Guten Abend,
ich bin seit kurzen stolzer Besitzer eines Glasfaserrouters.
Nun das Internet ist schnell aber der neue Router bringt neue
Herausforderungen.
Ich habe für den externen zugang in mein Heimnetz einen Raspberry der
einen OpenVPN client hat und sich mit meinen Gehosteten Server
verbindet.
Soweit alles gut und toll.
Damit das alles funktioniert brauche ich statische Routen zu meinen
Raspberry.
Der Router von meinem Anbieter kann dies anscheinend nicht den die
Konfiguration ist nur über die Homepage des Anbieters einstellbar. Und
nicht direkt auf dem Webinterface des Routers.
Wie kann ich das Problem lösen ohne einen weiteren Router zwischen
Glasfaser Router und Heimnetzwerk zu klemmen?
Würde ein gemanagter Switch das Problem lösen?
Lg
faser schrieb:> Ich habe für den externen zugang in mein Heimnetz einen Raspberry der> einen OpenVPN client hat und sich mit meinen Gehosteten Server> verbindet.> Soweit alles gut und toll.> Damit das alles funktioniert brauche ich statische Routen zu meinen> Raspberry.
Nein, du bräuchtest wohl eher sowas wie eine Portweiterleitung von der
öffentlichen IP-Adresse deines Routers nach innen.
Das widerspricht aber der Angabe da oben, wonach dein RPi ja der Client
wäre und selbst die Verbindung zum externen Server aufbaut. Das geht
ohne Portweiterleitung, denn der Verbindungsaufbau ist dann „von innen
nach außen“. Das NAT auf dem Router erkennt den Verbindungsaufbau und
kann (wie bei jeder HTTP-Verbindung auch) die Antwortpakete ja
problemlos zum RPi zurück senden.
> Wie kann ich das Problem lösen ohne einen weiteren Router zwischen> Glasfaser Router und Heimnetzwerk zu klemmen?
Der könnte auch keine Portweiterleitung erreichen, denn das kann nur
derjenige, der selbst die öffentliche IP-Adresse hat.
> Würde ein gemanagter Switch das Problem lösen?
Nein.
Jörg W. schrieb:> Das widerspricht aber der Angabe da oben, wonach dein RPi ja der Client> wäre und selbst die Verbindung zum externen Server aufbaut. Das geht> ohne Portweiterleitung, denn der Verbindungsaufbau ist dann „von innen> nach außen“. Das NAT auf dem Router erkennt den Verbindungsaufbau und> kann (wie bei jeder HTTP-Verbindung auch) die Antwortpakete ja> problemlos zum RPi zurück senden.
Die Verbindung baut der Raspberry auch wunderbar auf.
Wenn nun aber ein anderer open vpn client auf ein zB der Nas zugreifen
will dann kommen die Daten ohne statische Route nicht mehr zurück zum
außen stehenden Client. Da der Router sie zum Sandartgateway Routen
würde.
Sorry, ohne Netzwerkbildchen blicke ich da leider nicht mehr durch.
Woher sollte „ein anderer OpenVPN-Client“ denn kommen, wer ist der
Server für diesen?
Jörg,
'faser' will das VPN Netz als statische Route im Router eintragen, damit
alle Geräte im Netzwerk dahin Daten übertragen können, ohne manuelle
Konfiguration der zugehörigen Route je Gerät.
Ein solchen Konstrukt habe ich selbst auch am laufen, allerdings mit
Fritzbox als Router - in der kann man statische Routen eintragen. Das
Openvpn läuft auf einem OpenWRT Gerät im Netzwerk und wird in der
Fritzbox als Gateway für die IP Bereiche "hinter" dem VPN konfiguriert.
Damit wird der Tunnel transparent für alle Geräte im lokalen Netz.
_.-=: MfG :=-._
Markus -. schrieb:> 'faser' will das VPN Netz als statische Route im Router eintragen, damit> alle Geräte im Netzwerk dahin Daten übertragen können, ohne manuelle> Konfiguration der zugehörigen Route je Gerät.
Ich glaube, jetzt verstehe ich es …
Was man machen könnte: der Glasfaserrouter ist nur dem Raspberry Pi
bekannt, alle anderen benutzen den Raspberry als Default-Router. Dafür
müsste man den natürlich auch als DHCP-Server konfigurieren, damit er
die entsprechende Information auf diesem Wege zu den Clients bekommt.
Da man vermutlich dem Router sein DHCP nicht abgewöhnen können wird
(denn er ist ja praktisch nicht konfigurierbar), kann man die beiden nur
entkoppeln, indem man sie in verschiedene Netze legt. Dafür müsste der
Raspberry Pi natürlich zwei Netzwerk-Interfaces bekommen, von Haus aus
hat er nur eins. Entweder steckt man noch eins an den USB (das könnte
aber ein Flaschenhals werden), oder aber man nimmt tatsächlich einen
managed switch und konfiguriert den so, dass der externe Router beim
Raspberry auf einem 801.1q-VLAN reinkommt, für das man ein zweites
virtuelles Interface konfiguriert.
Inwiefern der Raspberry performant den kompletten Traffic zu routen in
der Lage ist, habe ich aber kein Gefühl.
Das Problem ist, das die Geräte im lokalen Netz, ohne entsprechende
Konfiguration im Standardgateway, die Antwortpakete ins Nirvana
schicken.
IP Routing muss ja jeweils für Hin und Rückrichtung einer Verbindung
eingerichtet werden.
Zu Verdeutlichung:
Ein externer VPN Client sendet ein Datenpaket über den VPN Server, den
Client auf dem RPI in das LAN, an das NAS. Woher weiß das NAS, dass das
Datenpaket aus dem fremden Adressbereich wieder an den RPI muss? Gar
nicht, wenn weder auf dem NAS noch im Standardgateway die passende Route
angelegt ist.
Das ist doch eigentlich IP Basiswissen?
_.–=: MfG :=–._
Jörg W. schrieb:> Inwiefern der Raspberry performant den kompletten Traffic zu routen in> der Lage ist, habe ich aber kein Gefühl.
Der 1,2GHz A53 Quadcore schafft das bestimmt locker, aber mehr als
100Mbit gibt dessen Ethernet Interface nicht her.
Markus -. schrieb:> Ein externer VPN Client sendet ein Datenpaket über den VPN Server, den> Client auf dem RPI in das LAN, an das NAS. Woher weiß das NAS, dass das> Datenpaket aus dem fremden Adressbereich wieder an den RPI muss? Gar> nicht, wenn weder auf dem NAS noch im Standardgateway die passende Route> angelegt ist.
So wollte ich es sagen aber war es nicht im Stande!
A. K. schrieb:> Der 1,2GHz A53 Quadcore schafft das bestimmt locker, aber mehr als> 100Mbit gibt dessen Ethernet Interface nicht her.
Na ja den gerammten Trafic möchte ich dem raspi nicht zutrauen.
faser schrieb:> hier ein kleines Bild bin aber Künstlerisch nicht so der Star;)
Mir hätte sogar eine Bleistiftskizze genügt. :)
Siehe Antwort etwas weiter oben, im Prinzip habe ich jetzt verstanden,
was du willst. Lösung habe ich ja skizziert. Ist dann die Frage, ob die
von A.K. genannten 100 Mbit/s des Raspberry Pi ausreichend sind. Es geht
bei dieser Lösung dann halt sämtlicher Internet-Datenverkehr deines
Netzes über den Raspberry Pi. Dafür hast du auf diesem alles in der
Hand, was das Routing betrifft.
faser schrieb:> Na ja den gerammten Trafic möchte ich dem raspi nicht zutrauen.
In irgendeinen sauren Apfel wirst du wohl oder übel beißen müssen.
Letztlich wäre das der von dir eingangs genannte zusätzliche Router, der
logisch gesehen hinter dem Glasfaser-Router in Richtung deines
Heimnetzes sitzt.
Jörg W. schrieb:> faser schrieb:>> Na ja den gerammten Trafic möchte ich dem raspi nicht zutrauen.>> In irgendeinen sauren Apfel wirst du wohl oder übel beißen müssen.> Letztlich wäre das der von dir eingangs genannte zusätzliche Router, der> logisch gesehen hinter dem Glasfaser-Router in Richtung deines> Heimnetzes sitzt.
ja wahrscheinlich ist der Router die Eiligste Lösung!
Anschaffung und Strom....
Danke für Eure Hilfe
faser schrieb:> ich bin seit kurzen stolzer Besitzer eines Glasfaserrouters.
[...]
> Der Router von meinem Anbieter kann dies anscheinend nicht den die> Konfiguration ist nur über die Homepage des Anbieters einstellbar. Und> nicht direkt auf dem Webinterface des Routers.
urgh. Willst Du so einen Router in Dein Netzwerk lassen? Ich würde das
nicht...
Das Glasfaser wird doch vermutlich GPON sein, oder?
Ich würde daher vorschlagen den Router des Providers durch einen eigenen
Router zu ersetzen. Der Provider ist gesetzlich dazu verpflichtet Dir
das zu gestatten und Dir die nötigen Zugangsdaten auszuhändigen.
Routerzwang ist verboten, alles nach dem passiven(!) Netzabschluss
darfst Du selbst auswählen und der Provider muss Dich dabei
unterstützten.
Das kann entweder ein Router sein, der direkt GPON kann, oder ein
GPON-Modem + einen normalen Router.
Ich habe gehört daß es auch SFP-Module für GPON gibt. Die hab ich
allerdings noch nicht in der Praxis in der Hand gehabt und ich weiß auch
nicht, in wie weit die Übergabe der nötigen Parameter (wie z.B.
Passwort) da standardisiert ist. Da dauert es vermutlich noch etwas bis
dieser Weg bequem gangbar wird.
A. K. schrieb:> Ich will mal ins Blaue den OpenVPN Bridging Mode einwerfen.
Damit habe ich allerdings auch keine Erfahrung. Würde wohl bedeuten,
dass dann alle OpenVPN-Clients im Netz 192.168.55.0/24 „leben“, oder?
Alternative wäre auf allen Clients im lokalen Netz die über das VPN
gehen dürfen, also insbesonderem dem NAS, die Route statisch
einzuttragen.
Wenn das nur 1-2 Clients sind ist das eventuell einfacher als einen
zusätzllichen Router hinzustellen und zu konfigurieren.
Irgendwie kommt mir das vor wie von hinten durch die Brust ins Auge. Ich
würde den GF Router als Modem nutzen oder gegen eine FB mit GF tauschen.
Bei Modembetrieb dann einen VPN Router FVS318 zB. Alles dahinter ist
DMZ. Da drin dann die Portforwardings für HTTP, FTP, NAS, Raspi etc.
Dann einen billigen LAN Router mit SPI Firewall und dann die Clients.
Zugriffe von außen erfolgen per VPN auf alles hinter dem FVS. Und alles
von innern geht automatsich. Es ist nicht mehr Aufwand und man hat eine
eindeutige Trennung. Die Anbindung des gehosteten Server kann je auch
über ein VPN erfolgen.
Gerd E. schrieb:> faser schrieb:>> ich bin seit kurzen stolzer Besitzer eines Glasfaserrouters.> [...]>> Der Router von meinem Anbieter kann dies anscheinend nicht den die>> Konfiguration ist nur über die Homepage des Anbieters einstellbar. Und>> nicht direkt auf dem Webinterface des Routers.>> urgh. Willst Du so einen Router in Dein Netzwerk lassen? Ich würde das> nicht...>> Das Glasfaser wird doch vermutlich GPON sein, oder?
Hängt vom Anbieter ab.
> Ich würde daher vorschlagen den Router des Providers durch einen eigenen> Router zu ersetzen. Der Provider ist gesetzlich dazu verpflichtet Dir> das zu gestatten und Dir die nötigen Zugangsdaten auszuhändigen.> Routerzwang ist verboten, alles nach dem passiven(!) Netzabschluss> darfst Du selbst auswählen und der Provider muss Dich dabei> unterstützten.
Sieht Vodafone anders.
> Das kann entweder ein Router sein, der direkt GPON kann, oder ein> GPON-Modem + einen normalen Router.
Was gibt es denn für Router, die GPON direkt können und für den
Endkunden verfügbar sind? Die FB 5491 ist das nicht, abgesehen davon,
das sie veraltet ist.
> Ich habe gehört daß es auch SFP-Module für GPON gibt.
Gibt es ab und an. Muss man aber wirklich suchen und Glück haben. Und
braucht dann einen Router mit SFP. Die von dir angesprochene Sache mit
Passwort etc. kommt noch dazu.
faser schrieb:> Ja bringt heute openWrt noch was?ist das Projekt noch am Leben?
"The current stable version series of OpenWrt is 18.06, with v18.06.2
being the latest service release of the series. It was released on
January, 31th 2019."
Und was sonst noch so passiert:
https://git.openwrt.org/openwrt/openwrt.git
Habe probehalber einen alten WRT54 zwischen Glasfaserrouter und netzwerk
geklemmt er tut seinen Dienst ist aber ein Flaschenhals:( Die Bandbreite
kann er nicht weiter bringen....!
was für ein Modell könnte denn Anforderungen nachkommen?