LogicAnalyzer mit STM32, Arduino oder ESP32 bauen?

#5761383
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Hi Leute,

ich möchte mir auf die Schnelle aus einem meiner vorhandenen Boards 
einen passablen, freien LogicAnalyzer zaubern.

Der sollte >1 MHz (besser: >10 MHz) Bandbreite und >100 kbit 
Speichertiefe haben.

Insbesondere möchte ich damit lange USART-Protokolle analysieren können.
Die Eingänge sollten 5V-tolerant sein.

Dazu habe ich zahlreiche Projekte im Internet gefunden (Stichworte: 
SUMP, Sigrok, ) und nun suche ich Euren Rat, auf welches Pferd ich 
setzen soll.

Folgende Boards hätte ich dafür verfügbar:

- STM32F4 discovery Board
- STM32F413 Nucleo-144 Board
- STM32F429 Disco Board
- STM32L053 Nucleo-64 Board
- mbed NXP LPC1768 Board
- ESP32: 4 MB Flash WEMOS Lolin32 V1.0.0 WIFI &
         Bluetooth Card Based ESP-32 ESP-WROOM-32
- Arduino Nano V3
- Arduino Mega 2560 R3

Viele Grüße

Igel1


PS: zwar besitze ich einen wunderbaren LogicPort-LogicAnalyzer mit 
500MHz Bandbreite und phantastischen 34 Kanälen. Einziger Nachteil: das 
Dingen hat nur 2k Speichertiefe.

Ab und an möchte ich aber lange serielle Protokolle nachverfolgen und 
dann genau schlägt die Speicherknappheit zu.
#5761411
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Tim T. schrieb:
> Gerade nebenan:
>
> https://www.ebay.de/itm/253841718379
>
> Bastelst du schneller als die Post liefert?

Ja, denn Zitat: "Lieferung: Zwischen Do, 4. Apr. und Mo, 6. Mai. bei 
heutigem Zahlungseingang"

Aber eigentlich will ich gar nicht basteln:
Software auf MC und PC aufspielen sollte eigentlich genügen.

Viele Grüße

Igel1
#5761439
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Ich will dich ja nicht vom basteln abhalten aaaber:
Kauf dir einen von den billigen Saleae Logic 8 Clones (mit Cypress 
FX-2). Dazu dann Sigrok und du hast keine Sorgen mehr.
Begründung:
Die LAs mit FX-2 können "continuous streaming", d.h. du kannst so lange 
samplen bis der RAM bzw. SSD vom PC zu Ende ist. Sigrok als 
Command-Line-Tool bietet dabei hervorragende Möglichkeiten mittels Pipes 
die Daten zu filtern und weiterzuverarbeiten. Außerdem gibt es einen 
großen Pool an Protokoll-Analyzern und PulseView als GUI ist auch nicht 
schlecht.
#5761596
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A. G. schrieb:
> Perfekt, du kannst dir aus dem STM32F4-Discovery einen mit ein paar
> klicks "bauen". Da gibts ein Projekt bzw. fertige .hex-Datei. Kann
> gerade leider nicht viel dazu schreiben, aber siehe z.b.
> https://www.fussylogic.co.uk/blog/?p=1226
>
> Hat bei mir wunderbar geklappt. Läuft übrigens mit 20 MHz.

Danke für den Hinweis!

Ich war bereits über einen anderen Link 
(http://slemi.info/2018/03/26/stm32-logic-analyzer/) auf das Projekt 
gestoßen.

Nach Deinem Posting weiß ich nun, dass es sich lohnt, da etwas Zeit zu 
investieren.

Viele Grüße

Igel1
#5761599
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Matthias S. schrieb:
> Andreas S. schrieb:
>> - STM32F429 Disco Board
>
> Für das Dingens gibt es ein kleines 2-Kanal Oszilloskop von Uwe B. :
> http://mikrocontroller.bplaced.net/wordpress/?page_id=752
>
> Sollte recht leicht zu modifizieren sein.

Vom Oszi zum LogicAnalyzer ist's schon noch ein Weg mit vermutlich 
mehreren Tagen Programmieren.

Aber trotzdem Danke für den Link - so ein Mini-Oszi werde ich bestimmt 
auch irgendwann einmal benötigen.

Viele Grüße

Igel1
#5761601
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Christopher J. schrieb:
> Ich will dich ja nicht vom basteln abhalten aaaber:
> Kauf dir einen von den billigen Saleae Logic 8 Clones (mit Cypress
> FX-2). Dazu dann Sigrok und du hast keine Sorgen mehr.
> Begründung:
> Die LAs mit FX-2 können "continuous streaming", d.h. du kannst so lange
> samplen bis der RAM bzw. SSD vom PC zu Ende ist. Sigrok als
> Command-Line-Tool bietet dabei hervorragende Möglichkeiten mittels Pipes
> die Daten zu filtern und weiterzuverarbeiten. Außerdem gibt es einen
> großen Pool an Protokoll-Analyzern und PulseView als GUI ist auch nicht
> schlecht.

Yep - das Dingen wollte ich mir schon immer einmal ins Regal legen - 
heute hätte ich es dringend benötigt.

Danke für den Hinweis und die Erläuterungen!

Igel1
#5761671
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So, endlich:

Habe die von A.G. empfohlenen LA-Software auf meinem STM32F4 discovery 
und auf dem PC (Java-Software) zum Laufen gebracht.

Die Enttäuschung war groß, als ich feststellen musste, dass die Software 
max. 24k Samples speichert und keine Compression macht - damit komme ich 
kaum weiter als mit meinem bisherigen LA mit 2k, die aber absolut genial 
per Compression ausgenutzt werden.

Daher nochmals die Frage in die Runde: habt Ihr ggf. weitere Ideen?

Viele Grüße

Igel1
Angehängte Dateien:
#5762392
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Nochwas, die aktuelle Beta von Saleae funktioniert auch mit den 
Nachbauten. Die Nachbauten sind nichts weiter wie nicht mehr 
hergestellte Originale. Die Beta funktioniert bei mir stabil, kann nicht 
klagen und bietet eine Liveansicht. Die Software ist sowieso das Beste 
was ich kenne. Beruflich sollte man vielleicht ein Original kaufen ... 
:-)
#5762623
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Jan L. schrieb:
> Andreas S. schrieb:
>> Hat niemand eine Alternative / Idee ?
>
> https://sysprogs.com/analyzer2go/
>
> STM32F429 ist dabei:
> https://sysprogs.com/analyzer2go/boards/STM32F429-Discovery
>
> kostet aber ein paar € nach der Trial...

Yep, hatte ich auch schon gesehen, ist aber keine Freeware.

Danke trotzdem für den Hinweis.

Viele Grüße

Igel1
#5762635
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Hi Veit,

Veit D. schrieb:
> Nochwas, die aktuelle Beta von Saleae funktioniert auch mit den
> Nachbauten. Die Nachbauten sind nichts weiter wie nicht mehr
> hergestellte Originale. Die Beta funktioniert bei mir stabil, kann nicht
> klagen und bietet eine Liveansicht. Die Software ist sowieso das Beste
> was ich kenne. Beruflich sollte man vielleicht ein Original kaufen ...
> :-)

Hört sich gut an.

Könntest Du mir eine verlässliche Quelle für funktionierende 8Ch oder 
gar 16Ch Sealeae-Clones nennen?

Viele Grüße

Igel1
#5762769
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Im Prinzip sollte jeder von diesen Clones aus der Bucht funktionieren, 
z.B. 
https://www.ebay.de/itm/8-Kanal-USB-Logik-Analyser-24-MHz-Logic-Analyzer-Arduino-Logikanalysator-0-5-5V/252756113817

Ich würde aber trotzdem einfach Sigrok nehmen. Zum einen, weil ich es 
moralisch verwerflich finde, die Saleae Software ohne deren Hardware zu 
nutzen und zum anderen, weil Sigrok wie gesagt für deine Anwendung 
ziemlich perfekt ist. Ich habe damit schon erfolgreich einen UART 
debuggt, bei dem sporadisch so ca. zwei mal am Tag Fehler auftraten. Per 
Langzeitmessung über 48h konnte ich das genau eingrenzen und darauf hin 
das übel beseitigen.

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