Buddybuilder schrieb:
> Der Verstärker sieht also 2.5V AC und wird permanent in Sättigung
> gehen, und dann soll er sehr schnell in den Mikrofonmodus wechseln und
> aus der Sättigung raus.
Was ist "sehr schnell"?
Du brauchst auf diese Frage nicht zu antworten, denn das hast du
indirekt bereits getan:
Buddybuilder schrieb:
> simuliert
Im angehängten Screenshot entspricht 1 Pixel einer Zeit von ca. 8µs.
Wenn diese 8µs für dich nicht schnell genug wären, hättest du das
Diagramm anders skaliert.
Eine Recovery-Time von 8µs schafft aber fast jeder Opamp locker.
Wenn die Recovery-Time deutlich kürzer sein soll, sollte man sich erst
einmal Gedanken machen, wodurch sie entsteht. Mir fallen spontan zwei
Effekte ein:
1. Halbleitersättigung: Sie tritt bei Bipolartransistoren auf, die
außerhalb ihres linearen Bereichs betrieben werden. Bei CMOS-Opamps
sollte dieser Effekt keine Rolle spielen.
2. Entladen der internen Kompensationskapazität: Diese wird bei
Übersteuerung immer etwas "überladen", und es dauert eine Weile, bis
ihre Ladung danach wieder auf ein normales Maß abgenommen hat. Da
diese Kapazität und der maximale Lade-/Entladestrom auch die Ursache
für die begrenzte Slew-Rate des Opamps ist, kann die Slew-Rate auch
als guter Indikator für die Recovery-Time herhalten.
I.Allg. überwiegt der zweite Effekt den ersten deutlich, so dass du erst
einmal nach Opamps mit hoher Slew-Rate Ausschau halten solltest. Da die
Auswahl sehr groß ist, schränkst du sie ein, indem du nur die CMOS-Typen
betrachtest. Für diese suchst du dann im Datenblatt nach Angaben zur
Recovery-Time.
Wenn dir aber tatsächlich eine Recovery-Time von 8µs ausreicht, kannst
du dir die lange Suche sparen.