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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Spannungsversorgung STM32 Custom Boards


Autor: paulk. (Gast)
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Hi.
Ich habe eine ganz blöde Frage, aber irgendwie stehe ich auf dem 
Schlauch.
Stefan Frings beschreibt auf seiner Website einige Custom Boards für den 
STM32F1 Mikrocontroller: http://stefanfrings.de/stm32/stm32f1.html

Beim Blue Pill sowie STM32F103VET6 Minimum System schreibt er, dass man 
nicht gleichzeitig das Board mit 5V über USB und 5V von einem 
zusätzlichen Netzteil versorgen darf. Mir ist grad aber nicht ganz klar, 
warum das so ist.

Der Schaltplan zum Blue Pill: 
http://stefanfrings.de/stm32/STM32F103C8T6-Board-Schematics.pdf
Und der Schaltplan zum STM32F103VET6 Minimum System: 
http://stefanfrings.de/stm32/STM32F103VET6-Board-Schematics.pdf

Danke.

Autor: letni (Gast)
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paulk. schrieb:

> Beim Blue Pill sowie STM32F103VET6 Minimum System schreibt er, dass man
> nicht gleichzeitig das Board mit 5V über USB und 5V von einem
> zusätzlichen Netzteil versorgen darf.

Weil das Board bei ausgeschalteten PC 5V  in den PC einspeist?

Autor: Sebastian R. (sebastian_r569)
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paulk. schrieb:
> das Board mit 5V über USB und 5V von einem
> zusätzlichen Netzteil versorgen darf. Mir ist grad aber nicht ganz klar,
> warum das so ist.

Das ist bei jedem Board so.

Beide Spannungen müssen nur minimal unterschiedlich sein und schon 
fließen Ausgleichsströme. Im im Worst Case arbeiten beide Regelungen 
gegeneinander und eines der Netzteile geht hops.

Deshalb ist das Parallelschalten von Spannungsquellen immer so eine 
Sache. Entweder, man hat eine Umschaltung dafür, die die ext. 5V 
abwirft, wenn USB angeschlossen ist, oder umgekehrt (wie beim Arduino 
Uno z.B.) oder man führt beide Spannungen über Dioden zusammen, so, dass 
der Strom nicht in das Netzteil mit der geringeren Spannung fließen 
und die Regelung zerhauen kann.

Oder man muss immer extern versorgen und der VBus vom USB ist nicht 
angeschlossen.

: Bearbeitet durch User
Autor: paulk. (Gast)
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Sebastian R. schrieb:
> Beide Spannungen müssen nur minimal unterschiedlich sein und schon
> fließen Ausgleichsströme. Im im Worst Case arbeiten beide Regelungen
> gegeneinander und eines der Netzteile geht hops.

Ah okay. Ja das gibt natürlich Sinn.
Ich hab etwas zu ideal gedacht, das beide perfekte 5V liefern :)

Autor: Horst (Gast)
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Sebastian R. schrieb:
> Das ist bei jedem Board so.

Nein, z.B. die Discovery-Boards von ST haben mindestetns eine Diode zur 
Entkopplung. Alles andere währe auch fahrlässig.

Autor: Sebastian R. (sebastian_r569)
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Horst schrieb:
> Nein, z.B. die Discovery-Boards von ST haben mindestetns eine Diode zur
> Entkopplung. Alles andere währe auch fahrlässig.

Im Sinne von selbstdesignten Boards, bei denen man eben keine 
entsprechenden Vorkehrungen getroffen hat.

Autor: paulk. (Gast)
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Ist eine Diode ausreichend oder sollte man eher in die Richtung gehen 
wie es beim Arduino Uno ist und eine der beiden Spannungen abschalten?

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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Eine Diode reicht, USB darf pi mal Daumen bis 4,5V runter gehen und an 
der Diode fallen weitere 0,7V ab. Die spannende Frage ist, ob der 3,3V 
Spannungsregler auf dem Board mit den übrigen 3,8V auskommt.

Es gibt Shottky Dioden, an denen weniger abfällt (Achtung: gilt nicht 
generell für alle Shottky Dioden), allerdings haben meine Arduino 
kompatiblen Boards aus China (Arduino Nano und Wifi-Kit-8) allesamt nur 
herkömmliche Silizium Dioden.

Das Blue-Pill Board und sein grosser Bruder haben leider keine 
Dioden/Umschaltung.

: Bearbeitet durch User
Autor: Jim M. (turboj)
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Stefanus F. schrieb:
> Eine Diode reicht, USB darf pi mal Daumen bis 4,5V runter gehen

Minimum Spannung am USB ist 4,2 Volt (bus powered hub) laut Spec.

In der Praxis funktionieren viele Geräte bei der Spannung aber schon 
lange nicht mehr - 4,5V sind am PC schon so wenig das man das ATX 
Netzteil tauscht.

Stefanus F. schrieb:
> und an
> der Diode fallen weitere 0,7V ab

Hier reicht eine Schottky Diode mit 0,3V Spannungsdifferenz völlig aus. 
Die soll ja nur verhindern das der USB Port im teuren Mac abraucht.

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