Alte Säcke im Entwicklungslabor

Gast #5757014
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Man hört so oft, daß man über 35 schon ein alter Sack wäre und für 
Firmen nicht mehr nutzbringend einsetzbar sei.

Stimmt das auch für alteingesessene Entwickler die schon längst über 50 
sind? In meiner Firma arbeiten zur Zeit SW/HW Entwickler im 
Altersbereich von 25-65.

Wer entwickelt von Euch noch hauptberuflich über 50 und wenn ja was 
machen die älteren Semester dort?

------------------------------

Betrieb (Klitsche, KMU, Großbetrieb):
Firmware:
Analog Hardware Design:
Digital HW Design:
HF Design:
Leiterplatten Design:
Produkt Dokumentation:
Alles in einer Person:
Sonstiges Tätigkeiten:

------------------------------

Stimmen die Gerüchte also, daß man über 35 Altes Eisen ist und reif für 
die Entsorgung (aka Beförderung) oder besteht da diesbezüglich doch noch 
etwas mehr Diversität?
Gast #5757060
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Alter Sack schrieb:
> Man hört so oft, daß man über 35 schon ein alter Sack wäre und für
> Firmen nicht mehr nutzbringend einsetzbar sei.

Ältere Kollegen haben häufiger bereits Kinder und sind darum weniger 
flexibel.

Auch wollen Āltere häufig mehr Gehalt und sind wegen ihrer Erfahrung 
eher pessimistisch bei neuen Projekten/Technologien. Das wirkt dann als 
ob sie bremsen oder keine Lust auf Arbeit haben.

Bei manchen haben sich diese Vorurteile gebildet, weil sie ein paar 
extreme Negativbeispiele kennen. Das lässt sich dann schwer ablegen.

Manche Personaler sind aber auch einfach nur dumm und stellen lieber den 
billigeren Frischling ein. Einarbeiten muss den ja eh jemand anders. 
Oder es gibt nicht genug Budget. Das es am Ende wegen der Einarbeitung 
oder vergrauelten Kunden teurer war konnte vorher doch keiner wissen.
#5757068
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Alter Sack schrieb:

> Man hört so oft, daß man über 35 schon ein alter Sack wäre und für
> Firmen nicht mehr nutzbringend einsetzbar sei.

Wenn ich manche "moderne Geräte" aufschraube, und sehe wie die
"zusammengefuscht" werden, würde ich sagen, man braucht mehr
"alte Säcke". Die fühlen sich für die Qualität Ihrer abgelie-
ferten Arbeit nämlich noch verantwortlich. Eine Tugend, die
heutzutage aus der Mode gekommen ist.
Beitrag #5757081 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5757086
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Harald W. schrieb:

> Wenn ich manche "moderne Geräte" aufschraube, und sehe wie die
> "zusammengefuscht" werden, würde ich sagen, man braucht mehr
> "alte Säcke". Die fühlen sich für die Qualität Ihrer abgelie-
> ferten Arbeit nämlich noch verantwortlich. Eine Tugend, die
> heutzutage aus der Mode gekommen ist.

...sagt Einer, der nicht einmal in der Lage ist, effektiv den Fehler in 
einem Wasserkocher zu suchen.

Na dann Waidmannsheil!
Gast #5757098
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Hier ist was los schrieb:
> Harald W. schrieb:
>
> Wenn ich manche "moderne Geräte" aufschraube, und sehe wie die
> "zusammengefuscht" werden, würde ich sagen, man braucht mehr
> "alte Säcke". Die fühlen sich für die Qualität Ihrer abgelie-
> ferten Arbeit nämlich noch verantwortlich. Eine Tugend, die
> heutzutage aus der Mode gekommen ist.
>
> ...sagt Einer, der nicht einmal in der Lage ist, effektiv den Fehler in
> einem Wasserkocher zu suchen.
>
> Na dann Waidmannsheil!

Also ich bezahle lieber 20 Euronen für einen neuen Wasserkocher, als mit 
den 230V rumzuhantieren.
Beitrag #5757108 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5757119
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Hi,

ich bin der Werkstudent aus dem Thread "Welches Gehalt in einer Klitsche 
fordern?". Von den Älteren kannst du eine ganze Menge lernen. Das merke 
ich auch während meiner Arbeit in der Entwicklung. Du kannst von ihren 
Erfahrungen profitieren. Dazu gehört unter anderem wie man effizient 
entwickelt, wie man an ein Projekt herangeht, welche Probleme treten 
außerhalb der Theorie auf und usw.

Außerdem lernt man auch was über Bescheidenheit, gegenseitigem Respekt 
und Pflichtbewusstsein. Meine sozialen Kompetenzen habe ich diesen 
Menschen zu verdanken. Jedesmal, wenn ich an unserer FH bin, merke ich, 
was eigentlich schief in unserer Gesellschaft läuft. In bin zwar selbst 
noch jung, aber ich merke, wo sich unsere Gesellschaft zukünftig 
hinbewegt. Und das wird kein positives Ende haben.

MfG
Gast #5757188
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Realistischer schrieb:
> Ältere Kollegen haben häufiger bereits Kinder und sind darum weniger flexibel.

Unsinn: Bei den Älteren sind die Kinder aus dem Haus oder zumindest so 
weit, dass sie keine ständige Betreuung mehr brauchen. Eher umgekehrt, 
die Jüngeren sind mehr mit Elternteilzeit und Behelikopterung der Brut 
befasst als mit ihrer Arbeit.

> Auch wollen Āltere häufig mehr Gehalt und sind wegen ihrer Erfahrung
> eher pessimistisch bei neuen Projekten/Technologien.

Der "Pessimismus" beruht auf Erfahrung, wie Du es selber sagst. In der 
Folge rennen sie aber nicht jeder Hype nach, sondern gehen mehr 
realistisch dran.
Gast #5757189
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Harald W. schrieb:
> Heiko L. schrieb:
>
>>> Meine neuen Wasserkocher sind immer sofort nach der Garantie kaputt.
>>
>> Gut und schlecht zugleich: Der alte passt doch nach 2 Jahren bestimmt
>> nicht mehr zum neuen Küchendesign!
>
> Du kaufst Dir alle zwei Jahre eine neue Küche?

Klar, weil die Küchenfirmware nach 2 Jahren der Inverkehrbringung nicht 
mehr geupdated wird, und nicht mehr zum neuen Wasserkocher kompatibel 
ist. ;)
Gast #5757203
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Wissender schrieb:
> Heiko L. schrieb:
>> Harald W. schrieb:
>>> Du kaufst Dir alle zwei Jahre eine neue Küche?
>>
>> Nein... - sollte ich? Die Welt schreit: "Ja!" Alles auf Monatsraten und
>> wenn es abbezahlt ist: Next!
>
> Schon mal was von 0% Finanzierung gehört?

Aber klar doch: 
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/kredit-schulden-insolvenz/nullprozentfinanzierung-hintergruende-vor-und-nachteile-5853
#5757242
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.                                                . schrieb im Beitrag 
#5757189:
> Klar, weil die Küchenfirmware nach 2 Jahren der Inverkehrbringung nicht
> mehr geupdated wird, und nicht mehr zum neuen Wasserkocher kompatibel
> ist. ;)

Wo andere nur Probleme sehen, sehen wir Chancen!
Das hat was mit Life-Style zu tun.

Dass eine Mangel-Wirtschaft Produkte braucht, die 20 Jahre halten 
müssen, ist ebenso verständlich, wie der umgekehrte Fall. Mal im Ernst: 
Oma's Kaffeemaschine vs. Upgrade auf flauschigen Capuccino Super-Plus. 
Man würde sich das Zeug ja gar nicht gönnen, würde es nicht kaputt 
gehen. Und wer wollte denn hier schon ursprüngliche Akkumulation 
betreiben?
Gast #5757324
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Wissender schrieb:
> Das Zauberwort lautet Obsoleszenz. Wer braucht schon Produkte, die
> ewig
> halten? Auf solche Ideen kommen nur alte Säcke, denen es an
> betriebswirtschaftlichem Wissen mangelt. Es fehlt der Blick über den
> Tellerrand.

Wie kann so ein Standpunkt in einer immer knapper werdender 
Rohstoffbasis, immer größer werdender Umwelt- und Energiebelastung und 
unstoppbarem exponenziell zunehmender Bevölkerung, heute noch gehalten 
werden? So gesehen kann man systematisch betriebene Obsoleszenz seitens 
der Geschäftswelt nur im negativsten Licht sehen und als höchstgradig 
unverantwortliche Einstellung bewerten.

Vielleicht sollten BWLer mal zusammen mit den Wissenschaftlern und 
Ingenieuren Spaziergänge im Wald machen und miteinander reden...
Gast #5757345
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Muß man hier echt ein Schild auftstellen > Don´t feed the Trolls?
Und immer wieder DerSelbe der es schafft hier den Beitragszähler 
hochzuskillen!

Alte Mitarbeiter sind die Reserve wenn es irgendwo klemmt oder nicht 
weiter geht, und sowas kommt in der Gegenwart schon mal öfter vor.
Die ganzen jungen Heißsporne verballern nur einen Haufen Energie für 
Nichts und wieder Nichts, außer beim Chef ein gutes Gesicht zu machen.

Strategie- und Vorausplanung kann wer bitte, oder im Nachgang Resüme 
ziehen und Auswerten, oder Kalkulation wie Mach-Barkeit, Änderung im 
Ablauf an Hand von Fehlereinschätzung .. die ganzen Jungschen ohne 
Erfahrung?
(Firma: --------------) #5757390
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Alter Sack schrieb:
> Wer entwickelt von Euch noch hauptberuflich über 50 und wenn ja was
> machen die älteren Semester dort?

Die  Ü 50 sind meist keine Entwickler mehr.
meist sind sie die "Kader" die dafür sorgen, dass die Leute  an der 
Kandare gehalten werden. Wer irgendwie nicht richtig "Malocht" wird von 
denen der Führung ans Messer geliefert.
Ansonsten sind es  "Überlebenskünstler", oder "Fosile" die man vergessen 
hat rauszuschmeißen.

Ü 50 in der Entwicklung?

in meiner Welt nicht denkbar!
Gast #5757891
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Bimbo. schrieb:
> Leute, mit 30+ sind die meisten nicht mal 10 Jahre in der
> "Arbeitswelt".
> Betreiben wir hier Leistungssport oder was? Da hat man ja selbst als
> Profifussballer noch bessere Chancen gut unterzukommen.
>
> Was für ein Blödsinn hier geschrieben wird...

Mit diesem Forum gehts seit längerer Zeit nur noch bergab. Immer weniger 
fähige Leute, immer mehr Trolle.
Mach dir nichts draus.
Gast #5758077
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> Autor: jemand (Gast)
> Datum: 04.03.2019 12:36

> > Bimbo. schrieb:

> > Was für ein Blödsinn hier geschrieben wird...

Das war früher noch schlimmer.

> Mit diesem Forum gehts seit längerer Zeit nur noch bergab.

Ach was, ist doch lustig hier. Ich betrachte das Ganze als Möglichkeit 
abzuschalten und sich mal was anderes durch den KOpf gehen zu lassen.

Muss nich immer Ernst sein !
#5758086
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wo bist du schrieb:
> Also ich bezahle lieber 20 Euronen für einen neuen Wasserkocher, als mit
> den 230V rumzuhantieren.
(-3)

Nur mal so aus Interesse: Sind diejenigen, die dieses Statement mit -1 
bewertet haben, zufällig dieselben, welche in anderen Threads, wo Leute, 
die nicht so viel Ahnung haben, andeuten, sie würden mit 230V rummachen 
wollen, immer "LASS ES SEIN" schreien?!
;)
Mann, Leute...!
#5758659
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Wissender schrieb:
> Die können nur Fortran und Cobol

Korrekt wäre "Die können noch Fortran und Cobol".

Was in der Buddelkiste anscheinend noch nicht angekommen ist ist, dass 
manche Sachen nicht nur durch die aktuelle Mode bestimmt werden:

https://www.reuters.com/article/us-usa-banks-cobol-idUSKBN17C0D8

Wissender schrieb:
> Das sind Dinosaurier

So wie z.B. Guido van Rossum (* 1956), der Entwickler von Python?

Oder meinst Du Leute wie Rob Pike (* 1956), Ken Thompson (* 1943) und 
Robert Griesemer (* 1964) die bei Gurgle die Programmiersprache Go 
entwickelt haben?

Die sind aber alle über 30 und können sich schon die Schnürsenkel 
alleine zubinden staun ^^

Auch, bad news, James Gosling (* 1955), Designer von Java, ist 
anscheinend ein Dinosaurier. Auf Linus muss ich ja nicht verweisen, 
oder?

Und obwohl die genannten Sprachen schon etwas älter sind sind die Jungs 
größtenteils immer noch aktiv beteiligt.
#5758772
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Bürovorsteher schrieb:
> Oh, im verlinkten Artikel habe ich soeben noch ganz was Hübsches
> entdeckt:
> "Deployment eines neuen Releases".
>
> Oh Schatzi, flüstere mir schmutzige Worte ins Ohr...

Da sollte man keine Scherze drüber machen. Du weisst was dabei 
rauskommt:

"Wissender schrieb im Beitrag #xxx"


Da der Kleine vermutlich beim Hacken überfordert eingeschlafen ist, 
wünsche ich eine gute Nacht und gehe eine Runde zocken.

/regards
Gast #5758822
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Als alter Sack kann ich nur sagen: Ich muss ständig über die jungen 
Dynamos lachen.

Wenn man sich halbwegs auf dem Laufenden hält, können einen sogar die 
mitleidigen Blicke, die man ständig auf sich zieht, nicht mehr stören.

Ja es stimmt: Im Laufe der Zeit geht die Spannkraft etwas zurück. Die 
Gewohnheit und die Routine heben das praktisch, in fast allen Fällen, 
auf. Im Gegenteil, die "was kostet die Welt, ich zahle bar"-Jungens 
können viel mehr Fehler, in viel kürzerer Zeit machen, als ich das je 
gekonnt habe.

Und es gibt noch einen Riesen Unterschied: Ich weis, was ich kann.
Die jungen Spunde können alles. Aber wenn es dann mal nicht klappt, sind 
immer andere dran schuld, oder die bösen Datenblätter, oder die 
Vorgaben. Natürlich stellt sich dass immer erst hinterher heraus.
Gast #5759005
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Wissender schrieb:
> Die alten Säcke sind nicht mehr agil. Innovative Technologien sind
> für die ein Fremdwort. Wie sollen die in einem jungen dynamischen Team
> mithalten können?

Junges und dynamisches Team? Wenn ich das schon höre....
Meinst du diese komischen Vereine, wo man schon mit 24 zu alt ist und 
anstelle von Windows nur Macs verwendet werden?

Es sind genau die innovativen Technologien, womit die Jugendlichen 
völlig überfordert sind.
Gast #5759037
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ACDC schrieb:
> Wissender schrieb:
>> Daher
>> nehme ich lieber drei Frischlinge als einen satten Alten.
>
> und die Frischlinge laufen kreuz und quer und bringen nix zu hin.
> Dann kannste dir gleich die 3 Frischlinge sparen.

Aber die sehen wenigstens beschäftigt aus! Die Alten dösen nur rum und 
bewegen sich wie in Zeitlupe. Das geht mir echt auf den Senkel.
(Firma: --------------) #5759415
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Wissender schrieb:
> Aber die sehen wenigstens beschäftigt aus! Die Alten dösen nur rum und
> bewegen sich wie in Zeitlupe. Das geht mir echt auf den Senkel.


Genau, die Ollen brauchen die Peitsche, und dazu  biste einfach zu faul. 
Eine Hand zu heben und sie niederzuknallen zulassen, bringt dich ja an 
den Rand der"Leistungsfähigkeit"!
Gast #5759418
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Cha-woma M. schrieb:
> Wissender schrieb:
>> Aber die sehen wenigstens beschäftigt aus! Die Alten dösen nur rum und
>> bewegen sich wie in Zeitlupe. Das geht mir echt auf den Senkel.
>
> Genau, die Ollen brauchen die Peitsche, und dazu  biste einfach zu faul.
> Eine Hand zu heben und sie niederzuknallen zulassen, bringt dich ja an
> den Rand der"Leistungsfähigkeit"!

Das ist aber arbeitsrechtlich gesehen nicht erlaubt.
#5759477
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Wissender schrieb:
> Das Zauberwort lautet Obsoleszenz. Wer braucht schon Produkte, die ewig
> halten?
Genau. We braucht schon "Wissende", die ewig halten?
Zum Glück bist Du ein echtes Vorbild, die nachlassende Rechschreibung in 
Deinen letzten Beiträgen stellen wohl schon erste 
Auflösungserscheinungen dar:

Wissender schrieb:
> Ich lase nur Junge ran.

Wissender schrieb:
> Das Problem in Deutschland ist der Kündigunggschutz. Wenn man denn nicht
> hätte dann müssten die Alten viel stärker ranklotzen.

Wahrscheinlich sitzt Du schon in der Ecke, rostest still vor Dich hin 
und jammerst über 'diese gräßlichen Schmerzen in allen Dioden da unten 
an der linken Seite'. Hoffentlich fällst Du bald ganz auseinander!
Gast #5759481
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M.A. S. schrieb:
> Wissender schrieb:
>> Das Zauberwort lautet Obsoleszenz. Wer braucht schon Produkte, die ewig
>> halten?
> Genau. We braucht schon "Wissende", die ewig halten?
> Du bist ein echtes Vorbild, die nachlassende Rechschreibung in Deinen
> letzten Beiträgen stellen wohl schon Auflösungserscheinungen dar:
>

Tippe per Touchscreen, da macht man mehr Schreibfehler.
Gast #5759700
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Wissender schrieb:
> Die alten Säcke sind nicht mehr agil. Innovative Technologien sind für
> die ein Fremdwort. Wie sollen die in einem jungen dynamischen Team
> mithalten können?

Dynamisch ist nicht gleich jung. Ich bin gerade in ein Team der ich als 
sehr dynamisch ansehen wurde ("get stuff done", immer neue 
Aufgabengebiete, immer in was neues sich einarbeiten zu müssen), und der 
einzige unter 40 ist der Manager - und der älteste ist ~55 (glaube ich). 
Mansche Leute (egal welche alter) sind aber zu bequem um sich mit was 
neues zu beschäftigen wenn die schon irgendwas "gut" beherrschen...
Gast #5759715
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ACDC schrieb:
> Wissender schrieb:
>> Tippe per Touchscreen, da macht man mehr Schreibfehler.
>
> Alter Mann der nicht mit der neuen Technik klar kommt.......

Das schimpft sich ja sicherlich so leicht.

Aber, kann keiner von Euch ein Lied singen wie schwer sich Eure 
Großeltern, ältere Bekannte oder eigene schon hochbetagte Eltern mit 
vieler neuer Technik tun und ihr dann Euch dann für sie bemühen müßt? 
Die Vorkriegsgeneration hat es heute schwer mit fortschrittlicher 
Technik zurecht zu kommen.

Smartphonesteuerung, Touchscreen sieht ja so fortschrittlich aus. Aber 
es gibt viele Leute die mit all diesem High-Tech Zeugs nicht mehr gut 
klar kommen.

Z.B. Papierlose On-Line Bezahlung - Da verzweifeln die Alten.

Ihr jungen Ingenieure von heute - Ihr produziert Höllenmaschinen für 
diejenigen, die nicht damit aufgewachsen sind. Und das ist nun nicht 
einmal böse gemeint. Aber es ist so.

Smart Cities sind nicht unbedingt für jedermann. Und das ist gerade auf 
was hingearbeitet wird.

Und letztlich, wer sich auf Gedeih und Verderb im täglichen Leben auf 
High-Tech setzt, kann möglicherweise sehr viel tiefer fallen, wenn aus 
irgendeinen Grund die kommunizierende Technik versagt.

Die Römer waren bekanntlich auch so fortschrittlich wie wir nun ihnen 
nachmachen...

Smart Cities und High-Tech sind nicht mehr viel wert wenn euch durch 
Klimawechsel eines Tages verzweifelte Scharen im Kokon der High-Tech 
Blase heimsuchen und überfallen weil sie dringend Platz, Lebensmittel 
und Wasser zum Überleben brauchen.

Nazistischer High-Tech Konsum ist vielleicht nicht unbedingt 
empfehlenswert.
#5759740
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Spezialist schrieb:
> Dynamisch ist nicht gleich jung.
Und jung ist nicht gleich dynamisch.


Unwissender schrieb:
> Aber, kann keiner von Euch ein Lied singen wie schwer sich Eure
> Großeltern, ältere Bekannte oder eigene schon hochbetagte Eltern mit
> vieler neuer Technik tun und ihr dann Euch dann für sie bemühen müßt?
> Die Vorkriegsgeneration hat es heute schwer mit fortschrittlicher
> Technik zurecht zu kommen.
Sie kamen sogar mit - aus heutiger Sicht - älterer Technik nicht klar: 
Videorecorder programmieren war ein Problem für meine Eltern und 
unmöglich für meine Großeltern.

(Um hier nicht ins Horn einer gewissen Fraktion zu stoßen: meine lieben 
Verwandten waren allesamt keine Techniker, Ingenieure schon gar nicht.)
Gast #5759766
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Wissender schrieb:
> Ausserdem wollen die Alten zuviel Geld ein. Eigentlich sollte man denen
> viel weniger zahlen weil die Leistung stark nachgelassen hat. Daher
> nehme ich lieber drei Frischlinge als einen satten Alten.

Die Alten sind langsamer als die Jungen - kennen aber die Abkürzung.
Drei Frischlinge zusammen sind nicht dreimal so schnell, sondern maximal 
0,75x , weil die sich hochdynamisch im Wege stehen und noch an ihre 
Karriere glauben.
Der Alte sieht gelassen zu, bis sich herausstellt, dass der neueste 
Scheiß halt auch nur Scheiß mit neuen Macken ist.
Im Ernst jetzt:
Das Konzept, Alte und Junge zusammenarbeiten zu lassen halte ich immer 
noch für ein tragfähiges und erfolgversprechendes.
Gast #5759768
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IchGlaubeEsNicht schrieb:
> Wissender schrieb:
>> Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.
>
> Du musst wirklich sehr einsam sein, dass du so verzweifelt mit
> Provokationen jemanden zum Spielen suchst.

Ist doch lustig.
Wir sind schließlich zum Spaß hier.
Allerdings könnte unser Wissender schon noch einen Zahn zulegen, 
anscheinend schwächelt er etwas. Da fehlt bisschen die 
Frischlings-Dynamik.
Gast #5759792
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Unwissender schrieb:

> Die Vorkriegsgeneration hat es heute schwer mit fortschrittlicher
> Technik zurecht zu kommen.

Naja, das Problem löst sich ja biologisch.
>
> Smartphonesteuerung, Touchscreen sieht ja so fortschrittlich aus. Aber
> es gibt viele Leute die mit all diesem High-Tech Zeugs nicht mehr gut
> klar kommen.
>
Oder nicht klar kommen wollen.
Das ist zuerst eine Frage der Akzeptanz (und bisschen auch der 
Verkalkung).
Es gibt genug Gegenbeispiele.
"Entdecke die Möglichkeiten" - heißt es nicht nur bei IKEA.

> Z.B. Papierlose On-Line Bezahlung - Da verzweifeln die Alten.
>
Warum?

> Ihr jungen Ingenieure von heute - Ihr produziert Höllenmaschinen für
> diejenigen, die nicht damit aufgewachsen sind. Und das ist nun nicht
> einmal böse gemeint. Aber es ist so.
>
Also alles am besten auf den kleinsten gemeinsamen Nenner? Nicht 
wirklich.
So sieht Fortschritt nicht aus.

> Smart Cities sind nicht unbedingt für jedermann. Und das ist gerade auf
> was hingearbeitet wird.
>
Durchaus interessant. Bleibe aber dennoch lieber auf dem Land...

> Und letztlich, wer sich auf Gedeih und Verderb im täglichen Leben auf
> High-Tech setzt, kann möglicherweise sehr viel tiefer fallen, wenn aus
> irgendeinen Grund die kommunizierende Technik versagt.
>
Dann gibts redundante (Backup) Lösungen. Viel einfacher, als es ohne 
Digitaltechnik möglich wäre. Man muss sich halt nur dessen bewußt sein.

> Die Römer waren bekanntlich auch so fortschrittlich wie wir nun ihnen
> nachmachen...
>
Irgendwann zerfällt jedes Imperium - dafür gibts ganz andere Ursachen 
als ausgerechnet den Fortschritt. Eher das Gegenteil: Stillstand, 
Sattheit, Dekadenz.

> Smart Cities und High-Tech sind nicht mehr viel wert wenn euch durch
> Klimawechsel eines Tages verzweifelte Scharen im Kokon der High-Tech
> Blase heimsuchen und überfallen weil sie dringend Platz, Lebensmittel
> und Wasser zum Überleben brauchen.
>
Quatsch mit Soße. Klimaänderung heißt auch, dass Landstriche 
"erschlossen" werden, die aufgrund des Klimas jetzt noch tot sind. Sieh 
dir doch mal die Erde an - wie wenig aufgrund des Klimas heute überhaupt 
von Vegetation erschlossen ist. Der Mensch wird die dafür nötige 
Anpassungsleistung erbringen müssen. Er hats schwerer, wenn er 
irgendwelchen kaputten Religionen nachängt. Aber das war schon immer so 
auf unserer Erdscheibe.
Es ist dabei übrigens völlig egal, wie hoch des Menschenanteil an der 
Klimaänderung ausfällt.
Sicher ist nur, dass die Änderung erfolgen wird. So wie es schon oft 
Klimaänderungen gab.
Etwas mehr Sorgen macht mir persönlich aber der Gedanke an das Umkippen 
der magnetischen Pole. DAS wäre nämlich richtig blöd. Dagegen helfen 
auch keine Schulschwänzer-Demos.

> Nazistischer High-Tech Konsum ist vielleicht nicht unbedingt
> empfehlenswert.

Naja, also wenn man in die Geschichte schaut, sind dem Menschen eine 
ganze Menge größere Abscheulichkeiten eingefallen.
Nur weil es uns derzeit so schrecklich gut geht, kann man nicht daraus 
ableiten, dass es mal "andersrum" kommen muss.
Gast #5759813
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MeierKurt schrieb:
> Klimaänderung heißt auch, dass Landstriche
> "erschlossen" werden, die aufgrund des Klimas jetzt noch tot sind.

Und was ist mit den erschlossenen Regionen, die dann tot sind? Und wie 
ist der Saldo? Zunahme der erschlossenen oder toten Regionen?

MeierKurt schrieb:
> Der Mensch wird die dafür nötige
> Anpassungsleistung erbringen müssen

Gut geplappert.
Beitrag #5759820 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5759967
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MeierKurt schrieb:
>> Die Römer waren bekanntlich auch so fortschrittlich wie wir nun ihnen
>> nachmachen...
>>
> Irgendwann zerfällt jedes Imperium - dafür gibts ganz andere Ursachen
> als ausgerechnet den Fortschritt. Eher das Gegenteil: Stillstand,
> Sattheit, Dekadenz.

Ah, du meinst die "spätrömische Dekadenz"!
https://www.youtube.com/watch?v=wUNT-THpHMw
Gast #5760158
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MeierKurt schrieb:
> Unwissender schrieb:
>
>> Die Vorkriegsgeneration hat es heute schwer mit fortschrittlicher
>> Technik zurecht zu kommen.
>
> Naja, das Problem löst sich ja biologisch.
Ist diese Ansicht nicht doch etwas zu eindimensional?
>>
>> Smartphonesteuerung, Touchscreen sieht ja so fortschrittlich aus. Aber
>> es gibt viele Leute die mit all diesem High-Tech Zeugs nicht mehr gut
>> klar kommen.
>>
> Oder nicht klar kommen wollen.
> Das ist zuerst eine Frage der Akzeptanz (und bisschen auch der
> Verkalkung).
Es gibt viele alte Leute ohne Internet Zugang und Smartphone ist auch 
nicht jedermanns Sache wenn es um Geschäftserledigungen geht. Das fängt 
schon an wenn die Rechnungen nur mehr elektronisch versandt werden. Ich 
kannte einige ältere Bekannten, die geistig noch recht aktiv waren, aber 
mit der Technik einfach nicht klarkamen.
> Es gibt genug Gegenbeispiele.
> "Entdecke die Möglichkeiten" - heißt es nicht nur bei IKEA.
>
>> Z.B. Papierlose On-Line Bezahlung - Da verzweifeln die Alten.
>>
> Warum?
Weil sie dazu Internet und digitale Kommunikation haben müssen.
>
>> Ihr jungen Ingenieure von heute - Ihr produziert Höllenmaschinen für
>> diejenigen, die nicht damit aufgewachsen sind. Und das ist nun nicht
>> einmal böse gemeint. Aber es ist so.
>>
> Also alles am besten auf den kleinsten gemeinsamen Nenner? Nicht
> wirklich.
> So sieht Fortschritt nicht aus.
Kommt eben auf den Standpunkt an.
>
>> Smart Cities sind nicht unbedingt für jedermann. Und das ist gerade auf
>> was hingearbeitet wird.
>>
> Durchaus interessant. Bleibe aber dennoch lieber auf dem Land...
Ja. Das ist eine nützliche Einstellung...
>
>> Und letztlich, wer sich auf Gedeih und Verderb im täglichen Leben auf
>> High-Tech setzt, kann möglicherweise sehr viel tiefer fallen, wenn aus
>> irgendeinen Grund die kommunizierende Technik versagt.
>>
> Dann gibts redundante (Backup) Lösungen. Viel einfacher, als es ohne
> Digitaltechnik möglich wäre. Man muss sich halt nur dessen bewußt sein.
Stimmt.
>
>> Die Römer waren bekanntlich auch so fortschrittlich wie wir nun ihnen
>> nachmachen...
>>
> Irgendwann zerfällt jedes Imperium - dafür gibts ganz andere Ursachen
> als ausgerechnet den Fortschritt. Eher das Gegenteil: Stillstand,
> Sattheit, Dekadenz.
Das trifft bis auf die technische und manageriale Elite auf die Mehrzahl 
der Bevölkerung zu.
>
>> Smart Cities und High-Tech sind nicht mehr viel wert wenn euch durch
>> Klimawechsel eines Tages verzweifelte Scharen im Kokon der High-Tech
>> Blase heimsuchen und überfallen weil sie dringend Platz, Lebensmittel
>> und Wasser zum Überleben brauchen.
>>
> Quatsch mit Soße. Klimaänderung heißt auch, dass Landstriche
> "erschlossen" werden, die aufgrund des Klimas jetzt noch tot sind. Sieh
> dir doch mal die Erde an - wie wenig aufgrund des Klimas heute überhaupt
> von Vegetation erschlossen ist. Der Mensch wird die dafür nötige
> Anpassungsleistung erbringen müssen. Er hats schwerer, wenn er
> irgendwelchen kaputten Religionen nachängt. Aber das war schon immer so
> auf unserer Erdscheibe.
> Es ist dabei übrigens völlig egal, wie hoch des Menschenanteil an der
> Klimaänderung ausfällt.
> Sicher ist nur, dass die Änderung erfolgen wird. So wie es schon oft
> Klimaänderungen gab.
> Etwas mehr Sorgen macht mir persönlich aber der Gedanke an das Umkippen
> der magnetischen Pole. DAS wäre nämlich richtig blöd. Dagegen helfen
> auch keine Schulschwänzer-Demos.
Ich wäre mir da nicht so sicher. Wenn durch Klimawechsel das Wetter so 
unberechenbar wird, daß man nicht mehr zuverlässig den Bedarf decken 
kann, dann wird es mit Sicherheit Hungersnöte geben - und Gewalt. Auch 
die Wasserversorgung wird ein großes Problem werden. Man darf nicht 
vergessen, daß die Bevölkerung um rund 80 Millionen Mäuler pro Jahr 
zunimmt. So wird der Druck auf die Versorgung in allen Bereichen 
stärker. Schon jetzt streßt die  kommerzielle (Raub) Agrikultur die 
Anbaugebiete. Es ist auch bezeichnend, daß fast zwei Milliarden der 
Erdbevölkerung keinen Zugang zu Toiletten haben.
>
>> Narzißtischer High-Tech Konsum ist vielleicht nicht unbedingt
>> empfehlenswert.
>
> Naja, also wenn man in die Geschichte schaut, sind dem Menschen eine
> ganze Menge größere Abscheulichkeiten eingefallen.
Ich meinte "Narzißtischer..." und nicht Nazistischer. Die organisierte 
Selbstverherrlichung und Werbepropaganda der Werbeindustrie ist 
umweltmässig nicht unbedingt sehr verantwortbar.
> Nur weil es uns derzeit so schrecklich gut geht, kann man nicht daraus
> ableiten, daß es mal "andersrum" kommen muss.
Ich finde es logisch anhand der wissenschaftlichen Studien und 
Hochrechnungen, daß wir früher oder später herausfordernde Probleme 
haben werden die uns zum Erkennen zwingen werden. So wie wir uns aus 
planetarischer Sicht verhalten ist es kaum anders möglich. Wir 
verprassen die Rohstoffe, vergiften unsere Umwelt im Namen der 
Weltwirtschaft und verwalten den Planet bis auf erwähnenswerte Ausnahmen 
in verantwortungslosester Weise. Schon in meiner Lebenszeit hat sich die 
Bevölkerung mehr als verdoppelt. Es kann nicht so weitergehen. Wollen 
wir wirklich am Aussterben der Tier und Pflanzenwelt weiterhin 
verantwortlich sein? Und das läßt sich wirklich nicht wissenschaftlich 
widerlegen. Die Fakten sprechen eine klare Sprache. Es ist an der Zeit 
ein "Terraner" sein zu wollen.

Ein hoher Lebensstandard bedeutet nicht unbedingt Armut, sondern 
verantwortungsvoller Umgang mit den Material und Energie Ressourcen die 
uns gegeben sind und behutsamer und vernünftiger Einsatz moderner 
Technik. Und dazu gehört auch Reparatur und Langzeitverwendung unserer 
Gerätschaften und eine Abkehr von der systematischen Wegwwerfeinstellung 
der Wirtschaftsmacher. Es sollte machbar sein den technischen 
Entsorgungsabfall um mindesten 50% zu vermeiden wenn nur gewollt wäre. 
Die Energieersparnis wäre in der Bilanz beeindruckend. Wieviele Gigawatt 
wird denn das geplante 5G Supernetz verbrauchen? Die 50-100W 
multiplizieren sich bei den kleinen Zellabständen. Ist 5G und seine IoT 
Schergen energietechnisch gesehen, denn wirklich Fortschritt oder 
lediglich eine unnötige flächendeckende signifikante Belastung des 
Stromnetzes?


...
Angehängte Dateien:
#5760346
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MeierKurt schrieb:
>> Und letztlich, wer sich auf Gedeih und Verderb im täglichen Leben auf
>> High-Tech setzt, kann möglicherweise sehr viel tiefer fallen, wenn aus
>> irgendeinen Grund die kommunizierende Technik versagt.
>>
> Dann gibts redundante (Backup) Lösungen. Viel einfacher, als es ohne
> Digitaltechnik möglich wäre. Man muss sich halt nur dessen bewußt sein.

Ich fürchte die Sache ist so einfach nicht unbedingt. Im Finanzsektor 
kann eine Sekunde Verzögerung bis das Backup-System anspringt durchaus 
das eine oder andere Milliönchen kosten. Da kann man nun sagen - na, 
und? Auswirkungen wird sowas doch kaum haben. Halt ein paar Arbeitslose, 
arme Schlucker im Rentenalter mehr oder weniger. Der Fortschritt geht 
weiter! Das tut es immer. Das liegt schon a-priori im Begriff. Von daher 
gäbe es noch nicht einmal ein zurück, wenn man denn wollte. Die 
Bedrohungen des modernen Lebens werden abstrakter. Erzähle mal einer, 
was die Sekunde bedeutet haben kann. Weiß man genau: Nichts! Absolut gar 
nichts! Das war einfach nur eine saudumme Gelegenheit im 
allgegenwärtigen Hütchenspiel eine halbe Ewigkeit gesellschaftlicher 
Arbeit in den Sand zu setzen. Ein paar Bits sind umgeflippt und wir 
haben irgendwann abgemacht, was das wohl bedeutet. An diese Regeln muss 
man sich natürlich halten, auch wenn das sonstwas bedeutet. WO KÄMEN WIR 
DENN HIN!? Chaos, sag ich. Nur Chaos! Die Leute wissen das. Deswegen 
boomt das Geschäft mit Yin-Yang Stromfiltern und adaptiver 
Jesus-Beleuchtung. Dass irgendetwas nicht nachvollziehbar ist muss kein 
Argument sein- Freiheit ist das Argument. Muss funktionieren und gut 
is'. Dem gegenüber stehen Narrative, die anderes fixieren: nämlich 
gesellschaftliche Reproduktion. Das geht über die reine Funktion 
hinaus.
Gast #5760406
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Liebe Vorgänger!
Wer soll denn eure Romane lesen?
Mit solchen möchte ich nicht zusammenarbeiten.

Leider ist es mir aus Altersgründen verwehrt, am aktuellen Arbeitsleben 
teilzunehmen.
Ich hab genug junge Menschen erlebt, die lahmarschig waren.
Aber Hauptsache, nach jeder Lötstelle Abklatschen und nach jeder Stunde 
eine Runde im Fittnessraum drehen.
Dazu noch Solarium und Grüner Tee.

Vorsicht, ihr ganz jungen Hüpfer, die alten Säcke beißen zurück!
Übrigens sind für mich Leute mit 50 auch noch junge Hüpfer.
Gast #5760474
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Ich gehe auf die 60 zu und habe die Erfahrung gemacht, dass oft gerade 
die jüngeren Kollegen neue Ideen ablehnen oder mit vielen Begriffen 
einfach nichts anfangen können.


Spricht man z.B. davon, ein Problem mit DSP und Faltung zu lösen oder 
schlägt eine Klemmschaltung vor, dann kommt das Gefühl auf, eine andere 
völlig unbekannte Sprache zu sprechen. Auch der Hinweis, dass der 
Delfino von TI das Problem locker lösen könnte, man müsste sich nur in 
das Teil einarbeiten, scheint gerade den jüngeren Kollegen schon viel zu 
revolutionär zu sein.


Mir scheint, es werden nur noch Dinge akzeptiert, die simpel zu lösen 
und mit einem schnellen Erfolgserlebnis verbunden sind. Die gedankliche 
Flexibilität kann ich eher bei den älteren Kollegen erkennen.
#5760721
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Tsing schrieb:
> Ich gehe auf die 60 zu und habe die Erfahrung gemacht, dass oft gerade
> die jüngeren Kollegen neue Ideen ablehnen oder mit vielen Begriffen
> einfach nichts anfangen können.

Tsing schrieb:
> Mir scheint, es werden nur noch Dinge akzeptiert, die simpel zu lösen
> und mit einem schnellen Erfolgserlebnis verbunden sind. Die gedankliche
> Flexibilität kann ich eher bei den älteren Kollegen erkennen.

Ich hörte davon, dass es eine solche Tendenz geben soll. Aber ich bin 
guten Glaubens: Seinerzeit zu meiner Zeit gab es an der Uni so'ne und 
solche, woraus folgt, dass das wohl auch für die heutigen 'alten Säcke' 
gelten wird.
Genau so ist es auch bei den jungen.


Zocker_55 schrieb:
> Cheff
Bitte achte auf Deine Rechtschreibung. Dieses Wort schreibt man seit der 
letzten Rechtschreibreform mit drei 'f'!
;)
Gast #5760855
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Tsing schrieb:
> Spricht man z.B. davon, ein Problem mit DSP und Faltung zu lösen oder
> schlägt eine Klemmschaltung vor, dann kommt das Gefühl auf, eine andere
> völlig unbekannte Sprache zu sprechen. Auch der Hinweis, dass der
> Delfino von TI das Problem locker lösen könnte, man müsste sich nur in
> das Teil einarbeiten, scheint gerade den jüngeren Kollegen schon viel zu
> revolutionär zu sein.
>
> Mir scheint, es werden nur noch Dinge akzeptiert, die simpel zu lösen
> und mit einem schnellen Erfolgserlebnis verbunden sind. Die gedankliche
> Flexibilität kann ich eher bei den älteren Kollegen erkennen.

Naja, jetzt sei mal nicht so hart. Die haben es auch nicht leicht.

Dazu hatten sie eine harte Jugend - von Helikoptereltern bis hin zu 
einer extrem sicherheitsfokussierten Spassbefreiten Gesellschaft ist das 
Leben der heutigen Jugend kein Zuckerschlecken. Dazu hat die Benutzung 
von Whatsdepp und Fratzenmist die Aufmerksamkeitsspanne und 
Konzentrationsfähigkeit auf 80% Goldfischfaktor verkürzt. Bei einigen 
zumindest (ich kenne persönlich aber Ausnahmen).

Da geht halt nicht mehr als Arduino. Dass dann der Chinese den teuren 
Arduino-Kram um 99% unterbietet ist dann "schlimm".

Aber, junge Leute sind Lernfähig. Ich bin sicher, aus denen die die 
Kollision mit der harten Arbeitswelt langfristig überstehen wird eine 
neue Generation brauchbarer Entwickler. Schau dir die ganzen Vertriebler 
an, auch fast alles gescheiterte Entwickler. Die haben eine ähnliche 
Geschichte.
Gast #5761488
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Wissender schrieb:
> In mein Team kommen nur junge und dynamische Leute. Das ist Fakt.

Das ist je nach Aufgabe auch sinnvoll. Z.B. alles, was man als 
"programmieren" bezeichnen würde, also eine vorgegebene Aufgabe in einer 
Programmiersprache nachbilden. Das macht kein Alter mehr mit Elan. 
Entweder er entwickelt selber SW oder er ist ausgebrannt. Programmieren 
ist wie Säcke schleppen im Hafen, gut bezahlter Hilfsarbeiter zum 
verheizen.
Gast #5761696
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Ingenieur schrieb:
> Kann man gleich wegschmeißen und neu machen.

Nein, eben nicht. Wenn Du mit >>20 Leuten an einer SW arbeitest, dann 
brauchst Du mehr Programmierer als SW-Entwickler. Oder promivierte 
dynamische Mathematiker, die ihre Erfüllung noch darin sehen, KIs am 
Fließband zu füttern.

Einen Roman kannst Du alleine schreiben. Eine Tageszeitung oder einen 
Fischer Weltalmanach nicht.
Gast #5762500
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> Autor: Edgar S. (Firma: keine) (heinbloed1)
> Datum: 07.03.2019 07:43
> > A. S. schrieb:
> > junge und dynamische Leute

> ... und erfolglos

Sehe ich auch so.

Hatte heute morgen wieder einen Anruf von einer Firma welche die 
Ausgeschriebenen Stellen nicht besetzen kann. Haben eine dreistellige 
Zahl von Bewerbern, die seltsamsten Figuren, vor allem sogenannte 
Fachkräfte mit Leergängen vom Arbeitsamt, Zeugnissen so groß wie 
Bettvorleger, mit Stempeln so groß wie Kloodeckel.

Kein einziger brauchbar, nur flotte Sprüche und Gehaltsvorstellungen wie 
ein Geschäftsführer.

Werde wohl ab nächste Woche wieder arbeiten gehen.
Gast #5764822
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Bei uns tun die alten Laborsäcke nur so als ob sie was tun. Geben sich 
dann immer so geheimnisvoll und lächeln vor sich hin wenn man als junger 
Ingenieur ungeduldig ist. Dann trinken sie jeden Tag zwei mal Kaffee mit 
der Laborleitung und höher. Auch sehen sie meist nur die Haare in der 
Suppe, wogegen unsereiner hochfliegende Visionen neuer Technologie hat 
und sie fangen immer an, ja, aber hast du dies und jenes berücksichtigt? 
Und so geht das den halben Tag und man verliert die Freude. Ist echt zum 
Kotzen. Eines muß man ihnen aber neidvoll lassen: meistens werden die 
Projekte unter ihrer Obhut rechtzeitig fertig und sie funktionieren in 
der Regel leidlich.

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