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Forum: Haus & Smart Home Neue Heizung oder Reparatur?


Autor: Martin (Gast)
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In meinem Haus (vor 6 Jahren gekauft) werkelt eine in die Jahre 
gekommene Gasheizung, dürfte schon an die 25 Jahre alt sein.

Immerhin ist sie schon außentemperaturabhängig geregelt, laut Kaminfeger 
darf sie also noch drin bleiben, solange die Abgaswerte i.O. sind.

Jetzt hatte sie eine Fehlfunktion und den Brenner immer bis zur 
Maximaltemperatur befeuert, da waren locker mal 85°C im Heizkreis...

Anstatt einer neuen Heizung (5-10 k€) oder eines neuen Steuergeräts (300 
€ gebraucht in der Bucht) habe ich mich für Option C entschieden:
Nachschauen und ggf. selbst reparieren. Kosten: Keine. Ein Relais aus 
der Sammlung hat das alte, defekte Relais ersetzt, das den Brenner 
steuert. Das Problem war, dass dieser einmal ein- aber nie wieder 
ausgeschaltet wurde, da die Kontakte klebten (bis die 
Sicherheitsabschaltung eingegriffen hat).

Interessant finde ich den Materialabtrag von einer Seite und -auftrag 
auf die andere Seite des Kontakts. Scheint ja definitiv vom Löschfunken 
zu kommen. Hängt das mit den Kontaktmaterialien zusammen?

Autor: Udo S. (urschmitt)
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Kenne ich von alten KFZ. Die Unterbrecherkontakte sahen ähnlich aus, nur 
nicht so extrem wie bei dir.
Warum das passiert weiss ich nicht genau, würde aber tippen das es nur 
bei DC passiert und das im Lichtbogen positive Metallionen zum 
negativeren Kontakt wandern.

Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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Schick. Wenn Du mit der Heizung zufrieden bist,
würde ich das Relais tauschen und gut.

Autor: Jens M. (schuchkleisser)
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Interessehalber: mit was hast du die Bilder gemacht?

Autor: Stephan (Gast)
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mit ner richtigen Kamera ? Ja sowas gibts, sogar ohne Telefon drin. :-))

Autor: Martin (Gast)
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Jens M. schrieb:
> Interessehalber: mit was hast du die Bilder gemacht?

Hallo Jens,
die Fotos habe ich mit einem Mikroskop gemacht. Habe auf der Arbeit ein 
Andonstar ADMS302, dazu einen externen Monitor per HMDI angeschlossen. 
Ist 'ne feine Sache ;-)

Gerade auch zum Bestücken von Prototypen. Das Mikroskop hat genug 
Arbeitshöhe, um darunter zu löten. Mit dem Monitor schaut man entspannt 
geradeaus und sieht alles wunderbar groß. Kann es zu diesem Zweck (und 
vor allem für den Preis) vollstens empfehlen.

Autor: Martin (Gast)
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Zwei Anmerkungen noch:
-Das Mikroskop hat einen SD-Kartenslot, womit man "Screenshots" 
speichern kann. Daher kommen die Fotos im Beitrag.

Der Mikroskopier-Tisch ist normalerweise schwarz eloxiertes Alu.
Habe mir zum Bestücken ein Fadenkreuz ausgedruckt und draufgeklebt, 
damit ich die Platine schneller in den Fokus bringen kann. Und damit das 
Mikroskop nicht zerkratzt wird.

Autor: Jens M. (schuchkleisser)
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Stephan schrieb:
> mit ner richtigen Kamera ? Ja sowas gibts, sogar ohne Telefon drin

alter Verwalter, ich lieg hier unter dem Tisch vor Lachen.
Kann man für deine Show noch Karten bekommen?

Martin schrieb:
> Andonstar ADMS302

Danke, genau das wollte ich wissen.
Gibt also doch Leute hier, die einen verstehen und vernünftig antworten.
Ich suche nämlich nach genau so einem Mikroskop.
Hört sich nach einer Kaufempfehlung an?

Autor: oszi40 (Gast)
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Martin schrieb:
> Ein Relais aus der Sammlung hat das alte, defekte Relais ersetzt

War bei Buderus ähnlich. Allerdings habe ich die mickrigen 8A-Kontakte 
gegen Finder-Relais mit 16A getauscht.

Autor: Martin (Gast)
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Jens M. schrieb:
> Ich suche nämlich nach genau so einem Mikroskop.
> Hört sich nach einer Kaufempfehlung an?

Sorry, es heißt ADSM 302 (nicht ADMS).
Ja, ich kann das Mikroskop empfehlen. Verarbeitung und Funktion sind für 
den Preis absolut in Ordnung. Es ist ab ca. 200 € erhältlich, je nach 
Anbieter.

Darunter zu löten ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber das gibt 
sich. Man merkt dann erstmal, wie häßlich die ein oder andere Lötstelle 
an 0402er-Bauteilen tatsächlich aussieht ;-) 0201 hab ich auch schon 
damit gemacht.

oszi40 schrieb:
> War bei Buderus ähnlich. Allerdings habe ich die mickrigen 8A-Kontakte
> gegen Finder-Relais mit 16A getauscht.

Witzig, bei mir ist's auch eine Buderus-Heizung. Da waren zwar schon 
Finder-Relais mit 16A-Kontakten drin, aber das defekte Relais hat 
wahrscheinlich schon an der Million Zyklen gekratzt...
Jetzt mal schauen, ob das Schrack auch 25 Jahre hält ;-)

Autor: wendelsberg (Gast)
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Martin schrieb:
> Darunter zu löten ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber das gibt
> sich.

Ja klar, das raeumliche Sehen fehlt.

wendelsberg

Autor: nachtmix (Gast)
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Martin schrieb:
> Interessant finde ich den Materialabtrag von einer Seite und -auftrag
> auf die andere Seite des Kontakts. Scheint ja definitiv vom Löschfunken
> zu kommen. Hängt das mit den Kontaktmaterialien zusammen?

Da dort ja sicherlich Wechselstrom geschaltet wird, dürfte es 
tatsächlich an unterschiedlichen Kontaktmaterialien liegen.

Bei Gleichstrom gibt es ein ähnliches Phänomen: Der positive Krater.
Nützlich trat der positive Krater bei den Kohlebogenlampen als eine 
nahezu punktförmige Lichtquelle mit extremer Leuchtdichte in 
Erscheinung.
Wegen seiner geringen Abmessungen liess sich das vom positiven Krater 
abgestrahlte Licht mit Linsen oder Hohlspiegeln sehr gut bündeln und 
z.B. für Kinoprojektoren oder Flakscheinwerfer benutzen.

Die Ausbildung des positiven Kraters und seine hohe Temperatur beruht 
darauf, dass die leichten Elektronen sich im elektrischen Feld sehr viel 
schneller bewegen und deshalb beim Einschlag auf der Anode viel mehr 
Energie abgeben, als die viel schwereren und deshalb langsamen positiv 
geladenen Ionen des Lichtbogenplasmas an der Kathode.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlebogenlampe

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