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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik DC/DC Converter TEN8


Autor: bastler1 (Gast)
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Hallo!

Ich wollte für eine Schaltung einen DC/DC Converter der Firma Traco 
verwenden. Es handelt sich um den TEN8-1222. Dieser schafft laut 
Datenblatt bei einem Eingangsspannungsbereich von 9V-18V eine 
Ausgangsspannung von +/- 12V mit je 335mA.

Mein Problem ist folgendes:

Wenn ich bereits mit 1kohm die zB. +12V belaste, bricht die Spannung 
schon um knapp 100mV ein. Als Versogung für die Eingangsseite habe ich 
ein linear geregeltes Netzgerät sowie eine 12V Bleibatterie getestet. 
Ohne einer Last beträgt die Ausgangsspannung 11,95V.

Hat jemand schon Erfahrungen mit dem Converter oder dieser Serie sammeln 
können? Übersehe ich etwas grundlegendes?

Würde mich über weitere Tipps freuen.

Mit freundlichen Grüßen,

bastler1

Autor: Roland E. (roland0815)
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Belaste den doch mal mit mehr als 12mA.

Ansonsten darf er 1% bei symmetrischer Belastung und 5% bei 
unsymmitrischer Belastung abweichen.

Autor: bastler1 (Gast)
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Danke Roland für die schnelle Antwort.

Ich habe ihn jetzt einmal symmetrisch und einmal wieder unsymmetrisch 
jedoch mit einer größeren Last betrieben.

Beim unsymmetrischen Test mit einem Laststrom von ca. 100 mA schwankte 
die Spannung im Bereich von 11,05 bis 11,13V, jedoch ergänzte ich noch 
10µF Kondensatoren an den Ausgängen.

Bei der symmetrischen Belastung war das Ergebnis deutlich besser. Die 
+/- 12V wurden mit jeweils ca 100mA belastet. Die Ausgangsspannung blieb 
im Bereich von 11,71V.

Grundsätzlich sind keine weiteren Kondensatoren nötig für einen stabilen 
Betrieb, oder?

Sind solche Converter grundsätzlich nicht so stabil oder gibt es hierfür 
noch weitere erforderlichen Maßnahmen?

LG bastler1

Autor: hk_book (Gast)
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Autor: hk_book (Gast)
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Der Link funktioniert nicht richtig: suche nach TEN 8WI Application.

Autor: Roland E. (roland0815)
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Fertige DCDC sind immer ein bisschen eine Wundertüte. Spätestens wenn 
man mit den Dingern ins EMV-Labor muss wird es lustig.

Deine gemessenen Abweichungen sind mbMn zu hoch. Kannst du mal mit nem 
Oszi drauf schauen? Evtl schwingt da was.

Die fertigen Module sind eingangsseitig etwas wählerisch, pack mal 
1000uF oder mehr direkt an die Pins dran.

Autor: my2ct (Gast)
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Autor: bastler1 (Gast)
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Den Ausgang hab ich mir bereits mit dem Oszi angesehen. Der sieht 
relativ gut aus. Keine Schwingungen. Eingangsseitig probierte ich vorher 
bereits Kondensatoren mit ca. 100uF und später mit 680uF. Ich weiß aber 
nicht ob diese C's "Low ESR" Kondensatoren sind. Kann sich ein 
gewöhnlicher C zu einem "Low ESR" sich so auswirken?

Lg bastler1

Autor: Jacko (Gast)
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Das Datenblatt verspricht:

– Input variation  Vin min. to Vin max    0.2 % max.

– Load variation 0 – 100 %
    single output models:  1 % max.
    dual output models:    1 % max. (balanced load)
    5 % max. (Load cross variation 25 % / 100 %)

Man könnte das so verstehen, dass der eine Zweig (+/-) mit
100% Max-Last und der andere Zweig (-/+) mit 25% Max-Last
betrieben wird.

Schaun wir mal:
12 V ohne Last zu 11,9 V mit 1 kOhm als Last sind 0,8333%, also
erlaubt.

11,13 V zu 11,05 V bei unsymmetrischer Belastung sind 0,7%
also auch erlaubt.

Wie das Modul genau funktioniert, ist nicht beschrieben,
aber offensichtlich wird nur EINE der zwei Spannungen optimal
geregelt, die andere hat dann größere Toleranzen.

Zusätzliche Kondensatoren (außer den empfohlenen Glättungs-
bzw. Entstörkondensatoren) helfen dabei prinzipiell NICHT!

Wenn du auf (+) und (-) nur 1% erlauben kannst, ist der
TEN8-1222 wohl nicht die richtige Wahl. Musst du einen (+) und
einen (-) Regler mit je 1% Fehler nehmen.

Autor: Traco Experte (Gast)
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bastler1 schrieb:
> Würde mich über weitere Tipps freuen.

Nimm einen anderen Hersteller.

Autor: bastler1 (Gast)
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Danke für eure Hilfe. Ich werde wahrscheinlich auf zwei voneinander 
getrennte Regler ausweichen.

Lg bastler1

Autor: Roland E. (roland0815)
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Ich weiss ja nicht, was du mit der symmetrischen Spannung vor hast 
(klingt nach OPV), aber du kannst ja einen 24V-typ nehmenn und dir das 
Ergebnis mit präzisen und rauscharmen Linearreglern auf +/-12V stutzen. 
Nein bitte nicht über Effizienz nachdenken.

Alternativ: reduziere deine Amplituden im Messkreis, dass du bei +/-10V 
kein Klipping am OPV bekommst. Fertig.

Alternativ gibt es auch DC/DCs mit Trimmbein, wo man die 
Ausgangsspannung nachregeln kann. Da kannst du auch zwei einzelne 12V 
Typen am Ausgang in Reihe schalten (ich setze hier mal eine so der so 
benötigte galvanische Trennung vorraus, die der TEN8 hat).

Autor: bastler1 (Gast)
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Genau für einen OPV. Das hab ich mir auch schon gedacht mit 
Linearreglern dran.
DCDC Converter mit einem Trimmbein kenne ich nicht. Kannst du mir mal 
ein paar nennen?

Autor: Roland E. (roland0815)
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Auf die Schnelle fallen mit die XP JHM03-06 ein. Es sind wimre einige 
der 4kV-Klasse mit Trimmfunktion im Umlauf. Auch bei Recom und Traco. 
Schae bevorzugt bei den "großen" 2x1Inch Bauformen.

Prinzipiell aber auch hier:
Wenn man bei gekauften Lösungen an Grenzen der Verfübarkeit stößt (wie 
hier), sollte man die Probemstellung hinterfragen.
Ich wage mal zu behaupten: Du brauchst wahrscheinlich gar keine +/- 
Spannung, wenn du eine galvanische Trennung hast.

: Bearbeitet durch User
Autor: Wolfgang (Gast)
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bastler1 schrieb:
> Mein Problem ist folgendes:
>
> Wenn ich bereits mit 1kohm die zB. +12V belaste, bricht die Spannung
> schon um knapp 100mV ein.

bastler1 schrieb:
> Genau für einen OPV.

Was interessiert dich dann, ob die Versorgungsspannung ein bisschen 
kleiner oder größer ist?

Der Parameter Supply-voltage rejection ratio des OP sollte bei 
etlichen Bel liegen.

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