Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Phasenanschnitt Drossel dimensionierung


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von Stefan H. (stefan_h143)


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Hallo,

Es gibt zwar schon ein paar Beiträge zu dem Ganzen, allerdings 
beantwortet keiner davon wirklich meine Frage.

Ich möchte einen Dimmer entstören und mir dafür eine Drossel aussuchen.

Die Induktivität wollte ich nach der Formel von Hoelscher berechnen, wie 
es auch in diesem Beitrag empfohlen wird:

L = (t*U)/(2.198*I)

Beitrag "Re: drossel für phasenanschnitt"

Mit meinen Werten:
t= 100uS
U=230V
I=0,5A

komme ich dann auf ca 20mH. Das ist ja schon ordentlich....

Die Frage die ich mir stelle:
Warum wird die nötige Induktivität höher, wenn ich den Triac schwächer 
belaste, also weniger Strom ziehe?
Wenn ich das ganze mit einer größeren Last aus rechne, wird die nötige 
Induktivität ja kleiner.

Danke schon mal!
Gruß

: Verschoben durch Moderator
von ArnoR (Gast)


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Stefan H. schrieb:
> Die Frage die ich mir stelle:
> Warum wird die nötige Induktivität höher, wenn ich den Triac schwächer
> belaste, also weniger Strom ziehe?

Bei der Dimensionierung geht es darum, den Strom in einer gewissen Zeit 
(100µs oder so) auf den Maximalwert ansteigen zu lassen, und die Drossel 
bestimmt die Stromanstiegsgeschwindigkeit. Wenn der Strom in der 
gleichen Zeit nun nur auf einen kleineren Wert steigen soll, muss die 
Induktivität größer sein.

von Stefan H. (stefan_h143)


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ArnoR schrieb:
> Wenn der Strom in der
> gleichen Zeit nun nur auf einen kleineren Wert steigen soll, muss die
> Induktivität größer sein.

Klingt schon logisch, aber den Strom begrenzt ja jetzt in dem Fall eine 
Glühbirne.

Versteh ich das so richtig?

Größere Last -> kleinere Induktivität aber höherer Drahtdurchmesser

Kleinere Last -> höhere Induktivität aber kleinerer Drahtdurchmesser

von ArnoR (Gast)


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Stefan H. schrieb:
> Klingt schon logisch, aber den Strom begrenzt ja jetzt in dem Fall eine
> Glühbirne.

Nee, es geht nicht um die Höhe des Stromes, sondern um seine 
Anstiegsgeschwindigkeit, die Flankensteilheit. Die macht nämlich die 
Sauereien.

von Stefan H. (stefan_h143)


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ArnoR schrieb:
> es geht nicht um die Höhe des Stromes, sondern um seine
> Anstiegsgeschwindigkeit, die Flankensteilheit.

Ja schon, aber müsste ich den Strom nicht Stärker begrenzen (höhere 
Induktivität, also höherer Blindwiderstand), wenn der Verbraucher 
niederohmiger ist?

weil laut der Formel brauch ich ja bei einem immens hohen Strom quasi 
keine Induktivität mehr.

also wenn I gegen unendlich geht, geht L gegen 0

von ArnoR (Gast)


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Stefan H. schrieb:
> Ja schon, aber müsste ich den Strom nicht Stärker begrenzen (höhere
> Induktivität, also höherer Blindwiderstand), wenn der Verbraucher
> niederohmiger ist?

Nein, der Strom muss ja in vernünftiger Zeit auch mal auf den Endwert 
ansteigen. Und wenn der Endwert höher ist, muss daher auch die 
Anstiegsgeschwindigkeit höher sein.

von Stefan H. (stefan_h143)


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Okay, das ist irgendwie logisch :)

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