Bei der Recherche nach Ghostwriter (für ein eBook) sind mir die relativ
niedrigen Preise und kurzen Bearbeitungszeiten aufgefallen. Für eine
Masterarbeit mit 60 Seiten entstehen Kosten um die 6.000 € und fertig
ist sie nach 20 Tagen.
[Link entfernt]
Wie geht das? Wie kann man eine Masterarbeit in 20 Tagen schreiben?
Irgendwo muss da ein Haken sein. OK, selbst wenn man in dem Thema drin
steckt, könnten es 3 Monat statt 6 werden, aber 20 Tage? Da müssen ja
Superhelden arbeiten.
Wenn die Leute da so effizient arbeiten, könnten die ja einfach Jedes
Jahr mehrer Studiengänge abschließen und nebenbei noch ein paar
Doktortitel sammeln.
Wo ist da der Haken?
Ghostwriter schrieb:> Wie geht das? Wie kann man eine Masterarbeit in 20 Tagen schreiben?
20 mal 24 Stunden sind 480 Stunden. In 480 reinen Arbeitsstunden kann
man eine Menge schaffen ;-)
Dazu gab es mal ne Doku, gezeigt wurde ein Kerl der das von Thailand aus
macht (Deutscher).
Der hat tatsächlich schon dutzende Abschlussarbeiten geschrieben.
Allerdings hauptsächlich in Geisteswissenschaften. Die Arbeiten waren
hauptsächlich Zusammenfassungen und Analysen früherer Arbeiten. Also
viel Copy&Paste, wenig Eigenleistung. Aber trotzdem mit jeweils gutem
Ergebniss.
MINT-fächer macht er auch, aber das sei aufwendiger.
Imho ist 20 Tage dennoch zu optimistisch.
Der Interviewte hat sich wohl jeweils 3-4 Monate genommen.
Ghostwriter schrieb:> Aber es ist kein Betrug so ein (Fach-)Buch schreiben zu lassen, um es zu> verkaufen.
Na ja, Urheberrechte und Copyright werden ausgehebelt. Das müssen die
Ghostwriter mit sich abmachen, dass sie nicht einmal genannt werden und
ihnen weitere Rechte aus ihrem Werk verwehrt werden.
Auf der anderen Seite, sich selber als Fachbuchautor ausgeben, wenn man
das Fachbuch nicht geschrieben hat, bleibt für mich moralisch
fragwürdig.
> Aber stimmt dabei die Qualität?
Du willst dich in zumindest moralisch fragwürdige Gefilde begeben? Du
fragst vorher, ob die Leute, die dir diese moralisch fragwürdigen
Dienstleistungen anbieten, Ehrenmänner - und -frauen sind? Leute, auf
deren Wort man sich 100%ig verlassen kann? Na du bist aber optimistisch.
Jack schrieb:> Auf der anderen Seite, sich selber als Fachbuchautor ausgeben, wenn man> das Fachbuch nicht geschrieben hat, bleibt für mich moralisch> fragwürdig.
Da gibt z.Z. einen schönen Film im Kino
"Die Frau des Nobelpreisträgers"
Interessant finden ich bei dem Onlinekalkulator, wie sich der Preis in
Abhängigkeit vom Fachgebiet verhält: Laberfächer sind am billigsten,
Natur- und Ingenieurwissenschaften deutlich teuer, und nur Medizin ist
noch teurer.
Man kann dort durchaus 50 Seiten Laberfachtext in der Qualitätsstufe
"Economy" mit einem Tag Lieferzeit für 17 kEUR erwerben. In der Stufe
"Academic" kostet das dann 22,5 kEUR, und für Mediziner 24,8 kEUR.
Andreas S. schrieb:> Man kann dort durchaus 50 Seiten Laberfachtext in der Qualitätsstufe> "Economy" mit einem Tag Lieferzeit für 17 kEUR erwerben. In der Stufe> "Academic" kostet das dann 22,5 kEUR, und für Mediziner 24,8 kEUR.
Stimmt. D. h. immerhin 365 Bachelorabschlüsse in nur einem Jahr.
Ghostwriter schrieb:> Stimmt. D. h. immerhin 365 Bachelorabschlüsse in nur einem Jahr.
Du fauler Sack kannst nicht mal eine Arbeit verfassen, aber dem
Ghostwriter gestehst du weder Wochenende noch Urlaub zu?
Deine Eltern hätten besser ein Kondom benutzt.
> Bei der Recherche nach Ghostwriter (für ein eBook) sind mir die relativ> niedrigen Preise und kurzen Bearbeitungszeiten aufgefallen. Für eine> Masterarbeit mit 60 Seiten entstehen Kosten um die 6.000 € und fertig> ist sie nach 20 Tagen.
Macht pro Tag 300 € oder pro Seite 100 € ...
Ist natürlich eine menge Kohle in der heutigen Zeit !!!
Das sind natuerlich keine Schreiber, sondern Meister. Man muss von dem
betreffenden Fach eine sehr gute Ahnung haben. Und sich immer updaten.
Die Arbeit darf nicht zu gut sein, sondern passabel. Sonst faellt die
Person zu auf, und wird zu Vortraegen eingeladen. Aber in einem
guenstigen Paradies zu wohnen und Ghostwriting als Betaetigung zu haben
ist ein interessante Sache.
Vielleicht als Fachmann mit Reviewer Qualitaeten, dessen Auftraege
stagnierten.
Wir hatten kuerzlich hier einen Kandidaten. Der hatte einen Fachvortrag
fuer eine Anstellung. Bei der anschliessenden "Roestung" kam dann raus,
dass er eigentlich keine Ahnung hatte. Der Vortrag war gut. Wie auch
immer das geht, die Themenpunkte interessant zu beleuchten, und keine
Frage richtig beantworten zu koennen .. wir nahmen ihn dann nicht.
Ein erfahrener Ingenieur, der sowas routiniert macht, sollte das
hinbekommen.
Die Referenz ist ja jemand, der gerade das Studium gemacht hat und keine
Berufserfahrung hat.
Gruß
Axel
Das ist auch einfach Übungssache. Wer dauernd irgendeie Thesis schreibt
bekommt Routine und wird immer schneller.
Und da wird ja eben auch viel kopiert. Weil die sich nichts selber
ausdenken.
Ghostwriter schrieb:> Warum ist Ghostwriting so preisgündtig?> Kosten um die 6.000 €
Preisgünstig ?
Ich glaube nicht, daß am Ende meines Studiums 6000 auf dem Konto waren.
Mann bin ich froh, so einfach 6000 gespart zu haben,
in dem ich meine Arbeit selbst schrieb.
Wer ist so blöd, dafür Geld zu zahlen ?
Das müssen doch die Dümmsten der Dummen sein,
die die Kohle vom Papa in den Allerwertesten geblasen kommen.
> Wer ist so blöd, dafür Geld zu zahlen ?> Das müssen doch die Dümmsten der Dummen sein,> die die Kohle vom Papa in den Allerwertesten geblasen kommen.
Im Endeffekt SPART man Lebenszeit , Drecksarbeit , wobei man eh nichts
lernen kann delegiert man dem Pöbel , die auf das Geld angewiesen sind ,
so einfach ist das ...
Wie kann man denn sich seine Abschlussarbeit bitte von einem anderen
schreiben lassen? Man ist doch für den Rest seines Lebens erpressbar. Es
sei denn, man führt ein 0815 Leben danach, wo man nicht groß irgendwo
herauskommt und keine große Karriere macht.
MfG
> Wie kann man denn sich seine Abschlussarbeit bitte von einem anderen> schreiben lassen?
Spart Lebenszeit ...
Meistens lernt bei einer Abschlussarbeit eh nichts !!!
@ Dipl Ing ( FH )
@ Wissender
Ihr habt eure Arbeiten auch bestimmt schreiben lassen oder? So wie ihr
dieses Forum zu müllt, würde es mich nicht wundern. Ihr seid bestimmt
richtige Bologna-Spastis.
> Autor: Ghostwriter (Gast)> Datum: 08.03.2019 14:08> Für eine Masterarbeit mit 60 Seiten
Meine Diplomarbeit hatte 250 Seiten. 60 Seiten war bei uns bestenfalls
ein Referat !
T. K. schrieb:> @ Dipl Ing ( FH )> @ Wissender>> Ihr habt eure Arbeiten auch bestimmt schreiben lassen oder? So wie ihr> dieses Forum zu müllt, würde es mich nicht wundern. Ihr seid bestimmt> richtige Bologna-Spastis.
Das Kürzel ( FH ) hat ihn als Bologna-Spasti bereits ausgezeichnet..
Harald W. schrieb:> Zocker_55 schrieb:>>> Meine Diplomarbeit hatte 250 Seiten. 60 Seiten war bei uns bestenfalls>> ein Referat !>> ...und das dauerte dann wieviele Stunden?
5 Tage
Ghostwriter schrieb:> Harald W. schrieb:>> Zocker_55 schrieb:>>>>> Meine Diplomarbeit hatte 250 Seiten. 60 Seiten war bei uns bestenfalls>>> ein Referat !>>>> ...und das dauerte dann wieviele Stunden?>> 5 Tage
Warum antwortet jetzt Ghostwriter wenn Zocker_55 gefragt wurde,
kommt ihr beim dauernden schummeln
schon mit euren NickNames durcheinander ?
Zocker_55 schrieb:>> Autor: Ghostwriter (Gast)>> Datum: 08.03.2019 14:08>>> Für eine Masterarbeit mit 60 Seiten>> Meine Diplomarbeit hatte 250 Seiten. 60 Seiten war bei uns bestenfalls> ein Referat !
Naja, auf den Inhalt kommt es an!
Es gibt auch 500 Seiten Diplomarbeiten die nur aus heißer Luft bestehen
und 30 Seiten Arbeiten, die alles kompakt auf den Punkt bringen.
Klasse statt Masse!
Kenne aus meiner Studienzeit auch Arbeiten, richtig dicke Arbeiten,
Inhalt Gefasel und kurze "Referate", kurz kompakt, auf den Punkt, kein
Gefasel.
500 Seiten - 3,5
30 Seiten - 1,0 - wohl zu Recht!
Zur einer Masterarbeit gehört wohl wie beim Diplom eine mündliche
Prüfung, oder?
Wenn ich nicht weiß, wie ich auf dies oder das gekommen bin, das nicht
lupenrein erklären kann, wird es peinlich.
Eine Doktorarbeit kann auch zu 70% kopiert sein, unter der Verwendung
von Quellen, wenn die restlichen 30% von mir sind und den
wissenschaftlichen Ansprüchen genügen, ist das doch völlig OK.
> Wie kann man denn sich seine Abschlussarbeit bitte von einem anderen
schreiben lassen? Man ist doch für den Rest seines Lebens erpressbar.
Diese Leute werden eh nie auf diesem Beruf arbeiten, sondern irgendwo,
irgendwas, wo so eine Ausbildung was hergibt. zB Politiker ...
Zitronen F. schrieb:> Diese Leute werden eh nie auf diesem Beruf arbeiten, sondern irgendwo,> irgendwas, wo so eine Ausbildung was hergibt. zB Politiker ...
Als Politiker? Da, wo der Schwindel erst recht aufliegen wird. Ja dann
sollen die das mal machen :)
Hallo T. K.
T. K. schrieb:> Als Politiker? Da, wo der Schwindel erst recht aufliegen wird. Ja dann> sollen die das mal machen :)
Irgendjemand hat mal gesagt, dass nur Leute, die von einander Abhängig
sind (Seilschaften) so richtig Karriere machen.
Nicht nur in der Politik, auch in der Wirtschaft.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Ghostwriter schrieb:>>> 60 Seiten war bei uns bestenfalls ein Referat !>> ...und das dauerte dann wieviele Stunden?> 5 Tage
...und wer hört sich ein Referat an, welches 5 Tage dauert?
Rick M. schrieb:> Zur einer Masterarbeit gehört wohl wie beim Diplom eine mündliche> Prüfung, oder?>> Wenn ich nicht weiß, wie ich auf dies oder das gekommen bin, das nicht> lupenrein erklären kann, wird es peinlich.
Nicht wirklich. Es wird (jedenfalls hier in der Informatik) nur eine
(~30 min) Präsentation der Ergebnisse mit anschließender Diskussion
gefordert. Eine echte Prüfung im Sinne einer Diplomprüfung gibt es
nicht. Sofern man also grob Ahnung von der Materie hat (und mal seine
"eigene" Arbeit gelesen hat) wäre das wohl kaum ein Problem damit
durchzukommen.
Insbesondere da die Präsentation in der Regel vor der Abgabe der Arbeit
stattfindet, wodurch zu diesem Zeitpunkt außer dem Studenten eh niemand
weiß woraus die eigentliche Arbeit besteht. Die anschließende Diskussion
ist daher meist auch eher auf einfache Rückfragen (z.B. "Tolles System.
Wie schnell ist das ganze") beschränkt, von denen man bei vielen auch
sinngemäß mit "War nicht Teil der Arbeit" antworten kann.
Die mündliche Präsentation einer Diplomarbeit ist ja so oberflächlich
und vereinfacht dargestellt, dass sich die eigentliche Arbeit die
dahinter steckt gar nicht erahnen lässt. Die Präsentation dient doch nur
dazu, dass der Absolvent auch mal vor einer Gruppe sprechen muss.
Deshalb ist auch gewünscht, dass das Thema so vorgetragen wird, dass
dies auch absolute Laien verstehen. Sozusagen eine Vorübung für spätere
Präsentationen im Berufsleben.
Ich mache mir doch die Hände nicht schmutzig. Das kann doch jemand
anders für mich machen. Ist doch eh bloss kleinteilige Fleissarbeit, das
kann jeder.
Ich überblicke hingegen das grosse Ganze, da trennt sich die Spreu vom
Weizen.
> @ Dipl Ing ( FH )> @ Wissender> Ihr habt eure Arbeiten auch bestimmt schreiben lassen oder? So wie ihr> dieses Forum zu müllt, würde es mich nicht wundern. Ihr seid bestimmt> richtige Bologna-Spastis.
Habe es selbst geschrieben , waren um die 25 Seiten ...
Einstein hatte um die 20 wenn ich es richtig gehört habe !
Zocker_55 schrieb:> Meine Diplomarbeit hatte 250 Seiten. 60 Seiten war bei uns bestenfalls> ein Referat !
Alles über 100 Seiten guckt sich der Prof eh nich an!
Marek N. schrieb:> Zocker_55 schrieb:>> Meine Diplomarbeit hatte 250 Seiten. 60 Seiten war bei uns bestenfalls>> ein Referat !>> Alles über 100 Seiten guckt sich der Prof eh nich an!
Der Prof guckt sich keine Arbeit richtig an...
Ghostwriter schrieb:> Bei der Recherche nach Ghostwriter (für ein eBook) sind mir die> relativ> niedrigen Preise und kurzen Bearbeitungszeiten aufgefallen. Für eine> Masterarbeit mit 60 Seiten entstehen Kosten um die 6.000 € und fertig> ist sie nach 20 Tagen.>> https://ghostwriter.de/preise>> Wie geht das? Wie kann man eine Masterarbeit in 20 Tagen schreiben?>> Irgendwo muss da ein Haken sein. OK, selbst wenn man in dem Thema drin> steckt, könnten es 3 Monat statt 6 werden, aber 20 Tage? Da müssen ja> Superhelden arbeiten.
Was ist daran denn bitte günstig? Dass das so schnell geht ist auch klar
- c&p
Bei uns haben sie (Bachelor) auch ein paar richtig auseinandergenommen.
Da haben Sie gemerkt das die ihre eigenen Arbeiten nicht verstehen …
größtenteils haben sich die Leute da aber auch nur in Teilen grenzwertig
helfen lassen, Kommilitonen/Firmenbetreuer.
Wenn man sich so manchen Bewerber und seine Noten anschaut, scheint das
aber nicht an allen Hochschulen so zu laufen.
Absolventen meiner Hochschule erkennt man zumindest in der Regel, da
schlecht bewertete Verteidigung.
Wer hier eine 4.0 hat oder in der Abschlussarbeit 2,0 und schlechter
dann kann man die Detail Noten raussuchen -> es gab Zweifel am
eigenständigen verfassen der Arbeit. Einen Kommilitonen haben Sie sogar
mal durchfallen lassen, das passiert aber glaube echt selten.
Wumpe schrieb:> Absolventen meiner Hochschule erkennt man zumindest in der Regel, da> schlecht bewertete Verteidigung.
Sind die Noten denn im Zeugnis einzeln aufgeführt? Auf meinem Bachelor
und Masterzeugnis ist jeweils nur die Gesamtnote für die Prüfung (Arbeit
+ Präsentation) aufgeführt. Eine Einzelnote für die Präsentation gabs
auch nie.
Name H. schrieb:> Wir hatten kuerzlich hier einen Kandidaten. Der hatte einen Fachvortrag> fuer eine Anstellung. Bei der anschliessenden "Roestung" kam dann raus,> dass er eigentlich keine Ahnung hatte. Der Vortrag war gut. Wie auch> immer das geht, die Themenpunkte interessant zu beleuchten, und keine> Frage richtig beantworten zu koennen .. wir nahmen ihn dann nicht.
Vielleicht wollte er auch einfach nicht in eurer Bude schuften.
Eure Fachvorträge und assessment center könnt ihr euch sonst wo
hinschieben. Nicht einen Bewerber habt ihr verdient.
> Autor: Msd (Gast)> Datum: 18.03.2019 10:20> Vielleicht wollte er auch einfach nicht in eurer Bude schuften.> Eure Fachvorträge und assessment center könnt ihr euch sonst wo> hinschieben. Nicht einen Bewerber habt ihr verdient.
Sehe ich auch so.
Ich würde doch eine derartige Kinderei nicht mitmachen.
Möglicherweise denken da andere genau so.
Wenn ich nur den Mist sehe das Firmen ein Bewerberportal haben. Die
Kinderei macht auch nicht jeder mit. Und da wundern die sich wenn sie
keine Bewerbungen bekommen.
Dipl Ing ( FH ) schrieb:>> Wer ist so blöd, dafür Geld zu zahlen ?>> Das müssen doch die Dümmsten der Dummen sein,>> die die Kohle vom Papa in den Allerwertesten geblasen kommen.>> Im Endeffekt SPART man Lebenszeit , Drecksarbeit , wobei man eh nichts> lernen kann delegiert man dem Pöbel , die auf das Geld angewiesen sind ,> so einfach ist das ...
So sieht es überspitzt aus. Man könnte noch weiter gehen und fragen,
warum er den so viel Geld in sein Studium investiert, wenn er danach
auch keine Job-Garantie hat?!
@Thomas1
ja das stimmt schon, allerdings gibt es auch seriöse Anbieter
https://business-and-science.de/bachelorarbeit-schreiben-lassen/
Oh man, jetzt sind's nur noch Bachelor Arbeiten (früher: Vordiplom) und
die werden dann noch nicht mal selbst gemacht. Für
geisteswissenschaftliches Ghostwriting wäre mir aber das Geld zu schade.
Da hat man doch schnell selbst was zusammengestrullert.
Die klassische Bachelor/Masterarbeit hat sowieo im Fach Informatik
FH/Uni nichts verloren. Also ruhig machen, interessiert später sowieso
niemanden mehr.
Ich habe meine Bachelorarbeit inzwischen entsorgt, hab an der aber auch
nur eine Woche geschrieben und total dahingerotzt und ne 1 bekommen. Was
die definitiv nicht wert war.....
T. K. schrieb:> Man ist doch für den Rest seines Lebens erpressbar. Es> sei denn, man führt ein 0815 Leben danach, wo man nicht groß irgendwo> herauskommt und keine große Karriere macht.
Wie das denn? Bei Akademischen Titeln: ja, bei einer Diplomarbeit: Nein,
da gibts Verjährungsfristen. (ich meine mal 10 Jahre gelesen zu haben,
in meinem Fall vermutlich noch deutlich weniger, da die Hochschule meine
abgegebene DA bereits nach 5 Jahren dem Reißwolf zum fressen vorwarf.
Der Laboringenieur wollte ein Detail nachlesen und musste mich direkt
kontaktieren, um meine Version bekommen zu können)
Zocker_55 schrieb:> Meine Diplomarbeit hatte 250 Seiten. 60 Seiten war bei uns bestenfalls> ein Referat !
Die hätte man nichtmal angenommen. Es gab eine Bandbreitenvorgabe für
die Seitenzahl, exklusive Anhänge und Erläuterungen. Schließlich müssen
sich das Machwerk 2 Prüfer durchlesen, was soll da bei 250 Seiten noch
hängen bleiben? (Esseidenn, es sind 200 Bilderseiten darunter, dann
könnte es wiederum hinkommen, währe dennoch nicht Statthaft gewesen.
Aber evtl waren Prüfungsordnungen hier früher nicht so beschränkend.)
Wumpe schrieb:> Einen Kommilitonen haben Sie sogar> mal durchfallen lassen, das passiert aber glaube echt selten.
Das kann imho nur passieren, wenn man überhaupt nicht zur Verteidigung
erscheint. Bloße Anwesenheit dürfte ja schon einer 4 entsprechen, wenn
die Begrüßung formal richtig war. Aber selbst wenn: üblich ist in den
Studienordnungen festgelegt, daß es eine Wiederhohlfrist gibt, wenn die
Abschlussarbeit nicht bestanden wurde. D.h. man hat dann noch einen 2.
Versuch. Wenn man den aber auch verranzt, nunja, dann hat man einiges an
Lebenszeit verschwendet, zumindest aus der Sicht, daß man einige Zeit
dem Arbeitsmarkt fern blieb. Es gibt aber Lebensmodelle, die andere
Prioritäten haben. Ob die sich dann ohne Reue bis zur Rente durchziehen
lassen ist von der Einzelperson abhängig.
Christian B. schrieb:> T. K. schrieb:>> Man ist doch für den Rest seines Lebens erpressbar. Es>> sei denn, man führt ein 0815 Leben danach, wo man nicht groß irgendwo>> herauskommt und keine große Karriere macht.>> Wie das denn? Bei Akademischen Titeln: ja, bei einer Diplomarbeit: Nein,> da gibts Verjährungsfristen.
Falsch, Urkunden wie das Diplom können auch nach Jahrzehnten entzogen
resp. aberkannt werden. Was ja auch selbstverständlich ist, weil aus
einem falschen Ingenieur (nicht nachgewiesenen Quali) nicht allein übers
Graswachsen ein richtiger werden kann.
bei der Uni Tübingen gilt z.B. folgendes:
§ 25 Ungültigkeit der Diplom-Vorprüfung und der Diplomprüfung
(1) Hat der Kandidat bei einer Prüfung getäuscht und wird diese Tatsache
erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so kann der
Prüfungsausschuss nachträglich die Noten für diejenigen
Prüfungsleistungen, bei deren Erbringung der Kandidat getäuscht hat,
entsprechend berichtigen und die Prüfung ganz oder teilweise für nicht
bestanden erklären.
(2) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Prüfung nicht
erfüllt, ohne dass der Kandidat hierüber täuschen wollte, und wird diese
Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so wird
dieser Mangel durch das Bestehen der Prüfung geheilt. Hat der Kandidat
die Zulassung vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, so entscheidet der
Prüfungsausschuss unter Beachtung der allgemeinen verwaltungsrechtlichen
Grundsätze über die Rücknahme rechtswidriger Verwaltungsakte.
(3) Dem Kandidaten ist vor einer Entscheidung Gelegenheit zur Äußerung
zu geben.
(4) Das unrichtige Prüfungszeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls
ein neues zu erteilen. Mit dem unrichtigen Prüfungszeugnis ist auch die
Diplomurkunde einzuziehen, wenn die Prüfung aufgrund einer Täuschung für
nicht bestanden erklärt worden ist.
(5) Eine Entscheidung nach Absatz 1 und Absatz 2 Satz 2 ist nach einer
Frist von fünf Jahren ab dem Datum des Prüfungszeugnisses
ausgeschlossen.
§ 26 Aberkennung des Diplomgrades
Die Entziehung des akademischen Diplomgrades richtet sich nach den
gesetzlichen Bestimmungen.
Welche das aber nun sind, bin ich jetzt zu faul herauszufinden.
p.s.: Quelle vergessen ghttps://uni-tuebingen.de/jp/34542
Die TUM Studienordnung ist da ähnlich:
§ 27
Ungültigkeit von Prüfungen
[...]
(3) 1
Ist das Nichtbestehen der Prüfung festgestellt, so ist das unrichtige
Prüfungszeugnis
einzuziehen. 2Eine Entscheidung nach Abs. 1 und Abs. 2 Satz 2 ist nach
Ablauf von fünf
Jahren ab dem Datum des Prüfungszeugnisses ausgeschlossen.
Bei der ganzen Plagiats- und Ghostwriterdiskussion fällt ein Aspekt
meist unter den Tisch: Wer hat die Arbeit betreut, warum ist dieser
Person nichts aufgefallen? Ich setze mich mit meinen Studenten zusammen,
dann will ich wissen, was ist gemacht worden, woran wird gerade
gearbeitet, wie geht es weiter?
Wenn die Arbeit dann da ist, frage ich nach, wie manche Punkte im Detail
funktionieren, warum Lösung A und nicht Lösung B gewählt wurde etc. Wenn
ich da nicht ordentlich diskutieren kann, müssen doch die Alarmglocken
angehen.
Software zur Plagiatserkennung mag ja schön sein, funktioniert aber auch
nicht perfekt und bei Ghostwritern vermutlich schon mal gar nicht. Ich
halte nicht viel davon, gesellschaftliche Probleme mit technischen
Mitteln erschlagen zu wollen.
Wenn ein Student eine Abschlussarbeit abgeben kann, die gar nicht von
ihm geschrieben wurde, und das fällt nicht auf, dann hat der Betreuer
seinen Job nicht gemacht.
Zur Geschwindigkeit der Ghostwriter: Ich denke, das sind alles Leute die
in diesem Fall tiefgreifende Erfahrungen haben, ggf. inklusive Promotion
und daher das Schreiben gewohnt sind. Dazu kommt, dass es nicht zu
perfekt sein sollte, eine BA auf PhD Niveau könnte auffallen.
Johannes O. schrieb:> Software zur Plagiatserkennung mag ja schön sein, funktioniert aber auch> nicht perfekt und bei Ghostwritern vermutlich schon mal gar nicht. Ich> halte nicht viel davon, gesellschaftliche Probleme mit technischen> Mitteln erschlagen zu wollen.
Das funktioniert nur im MINT Umfeld nicht. Bei den ganzen
Geisteswissenschaftlern, Jura usw. geht das gut. Weil die tatsächlich
hergehen und aus 3 Büchern eine Doktorarbeit machen.
Eine MINT Arbeit funktioniert aber so nicht. Weil da meist ein Projekt
dahinter steht, und die Arbeit selbst nur die Doku dazu. Da kann man
vielleicht mal nen schlauen Absatz zu irgendwas allgemeinem klauen, aber
sicher nicht den Großteil der Arbeit.
Man muss sich ja nur mal die Fachbereiche anschauen in denen die ganzen
Plagiate vor einiger Zeit gefunden wurden. (Guttenplag, Vroniplag usw.)
Cyblord -. schrieb:> Man muss sich ja nur mal die Fachbereiche anschauen in denen die ganzen> Plagiate vor einiger Zeit gefunden wurden. (Guttenplag, Vroniplag usw.)
Ach ja, Uni Bayreuth. Gegründet Ende der 60er, damit die bairischen
Herrensöhnchen nicht an einer dieser Universitäten studieren mussten, wo
sie mit kommunistischen Ideen wie Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat
verseucht worden wären.
Dafür hat der Laden zunächst ganz begeistert damit geworben, dass Gutti
dort fast zehn Jahre lang Jura studiert hat. Muss schön gewesen sein ...
Dumm nur, dass der Ghostwriter nicht gerade zur ersten
Garde gezählt haben dürfte. Wurde hier an der falschen Stelle gespart?
Andererseits: Eine Uni, an der man mit einem Langzitat aus einer
Publikumszeitung promoviert wird? Na, Glückwunsch, Du Land der Bayern!