Hallo,
habe zwei niedliche Stepper-Motoren und möchte die einfach nur zum
Laufen bringen. Vorab: Mit solchen Teilen habe ich null Ahnung! Und
ebensowenig mit irgendwelchen digitalen Programmierzeugs... Also bitte
keine Vorschläge mit Arduino und Konsorten. ;-)
Ich wollte gerne Rechts-/Linkslauf machen und in bescheidenen Grenzen
die Drehzahl einstellen können. Möglichst alles mit analogen
Potentiometern und Schaltern.
Das soll zum Kennenlernen dieser Art von Motoren dienen. Was ich dann
weiter mache damit, das weiß ich noch nicht.
Mein Gedanke wäre eine Ansteuerung mittels 555er-IC´s. Was brauche ich
als IC vor dem Motor? Klar, die nötige Spannung und den Strom habe ich
zur Verfügung. Ich bastele auf Lochraster, für SMD oder solch kleines
Zeugs reichen meine Augen nicht mehr.
Datenblatt des Motors (Seite 18):
www.aet.calu.edu/ftp/cet/335/NMBStepMotors.pdf
Könnt ihr mir irgendwie helfen? Supervielen DanK!
LG Bastelopa
Peter P. schrieb:> Mein Gedanke wäre eine Ansteuerung mittels 555er-IC´s.
Ganz so einfach geht es nicht. Zwischen deinem 555er-IC und den Motor
gehört ein "Stepper Motor Driver", die findest du günstig bei Amazon.
Ich weiß ja das ich da H-Brücken brauche, doch wie steuere ich die an?
Mit einem Hinweis auf irgendeinen IC ist mir wenig geholfen, das finde
ich auch selbst im Netz.
Peter P. schrieb:> wie steuere ich die an?
Das wiederum steht in den Datenblättern der IC's. Aus Sicht des Motors
habe ich das in dem oben genannten PDF erklärt.
Peter P. schrieb:> Ich weiß ja das ich da H-Brücken brauche, doch wie steuere ich die an?
Das wird dir sicher keiner vorkauen, lesen musst du schon selbstständig!
Zwei Links und nich einen angesehen... Ich bin raus.... Nich das es noch
was zusagen gäbe.
Nochmal:
Alle Vorschläge basieren darauf, das man einen µC vor den Treiber-IC
schaltet. Dann ist die Sache auch klar. Aber genau das will ich ja
nicht.
Ich möchte eben gerne Potis benutzen und rumprobieren, eben analog. Wie
bekomme ich diese analogen Stellgrößen ohne µC an den
Treiberschaltkreis?
Peter P. schrieb:> Ich möchte eben gerne Potis benutzen und rumprobieren, eben analog. Wie> bekomme ich diese analogen Stellgrößen ohne µC an den> Treiberschaltkreis?
Mit dem NE555.
Peter P. schrieb:> habe zwei niedliche Stepper-Motoren
Offenkundig bipolar, man braucht also 2 H-Brücken.
hinz schrieb:> L297 + L298
Wäre ok, mit einem NE555, aber old-school und nicht wirklich einfach.
Der Hersteller schlägt laut Datenblatt den UDN2916 an 24V vor, schwer
beschaffbar.
Der Motor selbst braucht nur 3.6V, dreht dann aber höchstens 100 upm.
Low Tech aber viel Aufwand geht so:
http://jtxp.org/tech/schrittmotortester.htm
Peter P. schrieb:> Nochmal:> Alle Vorschläge basieren darauf, das man einen µC vor den Treiber-IC> schaltet. Dann ist die Sache auch klar. Aber genau das will ich ja> nicht.
Aus dem WikiArtikel geht ua. auch hervor, dass dies auch mit einfachen
Schalten geht! Is halt nur nich sehr Sinnvoll.
Auch würde klar werden, warum das nicht mit einer simplen
Schaltreihenfolge getan ist.
Dein minimal Vorhaben würde neben einem Taktgeber (555er), noch einen
Zähler und Speicher (für die Schaltreihenfolge) beinhalten.
Na super! Damit kann ich was anfangen :-)
Klar geht nicht das Zeugs 1:1 zu übernehmen, aber das ist genau das, was
ich mir so vorstelle.
Danke @laberkopp
Peter P. schrieb:> habe zwei niedliche Stepper-Motoren und möchte die einfach nur zum> Laufen bringen.
Nimm doch einfach vier Schalter, mit denen Du die Spulen in
der richtigen Reihenfolge an Spannung legst. Die richtige
Reihenfolge kannst Du den Grundlagenartikeln über Schritt-
motoren entnehmen. Allerdings dreht sich der Motor so recht
langsam.
Ich glaube Schrittmotor steuern ist so eines der Vorhaben, wo man sich
objektiv das Leben unnötig schwer macht wenn man keinen Mikrocontroller
dafür benutzt ...
Sven B. schrieb:> Ich glaube Schrittmotor steuern ist so eines der Vorhaben, wo man sich> objektiv das Leben unnötig schwer macht wenn man keinen Mikrocontroller> dafür benutzt ...
M.W. gibt es Steppermotoren schon deutlich länger als µCs.
die -CDC3 sind aus HP Druckern und haben 43 Ohm Spulen. Die brauchen 24V
für volles Haltemoment.
Am einfachsten ist echt ein Stepper Treiber (L297/298 wenn man verstehen
will was passiert oder ein Stepstick oder vergleichbar wenns einfach nur
funktionieren soll.)
Dessen "step" eingang mit einem Ne555 oder anderem taktgeber steuern,
schalter für 5V/gnd an enable und dir, fertig.
ist doch schon alles gesagt hier:
Rudolph R. schrieb:> Günstig und okay wäre ein Modul mit einem A4988 drauf.
gibt es als "stepper driver" für 3d Drucker in Massen.
hinz schrieb:> Mit dem NE555.
den schaltest du als Multivibrator, und mit dem Poti bestimmst du die
Frequenz, Duty Cycle soltle bei ca. 50% liegen. den Ausgang davon dann
auf den "Step" eingang vom Treiber, Richtung entweder auf Vcc oder GND,
und dann noch beim A4988 Reset, Sleep, Enable und M1-M3 so beschalten
wie du es benötigst (auf Vcc oder GND). Achte auf getrennte
Spannungsversorgung für Motor und Logik, fertig. L297/298 ist etwas
älter, soltle aber auch gehen, musst nur selber mal suchen wie es geht,
Anleitungen/Schaltpläne gibt es haufenweise.
je nachdem wieviele Pole dein Motor hat, ob du den Treiber mit
half/microstepping verwendest und wie schnell der drehen soll musst du
halt die Frequenz anpassen, nimm nen Steckbrett und probier. Richtung
ändern geht auch ganz einfach, nur mag der Motor gerne erst auf 0rpm
runtergefahren werden, da du keinen µC willst musst du das manuell
machen. starten bei voller umdrehung ist auch nicht so toll, der möchte
lieber "langsam" hochgefahren werden, sonst kann es zu Problemen kommen,
aber das wirst du selber sehen.
Michael B. schrieb:> Am einfachsten ist echt ein Stepper Treiber (L297/298 wenn man verstehen> will was passiert oder ein Stepstick oder vergleichbar wenns einfach nur> funktionieren soll.)>> Dessen "step" eingang mit einem Ne555 oder anderem taktgeber steuern,> schalter für 5V/gnd an enable und dir, fertig.
Ich schaue mir das später auch an. Erst mal die Dinger zum Drehen
bringen, bissel rumprobieren und dann weitermachen.
Zum Programmieren ist alles noch viel zu weit für mich. Vielleicht komme
ich da auch noch hin.
Übrigens, nicht für alles brauchts nen µC. Klar, man programmiert die
Sache fix, rein in die Baugruppe und es funzt (meistens). Lerneffekt in
Sachen Elektronik gleich Null. Lernen in Sachen Programmierung ist ok.
Nicht immer ist digitale Technik das Nonplusultra.
Außerdem: Ich komme in meinem Alter auch nicht mit einem Raster unter
2,5mm zurecht. Diesbezüglich fallen viele moderne Lösungen schon mal
weg. Ja, es gibt Adapter, Erweiterungsplatinen etc...
Erst mal habe ich gute Vorschläge und für mich einen machbaren Plan. Und
schnell gings hier im Forum.
Vielen herzlichen Dank! Hier bleibe ich und kann euch noch sicher viel
nerven :-)
LG Bastelopa
Edit: Die Motorspulen haben knapp 7 Ohm übrigens...