Hallo,
ich sollte mir wegen Schlafstörungen eine sogenannte Tageslicht Lampe
kaufen.
Kosten jetzt 100 Euro die Philips Dinger die tageslichtweiss abstrahlen
und normale Lampen mit 9000 Kelvin tageslichtweiss ca. 20 Euro.
Strahlen diese Philips Tageslicht Lampen etwas besonderes aus?
Oder sind die nur so teuer, weil sie medizinisch geprüft sind?
Kann mir das jemand von technischer Seite beantworten?
Danke!
Ich nehme an, dass bei den Tageslichtlampen noch einige nicht sichtbare
Wellenlängen mit drin sind, die für den Organismus aber sehr wichtig
sind.
Das kannst Du im Internet aber sicher genau naachlesen. Ansonsten würde
ich im Zweifel das vertrauenswürdigere Produkt nehmen. Du musst ja nicht
10 davon kaufen. Dann sind die einmaligen 80€ nicht so schlimm.
Gute Besserung!
Sebastian
Ist eigentlich gut für “Winter-Blues“. Ich habe so eins. Ist mit einer
150W Leuchtstofflampe.
Aktuell denke ich, ist gut, aber LED wären besser. Nimm normale LED
Spots oder Baustrahler von ca 70W, die gehen auch. Allerdings sollten
sie nicht blenden, was bei den 1chip Strahlern der Fall ist.
Sebastian R. schrieb:> nicht sichtbare Wellenlängen
Glaube ich nicht. Ziel ist im Sehzentrum, da kommt per Definition nur
das Sichtbare an.Wer blind ist, da geht es nicht.
Hallo, das kommt auf die Art der Schlafstörungen an. Wenn Du
Einschlafprobleme hast, solltest Du lange Zeit vor dem Schalfen gehen
keine hohen Blauanteile im Umgebungslicht haben. Tageslicht geht mit
hohen Blauanteilen einher und wirkt sich aktivierend aus
(Melantoninhaushalt o.ä.)
Ich hab das auch selbst gespürt, bevor ich dazu mal mehr recherchiert
hatte, eine Nachtischlampen-Birne war durch und ich hab die durch eine
mit hohem Blauanteill getauscht, weil die noch da war. Normalerweise
schlafe ich nach 5 bis max. 10 Seiten lesen ein, aber dann , monatelang
bei lesen immer "wacher" geworden, nach 1 h zwangsweise aufgehört zu
lesen, Licht aus, nicht einschlafen können, Stundenlang wachliegen ...
Bis ich mal auf den Blau-Effekt aufmerksam gemacht worden bin und prompt
nach Lampentausch sich das Einschlafverhalten innerhalb kürzester Zeit
wieder normalisiert hatte.
Auch die Lichtfarbe der Glotze ist nicht zu unterschätzen.
Andersrum soll es ja grad an dunklen Wintermorgen hiflreich sein, sich
da dann tatsächlich mit blauem Tageslicht zu "bescheinen". hab ich aber
noch nicht probiert, keine Lust auf einen doppelten Lampensatz ;-)
Gruß
Moin,
fast alle LSL und LEDs haben einen zu hochen Blauanteil, dafür fehlen
andere wichtige Wellenlängen.
Für biologische Experimente (Pflanzen und Tiere) werden daher bei uns
auch spezielle LSL-Röhren eingesetzt, die tatsächlich ein Vielfaches
kosten. Ohne geht es aber nicht.
Da kann also durchaus etwas Wahres dran sein, zumla auch nicht alle
Menschen gleicht sind.
Martin schrieb:> ich sollte mir wegen Schlafstörungen eine sogenannte Tageslicht Lampe> kaufen.
Man kann bei hellem Licht eher schlecht schlafen.
Trink halt weniger Kaffee.
Martin schrieb:> Strahlen diese Philips Tageslicht Lampen etwas besonderes aus?
Licht, viel Licht. Alles unter 10000 Lux ist kein Tageslicht. Die
meisten Lampen behaupten aber nur was zu bringen, sind aber
unzureichend.
Geh halt öfter mal raus, nicht ewig im Büro hocken.
abc.def schrieb:> Ist eigentlich gut für “Winter-Blues“. Ich habe so eins. Ist mit einer> 150W Leuchtstofflampe.> Aktuell denke ich, ist gut, aber LED wären besser. Nimm normale LED> Spots oder Baustrahler von ca 70W, die gehen auch.
70W LED ist aber bestenfalls halb so hell
wie einer 150W Leuchtstofflampe.
Martin schrieb:> normale Lampen mit 9000 Kelvin tageslichtweiss ca. 20 Euro.
Wo steht denn so ein Blödsinn ? 9000k ist so blau, das hat mit
Tageslicht nichts mehr zu tun. Bei 4000k liegt Du in etwa richtig.
Ich hatte auch mal eine Tageslichtlampe. Für den eigentlichen Zweck hat
sie nichts gebracht (da waren dann Vitamin-D-Tabletten weitaus
wirkungsvoller), aber jenseits ihres normalen Anwendungszwecks ist sie
super beim Fotografieren. Das Licht läßt sich einfacher setzen als bei
einem Blitz, und sie ist sehr großflächig.
Stephan H. schrieb:> Tageslicht nichts mehr zu tun. Bei 4000k liegt Du in etwa richtig.
Sonnenlicht mittags hat knapp 6000k. Bei bedecktem Himmel mehr.
Einhart P. schrieb:> Stephan H. schrieb:>> Tageslicht nichts mehr zu tun. Bei 4000k liegt Du in etwa richtig.>> Sonnenlicht mittags hat knapp 6000k. Bei bedecktem Himmel mehr.
Bei unbedecktem Himmel und verdeckter Sonne sind es noch mehr.
Zum Einschlafen würde ich die Lampe aber eher ausschalten. Dann spielt
es auch eine untergeordnete Rolle, ob sie 4000K, 9000K oder 12000K hat,
und ob sie 2€ oder 100€ kostet.
Yalu X. schrieb:> Zum Einschlafen würde ich die Lampe aber eher ausschalten.
Auch nach dem Ausschalten verzögert "blaues" Licht das Einschlafen.
Solche Lampen nimmt man m.W. eher zur Behandlung von Depressionen.
Sonnenlicht hat 5800k.
Es gibt im Bereich Tageslichtlampen einen großen Preisbereich von 20€
bis über 200€.
Wichtig sind dort 2 Dinge
- Die Lichtfarbe, ausgedrückt in Kelvin.
- Die Beleuchtungsstärke - Lux - die abhängig ist vom Abstand zur Lampe
Habe eine Lampe, bei der sitze ich ca. 50 cm entfernt
Die Lampe hat da etwas um die 8000-10000 lux
Es dauert meistens einige Zeit - mehrere Minuten - bis die
Tageslichtlampe die volle Helligkeit erreicht hat.
Ich habe die in den dunklen Wintermonaten eingesetzt, 30-60 Minuten, hat
mir, so glaube ich etwas geholfen.
Jetzt - Mitte/Ende März nutze ich die Lampe praktisch gar nicht mehr.
Es gibt genug Licht draußen und durch mein (offenes) Fenster.
Empfehle Philips Hue White Ambience. Die Dinger können von 2200 - 6500
Kelvin und lassen sich per App einstellen. Es gibt vordefinierte Szenen
für u.A. "Konzentration", "Energie tanken" und "Entspannung" mit den
entsprechenden Lichtfarben..
Auch eine Wake-Up-Funktion gibt es, bei der die Leuchten morgens langsam
hochdimmen und einen Sonnenaufgang simulieren.
Wundert mich dass hier noch niemand den "CRI" Wert erwähnt hat. Das ist
ein Maß für die Sonnen-Ähnlichkeit der Lichtquelle. Je näher an die 100,
desto besser.
Alex G. schrieb:> Wundert mich dass hier noch niemand den "CRI" Wert erwähnt hat. Das ist> ein Maß für die Sonnen-Ähnlichkeit der Lichtquelle. Je näher an die 100,> desto besser.
Das gilt aber nur für Lampen mit einer Farbtemperatur von mehr als
5000K, da für diese als Referenz bei der Bestimmung des CRI die
tageslichtähnliche Normbeleuchtung D65 verwendet wird. Für Lampen bis
5000K hingegen ist die Referenz ein schwarzer Strahler mit derselben
Farbtemperatur wie die zu testende Lampe, der insbesondere bei niedrigen
Farbtemperaturen kaum noch etwas mit dem Tageslichtspektrum zu tun hat,
was einen wenig aussagekräftigen CRI zur Folge hat.
https://de.wikipedia.org/wiki/Farbwiedergabeindex#Allgemeines