Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Router basteln


von Günther S. (guenther_sch)


Lesenswert?

Hallo,
ich möchte einem alten PC mit dem Internet verbinden, aber nur 
email-Zugriff nach aus zulassen. Dazu möchte ich einen Router verwenden, 
der nur die IP Adresse (securepop.t-online.de )von T-Online mit den 
entsprechenden Ports (995) zulässt. Es gibt nach meinem Verständis 
managable Switches für diesen Zweck, oder man kann eine Hardware (z.B. 
Raspberry Pi oder einen SOC) mit OpenWRT verwenden. Oer auch zwei Wiznet 
Chips, mit einen Mikrocontroller. Was ist die einfachste Lösung für 
diesen Zweck? Vielen Dank, Günther

von Thomas W. (diddl)


Lesenswert?

Günther S. schrieb:
> managable Switches für diesen Zweck, oder man kann eine Hardware (z.B.
> Raspberry Pi oder einen SOC) mit OpenWRT verwenden. Oer auch zwei Wiznet
> Chips, mit einen Mikrocontroller. Was ist die einfachste Lösung für
> diesen Zweck? Vielen Dank, Günther


Richtig, ein managed switch wäre optimal dafür.
Die kosten auch nicht mehr die Welt und haben auch noch andere Vorteile.
Zb. streaming kann man damit priorisieren.


Ein Raspi geht auch, wenn man ihm zwei Ethernet verpasst.


Die Mikrocontroller, naja, das mag die günstigste Lösung sein, aber die 
Programmierung ist schwierig und anfällig.

von Olaf (Gast)


Lesenswert?

> Was ist die einfachste Lösung für diesen Zweck? Vielen Dank, Günther

Vielleicht verstehe ich dich ja falsch, aber eigentlich sollte das der 
ganz normale Internetrouter koennen den du so hast. Jedenfalls wenn es 
nicht der billige Fritzboxdreck ist sondern z.B ein Draytek Vigor. Da 
kann du dann einstellen welches Geraet was genau im Internet darf.

Olaf

von Bernd K. (prof7bit)


Lesenswert?

Olaf schrieb:
> Jedenfalls wenn es
> nicht der billige Fritzboxdreck ist

So billig ist der "Fritzboxdreck" nun auch wieder nicht.

von Günther S. (guenther_sch)


Lesenswert?

Dummerweise habe ich eine Fritzbox. Aber meine Netzwerkverkabelung gibt 
es auch nicht her, da der Switch in einem andern Raum steht wie die 
Fritzbox. Ist OpenWRT brauchbar, oder eher nicht dafür zu empfehlen, die 
Beiträge hier im Forum dazu sind ja alle ziemlich alt.

von Harry L. (mysth)


Lesenswert?

Günther S. schrieb:
> Ist OpenWRT brauchbar

Mehr als brauchbar - sehr ausgereift und stabil.
Dazu extrem flexibel.

von Purzel H. (hacky)


Lesenswert?

Was soll die Anfrage ? Ohne explizite Freigabe fuer einen mailserver im 
lokalen Netz kommt kein Emailzugriff von aussen rein...

von Rolf M. (rmagnus)


Lesenswert?

Bernd K. schrieb:
> Olaf schrieb:
>> Jedenfalls wenn es
>> nicht der billige Fritzboxdreck ist
>
> So billig ist der "Fritzboxdreck" nun auch wieder nicht.

Abgesehen davon kann der "Fritzboxdreck" das auch.

Name H. schrieb:
> Was soll die Anfrage ? Ohne explizite Freigabe fuer einen mailserver im
> lokalen Netz kommt kein Emailzugriff von aussen rein...

Na was ein Glück, dass er das auch gar nicht will.

von Loch (Gast)


Lesenswert?

Günther S. schrieb:
> Hallo,
> ich möchte einem alten PC mit dem Internet verbinden, aber nur
> email-Zugriff nach aus zulassen. Dazu möchte ich einen Router verwenden,
> der nur die IP Adresse (securepop.t-online.de )von T-Online mit den
> entsprechenden Ports (995) zulässt. Es gibt nach meinem Verständis
> managable Switches für diesen Zweck, oder man kann eine Hardware (z.B.
> Raspberry Pi oder einen SOC) mit OpenWRT verwenden. Oer auch zwei Wiznet
> Chips, mit einen Mikrocontroller. Was ist die einfachste Lösung für
> diesen Zweck? Vielen Dank, Günther

Zum verschicken von Email braucht es noch eine smtp(s) Freischaltung.
Namensauflösung braucht es auch.

von Jack (Gast)


Lesenswert?

Günther S. schrieb:
> Dummerweise habe ich eine Fritzbox.

Dann konfiguriere die Kindersicherung in der Fritzbox mit einer 
Whitelist für diesen einen PC.

von Stefan F. (Gast)


Lesenswert?

Jack schrieb:
> Dann konfiguriere die Kindersicherung in der Fritzbox mit einer
> Whitelist für diesen einen PC.

Das können auch die 17€ TP-Link Router (z.B. von Saturn). WLAN kann man 
ja abschalten, wenn man das nicht nutzen will.

von Andre (Gast)


Lesenswert?

Günther S. schrieb:
> IP Adresse (securepop.t-online.de )

Wenn das so klappen soll wie du es schreibst, musst du mindestens noch 
DNS freigeben. NTP und SMTP wären auch nicht verkehrt.
Und hat schon mal jemand nach dem Hintergrund gefragt? Gibt doch 
deutlich entspanntere Lösungen für "nur Mail" auf nem Gerät

von Toto (Gast)


Lesenswert?

Was hat der Standort De8nes Switches und die Verkabelung damit zu tun?

Antwort:

Rein gar nichts.

Dir fehlen rudimentäre Grundlagen!

von Rolf M. (rmagnus)


Lesenswert?

Andre schrieb:
> Günther S. schrieb:
>> IP Adresse (securepop.t-online.de )
>
> Wenn das so klappen soll wie du es schreibst, musst du mindestens noch
> DNS freigeben.

Die Fritzbox hat einen internen DNS-Server. Der Rechner braucht also 
keinen Zugriff auf einen externen Server.

> NTP und SMTP wären auch nicht verkehrt.

Auch einen NTP-Server bringt die Fritzbox schon mit. Und SMTP braucht 
man nur, wenn man Mails auch versenden will. Ob das hier gewünscht ist, 
ist nicht ersichtlich.

> Und hat schon mal jemand nach dem Hintergrund gefragt? Gibt doch
> deutlich entspanntere Lösungen für "nur Mail" auf nem Gerät

Welche denn?

von Andre (Gast)


Lesenswert?

Rolf M. schrieb:
> Die Fritzbox

...kann man für sowas vergessen. Wenn man in einer ordentlichen Firewall 
ein Gerät sperrt, kommt das selbstverständlich auch nicht mehr an die 
internen Services dran.
Wo kämen wir da hin - hoppla auf der Fritzbox lief ein Proxy, also war 
der gesperrte PC doch online?!

von Rolf M. (rmagnus)


Lesenswert?

Andre schrieb:
> Rolf M. schrieb:
>> Die Fritzbox
>
> ...kann man für sowas vergessen. Wenn man in einer ordentlichen Firewall
> ein Gerät sperrt, kommt das selbstverständlich auch nicht mehr an die
> internen Services dran.

Was willst du denn nun? Soll der Rechner Zugriff drauf haben oder nicht? 
Abgesehen davon ist ein Heimnetz-Internet-Router natürlich auch nicht 
dafür da, die internen Geräte vor den Diensten zu schützen, die auf dem 
Router selber laufen.

> Wo kämen wir da hin - hoppla auf der Fritzbox lief ein Proxy, also war
> der gesperrte PC doch online?!

Was für ein Proxy?

von tmomas (Gast)


Lesenswert?

Günther S. schrieb:
> man kann eine Hardware (z.B.
> Raspberry Pi oder einen SOC) mit OpenWRT verwenden.

Du könntest deine Frage auch im OpenWrt Forum stellen.

https://forum.openwrt.org

von Brummbär (Gast)


Lesenswert?

Günther S. schrieb:
> Hallo,
> ich möchte einem alten PC mit dem Internet verbinden, aber nur
> email-Zugriff nach aus zulassen.

Soll er nur Email senden oder nur empfangen dürfen?

> Dazu möchte ich einen Router verwenden,

Ok, dazu ist er da.

> der nur die IP Adresse (securepop.t-online.de )von T-Online mit den
> entsprechenden Ports (995) zulässt.

Also Mail per POP3S abholen.

> Es gibt nach meinem Verständis
> managable Switches für diesen Zweck,

Nein, die sind nicht dafür gedacht.
Einige richtig teure können zwar routen und beherrschen auch ACLs, aber 
das willst Du nicht wirklich machen.

> oder man kann eine Hardware (z.B.
> Raspberry Pi oder einen SOC) mit OpenWRT verwenden.

Ja, das wäre dann ein Linux-Router.

> Oer auch zwei Wiznet Chips, mit einen Mikrocontroller.

Das wäre nicht einfach.

> Was ist die einfachste Lösung für diesen Zweck?

Den Rechner in der Fritzbox auf Port 995 einschränken.
Dann können aber auch andere POP3S-Server angesprochen werden.

Um nur genau die IPs dieses einen POP3-Servers (T-Online hat davon nicht 
nur einen) musst Du schon einen Router mit einer freier konfigurierbaren 
Firewall verwenden.

Entweder das bereits angesprochene OpenWRT oder pfSense.
Letzteres ist m.E. für Anfänger leichter zu konfigurieren.

von Harry L. (mysth)


Lesenswert?

Brummbär schrieb:
> Entweder das bereits angesprochene OpenWRT oder pfSense.
> Letzteres ist m.E. für Anfänger leichter zu konfigurieren.

Ich betreibe beide in meinem Netz und sehe das genau umgekehrt.
Für pfSense sollte man schon solides Netzwerk-KnoHow haben.
OpenWRT bekommt man notfalls nach ein paar YT-Howtos auch als Noob zum 
laufen.

Ansonsten ist IPFire noch ziemlich Einsteiger-freundlich.

von Olaf (Gast)


Lesenswert?

> So billig ist der "Fritzboxdreck" nun auch wieder nicht.

Ich weiss. Ich hab eine 7590 weil ich von der Telekom gezwungen wurde 
auf Vectoring abzudaten und Draytek zu dem Zeitpunkt noch nichts hatte 
was das konnte.

> Abgesehen davon kann der "Fritzboxdreck" das auch.

Dann erzaehl mal wo ich aehnliche Einstellmoeglichkeiten habe wie bei 
meinen alten Vigor2800G. Das was ich da bei Fritzbox gesehen habe sieht 
alles aus wie auf Kindergartennivou runtergestrippt.
Also wo kann ich einstellen welche IP-Adresse welchen Port nutzen darf 
und welche nicht und womit sie sich verbinden darf. Etwa 10-15Regeln 
duerften mir ausreichen.

Olaf

von Manfred (Gast)


Lesenswert?

Günther S. schrieb:
> ich möchte einem alten PC mit dem Internet verbinden, aber nur email-Zugriff 
nach aus zulassen.

Wenn die Maschine vor bösartigen Benutzern sicher ist, kann man das auch 
mit einer Personal-Firewall auf diesem regeln. Kerio 2.15 von 2003 läuft 
auf Win-XP vollkommen stabil, ist aber auch nicht so ganz einfach 
anzulernen. Bei zwei Bekannten sind deren angebliche PC-Kenner nicht an 
dem Ding vorbei gekommen, nachdem ich die eingerichtet und abgeschlossen 
habe.

Finger weg von dem Nachfolger Sunbelt-Kerio, die ist undurchsichtig bunt 
und nervt mit sporadischen Kaufauforderungen.

Olaf schrieb:
>> So billig ist der "Fritzboxdreck" nun auch wieder nicht.
> Ich weiss.

Na immerhin billig genug, dass mir mein Anbieter eine 7560 kostenlos 
mitliefert hat.

> Ich hab eine 7590 weil ich von der Telekom gezwungen wurde
> auf Vectoring abzudaten und Draytek zu dem Zeitpunkt
> noch nichts hatte was das konnte.

Es gibt noch andere Hersteller, z.B. bintec - aber recht schwierig zu 
konfigurieren und keine Hotline bzw. nur gegen Bezahlung.

> Das was ich da bei Fritzbox gesehen habe sieht alles aus wie auf 
Kindergartennivou runtergestrippt.

Ich hatte vor wenigen Wochen erstmalig eine Fritz in den Fingern und 
stimme Dir zu, dem Ding fehlen grundlegende Funktionen eines Routers, 
lediglich mein Speedport war noch armseliger. Dennoch lese ich im 
Internet ständig, wie toll diese doch seien.

Fritzchen kommt gemeinsam mit dem Teledumm-Speedport ins Regal, falls es 
mal Zickerei mit dem Anbieter gibt, meinen Zugang macht wieder Bintec 
für bescheidene 300 Euro.

von svensson (Gast)


Lesenswert?

Moin,

einfach hinter den Router eine einfache OSS-Firewall hängen, also z.B. 
alten PC mit ipFire oder ipcop (wird nicht mehr gepflegt) ausstatten und 
fertig.

Da kann man dann noch viel mehr und viel feiner die Berechtigungen 
einstellen.

von Günther S. (guenther_sch)


Lesenswert?

Vielen Dank für die ganzen Hinweis, ich werde mich mal auch durch 
OpenWRT Forum wühlen, dann ist auch noch ein Lerneffekt mit dabei. Ich 
gebe zu dass mir auch Grundlagen fehlen, aber dann muss man halt auch 
Fragen stellen.
Nochmals herzlichen Dank
Günther

von Harry L. (mysth)


Lesenswert?

Günther S. schrieb:
> Ich
> gebe zu dass mir auch Grundlagen fehlen,

Dann bist du mit IPfire am besten bedient.
https://www.ipfire.org/

von Heinz (Gast)


Lesenswert?

Rolf M. schrieb:
> Was für ein Proxy?

Was genau ist eigentlich ein Proxy? Ist das ein festes Gerät wie ein 
Switch/Modem oder ist es fest in den Fritzboxen eingebaut?

von Blabla (Gast)


Lesenswert?

Was ist das für ein alter PC?
Warum nicht einfach die Ports auf dem Rechner selbst sperren? Gibt es da 
keine Firewall Funktion? Solange man den administrativen Zugang 
beschränkt sollte es kein Problem sein. Ansonsten kann es auch jede 
x-beliebige alte Linux Kiste sein.
Es gibt auch spezielle Distributionen die ein Kiosksystem mit 
eingeschränkter Funktion bereitstellen und nach dem ausloggen alle Daten 
löschen.
Da der Zweck unbekannt ist kann ich halt auch nur raten was sinnvoll 
ist.

von Blabla (Gast)


Lesenswert?

Ein Proxy ist eine Software die auf verschiedenen Plattformen lauffähig 
ist.

von Harry L. (mysth)


Lesenswert?

Blabla schrieb:
> Ein Proxy ist eine Software die auf verschiedenen Plattformen lauffähig
> ist.

Unfug!
Ein Proxy nimmt eine Verbindung stellvertretend für den eigentlichen 
Endpunkt entgegen, baut dann selbst die Verbindung zum Ziel auf und 
forwarded die Daten entsprechend in beide Richtungen.

von svensson (Gast)


Lesenswert?

> Was ist das für ein alter PC?
Da genügt im Prinzip schon irgendwas ab Pentium III aufwärts.

> Warum nicht einfach die Ports auf dem Rechner selbst sperren?
Eine dedizierte Firewall ist wesentlich sicherer als eine Software, die 
auf dem Rechner läuft, den sie eigentlich schützen soll.

> jede x-beliebige alte Linux Kiste
Rate doch 'mal, aus welchen Quellen die genannten Firrewalls compiliert 
sind?

von Harry L. (mysth)


Lesenswert?

svensson schrieb:
> Rate doch 'mal, aus welchen Quellen die genannten Firrewalls compiliert
> sind?

pfSense basiert auf FreeBSD

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Im Kontext von Browsern ist ein Proxy ein Application Level Gateway für 
Webservices. Ein Stück Software, das nicht wie ein Router auf 
TCP/IP-Ebene weiterleitet, sondern auf der Ebene des Protokolls einer 
Anwendung, also HTTP, HTTPS, evtl FTP.

Früher enthielt ein Web-Proxy oft auch Caching, um den Traffic zu 
reduzieren, das ist heute aber ineffektiv. Eine weitere Rolle ist 
Filterung über Analyse der URLs, um erwünschten von unerwünschtem 
Traffic zu unterscheiden. Durch den verstärkten Einsatz von Ende-zu-Ende 
Verschlüsselung per HTTPS nimmt aber auch diese Rolle ab.

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.