Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Frontfolie mit SMD Tastern - Aufbau und Möglichkeiten


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von Michael (Gast)


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Hallo zusammen.

Für ein Projekt (eine Steuerung) würde ich gern eine Frontfolie mit 
darunter liegenden (auf der PCB liegenden) SMD Tastern verwenden.

Ich habe noch nie mit der Themtik "Frontfolie" zu tun gehabt und würde 
gern mehr über den Aufbau, speziell unter der Folie erfahren?

Interessant finde ich die Variante von Mentor auf Seite 15 im Katalog:
https://www.mentor-bauelemente.de/katalog/tk/MENTOR-TK.pdf

Das wäre im Prinzip das was ich haben möchte, schön sauber vorgekaut wie 
der Aufbau ausschaut und auch die Tastergröße ist wohl okay mit 15x15mm.
Von den möglichen 4 LED Lichtleitern benötige ich minimum 2.

Da dies aktuell die einzigen Stößel dieser Art sind, die ich finde, wäre 
ich für ggf. vorhandene alternativen dankbar. Gerne aus dem Low-Budget 
Bereich.
Benötigt werden pro Steuerung etwa 40 Stück und in Summe denke ich etwa 
an
4000 Stück pro Jahr.

Die Frontfolien-Grafik würde ich mit Inkscape als SVG erstellen.
Wie sieht es mit den Prägungen an den Tastern aus? Gibt es hier standard 
Maße oder ist das Maß 15x15mm für z.B. den Mentorstößel ein/kein 
Problem?

Zu guter Letzt die Frage: Gibt es empfehlungen für einen 
Frontfolienfertiger, welcher kleine Stückzahlen (1 bis 400 Stück) 
abwickelt?

Vielen Dank für eure Meinungen / Hilfe.

PS: Ein Beispielbild, aus dem Web, von dem was ich vorhabe ist im 
Anhang.

Gruß
Michael

: Verschoben durch Moderator
von W.S. (Gast)


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Michael schrieb:
> Für ein Projekt (eine Steuerung) würde ich gern eine Frontfolie mit
> darunter liegenden (auf der PCB liegenden) SMD Tastern verwenden.

Dann sieh aber auch gleich genügend viele Befestigungsbolzen vor, denn 
sowohl die FF als auch die LP verbiegen sich sonst.

Eine bessere Variante sind direkt in die FF eingebaute Tasten, die 
normalerweise mit Schnappscheiben gemacht sind. Da ist die Ausrichtung 
der LP dann unkritisch.

Ansonsten gibt es einige Prägevarianten, wovon die einfache Dom-Prägung 
die billigste in jeder Hinsicht ist, denn die läßt sich zwar einfach 
herstellen, schrumpft aber im Laufe der Zeit wieder zurück, so daß man 
damit nach einiger Zeit Probleme kriegen kann. Bei der Randprägung (wie 
auf dem Kopf stehendes U) ist das nicht, die sind in der Betätigung auch 
angenehmer, aber sowas verdreckt schneller.

Belies dich, eigentlich haben alle Anbieter entsprechende Broschüren zum 
Herunterladen.

W.S.

von Andreas W. (andreasw) Benutzerseite


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Da man bei Folientastaturen relativ hohe Einrichtkosten hat, lohnt sich 
das in der Regel nur bei größeren Stückzahlen.
Wir testen aktuell einen Hersteller aus Shenzhen und wenn die Qualität 
stimmt, dann werden wir ihn in unsere Empfehlungsliste aufnehmen:
https://learn.watterott.com/kb/recommendations/

von Michael B. (laberkopp)


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Andreas W. schrieb:
> Da man bei Folientastaturen relativ hohe Einrichtkosten hat, lohnt sich
> das in der Regel nur bei größeren Stückzahlen.

Welchen schlechten Anbieter habt ihr ?

Es gibt unterschiedliche Realisierungsmöglichkeiten für 
Folientastaturen, die Einrichtungskosten beginnen quasi ab 0.

Die einfachste ist, eine Platine mit Microtastern in einem Gehäuse mit 
Löchern über den Tasten und eine aufgeklebte bedruckte Kunststofffolie 
als Abdeckung. Das kostet fast nichts, die Löcher im Gehäuse werden 
gefräst, die Folie im Siebdruck bedruckt, das geht vom Einzelstück bis 
zu tausenden.

Die nächste Lösung sind Knackfroschbleche auf einer dünnen Platine (z.B. 
0.2mm FR4 Prepreg), ein Rahmen mit Löchern für diese Knackfrösche 
aufgeklebt, und darauf die Folie. Ist viel dünner, man kann bei geringen 
Stückzahlen die Knackfrösche per Hand einlegen, bei grösseren wird man 
sich dabei Maschinenunterstützung suchen.

Erst wenn auch die Kontakte auf einer Folie sind, mit Silberleitungen 
oder Graphitbahnen, beginnt das ganze sich im Bereich einer 
Platinenfertigung anzusiedeln, aber niemals teurer.

Wer möchte, kann dann geprägte Tastenform in der Folie machen, aber das 
ist optional, die muss man nicht zu Einrichtungskosten zählen, sondern 
zu möglichem Luxus. Ebenso klare Fenster um Displays durchleuchten zu 
lassen.

Wechselt euren Anbieter.

: Bearbeitet durch User
von Andreas W. (andreasw) Benutzerseite


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Eine Folientastatur ist für mich ein dünnes flexibles Tastenfeld mit 
Beschriftung und ich habe bisher noch keinen Anbieter gesehen, der dafür 
keine Einrichtkosten verlangt. Damit meine ich auch, wenn die Preise für 
Einzelstücke ein vielfaches von Stückzahlenpreisen (>100 Stk.) sind.

Welcher Hersteller bietet so etwas an oder wo bekommt man eine einfache 
geprägte Folientastatur für <50EUR bei Einzelstückzahlen?

: Bearbeitet durch User
von René F. (therfd)


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Ich bilde mir ein das Takachi sowas vergleichsweise günstig fertigen 
kann.

von Michael B. (laberkopp)


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Andreas W. schrieb:
> Eine Folientastatur ist für mich

Für DICH muss es

Andreas W. schrieb:
> einfache geprägte Folientastatur

geprägt sein, andere haben einen offeneren Geist und kommen schon zu 
einem Bruchteil der Kosten hin.

Die 3 Bauweisen habe ich beschrieben (vermutlich gibt es noch ein paar 
mehr).

von Andreas W. (andreasw) Benutzerseite


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René F. schrieb:
> Ich bilde mir ein das Takachi sowas vergleichsweise günstig fertigen
> kann.

Laut den Infos von der Internetseite bieten sie nur Frontfolien ohne 
Kontakte an.

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