Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Funktionsweise von Gerätedetektion im LAN


von Jiri Nemec (Gast)


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Liebe Forumsmitglieder,

wir benutzen hier in der Firma ein Ethernet-basiertes 
Datenaufnahmesystem. Dieses hat in der Werkseinstellung die IP-Adresse 
10.0.0.1 (SNM 255.0.0.0).
Mein Rechner hat die IP-Adresse 192.168.0.137 (SNM 255.255.0.0).
Die mitgelieferte Software durchsucht das Netzwerk auf angeschlossene 
Datenerfassungsgeräte und gibt den im Anhang befindlichen Baum aus.

Eigentlich sollte das Gerät mit der 10.0.0.1 für meinen Rechner gar 
nicht sichtbar sein. Weiß von euch jemand, wie dies technisch umgesetzt 
wird?

Anmerkung: in der abgebildeten Konstellation ist es nur möglich, die 
IP-Adresse so zu ändern, dass Rechner und Datenaufnahmesystem im 
gleichen Netz sind. Ist dies geschehen, sind auch alle anderen 
Konfigurationsmöglichkiten verfügbar.

Besten Dank
Jiri

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Der redet ja auch nicht via IP-Adresse mit dem Teil (da ist es 
tatsächlich nicht erreichbar), sondern via broadcast liefert das Teil 
seine MAC-Adresse und die gegenwärtigen Einstellungen. Dann kann man 
dieser MAC-Adresse neue IP-Einstellungen liefern und ab dann klappts 
auch im via IP.

So ungefähr habe ich das noch in Erinnerung :-)

von Jiri Nemec (Gast)


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Ah, das klingt plausibel.
Das scheint dann ähnlich wie das PPPoE-Discovery zu funktionieren. Nur 
mit dem Unterschied, dass das Gerät von sich aus seine IP über den 
Broadcast verschickt.

Vielen Dank!

Jiri

von Horst (Gast)


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Jiri Nemec schrieb:
> Das scheint dann ähnlich wie das PPPoE-Discovery zu funktionieren.

Nicht wirklich und ein, zwei Layer höher.

Jiri Nemec schrieb:
> Nur  mit dem Unterschied, dass das Gerät von sich aus seine IP
> über den Broadcast verschickt.

Naja, ARP und ReverseARP sind nicht wirklich neu.
Die simpelste Methode währe es, wenn die Software einfach einen 
ReverseARP für jede MAC-Adresse, die der Hersteller verwendet, abschickt 
und die Antworten auswertet.
Um dann mit mit einer anderen IP auf das Gerät zuzugreifen reicht es, 
die ARP-Tabelle im PC zu ändern.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Horst schrieb:
> Die simpelste Methode währe es, wenn ...

Hmm, je nach Anzahl der verkloppten Geraete kann das "simpelste" schon 
etwas laenglich werden ...

Lass' doch jedes der Geraete z.b. alle paar Sekunden einen gratuitous 
arp senden. Oder auf einer bestimmten Multicastadresse/Port irgendwas 
informatives.

Wie waer's einfach mal, einen Wireshark auf dem PC anzuschmeissen, 
waehrend die Detektionssoftware laeuft und gucken, was da so ankommt?

Gruss
WK

von c-hater (Gast)


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Jiri Nemec schrieb:

> Eigentlich sollte das Gerät mit der 10.0.0.1 für meinen Rechner gar
> nicht sichtbar sein.

Auf dem IP-Layer nicht. Aber es gibt darunter weitere Netzwerk-Layer. 
Und die können auch Broadcasts. Müssen sie können, sonst würde IP (und 
vor allem die ganzen Hilfsprotokolle dafür, insbesondere ARP und DHCP) 
nicht funktionieren können und damit letztlich auch IP nicht.

von Jiri Nemec (Gast)


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Horst schrieb:
> Nicht wirklich und ein, zwei Layer höher.

Wirklich? Ich hatte immer in Erinnerung, dass PPPoE-Discovery ein 
PADI-Paket an ff:ff:ff:ff:ff:ff sendet und so die Gegenstelle veranlasst 
(sofern sie sich angesprochen fühlt) zu antworten.

von Paul (Gast)


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Jiri Nemec schrieb:
> Wirklich?

Nein, sorry. Ich hab da zwei P überlesen und war bei PoE-Discovery

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