Hallo liebes Forum,
ich möchte ausgehend von einem Eingangssignal zu einem Optokoppler
(CNY-17) über einen Transistor ein Relais schalten (sofern ich für den
Optokoppler dieses überhaupt benötige?!)
Die Spannung des Eingangssignals beträgt 5V.
Ausgangsseitig des Optokopplers liegen zunächst 12 V an, die ich mit
einem Spannungsteiler im Collectorkreis auf 5 V "coil voltage" (Relais:
coil voltage 5 V, coil resistance 167 Ohm) für das Relais herunterteilen
möchte.
Als Schalttransistor möchte ich einen BC548 verwenden.
Im Anhang befindet sich meine handgezeichnete Schaltung.
Würde diese so funktionieren, mit den angegebenen Werten und der
Verdrahtung?
Leider habe ich mit Optokopplern noch nichts gebaut, weshalb ich frage.
Vielen Dank
Gruß
Rudi.
Hallo,
Nein, denn Deine Teilerwiderstände sind viel zu hochohmig. In Reihe zum
Eingang braucht es auch noch einen Widerstand, so 470 ... 2200 Ohm, ich
svhaue die Werte jetzt nicht nach. In Reihe zum Relais wäre z.B. 220 Ohm
ein sinnvoller Wert für 30 mA. Diode ist korrekt, der 33k ist vollkommen
überflüssig.
MfG
Matthias S. schrieb:> Grob gesagt, wenn du in Reihe mit dem Relais einen Widerstand schaltest,> der den gleichen Widerstand wie die Spule des Relais hat, klappt das> bestens.
OK fast UB/2 dann. Relais 5V UB 12V.
Hi @Rudi,
Du wirst am besten experimentell herausfinden, bei welchem Strom das
Relais sicher anzieht und bei welchem es abfällt.
Die Widerstandsangabe alleine reicht nur zur überschlägigen Berechnung
aus.
Kann sein, dass das Relais einen etwas kleineren Vorwiderstand als den
errechneten benötigt, um sicher anzuziehen.
(Habe sogar einmal ein 12V Relais über Gleichrichter und einen
Kondensator an 230 V gelegt, wenn das Relais einmal kurz anziehen soll.
Dabei nütze mir die Rechnerei fast gar nichts. Werte wurden
experimentell ermittelt.)
Schalte doch zur Freilaufdiode noch eine Z-Diode (entgegengesetzt) in
Reihe damit das Abfallen des Relaiskontaktes auch schneller erfolgt.
https://www.mikrocontroller.net/wikifiles/1/15/Relais_z-diode.png
ciao
gustav
Matthias S. schrieb:> Grob gesagt, wenn du in Reihe mit dem Relais einen Widerstand schaltest,> der den gleichen Widerstand wie die Spule des Relais hat, klappt das> bestens.
Warum soll man sich nicht einfach an dem im Datenblatt vom Relais
angegebenen Spulenwiderstand orientieren und den Serienwiderstand
passend zur Nennspannung ausrechnen.
Rudi schrieb:> (sofern ich für den Optokoppler dieses überhaupt benötige?!)
Warum hast du einen Optokoppler vorgesehen, wenn du ihn nicht benötigst?
Gibt es irgendeinen Grund, die Masse von deinen 12V für die
Relaisansteuerung nicht mit der Masse des Steuersignals zu verbinden?
Rudi (Gast) schrieb:
>ich möchte ausgehend von einem Eingangssignal zu einem Optokoppler>(CNY-17) über einen Transistor ein Relais schalten (sofern ich für den>Optokoppler dieses überhaupt benötige?!)>Die Spannung des Eingangssignals beträgt 5V.
Da hinter den Pins 1+2 das OK eine LED steckt, mußt Du die auch
entsprechend so ansteuern. Es fehlt also ein Vorwiderstand, sonst ist
die interne LED und/oder die ansteuernde Schaltung gleich beim ersten
Versuch pfutsch.
Also vielleicht so 1-2k davor schalten.
>Ausgangsseitig des Optokopplers liegen zunächst 12 V an, die ich mit>einem Spannungsteiler im Collectorkreis auf 5 V "coil voltage" (Relais:>coil voltage 5 V, coil resistance 167 Ohm) für das Relais herunterteilen>möchte.
Da dieser Spannungsteiler durch das Relais belastet wird, hast Du einen
belasteten Spannungsteiler, und da ist der Teilerfaktor leider nicht so,
wie es die einfacher Spannungsteilerformel glauben machen will. Du mußt
den Innenwiderstand des Relais mit einbeziehen, welcher bereits einen
der Teilerwiderstände darstellt. Im Grunde brauchste also eigentlich nur
einen 180Ohm oder 220Ohm (genauer muß es nicht sein) in Reihe zum Relais
- das war's (die Freilaufdiode gehört natürlich weiterhin mit rein).
Sinnvoller wäre es natürlich, gleich ein Relais für 12V zu nehmen ...
>Als Schalttransistor möchte ich einen BC548 verwenden.
Ok.
Hi,
wenns knalliger schalten soll,
dann einen nicht zu großen Elko noch direkt hinter dem Relais zur
Stabilisierung rein.
Elko lädt sich über Rv auf fast UB auf und wird beim Einschalten über
Relaisspule entladen. Das zieht dann kräftig an, weil es eine höhere
Spannung bekommt.
Bei Dauerbetrieb fällt die Spannung wieder durch Rv auf einen für die
Relaisspule ungefährlichen Wert ab.
ciao
gustav
Also ich habe das Datenblatt des CNY17 nun so verstanden, dass an der
"eingebauten Leuchtdiode" (die den internen Transistor ansteuert) 1.5V
abfallen und die Diode max. 60 mA Strom zieht.
Mir kommen die 60 mA allerdings ziemlich "groß" vor, aber wird schon so
stimmen.
Somit errechnet sich der Eingangs-Vorwiderstand (bei einer
Eingangsspannung von 5V) aus R = U / I = 3.5V / 60mA = 58,3 Ohm.
Was ich im Datenblatt nicht herauslesen kann (aufgrund meines fehlenden
Fachwissens): Brauche ich für das besagte 5V Relais überhaupt einen
zusätzlichen Transistor oder würde der CNY17 auch ohne Transistor das
Relais ohne Abzurauchen schalten?
Im Anhang nochmals die "neue" Schaltung.
PS: Den Verbraucherkreis des Relais habe ich falsch gezeichnet, die
Punkte sollten an einen "Schalter" und nicht auf das Motor-Schaltsymbol
gehen.
Gibt es noch etwas zu beanstanden?
Gruß
Hi,
so hätte ich mir das gedacht oben.
OK. R4 noch an die Datenblattvorgaben anpassen.
(R3 "räumt" die Emitter-Basisstrecke schneller aus.)
ciao
gustav
>Laß den Optokoppler ganz weg. Er ist nur ein Angstkoppler.
Das heißt vor dem 1k-Basiswiderstand die 5V anlegen?
>so hätte ich mir das gedacht oben.
Na dass das so ein Aufriss ist mit dem Optokoppler hätte ich nun auch
nicht vermutet...*frustrated*
Ich muss noch hinzufügen, dass es um keinerlei zeitkritische
Schaltprozesse geht.
Es soll lediglich ein Pumpenmotor (12V) von einer CNC-Fräse (5V-Pin
eingangsseitig zum Optokoppler) zur Kühlmittelförderung
ein-/ausgeschaltet werden.
Rudi schrieb:> Na dass das so ein Aufriss ist mit dem Optokoppler hätte ich nun auch> nicht vermutet...*frustrated*
Bei Sachen, die nicht benötigt werden, ist das immer so.
MfG Klaus
Rudi schrieb:> Brauche ich für das besagte 5V Relais überhaupt einen> zusätzlichen Transistor oder würde der CNY17 auch ohne Transistor das> Relais ohne Abzurauchen schalten?
Nein. Rein Bauchgefühl.
Ich schau mir aber mal das Datenblatt an.
Momang.
ciao
gustav
>Ich schau mir aber mal das Datenblatt an.
Ok super, vielen Dank.
Kannst du mir dann sagen, wo du die entsprechende Information für den
Lastkreis des CNY17 gefunden hast?
Will nicht dumm sterben..
150 mW ist ein bisschen wenig.
Rudi schrieb:> Kannst du mir dann sagen, wo du die entsprechende Information für den> Lastkreis des CNY17 gefunden hast?> Will nicht dumm sterben..https://www.vishay.com/docs/83606/cny17.pdf
Also, ich würde lieber Transistorvariante bevorzugen.
ciao
gustav
P.S.:
IF für LED wird bei Testconditions mit 10 mA angegeben, nicht 60 mA
Rudi schrieb:> Es soll lediglich ein Pumpenmotor (12V)Rudi schrieb:> von einer CNC-Fräse (5V-Pin
welchen Strom kann dein 5V Pin liefern?
kann der nicht direkt dein 5V Relais schalten?
Warum willst du aus 12V 5V machen wenn du schon 5V hast?
Dein 5V Pin wird ja wohl eine 5V Versorgungsspannung haben, 5V fallen ja
nicht vom Himmel.
Rudi schrieb:> Also ich habe das Datenblatt des CNY17 nun so verstanden, dass an der> "eingebauten Leuchtdiode" (die den internen Transistor ansteuert) 1.5V> abfallen und die Diode max. 60 mA Strom zieht.
das ist der maximale mögliche Strom für die IR LED kurz vor dem
abrauchen, die zieht den Strom nur den man ihr REINPRÜGELT.
Karl B. schrieb:> P.S.:> IF für LED wird bei Testconditions mit 10 mA angegeben, nicht 60 mA
>kann der nicht direkt dein 5V Relais schalten?
Das weiß ich leider nicht, weil ich darüber keinerlei Informationen
finde, welchen Strom das "Relais" in der CNC-Steuerung abkann. Ich
vermute auch, dass es ein Halbleiterbaustein und kein Relais ist.
Ich werde aber mal das Gehäuse der Steuerplatine aufschrauben und auf
der Platine danach suchen.
>>Warum willst du aus 12V 5V machen wenn du schon 5V hast?
Weil ich eben nicht weiß, ob der 5V-Pin den Strom schalten kann, den die
Spule in meinem 5V-Relais kann..
Rudi schrieb:> Weil ich eben nicht weiß, ob der 5V-Pin den Strom schalten kann
wenn der es nicht kann muss trotzdem eine 5V Quelle vorhanden sein die
noch 30mA für das Relais abgeben könnte, wenn nicht mal diese 30mA aus
der Quelle kommen können ist sie sehr auf Kante genäht und kaum gut
ausgelegt.
ansonsten muss man nicht viel rechnen, dein Ralais will 5V du hast 12V
das schreit ja gerade statt nach Spannungsteiler oder Vorwiderstand (der
sollte ein Metallfilm mit 0,6W 0207 sein denn ein Kohle R in 0207 kann
nur 0,25W und 7V * 0,03A wären ja schon 0,21W)
also mir fällt sofort eine 0,5W Z-Diode 6,8V in Reihe ein.:
12V - 6,8V = 5,2V.
Nun gut der R wurde ja schon hier vorgerechnet und ist billiger.
>kann der nicht direkt dein 5V Relais schalten?
Das weiß ich leider nicht, weil ich darüber keinerlei Informationen
finde, welchen Strom das "Relais" in der CNC-Steuerung abkann.
aber du plantest 60mA durch den Optokoppler zu jagen?
wenn 30mA für das Relais reicht und weisst nicht mal ob du 10mA für den
Optokoppler hast?
Rudi schrieb:> Mir kommen die 60 mA allerdings ziemlich "groß" vor, aber wird schon so> stimmen.
Gewöhnlich lässt man durch so eine Diode nur so viel Strom fließen, wie
es für ein zukunftsicheres Schalten der nachfolgenden Schaltung
erforderlich ist, nicht so viel, wie maximal zulässig ist. Dazu brauchst
du nur des CTR anzugucken.
Je mehr Strom durch den Optokoppler fließt, umso schneller altert er,
i.e. um so kürzer wird die Lebensdauer.
Rudi schrieb:> Ich> vermute auch, dass es ein Halbleiterbaustein und kein Relais ist.
Das ist aber substantiell, zu wissen, was eigentlich geschaltet werden
soll. Wenn Du das geklärt hast, kannst Du nochmal von vorne anfangen.
Rudi schrieb:> Ich werde aber mal das Gehäuse der Steuerplatine aufschrauben und auf> der Platine danach suchen.