Bolzenschweißgerät

Gast #5773623
Hallo,
ich würde mir gerne ein Akkubetriebenes Bolzenschweßgerät bauen und 
hätte da noch ein paar Verständnis-/ Fragen dazu.
Ich würde damit gerne bis ca M6 Bolzen Schweißen und es auch gerne zum 
Akkuzellen verschweißen nutzen.
Ich werde es nicht allzu oft nutzen, aber ich hab schon ein haufen 
Krempel dafür....

Was ich bis jetzt weiß, Professionelle Geräte nutzen 0,066-0.1mF bei 
200V für M8 bzw M10.

Was ich momentan schon habe:
5x 400V 10000µF Elkos
1x Akku 380Wh:
- 7 Zellen ca 28V bei max 30A
- 14 Zellen ca 56V bei max 15A
1x BSt P45 90 Thyristor Siemens


Da ich Thyristoren nicht oft nutze, aus den Datenblättern die ich 
gefunden habe würde ich meinen der braucht 250mA bei 1,5V.
Das heißt quasi mindestens 250mA und maximal 1,5V sonst defekt?
bei beiden datenblättern recht weit unten.
https://www.datasheet.live/index.php?title=Special:PdfViewer&url=https%3A%2F%2Fpdf.datasheet.live%2F7c622ae3%2Fsiemens.de%2FBSTP4560.pdf
https://www.datasheet.live/index.php?title=Special:PdfViewer&url=https%3A%2F%2Fpdf.datasheet.live%2F7ca79fcc%2Fdatasheet.directory%2FBSTP4590.pdf

Beim Laden bin ich noch etwas unschlüssig. Ich würde gerne etwas 
fertiges verwenden falls möglich. Das einzige was halbwegs passen würde 
wäre das:
https://www.ebay.de/itm/401605657434
etwas schwachbrüstig. Evtl mehrer davon? Jemand eine bessere Idee?
Gast #5773640
Hans schrieb:
> Jemand eine bessere Idee

Nachdenken.

Wo geht die Kondensatorenergie hib, wenn der Thyristor mit 1.5V 
Spannungsabfall in Reihe mit dem Bolzen der 1mOhm Übergangswiderstand 
zum Blech.

Merke: Kondensatorschweissen ist doof. Nimm einen Trafo.
Moderator Persönliche Seite #5773718
hinz schrieb:
> Hans schrieb:
>> könntest du das etwas begründen?
>
> Zu wenig Energie.
>
>
>> Es gibt doch Geräte, die genau so funktionieren, oder hab ich da wo
>> einen Denkfehler?
>
> Für M6 Bolzen? Zeigen!

Bspw. Soyer BMS-8N für Spitzenzündung:

https://www.soyer.de/produkte/spitzenzuendung/bms-8n/

66000µF bei max. 200V mit Thyristor.

M8-Alu-/Stahl-/Edelstahlbolzen sind kein Problem. Bei Alu sind auch noch 
M10 drin (schon erfolgreich ausgeführt).

Funktioniert hier seit vielen Jahren einwandfrei und äußerst 
zuverlässig. Großer Vorteil gegenüber Schweißtrafo: bei wenigen 
Millisekunden Schweißzeit praktisch keine Wärmeeinbringung ins 
Werkstück. Extreme Belastbarkeit der Bolzen. Man reißt eher ein 
2mm-Blech auseinander als einen M8-er Bolzen ab.

Dafür knallt's aber ordentlich ;-)

@Hans:
Denk daran, dass die Pistole mit der sehr präzisen Mechanik den 
Hauptkostenfaktor eines Schweißgerätes darstellt.
Gast #5773756
na das freut mich.
Könnte noch jemand was zu meinen eigentlichen Fragen beitragen?


> @Hans:
> Denk daran, dass die Pistole mit der sehr präzisen Mechanik den
> Hauptkostenfaktor eines Schweißgerätes darstellt.

ich hab mir vor ein paar Tagen ein Bolzenschweißgerät gekauft und somit 
habe ich auch eine anständige Pistole. Ich hab mir nur vorher schon 
recht viel Zeuch für den selbstbau zugelegt bzw hatte ich das eh und es 
ist ein schönes Projekt um das ganze zu verstehen und bei weitem das 
sinnvollste was mir einfällt, was ich aus den Elkos bauen kann :)
Gast #5816888
Und? Bist du schon weiter gekommen? Hab ein altes Soyer BMS 601 
Bolzenschweißgerät in die Finger bekommen. Warte noch auf die 
Ersatzteile, da ein Massefuß abgebrochen ist, bin aber echt mal gespannt 
ob ich damit im Automobilbereich was sinnvolles bezwecken kann ^^
Aber ein Eigenbau wäre auch super interessant!
Gast #5817448
Ich denke der Knackpunkt sind die Kondensatoren. Die müssen einen sehr 
hohen Entladestrom können. Ob das Schweissen für die Entwickler der 
Kondensatoren im Vordergrund gestanden ist?

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