dreht
sich ,die Stromstärke schwankt zwischen 8 und 9 Ampere
die Schwankungen sind ,meiner Meinung nach , nicht so gravierend - lieg
ich da falsch ??
ich such mir aber noch einen anderen Anker (wenn es geht neu )
Mike schrieb:> die Stromstärke schwankt zwischen 8 und 9 Ampere> die Schwankungen sind ,meiner Meinung nach , nicht so gravierend - lieg> ich da falsch ??
Du liegst falsch.
Wenn der Motor seine Geschwindigkeit erreicht sind, darf da nix
schwanken. Steht denn eine Leistungsangabe auf dem Motor?
Ist dein Ladegerät über jeden Zweifel erhaben?
Im ersten Beitrag schriebst du, das der Strom der Heizung auf etwa 3A
zurückging, was mit der jetzt gemessenen ja nicht übereinstimmen kann.
Leistungangabe - schau ich morgen mal
die angegeben 3 A waren bei Heizleistung ( also Motor komplett mit
Verbrennung vom Diesel)
die 8 bis 9 Ampere - nur der Motor
Mike schrieb:> hier hab ich noch das Leistungsschild des Motors
Das soll mal jemand verstehen :-O
12V und 10A sind bei mir 120W und nicht etwa 63. Evtl. hätten sich die
Herren Neubrandenburger mal entscheiden sollen. Selbst bei
unterirdischem Wirkungsgrad passt da was nicht zusammen.