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Forum: HF, Funk und Felder Endlich: Die Wunderantenne ist da


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von Frank Norbert Stein S. (franknstein)


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Die chin. Übertreibungen werden immer grotesker:

Dual-Frequenz 400-470 MHZ und 136-174 MHZ
Dual-Band, high-Gain! Zu gewinnen: 2,5 / 3 dB *)
Leistung: 50W
Länge: 90mm
Oberen Durchmesser: 32 mm
Schaltfläche "Durchmesser: 40 mm

*) in Bezug auf einen Dummy oder WAS?

Ebay-Artikel Nr. 183745233289

Ist das nicht schon Betrug?

Fragt
Frank

von Curby23523 N. (nils_h494)


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You cannot change the laws of physic!

von Mike (Gast)


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>*) in Bezug auf einen Dummy oder WAS?
In Bezug auf einen isotropen Strahler (Gleichmäsige Kugelcharakteristik)


>Ist das nicht schon Betrug?
Technisch ist das durchwegs machbar. Kaufen und ausmessen!

Beitrag #5784321 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Jörg Hinz (Gast)


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Kenne sowas seher als "Strahlender Widerstand" ein Test wäre mal 
interessant

von Msd (Gast)


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Frank Norbert Stein S. schrieb:
> Ist das nicht schon Betrug?

Sowas zu behaupten, wenn man nicht mal weiß was der Antennengewinn 
ist...

Auf die technischen Eigenschaften einer Antenne zu schließen, nur weil 
man deren äußere Abmessungen kennt ist schon arger Unsinn. Selbst ein 
Monopol sieht man bei einer Fußpunktverschiebung die Nennfrequenz nicht 
an.

von Mike (Gast)


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>You cannot change the laws of physic!

Daran muss man auch nichts ändern! Google mal nach Helix- oder 
Wendelantenne, damit kann man durchwegs Gewinne von 10..18 dBi 
erreichen.

von Marek N. (bruderm)


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Nicht lachen.
Ich hab mir auch so einen Abschlusswiderstand geholt: 
Ebay-Artikel Nr. 283201701044
Übers Ortsrelais (Luftlinie ca. 8 km, ca. 100 m über Grund) komme ich 
damit genauso gut, wie mit der Original Baofeng-Antenne vom UV5-R (ca. 
14 cm lang).

/edit: 70 cm

: Bearbeitet durch User
von Marek N. (bruderm)


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Nachtrag.
Hier hat sich jemand die Mühe gemacht, diverse Antennen unter 
reproduzierbaren Bedingungen zu vergleichen: 
http://www.miklor.com/COM/pdf/AntennaTestingW9MDB.pdf
Bsp: Die 2 inch lange Diamond SRH805s erzeugt auf 70 cm die gleichen 
Messwerte, wie die 5 mal so langen Nagoyas UT106/107.

Und die Moral von der Geschicht:
> The absolute Best antenna is the one that meets your needs. There is No Magic 
Antenna.  [1]

[1] http://www.miklor.com/COM/UV_Antennas.php

von Karlchchen (Gast)


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Mike schrieb:
> In Bezug auf einen isotropen Strahler (Gleichmäsige Kugelcharakteristik)

Dann hat die Gewinnangabe dBi zu heissen.

Mike schrieb:
> Technisch ist das durchwegs machbar

Natürlich..... 😃

Mike schrieb:
> Google mal nach Helix- oder
> Wendelantenne, damit kann man durchwegs Gewinne von 10..18 dBi
> erreichen.

Na klar, bei 145 Mhz und 9cm Baulänge. Netter Traum.

von Lothar M. (zwickel)


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Frank Norbert Stein S. schrieb:
> Ist das nicht schon Betrug?

Was soll daran denn Betrug sein?

Dass er bei der Gewinnangabe das i hinter den Zahlen vergessen hat?

Bezug auf den isotropen Kugelstrahler ist in diesem Frequenzbereich 
eigentlich Standard und um 2,5-3dB über selbigen zu kommen, muss man 
sich nicht anstrengen.

Also worin siehst du Betrug?

von Karlchchen (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> Also worin siehst du Betrug?

Na ja, das hatte er (der Frank) ja gar nicht. Er hatte nur gefragt.

Nachvollziehen kann ich das aber. Nach den dB(i)-Angaben
müsste diese (Wunder-) Antenne mit 90mm Länge etwa die selbe
Abstrahlung erreichen wie ein Dipol, auf 70cm sogar noch besser
und dazu noch 50W vertragen.

Wers glaubt, bitte sehr, ich aber nicht !

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Der Hertzsche Dipol ist sogar unendlich klein, aber da sind Verluste 
nicht im Modell enthalten.

von ... (Gast)


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Das hat nichts mit Glauben oder Religion zu tun. Hast du dir mal 
überlegt, wie SMD 2.4GHz-Antennen so klein werden können? Kleiner, als 
eine auf der Platine integrierte Antenne und kleiner als der 
entsprechende Dipol.
Gleiche Baumethoden funktionieren auch bei niedrigen Frequenzen, sogar 
noch viel besser weil das EpsilonR höher werden kann, wenn die 
Frequennzen sinken.

von npn (Gast)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Der Hertzsche Dipol ist sogar unendlich klein

Für eine unendlich hohe Frequenz hast du Recht :-)

von Msd (Gast)


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... schrieb:
> Gleiche Baumethoden funktionieren auch bei niedrigen Frequenzen, sogar
> noch viel besser weil das EpsilonR höher werden kann, wenn die
> Frequennzen sinken.

Das stimmt nicht ganz. Der große Nachteil von SMD-Antennen ist 
nachweislich deren Eigenverluste. Die Differenz von reingesteckter und 
abgestrahlter Leistung ist dann nicht mehr zu vernachlässigen.

Der Antennengewinn berücksichtigt dies aber nicht, weil immer nur die 
abgestrahlte Leistung berücksichtigt wird und so scheinen die kleinen 
Antennchen nach außen immer wie eine Wunderwaffe. "Warum sollte ich eine 
eigene PCB-Antenne designen wenn ich eine SMD-Antenne mit gleichem dBi 
einsetzen kann..."

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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... schrieb:
> Hast du dir mal überlegt, wie SMD 2.4GHz-Antennen so klein werden
> können?

Indem sie negative „Gewinne“ einfahren.

Bei 2,4 GHz noch nicht ganz so schlimm, aber da sind die entsprechenden 
Antennen ja immer noch wenigstens um die λ/8 lang. Entsprechend kleine 
Keramikantennen für 868 MHz dagegen haben schon mal -5 dBi „Gewinn“.

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Frank Norbert Stein S. schrieb:
> Die chin. Übertreibungen werden immer grotesker:
> Ist das nicht schon Betrug?
Was Betrug ist, ist in Deutschland im Strafgesetzbuch geregelt.
Es gibt da eine Reihe von Harmonisierungsveranstaltungen im Strafrecht 
in der EU. Dänemark macht da aber nicht mit (vgl. Fussnoten im 
Edinburgh-Vertrag).
China macht da überhaupt nicht mit. Dir bleiben die WTO-Regeln - also 
nicht viel mehr als ein saures Aufstossen.

Wenn du das Ding bei einem Händler mit Sitz in Deutschland findest und 
selber ein konkurrierendes Produkt verkaufst, kannst den anderen 
abmahnen.

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Nachtrag:

Das nächste mal:
leg die Cavatine: "Udite, udite, o rustici" (Dulcamara, Chor) von 
Gaetano Donizetti auf.
Was da angeprisen wird, leert die Krankenhäuser binnen einer Woche.

von Lothar M. (zwickel)


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Sebastian L. schrieb:
> kannst den anderen
> abmahnen.

weswegen? wie lautet der Wettbewerbsverstoss?

von Mike (Gast)


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Phisikalisch möglich ist es. Man kann z.B. eine Helixantenne in irgend 
einem Material mit hohem Epsilon-R eingiessen. Statt die theoretischen 
10..18 dBi bleiben dafür vielleicht noch 3 dBi, dafür ober schön klein.

Aber mit 'Glauben' und 'Diskutieren' kann man die Frage nicht 
beantworten. Ich traue den Chinesen auch nicht, ihre Daten sind oft 
hochgeskillt, aber letzendlich wird man nachmessen müssen.

Beitrag #5784830 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Wahnsinn schrieb im Beitrag #5784830:
> Dann gibts da noch Leute, die nicht mal wissen, auf was sich ein
> angegebener Antennengewinn bezieht

Worauf denn nun?  Auf einen isotropen Strahler oder auf einen Dipol oder 
auf was ganz anderes?

Darum schreibt man eben, wenn es seriös sein soll, „dBi“ oder „dBd“ 
dazu. Das erste klingt nach mehr, das zweite ist das, was man 
tatsächlich messen könnte …

Vielleicht sind es ja „dB gegenüber einem 51-Ω-Kohleschichtwiderstand“. 
Dann wird die Antenne schon 2 … 3 „dB“ schaffen. :-)

von Msd (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Darum schreibt man eben, wenn es seriös sein soll, „dBi“ oder „dBd“
> dazu. Das erste klingt nach mehr, das zweite ist das, was man
> tatsächlich messen könnte …

Ja und es gibt eben andere die nicht so kleinlich sind. Anstatt sich 
aufs wesentliche zu konzentrieren wird mit dem Finger auf irgendwas 
gezeigt. Mit kurzem Nachdenken hätte jeder draufkommen können was hier 
üblicherweise gemeint ist!

Die Aussage vom Ersteller war ja nicht "Hilfe ich kann für ein Problem 
nicht die richtige Antenne auswählen, da mir die genaue Spezifikation 
fehlt" sondern ungefähr "die haben dBi vergessen und ich bin der Meinung 
das sind alles Verbrecher..."

Ja das sind übrigens keine Zitate!

von npn (Gast)


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Msd schrieb:
> Mit kurzem Nachdenken hätte jeder draufkommen können was hier
> üblicherweise gemeint ist!

Da kannst du so lange nachdenken wie du willst.

Beides ist "üblich".

Deshalb ist es NOTWENDIG, 'dBd' oder 'dBi' anzugeben, wenn es um einen 
Antennengewinn geht.

von Lothar M. (zwickel)


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Fazit: Der Chinese hat bei den Angaben ein i vergessen!
Der äusserst auf Prinzipien pochende Deutsche schreit gleich Betrug!

von Moralapostel (Gast)


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Der Chinese wird von uns auf Kosten von Umwelt und billigen 
Arbeitskräften ausgebeutet und dann schimpfen wir wegen irgendwelcher 
Angaben.

Kauft halt bei einem deutschen Hersteller, oder bei eurem Händler eures 
Vertrauens und gebt einen angemessenen Preis aus. :-)

Ich finde beim Chinesen muss man nachsichtig sein und sollte seine 
eigene moralische Verpflichtung nicht vergessen.

Beitrag #5785154 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5785453 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5785596 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Ralph B. (rberres)


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Jörg W. schrieb:
> Worauf denn nun?  Auf einen isotropen Strahler oder auf einen Dipol oder
> auf was ganz anderes?

Nein es ist dbg wobei das g für Glauben steht.

Selbige Bezugsgröße passt auch auf viele Antennen für den 
Amateurfunkbereich.

z.B. Diamond

Ralph Berres

von Alex G. (dragongamer)


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Curby23523 N. schrieb:
> You cannot change the laws of physic!
Ezähl mal jemandem von vor 20 Jahren dass ein, mit 5Ghz kommunizierendes 
Gerät mal in eine halbe Zigarettenschachtel passen wird.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Alex G. schrieb:
> Ezähl mal jemandem von vor 20 Jahren dass ein, mit 5Ghz kommunizierendes
> Gerät mal in eine halbe Zigarettenschachtel passen wird.

Was genau hat das jetzt mit den Gesetzen der Physik zu tun?  Die 
Wellenlänge ist bei diesen Frequenzen 6 cm, das ist gut und gern in der 
Größenordnung einer Zigarettenschachtel.

von DK9JZ (Gast)


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Typischer Verlauf einer "Indernetdiskussion"!
Jemand macht eine (durchaus berechtigte) Bemerkung und schon driftet die 
Diskussion ins Nirwana.

Ich sach ma so:

Ein Fullsize  Dipol hat auf 2m etwa 0,0 dB Gewinn.
Ein Fullsize  Dipol hat auf 2m etwa 2,1 dBi dB Gewinn.

Für einen Lambda/4 -Strahler mit idealer Erde(Gegengewicht) gilt 
gleiches.

Jetzt überlege ein jeder selbst, wie "lang" Lambda/4 auf 145 MHz ist und 
setze die 9 cm der Chinesen dagegen. Was jeder Techniker täglich 
beruflich fragt (Kann das sein?) muß er im Hobby genauso fragen!
Weshalb sollte beim Hobby das Fragen verboten sein!?

Weder in dB (!) noch in dBi (!)sind die Angaben realistisch.


Ergo handelt es sich um Betrug, auf den ein Profi oder Funkamateur nicht 
hereinfällt. So what?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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DK9JZ schrieb:
> Für einen Lambda/4 -Strahler mit idealer Erde(Gegengewicht) gilt
> gleiches.

Damit würdest du die entsprechende Frage nach der abgestrahlten Leistung 
(die dort hinsichtlich der erklärungsfreien 10 W EIRP gestellt wird) der 
Amateurfunkprüfung nicht richtig beantworten. ;-)

Man geht dort nämlich davon aus, dass der Monopol 3 dBd Gewinn hat, da 
er ja im Vergleich zum Dipol seine Leistung auf die Hälfte des Raums 
konzentriert.

(Dass das real nie der Fall ist, ist eine völlig andere Frage, ist ein 
rein theoretischer Wert.)

von Antenol (Gast)


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DK9JZ schrieb:
> Für einen Lambda/4 -Strahler mit idealer Erde(Gegengewicht) gilt
> gleiches.

von GHz-Nerd (Gast)


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Jeglicher Atennengewinn über dem eines Hertschen Dipols (ca. 1.8 dBi) 
bedingt eine gewisse Minimalgrösse der stahlenden Antennenstruktur.

Zum Thema Effzienz: Eine effiziente (total abgestrahlte Leistung / 
eingespeiste Leistung) Antenne lässt sich durchaus auch mit elektrisch 
kleinen Strukturen realisieren.
Dies wird jedoch unweigerlich auf Kosten der nutzbaren Bandbreite gehen, 
da die schlechte Kopplung ans Fernfeld durch Resonanzüberhöhungen 
kompensiert werden muss, und setzt somit den Einsatz von sehr 
verlustarmen Materialien (resistiv & dielektrisch) voraus.

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