Computertypen

Gast #5797991
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Das Mikrocontrollernetz beschäftigt sich, wie der Name schon sagt, mit 
Mikrocontrollern.

Mikrocontroller würde ich zu den klassischen Computertypen zählen.
Aber eigentlich gibt es ja noch andere Computer: z.B. Analogrechner, 
Quantencomputer.

Sind das schon alle, oder gibt es da noch mehr?
Gast #5798002
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Moin,

ich würde Mikrocontroller nicht zu klassischen Computertypen zählen.
Es gibt noch Mikroprozessoren aus denen sind die klassischen 
(Personal-)Computer hervor gegangen.

Und Computer heisst auf deutsch Rechner, also kommen dann eigentlich 
noch die ganzen klassischen Rechenmaschinen dazu.

Das ganze ging früher mechanisch und dann elektromechanisch. Über 
Relais, Röhren und Transistoren bis zu den heutigen dicken Chips.

Da kommt einiges zusammen.
Gast #5798027
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>Moore/Mealy
Das sind ja Bezeichnungen für Zustandsmaschinen. Einen Mikrocontroller 
kann man zwar als Zustandsmaschine sehen, aber als eigenen Computertyp 
würde ich das eher nicht sehen.

>wäre eines, oder RISC/CISC
Das wiederum ist die Prozessorarchitektur. Beide arbeiten aber nach dem 
boolschen Prinzip.

> Zuse Z1
https://de.wikipedia.org/wiki/Z1_(Rechner)
Die Z1 würde ich schon als eigenen Computertyp sehen: Die Klasse der 
mechanischen Computer.
Ich kann mich noch an mechanische Taschenrechner und Registrierkassen 
erinnern, weiß aber nicht, ob die mit der "boolschen" Logik 
funktionieren.
Gast #5798106
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>Ich habe noch den Spielcomputer Logikus von Franzis, der besteht aus
>zehn Schiebeschaltern, zehn Glühbirnen, einem Taster und einer
>4,5V-Batterie.

Den kannte ich noch nicht.
Aber er hat immerhin einen eigenen Wikipediaeintrag:
https://de.wikipedia.org/wiki/Logikus

Der GMC4 war mir eher geläufig
https://en.wikipedia.org/wiki/GMC-4

Wobei der schon eher ein klassischer Computer ist.
Angehängte Dateien:
Gast #5798118
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Testbenutzer schrieb:

> Und Computer heisst auf deutsch Rechner, also kommen dann eigentlich
> noch die ganzen klassischen Rechenmaschinen dazu.

"Computer" war eine Berufsbezeichnung. Das waren Damen, die gut und 
schnell kopf- oder rechenschieber-rechnen konnten. Als dann 
programmierbare Automaten basierend auf Relais- oder Röhrentechnik 
entstanden, wurden diese in Anlehnung an die wegzurationalisierende 
Tätigkeit ebenfalls Computer genannt.
Moderator #5798169
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Nicht zu vergessen, der WDR-Papiercomputer:

  https://marian-aldenhoevel.de/papiercomputer/

Auf der Webseite findet man auch eine papierlose Simulation des
Computers.

Ähnlich wie die mechanische Zuses Z1 oder der röhrenbasierte ENIAC
unterscheidet sich der Papiercomputer in seinen Grundprinzipien nicht
wesentlich von einem halbleiterbasierten Digitalcomputer, nur die
Umsetzung ist eine andere.

Analog- und Quantencomputer hingegen verkörpern ein grundsätzlich
anderes Funktionsprinzip als die Digitalcomputer. Alle bisher in diesem
Thread genannten Computertypen lassen sich in eine dieser Kategorien
einordnen. Eine Ausnahme stellt vielleicht der von Souleye genannte
"Biocomuter" dar, von dem wir noch nicht im Detail wissen, wie er
funktioniert. Möglicherweise ist er aber auch nur eine Kombination aus
Analog- und Digitalcomputer.

Auch mich würde interessieren, ob es neben Analog-, Digital- und
Quantencomputern noch grundsätzlich andere Kategorien in dieser
Abstraktionsebene gibt.
#5798245
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Christoph db1uq K. schrieb:
> Spielcomputer
> Ich habe noch den Spielcomputer Logikus von Franzis, der besteht aus
> zehn Schiebeschaltern, zehn Glühbirnen, einem Taster und einer
> 4,5V-Batterie.

du hast den noch?
meiner ist schon lange weg was ich heute bedauere, was war ich froh den 
mit 12 zu Weihnachten bekommen zu haben, nur mein Vater verstand nicht 
wozu das ist, es war ja auch viel Geld damals.
#5798800
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Richard H. schrieb:
> soul e. schrieb:
>> "Computer" war eine Berufsbezeichnung. Das waren Damen, die gut und
>> schnell kopf- oder rechenschieber-rechnen konnten.
>
> In der Urzeit erledigten diese Arbeit die Summerer.

Das waren die Sumerer - die haben die (Keil-)Schrift erfunden. Ab ca. 
3000 v.u.Z. entwickelten sie das erste Stellenwertsystem der Menscheit 
mit der Basis 60.

Ihre Geschichte kann man bis ca. 5000 v.u.Z zurückverfolgen.
Moderator #5798821
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Uhu U. schrieb:
> Richard H. schrieb:
>> soul e. schrieb:
>>> "Computer" war eine Berufsbezeichnung. Das waren Damen, die gut und
>>> schnell kopf- oder rechenschieber-rechnen konnten.
>>
>> In der Urzeit erledigten diese Arbeit die Summerer.
>
> Das waren die Sumerer

Uhu, dein Geschichtswissen ist zwar beeindruckend, aber ich glaube, das
zweite "m" war pure Absicht ;-)
#5798887
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Yalu X. schrieb:
> Analog- und Quantencomputer hingegen verkörpern ein grundsätzlich
> anderes Funktionsprinzip als die Digitalcomputer. Alle bisher in diesem
> Thread genannten Computertypen lassen sich in eine dieser Kategorien
> einordnen.
> [...]
> Auch mich würde interessieren, ob es neben Analog-, Digital- und
> Quantencomputern noch grundsätzlich andere Kategorien in dieser
> Abstraktionsebene gibt.
Wobei sich diese Einteilung m.E. "nur" auf die Art der Berechnung, also 
auf die ALU, bezieht.
Das Geniale am Digitalcomputer ist ja die Funktionsweise als Prozessor, 
was unabhängig von der Arithmetik ist. Soweit ich das überblicken kann, 
funktionieren Quantencomputer auch mit Digitalprozessor, lediglich die 
Recheneinheit ist quantisch. Genauso wäre ein (digitaler) AVR mit 
analogem Rechenwerk und nachgeschaltetem AD-Wandler denkbar.

> Eine Ausnahme stellt vielleicht der von Souleye genannte
> "Biocomuter" dar, von dem wir noch nicht im Detail wissen, wie er
> funktioniert. Möglicherweise ist er aber auch nur eine Kombination aus
> Analog- und Digitalcomputer.
Die (vergleichsweise schwache) Recheneinheit unseres Biocomputers ist 
sicher nicht digital im Sinne von binär. Auch nicht analog im Sinne 
einer diskreten Spannung. Aber was dann?
Beitrag #5800965 wurde von einem Moderator gelöscht.
#5802724
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https://www.logikus.info/simulator.htm
da gibt es die beiden Handbücher als gezipptes PDF.
Ein Vorwort von Prof. Steinbuch, bei dem hatte ich Vorläsung (ein 
Schwabe).

Zu der Zeit (1970) wurde die Mengenlehre erstmals in der Schule als 
große Neuheit eingeführt. Dank Logikus weiß ich, dass vieles davon mit 
der Booleschen Algebra zu tun hat. Schnitt-, Vereinigungs- und 
Ergänzungsmenge als andere Darstellung von UND, ODER und Negation 
(Inverter).

Moore/Mealy hatte ich verwechselt mit Harvard/Von-Neumann-Architektur
https://de.wikipedia.org/wiki/Harvard-Architektur
https://de.wikipedia.org/wiki/Von-Neumann-Architektur
#5802772
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Thorsten M. schrieb:
> Die (vergleichsweise schwache) Recheneinheit unseres Biocomputers ist
> sicher nicht digital im Sinne von binär. Auch nicht analog im Sinne
> einer diskreten Spannung. Aber was dann?
Wieso nicht analog? Soweit ich mich an den Biologieunterricht erinnere 
war das doch so dass die Neuronen auf Signalen von anderen Neurononen 
reagieren und je nachdem mal mehr oder mal weniger stark das Signal 
weiter leiten bzw. verteilen. "Neuronale Netze" aus Software (und teils 
inzwischen Hardware) funktionieren genau so.
Beim Gehirn gibt es dann noch sozusagen Seitenkanäle wie 
Botenstoffe/Hormone welche die Kommunikation beeinflussen.
(Firma: --------------) #5803540
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Fridolin schrieb:
> Mikrocontroller würde ich zu den klassischen Computertypen zählen.

Falsch!

Mikrocontroller zählen zu den "spezial" Computern!

Einsatz vorwiegend embedded:
https://de.wikipedia.org/wiki/Eingebettetes_System

Daneben gibt`s dann die "universal" Computer.
https://de.wikipedia.org/wiki/Universalrechner

Fridolin schrieb:
> Aber eigentlich gibt es ja noch andere Computer: z.B. Analogrechner,
Ähh????
Dir ist schon klar das die mit SPS&Co. Anfang der 90`ziger 
"ausgestorben" sind?

> Quantencomputer.

-----> sowas ist vllt. in 50 Jahren Realität!

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