Hallo zusammen,
Ich bin seit 15 Jahre freiberuflich als embedded SW Entwickler tätig,
aber ich finde immer schwieriger neue Stelle zu finden. Was denkt ihr
über die Situation in Deutschland? Ist es schwieriger geworden, als
Freiberufler zu arbeiten? Etwas zu tun mit meine Spezialisierung?
Grüße,
Juan.
Man kann Software Entwicklung halt prima outsourcen. Ist in Deutschland
ja eh nicht besonders lukrativ. Wenn du dann ggf. noch in einem anderen
Teil als Süddeutschland lebst sieht es im Embedded Bereich mal ganz ganz
mau aus und wird immer weniger.
Ich wohne in Süddeutschland, aber hier gibts meistens Automotive. Ich
habe keine Automotive erfahrung und um die Wahrheit zu sagen, ich habe
kein Interesse an der Automobilbranche.
Ich denke embedded software ist heutzutage mehr 'comoditized', aber
Festanstellungen gibt es viele. Viele Unternehmen haben mir gesagt, dass
ein Festanstellung ist OK aber sie wollen nichts von Freiberufler hören.
Ich denke "comoditized" ist das richtige Wort. Was früher mal Fancy war
wird halt irgendwann in einen Standard überführt und mit Interfaces
versehen. Dann kann man es irgendwo von der Stange Kaufen unter
Integrieren ( z.B. Netzwerk oder Bluetooth Stacks). Echte in Embedded
Entwicklung in Deutschland wird grossteils in Automotive Betrieben. Da
haben die grossen die Vorstellung, dass man Architektur hier macht und
Horden von Entwickler Sklaven irgendwo in Osteuropa oder Indien sitzen
hat.
Dann gibt es noch zig kleine Bude, aber die zahlen für Intern und Extern
beschissen.
Ich würde mir sehr gut überlegen, ob du dass wirklich für immer machen
willst. Generell als Freiberufler zu arbeiten ist nicht schwieriger
geworden, aber im Embedded Bereich haben wir hier wenn man Automotive
ausnimmt schon deutlich nachgelassen.
Überleg dir das gut, inbesondere weil du offensichtlich solche Probleme
in einer Zeit hast, die Konjunktur durch Geldfluten der EZB schon völlg
überhitzt ist. Wie sieht es dann erst aus, wenn es allgemein mal
schlechter läuft ?
Dipl Ing ( FH ) schrieb:> Es wird noch viel schlimmer werden. Entwicklung wird demnächst nur noch> in China stattfinden.
Das hört man schon lange. Nur sourcen die Chinesen mittlerweile wegen zu
hoher Gehälter selbst aus. Der TÜV verlangt in Peking für
entwicklungsbegleitende Tätigkeiten wie FMEA, FTA, Audit und Schulungen
mehr Geld als in Deutschland. Das trifft auf vieles zu. Deutschland ist
das Schnäppchenparadies. Mit steigenden Gehältern im Ausland wird es
einfacher für uns.
Dipl Ing ( FH ) schrieb im Beitrag #5770117:
> Das stimmt! Indien und andere Entwicklungsländer stehen auf dem Plan!
Jetzt stell dir vor wie das wird, wenn haufenweise Frischlinge mit kaum
Berufserfahrung und Englischkenntnissen einer völlig anderen Kultur in
Englisch die Anforderungen schreiben sowie den Fortschritt prüfen
sollen. Das gibt noch mehr Blabla-Meetings als bei uns.
Sie lernen zugegeben schnell. Aber ein guter Entwickler wirst du nicht
ohne mindestens ein Projekt abgeschlossen zu haben, besser zwei oder
drei.
Juan S. schrieb:> Ich wohne in Süddeutschland, aber hier gibts meistens Automotive.
Und wieder eine Text-Stelle, bei der man an der Wahrheitstreue des TO
zweifeln muß.
Süddeutschland (Bayern, BW) ist keinesfalls meistens Automotive, sondern
auch Medizintechnik (Forchheim, Fürth, Erlangen, Tuttlingen),
Lasertechnik (München(Puchheim), Oberkochen), Messtechnik (i.e.
Rohde&Schwarz München), Automatisierungstechnik (Nürnberg, Waldkirch),
...
>Viele Unternehmen haben mir gesagt, dass>ein Festanstellung ist OK aber sie wollen nichts von Freiberufler hören.
Und was ist dir als Grund gesagt worden? Hast du überhaupt gefragt? Wohl
nicht, weil sich da alles nach dümmlicher Propaganda-Story eines
missratenen Charakters nach dem Schema "Deutschland geht unter" anhört.
Aus Firmensicht spricht hauptsächlich der Ärger mit der Zollbehörde und
Rentenversicherung wegen "Scheinselbstständigkeit". Gründe 'ne eigene
GbR, besser GmbH und arbeite nicht im Büro des Projektgebers dann schaut
es besser aus. Am allerbesten aus Firmensicht ist es rechtlich gesehen
immer noch als Festangestellter. Deshalb tun sich die
Personalabteilungen mit dieser Gruppe deutlich leichter.
Berufsrevolutionär schrieb:> Und wieder eine Text-Stelle, bei der man an der Wahrheitstreue des TO> zweifeln muß.> Süddeutschland (Bayern, BW) ist keinesfalls meistens Automotive, sondern> auch Medizintechnik (Forchheim, Fürth, Erlangen, Tuttlingen),> Lasertechnik (München(Puchheim), Oberkochen), Messtechnik (i.e.> Rohde&Schwarz München), Automatisierungstechnik (Nürnberg, Waldkirch),> ...>
Ich wohne in München, und hier meistens Embedded Stellenanzeigen sind
nur für Automobilbranche (Autosar).
>>Viele Unternehmen haben mir gesagt, dass>>ein Festanstellung ist OK aber sie wollen nichts von Freiberufler hören.>> Und was ist dir als Grund gesagt worden? Hast du überhaupt gefragt? Wohl> nicht, weil sich da alles nach dümmlicher Propaganda-Story eines> missratenen Charakters nach dem Schema "Deutschland geht unter" anhört.
Oft versuche ich Kaltakquise und alles läuft gut, ein freundliches
Gespräch mit technische Leute, aber dann Personnalabteilung bestehen
darauf, dass nur als Festanstellung können wir weitermachen. Ich habe
nach den Gründen gefragt aber es gabt keine Antwort.
> Embedded SW Engineering als Freiberufler – keine Zukunft mehr?>> Spezialisierung : Embedded Software.
Das ist nun aber ein Witz ... das ist ueber haupt nichts.
Mit einem Arduino eine Led leuchten lassen ? Mit drei Transistoren einen
Ballon aufblasen ?
Moegliche Spezialisierungen waeren :
- Analyse und Design von hochzuverlaessigen Systemen
mit Automotiv-, Space-, Militaer-, Medizinanwendungen.
Mit Risikoanalyse des Systems, nicht nur der Software.
- Zertifizierungsprozesse nach ..
Irgendwas mit Fachwissen, dass dich hervorhebt fuer spezialle
Anwendungen.
Dipl Ing ( FH ) schrieb:> Warum werden meine Beiträge gelöscht?
Weil sie durch die Bank unpassend und meist provokant sind? An der
Stelle sei den Mods herzlich gedankt, das meine ich ernst!
Meines Erachtens gehoert Embedded Hardware sowieso dazu. Nur die
Software betrachte ich als richtung wertlos. Dann benoetigt man ein
"fehlerhaftes" Interface zwischen den Hardware- und Software Leuten.
Und Embedded Hardware ist mittlerwiele auch etwas mehr wie mit drei
Transistoren einen Ballon aufblasen.
- Kommunikation & Protokolle
- Timings, Energiespar
- Echtzeit
- Funk...
Name H. schrieb:>> Embedded SW Engineering als Freiberufler – keine Zukunft mehr?>>>> Spezialisierung : Embedded Software.>> Das ist nun aber ein Witz ... das ist ueber haupt nichts.> Mit einem Arduino eine Led leuchten lassen ? Mit drei Transistoren einen> Ballon aufblasen ?
Kein Witzt:
- Mehr als 15 Jahre mit C Programmierung an Microcontroller (Design,
Programmierung, Unit-testing).
- Telecommunications (3GPP mobile, Wi-Fi Protokoll)
- DSP Programmierung (acoustics, noise reduction)
- Sicherheit critisches Software (DO178B)
- Keine Erfahrung mit Arduino :-)
Ich habe an viele Industrie gearbeitet aber keine echte Spezialisierung
(Jack of all trades).
Kein Witz. Kein Troll. Es gibt viele Enginieure die sich selbst
definieren als Embedded Software Engineer.
(Es tut mir leid mein schlechte Deutsch, ich arbeite meistens in
English)
Sehr schoen, dann schreib doch spezialisiert auf :
- Mehr als 15 Jahre mit C Programmierung an Microcontroller (Design,
Programmierung, Unit-testing).
- Telecommunications (3GPP mobile, Wi-Fi Protokoll)
- DSP Programmierung (acoustics, noise reduction)
- Sicherheit critisches Software (DO178B)
Allenfalls auch noch etwas mit Hardware ? Schema ? Layout ? Simulation ?