Kühlschrank undicht

OP #5767821
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Guten Morgen,

ich habe einen großen Getränkekühlschrank geschenkt bekommen (Baujahr 
2011), er hatte keine Kühlleistung mehr. Kompressor lief, wurde aber 
scheinbar schon mal getauscht, es sind nämlich Lötstellen an den 
Kompressorleitungen zu sehen. Außerdem ist ein Füllventil montiert. 
Druck war auch noch auf dem System.
Nun habe ich ihn bei einem Bekannten (KFZ-Klima Spezialist) neu füllen 
lassen, Füllmenge war auf dem Typenschild angegeben.
Kühlschrank läuft nun wieder wie eine eins.
Nun zum Problem.
Der Kühlschrank hat an der einen Lötstelle (Verbindung von zwei 
Kupferleitungen am Kompressor) ein Minileck. Mit Lecksuchspray 
nachgewiesen.
Ich hab nun schon versucht mit 2-Komponentenkleber, 
selbstverschweißendes Klebeband, Schlauchschellen, usw. dieses Leck 
abzudichten, aber leider ohne Erfolg.
Im ausgeschalteten Zustand ist das System dicht, sobald er aber etwas 
läuft zeigen sich wieder die Undichtigkeit.

Sieht aus als wären die Leitungen hart verlötet. Ist es möglich hier ein 
wenig nachzulöten ohne vorher das System zu evakuieren, also unter 
Druck? Ich hab mich bis jetzt noch nicht getraut. Kältemittel ist R134a.
Oder ist das zu gefährlich und ich muss das Teil evakuieren lassen, 
löten und wieder neu füllen?

Gruß
Christian
#5767915
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Chris S. schrieb:

> Ist es möglich hier ein wenig nachzulöten ohne vorher
> das System zu evakuieren, also unter Druck? Ich hab mich
> bis jetzt noch nicht getraut. Kältemittel ist R134a.

Da Dein Kältemittel anscheinend unbrennbar ist
(Du solltest sicherheitshalber Deinen Kumpel
fragen) würde ich es einfach mal versuchen.
Allerdings ohne Druck, also nach einer längeren
Stillstandsphase.
#5768061
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Unter Druck Hartloeten geht natuerlich nicht. Daher musst du den Druck 
absenken. Dies macht man durch Kuehlen unter den Siedepunkt des Gases. 
zB mit Trockeneis, oder fluessigem Stickstoff. Das Gaz wird sich an 
diesem kalten Ort sammeln. Welches Volumne willst du nun runterkuehlen ? 
Der Kompressor geht nicht. Der ist nach dem auftauen kaputt, haette ich 
gesagt. Obwohl, solange das Gas noch fluessig ist, was es bei Trockeis 
sein wird...

Und alternativ, zurueck in die Flasche, hartloeten und neu befuellen.
#5768433
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Du musst doch nun sowieso erneut eine Befüllung vornehmen lassen.
Wegen dem Leck stimmt die Füllmenge eh nicht mehr.
Kühlmittel wieder raus, Leck weichlöten neu befüllen.
Soweit ich weiß, ist im Kompressor aber auch eine Ölfüllung die sich mit 
dem Kältemittel vermischt.
Muss das nicht auch kontrolliert werden?
(Firma: Funkenflug Industries) #5768962
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Der Teo hat wieder richtig Ahnung. :D

Na klar ist noch eine ganze Menge Öl in der Kapsel. Deswegen sind solche 
Arbeiten auch so umfangreich und nicht in 5 Minuten erledigt.

Also das Kältemittel muß zuerst raus und dann sollte unter 
Schutzgas-Spülung (z.B. Stickstoff) hart nachgelötet werden, damit sich 
keine Lötrückstände an der Innenwand der Rohre bilden. Wenn die im 
Kapillarrohr landen, war's das. Dann sollte bei solchen Arbeiten der 
Filtertrockner mitgetauscht werden, das vermeidet Probleme mit 
Feuchtigkeit und Dreck im Kapillarrohr (das kann sonst verstopfen oder 
ggf. innen vereisen). Als nächstes erfolgt eine Dichtheitsprobe (z.B. 
20bar Stickstoff und Lecksuchspray/Blubberwasser) und danach muß das 
System evakuiert werden und die korrekte Menge (ganz wichtig!) R134a 
eingefüllt werden. Da kommst Du sowieso nicht drum herum, wenn ein Teil 
der Füllung bereits entwichen ist. Du weißt ja nicht, wieviel weg und 
wieviel noch drin ist...

Wenn Du unter Druck lötest, bläst Dir das Kältemittel das heiße Lot in 
die Fresse, ich glaube das gibt hässliche Pickel. Also keine gute Idee, 
von der Zersetzung des Kältemittels mal ganz abgesehen.
#5769021
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Chris S. schrieb:
> Ich hab nun schon versucht mit 2-Komponentenkleber,
> selbstverschweißendes Klebeband, Schlauchschellen, usw. dieses Leck
> abzudichten, aber leider ohne Erfolg.

Oje, wie kommt man auf solchen Pfusch ?

> Ist es möglich hier ein
> wenig nachzulöten ohne vorher das System zu evakuieren, also unter
> Druck?

Nein, beim Löten (acuh weichlöten) wird das Lötzinn flüssig und der 
Druck findet erst recht einen Weg raus.

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