Abschätzung Einschaltdauer Motor

OP #5765119
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Seit einiger Zeit braue ich ein bisschen Bier, nach anfänglichen 
Misserfolgen  funktioniert das jetzt sehr gut.
Die Sache soll auch nicht automatisiert werden, aber einen Maischerührer 
brauch ich auf jeden Fall - so witzig ist das nicht wie Miraculix 
60-70min den Kessel zu rühren.
Da kommen 5kg Malz und 15l Wasser rein, quillt nicht sehr auf und bleibt 
rel. flüssig  und lässt sich dementsprechend rel. leicht rühren.
Ich habe hier noch einen Getriebemotor aus einem Garagentorantrieb 
liegen, der mir ganz gut geeignet scheint:
http://nidec-ma.de/en/productlist.html?command=getDatasheetPdf&productId=931&languageId=364
Komischerweise steht auf meinem Motor 44U/min, nicht 22 wie im 
Datenblatt, aber das schaue ich mir morgen an. 22 Umdrehungen würden 
wahrscheinlich aber auch genügen.
Was mir Sorgen macht: S3, 10% ED. Was schätzt ihr bis wieviel % Leistung 
so ein Ding 1h am  Stück (was ja eigentlich schon Dauerbetrieb ist) 
laufen kann ohne zu warm zu werden? Die Last müsste eigentlich deutlich 
kleiner sein als am Torantrieb, aber da kann man sich auch gewaltig 
vertun...
Um den Motor selbst wäre es nicht schade, aber den Aufbau auf den 
Maischbehälter will ich mir aus Edelstahl samt Bohrungen schneiden 
lassen und nach Möglichkeit daran dann nicht mehr rumbasteln.
Wahrscheinlich hilft aber eh nur ein einfacher Probeaufbau.
Gast #5765158
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Auch wenn das jetzt in eine andere Richtung geht, würde ich doch zu
Bedenken geben, dass irgend wann die Gärung eintritt und der Zucker
in Alkohol umgewandelt wird und das müsste man auch riechen.
Soll heißen, dein Rührerantrieb sollte Ex-geschützt sein und
das kann so ein Garagentürantriebsmotor, vermutlich mit Kohlebürsten
nicht erfüllen, es sei denn, man kann Antrieb und Bottich räumlich
trennen und belüften.

Was die ED angeht, kann man von 100% bei Nennlast ausgehen.
Kann man die Belastung unter 10% (10% vom Vollaststrom) drücken,
kann der Motor permanent laufen. Man muss eben nur wissen
für welche Volllast der Motor gebaut ist. Eine Garagentor läuft
nur wenig und daher ist das auch kein Problem. Ist halt eine
Frage der Kühlung. Irrtum vorbehalten.
Gast #5765168
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Dr. Who schrieb:
> Kann man die Belastung unter 10% (10% vom Vollaststrom) drücken,
> kann der Motor permanent laufen.

Das ist nicht korrekt!


Den Motor kannst Du dafür nicht einsetzen.
S3 10% ED, bedeutet, dass nach einer Minute Betrieb 9 Minuten Pause 
folgen müssen/sollen.

Der Motor wird dir abrauchen.

S3 = Aussetzbetrieb ohne Einfluss des Anlaufens auf die Temperatur
Gast #5765183
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H.Joachim S. schrieb:
> 10% Leistung wäre natürlich etwas dünne - aber kann man das so einfach
> rechnen?

Nein, das kann man so nicht rechnen.

Du kannst das Problem einfacher lösen in dem Du dir vom Schrottplatz 
einen Scheibenwischermotor besorgst. Die sind auf jeden Fall für 
Dauerbetrieb ausgelegt.
Gast #5765201
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H.Joachim S. schrieb:
> Was mir Sorgen macht: S3, 10% ED. Was schätzt ihr bis wieviel % Leistung
> so ein Ding 1h am  Stück (was ja eigentlich schon Dauerbetrieb ist)
> laufen kann ohne zu warm zu werden

Warm wird er immer, du meinst ohne zu überhitzen.

Solche Garagentormotore sind üblicherweise Scheibenwischermotoren, und 
die taugen schon für längeren Betrieb.

12V 4A sind 48W, aber 4.1W steht drauf. S3 heisst 60 Sekunden ein, 540 
Sekunden aus.
Will man ihn im Dauerlauf, darf man ihn nur zu 32% (I^2*R) belasten, 
also so dass er nicht mehr als 1.3A aufnimmt.

Dann taugt das schon als Maischerührer, aber Gesamtbetriebslebensdauer 
nur einige hundert  Stunden.
OP #5765211
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MaWin schrieb:
> Warm wird er immer, du meinst ohne zu überhitzen.

Deswegen schrieb ich ja: ohne ZU warm zu werden:-)

Dann werde ich mal mit dem Rührlöffel selbst anfangen und schauen, wo 
die Stromaufnahme liegt, empirische Forschung :-)
Rein aus dem Bauch heraus müsste der Motor genügen. Und ein paar hundert 
Betriebsstunden wäre mehr als genug. Im Moment setzen wir alle 2 Wochen 
einen Topf auf, macht also etwa 25h im Jahr. Mehr wird es auch nicht 
werden.
Gast #5768552
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H.Joachim S. schrieb:
> Dann werde ich mal mit dem Rührlöffel selbst anfangen und schauen, wo
> die Stromaufnahme liegt, empirische Forschung :-)
> Rein aus dem Bauch heraus müsste der Motor genügen. Und ein paar hundert
> Betriebsstunden wäre mehr als genug. Im Moment setzen wir alle 2 Wochen
> einen Topf auf, macht also etwa 25h im Jahr. Mehr wird es auch nicht
> werden.

Montiere den Löffel doch irgendwie auf die Motorachse und lass das
ganze im Sud laufen, so wie du dir das gedacht hast.
Je nach dem, wie viel Strom der Motor DANN im Dauerbetrieb zieht,
kann man auch das erforderliche Drehmoment und die Leistung berechnen,
sofern der Motor nicht von Anfang an überlastet oder blockiert ist.
Die Drehzahl sollte man auch messen. 60U/min, also 1U/sek. kann
schon zu schnell sein. ein weitere Getriebeüberstzung wie bei
einem Fahrrad könnte hilfreich sein.
Ob der Motor für die vielen ED-Thesen geeignet ist, kann man nur
ausprobieren. Wenn das Motorgehäuse zu heiß wird, nagt man schnell
an der Lebensdauer.
Was die Rührmethode angeht, gibts sicher ne Menge Lösungen.
Löffel, Gabel, Haken, Harfe, Besen, Schnecke...usw.
Das ließe sich sicher endlos weiter austüfteln.

H.Joachim S. schrieb:
> Da gärt noch gar nichts, Hefe kommt erst später (nach
> Filtrierung+Abkühlung) dazu.

Dann vergiss meinen Einwand. Da fehlt mir die Erfahrung.

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