Guten Tag,
im Anhang ist ein Ausschnitt aus einem Sender, mich würde der
Kondensator interessieren der zwischen Antenne und Schwingkreis
eingebaut ist, mit meinem Laienhaftem Wissen frage ich mich wie
das funktioniert, da ja der Kondensator erst linksseitig mit Plus
aufgeladen wird und sperrt, wenn jetzt die Spannung umpolt gibt der
Kondensator ja den Storm linksseitig wieder frei usw.
Ich frage mich ob da überhaupt Strom bis zur Antennen durchfliesst.
Vielen Dank.
Du solltest dir die Grundlagen der Wechselstromtechnik durchlesen. Ein
Kondensator ist, wie auch eine Spule, ein komplexer Widerstand. Mit
immer höher werdender Frequenz, wird der "komplexe Widerstand" kleiner
beim Kondensator. Bei theoretisch unendlich hoher Frequenz, kann der
Kondensator quasi als Kurzschluss angenommen werden. Eine Spule würde
sich genau gegenteilig verhalten.
Hoffe die kurze Erklärung bringt dich vll. weiter oder bietet dir einen
Ansatz zum recherchieren.
JamesC schrieb:> ... wie das funktioniert, da ja der Kondensator erst linksseitig mit Plus> aufgeladen wird und sperrt, wenn jetzt die Spannung umpolt gibt der> Kondensator ja den Storm linksseitig wieder frei usw.
Bevor der Kondensator richtig sperrt, hat sich die
Hochfrequenzschwingung am Sender schon wieder überlegt, sich umzupolen.
Der Hochfrequenzstrom kann dadurch ungehindert zur Antenne fließen.
Abgetrennt wird die Gleichspannung, die vermutlich oben links am
Schaltungsausschnitt anliegt, so dass die Antenne nicht unter
(Gleich-)Spannung steht.
Lerne erstmal was ein Kondensator ist und wie er funktioniert.
Dein Schaltbild zeigt einen Oszillator für den UKW-Bereich, dessen
Betrieb so wie gezeigt, illegal ist.
Das Mikrofon, oder den NF-Vertärker am Basisanschluss hast du
geflissentlich abgeschnitten.
Du wirst nicht viel Freude mit diesem Dingelchen haben, denn die
Frequenz ist äusserst instabil.
JamesC schrieb:> ob da überhaupt Strom bis zur Antennen durchfliesst.
wieso glaubst du, daß bei "Funkwellen" Strom in eine Antenne
(vereinfacht: Ein Stückchen freistehender Draht) hinein fließen soll?
Überleg mal: Wo soll dieser Strom hinfließen? Aus der Antennenspitze
heraus, in die Empfangsantenne hinein?
--> Da muss wohl ein anderes Grundprinzip gelten bei elektromagnetischen
Wellen. Du solltest deine Strom-in-die-Antenne-reinfliess Theorie noch
mal überdenken.
Wegstaben V. schrieb:> wieso glaubst du, daß bei "Funkwellen" Strom in die Antenne hinein> fließen soll? Wo soll dieser Strom hinfließen? Aus der Antennenspitze> heraus, in die Empfangsantenne hinein?
Natürlich fliesst Strom in die Antenne hinein und auch aus der
Antennenspitze hinaus. Allerdings kein Gleichstrom, sondern
Wechselstrom.
Wegstaben V. schrieb:> wieso glaubst du, daß bei "Funkwellen" Strom in eine Antenne> (vereinfacht: Ein Stückchen freistehender Draht) hinein fließen soll?
Wo glaubst du, kommt das Magnetfeld um eine Antenne her, wenn nicht vom
fließenden Strom?
Lothar M. schrieb:> Lerne erstmal was ein Kondensator ist und wie er funktioniert.>> Dein Schaltbild zeigt einen Oszillator für den UKW-Bereich, dessen> Betrieb so wie gezeigt, illegal ist.>> Das Mikrofon, oder den NF-Vertärker am Basisanschluss hast du> geflissentlich abgeschnitten.>> Du wirst nicht viel Freude mit diesem Dingelchen haben, denn die> Frequenz ist äusserst instabil.
Nachdem das nur eine Anhäufung von Linien und Symbolen ist, denen selbst
im Schaltplan jede Verbindung fehlt besteht nicht die geringste Gefahr
einer illegalen Handlung, denn der Umsetzung steht das CAD schon
erfolgreich im Weg, vom mangelnden Wissen das zur Platine zu bringen
ganz zu schweigen.
Und bei dem Wissensstand des TO besteht für die nächste Zeit auch keine
vorbeugenden Warnung, geschweige denn Aufregung.
Was ich nach wie vor nicht verstehe: warum ist es so schwer gute
Schaltpläne in Eagle zu zeichnen? 2/3 der hier geposteten Pläne sind
einfach nur rotzig oder so wie der einfach nur falsch. Denn es kann ja
Verbindungen zeichnen wie an dem Knoten L1/L2/C5 ersichtlich ist, warum
macht es die an den anderen Stellen nicht? Immer wieder erstaunlich. In
meinem CAD geht das nur wenn ich vorsätzlich gegen das System arbeite.
MiWi schrieb:> Nachdem das nur eine Anhäufung von Linien und Symbolen ist, denen selbst> im Schaltplan jede Verbindung fehlt besteht nicht die geringste Gefahr> einer illegalen Handlung,
Das mag für Dich gelten, aber jeder Hobbybastler kann diesen Schaltplan
lesen und auch interpretieren. Dazu braucht es kein CAD und/oder anderes
Gedöns.
Solch einen Oszillator habe ich schon im Alter von 12 Jahren gebaut und
das ist schon über ein halbes Jahrhundert her. Damals noch mit
Kohlekapsel als Mikrophone.
Dein Eagle darfst du ruhig stecken lassen, so einen Schaltplan habe ich
schneller von Hand gezeichnet.
Lothar M. schrieb:> MiWi schrieb:>> Nachdem das nur eine Anhäufung von Linien und Symbolen ist, denen selbst>> im Schaltplan jede Verbindung fehlt besteht nicht die geringste Gefahr>> einer illegalen Handlung,>> Das mag für Dich gelten, aber jeder Hobbybastler kann diesen Schaltplan> lesen und auch interpretieren. Dazu braucht es kein CAD und/oder anderes> Gedöns.>> Solch einen Oszillator habe ich schon im Alter von 12 Jahren gebaut und> das ist schon über ein halbes Jahrhundert her. Damals noch mit> Kohlekapsel als Mikrophone.>> Dein Eagle darfst du ruhig stecken lassen, so einen Schaltplan habe ich> schneller von Hand gezeichnet.
Coole Antwort...
MiWi schrieb:> Nachdem das nur eine Anhäufung von Linien und Symbolen ist, denen selbst> im Schaltplan jede Verbindung fehlt
das wird "amerikanische" Schreib (Zeichnungs) Art sein. Die Amis kennen
halt keine "Lötpunkte", dafür halt (jumping wires?) - halt diese
komischen Brücken-Bögen wenn es über einen Draht geht.
"3 Turn 24 AWG" ist ja auch eher selten gebräuchlich im hiesigen
(Deutschland/Europa) Schaltplan-Universum.
Lothar M. schrieb:> Lerne erstmal was ein Kondensator ist und wie er funktioniert.
Sag mal, du hast ja immer noch deine Amateurfunklizenz, du
Amateurfunker, wolltest du die nicht zurück geben, weil du dich so
schämst???
Grüße von einem Funkamateur.
120PiOhm
Lothar M. schrieb:> Lerne erstmal was ein Kondensator ist und wie er funktioniert.
Wenn man das konzentrierte Bauteil Kondensator so einigermaßen
verstanden hat, versteht man deshalb noch lange nicht unbedigt, wieso in
einen an nur einem Punkt angeschlossenen Draht Strom hineinfließt. Dazu
braucht es ein wenig weitergehendes physikalisches Verständnis.
Wolfgang schrieb:> Bevor der Kondensator richtig sperrt, hat sich die> Hochfrequenzschwingung am Sender schon wieder überlegt, sich umzupolen.> Der Hochfrequenzstrom kann dadurch ungehindert zur Antenne fließen.>> Abgetrennt wird die Gleichspannung, die vermutlich oben links am> Schaltungsausschnitt anliegt, so dass die Antenne nicht unter> (Gleich-)Spannung steht.
wenn ich mir die Schaltung ansehe, ist ja der Kondensator am
Schwingkreis angeschlossen, ich dachte dort fliesst nur Wechselstrom,
was hat es mit der von dir gesagten Gleich Spannung zu tun ?
Lothar M. schrieb:> Solch einen Oszillator habe ich schon im Alter von 12 Jahren gebaut und> das ist schon über ein halbes Jahrhundert her. Damals noch mit> Kohlekapsel als Mikrophone.>> Dein Eagle darfst du ruhig stecken lassen, so einen Schaltplan habe ich> schneller von Hand gezeichnet.
Das gilt für mich auch.
Und ich zeichne -wenn es nicht beruflich ist- heute noch von Hand.
Übrigens gehört der 30pF Trimmer nur parallel zu L2.
L1 sollte eine Drosselspule sein, die HF Anteile von der
Betriebsspannung fernhält.
Gu. F. schrieb:> Er wird wohl eher die Spule angezapft haben.
Yep, so isses.
L1 wäre als Drossel viel zu klein und L2 alleine für UKW-Radio
ebenfalls, aber L1 + L2 kommt mit ihren 7 Windungen, zusammen mit dem
Trimmer, in etwa auf 100MHz. Ausserdem würde der Trimmer im anderen Fall
nicht auch die Drossel in den Schwingkreis miteinbeziehen.
Solch kleine Dinger, Minispione genannt, hatte ich seinerzeit mit dem
Transistor AF112 gebaut. Selbiger verschlang damals mein ganzes
Taschengeld.