Hallo Zusammen,
ich brauche mal geistige Unterstützung. Bei meinem Auto, funktionieren
die Stellmotoren der ZV nicht 100%, d.h. sie gehen nicht zuverlässig auf
und zu nicht. Nicht alle aber ein paar. Ich hab mal die Spannung
gemessen am Motor an der Tür die die meisten Probleme macht, die lag bei
etwa 10,8V. Wenn ich den Motor direkt mit einem Netzteil betreibe
funktioniert der zuverlässig.
Folgende Werte habe ich direkt an der Batterie gemessen:
16,3A bei Öffnen
13,2A bei schliessen
7,4A davon die Blinklichter
12,4V Leerlauf Spannung
12,1V Spannung bei öffnen/schliessen
Am Steuergerät der ZV, messe ich an der Zuleitung und dem geschalteten
400mv Spannungsdifferenz beim betätigen der ZV. Die Polung wird durch
ein spezielles Relais getauscht.
Messe ich nun an dem geschalteten Ausgang der ECU zur Batterie ergibt
sich:
1V bei Plus Batterie (öffnen)
800mv bei Minus Batterie (schliessen)
Also irgendwie fällt da Spannung ab. Ich habe das Relais schon
getauscht, die Kontakte etwas nachgebogen und mit Kontaktspray
behandelt. Jetzt ist noch ein Varistor zwischen den beiden geschalteten
Ausgängen zu den Motoren parallel geschaltet. Kann der das Problem
verursachen oder liege ich komplett falsch im vorgehen?
Danke und Gruß
Mario
Der Spannungsabfall sollte egal sein. Bei den Haarleitungen, die im Auto
verbaut werden, ist das auch normal. Bei den Strömen müsste man 1,5mm²
verlegen, was aber zu schwer und zu teuer wäre.
Wahrscheinlicher ist, dass die Mechanik nicht mehr leichtgängig genug
ist. Oder aber es ist irgendwo richtung Motor seriell eine Polyfuse
verbaut, die durch Alterung inzwischen vorzeitig auslöst.
Elektrisch würde ich die Ursache eher hinten anstellen.
Ok, werde auch mal mechanisch schauen. Was mich halt "stört" ist das ich
mit der Spannungquelle direkt am Stellmotor 12,4V kein Problem habe und
mit 10,8V die Tür zufällig verriegelt. Ich dachte halt, viel hilft viel.
Sagt aber auch nichts darüber aus ob es nicht mit 10,8V gehen sollte -
das ist richtig.
Die Zuleitungen zu den Stellmotoren sind natürlich 0,75qm. Die ZV
verriegelt auch eher als das sie wieder öffnet. Hmmm, vielleicht ist das
schon der Hinweis, der höhere Strom beim öffnen = höherer mechanischer
Widerstand?
Mario schrieb:> Jetzt ist noch ein Varistor zwischen den beiden geschalteten> Ausgängen zu den Motoren parallel geschaltet. Kann der das Problem> verursachen oder liege ich komplett falsch im vorgehen?
Dann klemm den/die Motoren halt testweise ab, und messe den Strom
nochmal. Sollte dann 7,4A (die Blinklichter) sein. Versuch macht kluch.
> Folgende Werte habe ich direkt an der Batterie gemessen:> 16,3A bei Öffnen> 13,2A bei schliessen> 7,4A davon die Blinklichter
Plausible Blinklichter; 12V / (4*21W)
Stumpf subtrahieren:
Motoren beim öffnen: 9,3A
Motoren beim schliessen: 6,2A
Ich tendiere auch zum mechanischen Problem. Oder Zustand der Motoren:
Verschleissabrieb der Kohlen / Abriebdreck zwischen den
Kollektorschleifern.
Noch ein entfernter Gedanke:
Mario schrieb:> Folgende Werte habe ich direkt an der Batterie gemessen:
...
> 12,4V Leerlauf Spannung> 12,1V Spannung bei öffnen/schliessen
Vielleicht ist der Akku (ich denke wir reden vom Starterakku, und nicht
von einem dedizierten Pufferakku für die ZV) schon am Ende?
Wie hoch ist denn die Spannung nach 60 Minuten Belastung durch
Warnblinkanlage? Springt die Karre vernünftig an?
Akku unter Belastung mit 12,1V aus dem Stand heraus ist i.O. aber schon
ein Indiz dafür das er nicht ausreichend geladen ist. Ca um die 50%
Ladezustand
Dort wo du die 10,8V gemessen hast mal Steckverbinder prüfen auf zu
große Übegangswiderstände.
Schlossfallen mal prüfen und schmieren/fetten.
Ebenso mal prüfen ob die Türen hängen und somit zuviel Kraft auf die
Schlossfalle/n ausüben ergo Schwergängigkeit.
chris schrieb:> Dort wo du die 10,8V gemessen hast mal Steckverbinder prüfen auf zu> große Übegangswiderstände.
Beim Stahlrahmen + Aluchassis würde ich auch die Massebrücken mit
checken.
Kontaktwiderstände sind das häufigste Problem bei Fahrzeugelektrik.