oszi40 schrieb:> rahtflechter schrieb:>> den Abstand>> Frequenz=? Bei UKW fällt ein Finger breit nicht auf.
Konkret: 70 cm Band ; 23 cm und 2m -Band sollten auch noch den
Anwendungsbereich von solchen Koax- Abstimmglieder fallen.
Erfahrungsgemäss ist die Definition der exakten Länge nicht das Maß, das
hier für die perfekte Abstimmung sorgt.
Soll heissen, dass z.B. dr Velocityfaktor ( vf ) theoretisch für die von
dir verwendete Koaxleitung exakt für dein Stück Leitung bestimmt werden
muss.
Da sind -besonders ab dem 70cm Band aufwärts- auch viele andere
Faktoren, die einen stärkeren Einfluss auf das Gesamtgebilde haben.
Ein Haarspalterisches Messen der Abschirmung ist nicht sinnvoll und
notwendig.
In Deinem fall würde es ja um zehntel Millimeter gehen.
Das ist übertriebene Mühe.
Viel viel wichtiger ist es, dass Du das gebaute Gebilde an einem Network
Analyzer durchmessen kannst.
Dann siehst Du erst genau, was eigentlich Sache ist.
Bedenke auch, dass es meist nicht um eine einzige schmale Frequenzlinie
geht sondern ein Band oder zumindest einen Teil davon. Andere
Unsicherheitsquellen haben da mehr Einfluss als 1 mm Schirmdifferenz.
Stefan M. schrieb:> In Deinem fall würde es ja um zehntel Millimeter gehen.
?Nein, eher einige Milimeter, nicht Zehntel?
Also ich denk die lambda viertel muss nicht auf die Winkelsekunde von
360° Vollkreis getroffen werden, Leichte Abweichungen vom Optimum sind
akzeptiert, was m.E. bedeudet das fürs 70 cm Band +/- 2..5 mm OK sind.
>Soll heissen, dass z.B. dr Velocityfaktor ( vf ) theoretisch für die von>dir verwendete Koaxleitung exakt für dein Stück Leitung bestimmt werden>muss.
Na dann stell ich die Frage eben aus Amateursicht mit begrenzten Mitteln
(kein NWA, kein SWR-Meter, Verkürzungsfaktor aus Datenblatt Kabel
bekannt).
?Bestimmt der Drahtgeflechtschirm und(oder die Folienabschirmung die
"Hausnummer" für die Coax-länge?
Vergessen: Zur symmetrischen Bandleitung: Früher war Verschmutzung z.B.
durch Ruß bei außen an Häusern laufenden Leitungen durchaus ein Thema.
Ein einzelner Nagel so dann und wann wäre zwar im TDR sichtbar, sollte
in der Regel aber nicht überbewertet werden. Schlimmer dürfte sein, dass
die Leitung dann keinen Abstand mehr zu dem Materual hat auf fas sie
genagelt wurde. Was hast Du denn vor?
ZF schrieb:> Bedenke auch, dass es meist nicht um eine einzige schmale Frequenzlinie> geht sondern ein Band oder zumindest einen Teil davon. Andere> Unsicherheitsquellen haben da mehr Einfluss als 1 mm Schirmdifferenz.
Es geht hier konkret um eine Yagi zu einer Relaisstation, also doch um
eine einzelne Träger-Frequenzlinie (+/- Bandbreite für die Betriebsart
aber das ist geschenkt). Und auch der Frequenzabstand zw. Up und
Downlink spielt nicht die Rolle, weil die Rx Empfindlichkeit der Station
weitaus besser ist als die Tx-Leistung.
Und wenn ich recht verstehe hat so ne Antenne meist schon genug
Bandbreite für das gesamte Band, wenn man an den Bandrändern +/-3dB
akzeptiert.
ZF schrieb:> shlimmer dürfte sein, dass> die Leitung dann keinen Abstand mehr zu dem Materual hat auf fas sie> genagelt wurde. Was hast Du denn vor?
Ich habe vor-
mir einen Balkon mit 7m breite Holzlattengeländer, an dem ein
BandkabelFaltdipol fürs 10m Band genagelt werden soll. Einfach um mal
schnell in das Band hineinzuhören, aber nicht um gross DX contents zu
fahren (ist eh Sonnenfleckenminima).
Später soll an dem selben Geländer noch ein verkürzter (ungefalteter)
Dipol aus Einfachkabel fürs 20m Band folgen, aber das ist ne andere
Geschichte.
Drahtflechter schrieb:> Bestimmt der Drahtgeflechtschirm und(oder die Folienabschirmung die> "Hausnummer" für die Coax-länge?
Beides ist wohl gleichwertig zu betrachten.
Alles was metallisch ( Kupfer ) ist, und den Mittelleiter umhüllt.
Warum sollte es einen HF-technischen Unterschied zwischen Folie und
Geflecht geben?
Alles was den Mittelleiter ( Seele ) nicht mehr umhüllend begleitet,
zählt nicht mit.
Zu vermeiden sind natürlich lange zusammengedröselte Geflechtenden, die
eine Definition schwer machen, wo denn nun die "Masse" zuende ist.
Drahtflechter schrieb:> Na dann stell ich die Frage eben aus Amateursicht mit begrenzten Mitteln> (kein NWA, kein SWR-Meter
Mindestens ein SWR-Meter sollte man aber schon haben.
NWA ist mittlerweile ja auch nicht mehr so wenig verbreitet - hast du
keine OMs in der Gegend, die dir vielleicht mit sowas mal aushelfen
könnten?
Völliges „im Dunkeln stochern“ wird selten optimale Ergebnisse bringen.
Drahtflechter schrieb:> Ich habe vor-> mir einen Balkon mit 7m breite Holzlattengeländer, an dem ein> BandkabelFaltdipol fürs 10m Band genagelt werden soll.
Wenn das Holz während oder nach einem Regen nass ist, wirst du damit
nicht viel Freude haben.
Kannst die "Antenne" dann aber als Dummy Load benutzen. ;-)
Drahtflechter schrieb:> aus Amateursicht mit begrenzten Mitteln> (kein NWA, kein SWR-Meter,
Netzwerkanalysatoren hatten früher selbst die Profis nicht und haben
trotzdem anständige Antennen zustande gebracht.
Ein Stehwellenmessgerät ist allerdings unverzichtbar und eignet sich
auch gut für den Selbstbau, sofern man nicht gerade auf GHz-Frequenzen
unterwegs ist.
Drahtflechter schrieb:
... einen Balkon mit 7m breite Holzlattengeländer, an dem ein
> BandkabelFaltdipol fürs 10m Band genagelt werden soll.
Da kannst Du dir die ganze Millimeterabmesserei schenken. Durch die
baulichen Gegebenheiten ist das alles Schall und Rauch.
Grob "zu lang" abmessen und dann bis halbwegs passendes SWR
runterschneiden.
Alles was besser als 1:2 ist, ist super.
Und für Empfangszwecke ist ein noch schlechteres SWR auch unwichtig.
Viel Erfolg
Grüße
Michael
Servus,
und erstmal ein Dankeschön für die Anregungen.
IMHO gehen die Antworten etwas durcheinander, weil hier nach zwei
unterschiedlichen Antennen (1.: Faltddipol 70 cm mit Lambda Viertel
anpassung an 50 Ohm leitung f. RTX und 2. Draht- Faltdipol um in die 10m
und 20 m Bänder reinzuhören) in einem Post gefragt wird. Das nächste mal
werd ich das in zwei Posts verpacken.
Jörg W. schrieb:> Völliges „im Dunkeln stochern“ wird selten optimale Ergebnisse bringen.
Es ist nicht völlig im Dunkeln, nicht zuletztz weil das 70 cm Projekt
ein Ersatz für eine bestehende 3 dB Gummiwurst ist. Also: Relais
anwählen mit 3 dB Antenne, S-Meter Wert ablesen (hier S8); Antenne
Wechseln, RX wiederholen -> S9 also Anstieg etwa +6dB, was dem
erechneten Gewinn-delta zur verwendeten Yagi entspricht. Ja das ist
nicht sonderlich exakt oder optimal, aber mehr als völlig im Dunkeln
stochern.
Um jetzt die Lambda-Viertel Impedanzanpassung zu überprüfen wird deren
elektrischer Länge also der Schirm gekürzt. Und genau das ist der
Ausgangspunkt der Frage:
Im Bild ein Kabelende des Lambda/Viertel Stückes, der abgezwirbelte
Schirm wird mit Zwirbel am anderen Ende verbunden und verlötet. -
Bestimmt jetzt immer noch das Ende des zweiten Schirms (Folie) die
Länge? Oder sollte man die Flechtschirmenden besser anders (bspw. Draht
mit Schelle) verbinden um sich besser auf die erechneten Werte der
LambaViertelverzögerungsleitung zu verlassen? Verkürzungsfaktor wurde
dem Datenblatt des Koax entnommen.
Kann der Abstand zwischen Folienschirmende und Geflechtschirmende
komplett irgnoriert werden? Hier wurde er so gewählt das der Biegeradius
nicht zu klein wird (etwa 35 mm).
> Ein Stehwellenmessgerät ist allerdings unverzichtbar
SWR für 70 cm plus AnschlussAdapter für SMA ist grad nicht vorhanden,
die Handfunke hats aber auch so überlebt. Insofern würde ich jetzt nicht
von unverzichtbar sprechen.
Um jetzt mehr Klarheit über den Antenngewinn zu erhalten, wollt ich mal
Direktor um Direktor ziehen und hören wann das so klingt wie die 3 dB
Antenne und das Ganze mal durchsimulieren.
Drahtflechter schrieb:> Insofern würde ich jetzt nicht von unverzichtbar sprechen.
Unverzichtbar in dem Sinne, dass du damit zumindest grundlegend testen
kannst, wie nahe die Antenne an der Idealvorstellung (50 Ω reell) ist.
Die Funke schützt sich schon selbst, aber wenn das SWV mies ist, dann
hilft es dir nicht, dass sie im Empfang eine S-Stufe mehr gebracht hat,
wenn sie beim Senden die Leistung wegen Fehlanpassung bereits
zurücknimmt.
Jörg W. schrieb:> Die Funke schützt sich schon selbst, aber wenn das SWV mies ist, dann> hilft es dir nicht, dass sie im Empfang eine S-Stufe mehr gebracht hat,> wenn sie beim Senden die Leistung wegen Fehlanpassung bereits> zurücknimmt.
Naja meine Erfahrung war auch, das die Antenne ohne das lambdaviertel
Stück weniger empfindlicher als die Gummuwurst ist. Wenn mit der
Anpassung der Empfang besser wird, dann sollte das doch auch
Auswirkungen auf das Senden haben?
Und dann kann man noch auf die alte Weise QSA? jeweils über beiden
Antennen geben und die Rückmeldung auswerten.
Und auf Aktivierung der automatische Leistungsreduzierung kann prüfen
indem man QRP (auch an ner Handfunke ist die Leistung einstellbar)
fährt. Falls RST dem folgt wars wohl nichts mit automatischer
Endstufenabregelung. Anderfalls ist mit konstanter Empfangsstärke bei
der Gegenstation zu rechnen.
>Netzwerkanalysatoren hatten früher selbst die Profis nicht und haben>trotzdem anständige Antennen zustande gebracht.
Genau, old school eben.