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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Intel gibt Entwicklung von 5G Smartphone Modems auf


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Autor: Rolf R. (dankobum)
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Hier der heise-Artikel:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Kein-Zukunft-bei-5G-Intel-gibt-Entwicklung-von-Smartphone-Modems-auf-4401222.html

Und schon sind es nur noch ganz wenige offene Stellen bei Intel in 
Deutschland. Das sah vor ein paar Tagen noch anders aus.

Hat jemand etwas gehört über Umstrukturierungen oder Entlassungen?

Autor: Wissender (Gast)
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Die haben bei 5G verschissen

Autor: A. K. (prx)
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Wie viele Hersteller von 5G Komponenten für Mobilsysteme gibt es neben 
Qualcomm und Huawei eigentlich noch?

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Wissender schrieb:
> Die haben bei 5G verschissen

Warum nur? Warum können die sich bei sowas strategisch sinnvollem nicht 
mal durchbeißen?

Statt dessen verpulvern die mit solchem Unsinn wie Quark / Edison ihr 
Geld. Da konnte man schon vorher wissen daß das nix wird.

Autor: Rolf R. (dankobum)
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Rolf R. schrieb:
> Hat jemand etwas gehört über Umstrukturierungen oder Entlassungen?

Ich bin gespannt auf die Auswirkungen auf die Standorte München und 
Duisburg (beides ehemals Infineon Wireless).

Autor: A. K. (prx)
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Die meisten Leute haben keinerlei Problem damit, hinterher zu wissen 
dass etwas nichts werden konnte.

Vielen gelingt diese Aussage sogar zuverlässig vorher. Mit durchweg "das 
wird nichts" hat man ziemlich gute Aussichten, auf der richtigen Seite 
zu enden. Ein Unternehmen in einer Wirtschaft mit technischem 
Fortschritt und heftiger Konkurrenz kann man so allerdings auf lange 
Sicht nicht führen.

Die hohe Kunst des schier Unmöglichen besteht folglich darin, leidlich 
zuverlässig "das wird was" vorherzusagen. Da sich kaum jemand dieser 
Kunst versteht, müssen reale Unternehmen eben etwas unternehmen, ohne um 
den Erfolg sicher sein zu können.

Google verfügt wie Intel über einen imposanten Friedhof eingestellter 
Produkte. Arm sind sie dadurch nicht geworden, und unfähig sind sie auch 
nicht.

Gerd E. schrieb:
> Warum nur? Warum können die sich bei sowas strategisch sinnvollem nicht
> mal durchbeißen?

Aus eingestellten Projekten in einem leidlich gut laufenden Unternehmen 
zu schliessen, dass das Unternehmen dumm oder unfähig sei, ist falsch. 
Im Gegenteil, es war klug genug, rechtzeitig die Reissleine zu ziehen, 
bevor zu viel Geld verbrannt wurde. Das wiederum ist eine Kunst, die 
BWLer oft besser beherrschen als Ings.

: Bearbeitet durch User
Autor: Gerd E. (robberknight)
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A. K. schrieb:
> Die meisten Leute haben keinerlei Problem damit, hinterher zu wissen
> dass etwas nichts werden konnte.

Ich hab keinen Post von mir, mit dem ich belegen könnte, daß ich das 
schon damals, zur Vorstellung von Quark & Edison, so gesehen habe. Es 
war mir allerdings schon damals ziemlich klar, daß die im 
Embedded-Bereich die Vorteile der Verbreitung von x86 und der 
einheitlichen Systemschnittstelle mit dem BIOS nicht ausspielen können. 
Dagegen stehen denen viele Kompatibilitäts-Altlasten, schlecht 
dokumentierte, dunkle Ecken wie SMM, und der komplexe Aufbau mit 
Prozessor und Southbridge, welcher die Echtzeitfähigkeit wesentlich 
erschwert, im Weg. Und die ARM-Konkurrenz war in diesem Bereich ziemlich 
gut aufgestellt. Die hätten also wesentliche Vorteile bieten müssen um 
einen Fuß in die Tür zu bekommen. Unter diesen Vorzeichen war mir recht 
klar daß das nix werden konnte, auch nicht mit Intels Kapital im 
Hintergrund.

> Gerd E. schrieb:
>> Warum nur? Warum können die sich bei sowas strategisch sinnvollem nicht
>> mal durchbeißen?
>
> Aus eingestellten Projekten in einem leidlich gut laufenden Unternehmen
> zu schliessen, dass das Unternehmen dumm oder unfähig sei, ist falsch.
> Im Gegenteil, es war klug genug, rechtzeitig die Reissleine zu ziehen,
> bevor zu viel Geld verbrannt wurde. Das wiederum ist eine Kunst, die
> BWLer oft besser beherrschen als Ings.

Ja, die BWLer sehen das aus dem kurzfristigen Blickwinkel der Quartals- 
und Jahresergebnisse wohl so. Und da wären sicher noch ein paar 100 
Millionen verbrannt worden und die Dinger vielleicht erst 2023 oder so 
profitabel geworden.

Aber dafür wäre Intel dann einer der weltweit ganz wenigen Anbieter von 
5G-Modem-ICs. Nur aus dieser Position heraus haben sie das Knowhow und 
den Zugang bei 6G mitzuentwickeln, eigene Patente in dem Bereich zu 
ergattern, und ihre eigene Prozessorarchitektur den 
Smartphoneherstellern anzudienen.

So steigen sie ganz aus dem Markt aus. Da später wieder einzusteigen 
wird extrem viel teurer bis unmöglich wg. dann fehlendem Patentpool für 
zukünftige Standards.

Und jegliche Rest-Ambitionen auf dem Markt für Smartphoneprozessoren Fuß 
zu fassen können sie jetzt komplett begraben. Wenn ich keine passenden 
Modem-ICs bekomme und ich deswegen zu Qualcomm gehen muss, kann ich dort 
auch gleich den passenden Prozessor kaufen.

Autor: A. K. (prx)
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Gerd E. schrieb:
> Und jegliche Rest-Ambitionen auf dem Markt für Smartphoneprozessoren Fuß
> zu fassen können sie jetzt komplett begraben.

Da fügt sich eins zum anderen, passt also. Bei den Prozessoren kam die 
Einsicht schon früher. Auch das hatte Intel versucht und ist am Markt 
gescheitert.

Der Zusammenhang mit dem gleichzeitig eingestellten Patentkrieg ist 
zudem offenkundig. Nicht klar ist mir aber, ob Apple auf Intel 
reagierte, oder Intel auf Apple.

Autor: mobile communications (Gast)
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Gibt es hier ein paar Insider?
Bin gespannt wie sich die Intel Standorte hier bei uns jetzt machen 
werden.
Was hat denn Intel in Deutschland bislang gemacht?
Modems, bisschen Automotive und Drohnen.
Vor ein paar Jahren hieß es ja schon, dass Intel hier in Deutschland 
alles dicht machen wollte, aber noch sind sie da.

Ich habe einen guten Bekannten, der noch vor ca. 4 Jahren bei Intel 
beschäftigt war. Die Teams, die für die Modementwicklung verantwortlich 
waren/sind, sitzen in Dusiburg, München, Linz, Indien und ich glaube ein 
kleines in den USA. Jetzt kann ich mich nicht mehr erinnern, ob mein 
Kollege gesagt hat, dass Duisburg ständig Probleme hatte und Verluste 
gemacht hat oder dass sie mit das beste Team waren.

Schwierig zu sagen, Apple war schon der Großkunde mit dem Geld.
Alle anderen Märkte sind für 5G auf den ersten Blick nicht so lukrativ.

Automotive ungewiss, Modemzug abgefahren, Konjunktur kühlt sich ab - 
spannende Zeiten für Ingenieure und es wird sich zeigen wer die besten 
Nerven hat.

Autor: Gerd E. (robberknight)
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A. K. schrieb:
> Gerd E. schrieb:
>> Und jegliche Rest-Ambitionen auf dem Markt für Smartphoneprozessoren Fuß
>> zu fassen können sie jetzt komplett begraben.
>
> Da fügt sich eins zum anderen, passt also. Bei den Prozessoren kam die
> Einsicht schon früher. Auch das hatte Intel versucht und ist am Markt
> gescheitert.

Nö, ich würde sagen die sind an sich selbst gescheitert. Die 
Intel-Smartphones die es gab waren im Vergleich zur ARM-Konkurrenz bei 
gleicher Leistung einfach zu Energiehungrig. Daß die mit einem in einer 
ganz wichtigen Disziplin schlechteren Produkt keinen Verkaufserfolg 
erzielen und neue Hersteller überzeugen konnten ist kein Wunder.

Und sie hatten natürlich auch Pech: Daß ihr damaliger Meego-Partner 
Nokia das Handtuch wirft war auch nicht so vorherzusehen. Wäre Meego 
eine 3. Alternative zu iOS/Android geworden, hätten sie starken Einfluss 
auf die Platform gehabt und ein natürlicher Lieferant für die darauf 
basierenden Geräte gewesen.

> Der Zusammenhang mit dem gleichzeitig eingestellten Patentkrieg ist
> zudem offenkundig. Nicht klar ist mir aber, ob Apple auf Intel
> reagierte, oder Intel auf Apple.

Ich denke Apple hat auf Intel reagiert. Apple wollte das eigentlich 
ausfechten, dann ist ihnen aber die Alternative zu Qualcomm abhanden 
gekommen und es blieb ihnen keine Wahl als zu zahlen.

Autor: Wissender (Gast)
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Rolf R. schrieb:
> Rolf R. schrieb:
>> Hat jemand etwas gehört über Umstrukturierungen oder Entlassungen?
>
> Ich bin gespannt auf die Auswirkungen auf die Standorte München und
> Duisburg (beides ehemals Infineon Wireless).

Wahrscheinlich werden diese Buden dichtgemacht

Autor: A. K. (prx)
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Gerd E. schrieb:
> Intel-Smartphones die es gab waren im Vergleich zur ARM-Konkurrenz bei
> gleicher Leistung einfach zu Energiehungrig.

Ich habe die Situation der Highend-Smartphones als ungefähr vergleichbar 
wahrgenommen, wenngleich ohne persönliche Erfahrung. Intel hatte 
allerdings keinen Unterbau, keine Chips für Low/Midrange-Geräte. 
Qualcomm lag mit den eigenen Krait-Cores sehr gut, gerade im Vergleich 
zu den Cores vom ARM selbst. Schnelle Weiterentwicklung der ARM-Lösungen 
zeichnete sich ab, bei Intel war das nicht in Sicht.

Damit war für Intel absehbar, dass mehr als die deutlich höhere single 
thread performance nicht drin war. Somit fehlte das 
Herausstellungsmerkmal, das Voraussetzung für den Erfolg einer 
"exotischen" Lösung im Massenmarkt Android war.

Autor: Wissender (Gast)
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Intel hat sich heftig ins Knie geschossen

Autor: A. K. (prx)
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Interessant in diesem Zusammengang finde ich die Situation von Samsung. 
Die letzten Generationen der Galaxy S Serie zeichneten sich ja durch 
eine zweigleisige SoC-Basis aus. Die USA und manche Asiaten kriegen 
Qualcomm, der Rest der Welt Samsung-eigene Exynos. Hat also Samsung im 
Exynos-S10 auch eine eigene 5G-Lösung?

NB: Was unter Betrachtung des Akkus erreichbare Prozessorleistung 
angeht, hatte sich Samsung besonders beim S9 nicht mit Ruhm bekleckert. 
Die effektiv nutzbare Leistung des Exynos war peinlich, trotz nominell 
besserer Zahlen. Beim S10 ist es besser geworden, aber so ganz hat 
Samsung das immer noch nicht im Griff.

Autor: BWLer (Gast)
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Ich kenne ein paar Leute die aktuell oder bis vor einigen Monaten bei 
Intel Duisburg waren.

Duisburg macht zu 100% Modem Entwicklung. Die Stimmung dort war schon 
immer sehr schlecht, alleine weil man Satelliten Standort von Neubiberg 
war, was ja auch wieder nur der Deutsche aus den USA per KPI gesteuerte 
Hauptsitz ist. Man versuchte schon seit Jahren die Leute in Richtung 
Neubiberg zu konsolidieren.

Letztendlich würde ich darauf wetten, dass der Standort verkauft wird. 
GGf auch in Richtung Automotive.

Autor: Rolf R. (dankobum)
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BWLer schrieb:
> Duisburg macht zu 100% Modem Entwicklung.

So um die 2000 herum waren in Duisburg (damals noch in Düsseldorf) bei 
Infineon aber auch noch viele Analogentwickler, die RF-Frontend-Chips 
oder -Blöcke für u.a. Bluetooth gemacht haben. Gibt es diese Abteilung 
heute nicht mehr?

: Bearbeitet durch User
Autor: BWLer (Gast)
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So genau weiss ich auch nicht was die Jungs da machen. Ich bin ja 
Informatiker auf PowerPoint Level und Gott sei dank kein Entwickler 
Sklave

Ich denke für die Leute ist es letztendlich auch egal. NRW ist was 
Embedded und HW nahe Entwicklung an geht ein absolutes Brachland. Ausser 
Klitschen und eine paar Überbleibseln aus alten Zeit ( ZF Düsseldorf von 
TRW ) gibt es hier nichts. Sollten die Jungs mit ihrer Spezialisierung 
auf der Strasse Landen, müssen die meisten mit Sicherheit in einem 
anderen Teil des Landes ihr Glück suchen.

Mit viel Glück kommen eben ein paar Automotive Deppen daher, die glauben 
dass sie diese Low-Level Frickel Opas noch irgendwie verwenden können. 
Denke aber wenn dürfte dass ein ähnlicher Rohrkrepierer wie Volkswagen 
Infotainment in Bochum werden. Gehälter dort sind unterirdisch.

Autor: Abakadabra (Gast)
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Diese Frickler braucht doch kein Mensch. Das machen doch heutzutage die 
Chinesen.

Autor: Anonymo (Gast)
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Abakadabra schrieb:
> Diese Frickler braucht doch kein Mensch. Das machen doch
> heutzutage die
> Chinesen.

Manchmal bin ich echt sprachlos über die Missachtung anderen gegenüber, 
die in unserem Berufszweig arbeiten.
Das sind nicht irgendwelche Frickler, das sind Ingenieure wie du und 
ich. Etwas Respekt anderen Entwicklern gegenüber, egal was sie 
entwickeln, wäre mal eine tolle Abwechslung.

Beitrag #5817594 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: A. K. (prx)
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Anonymo schrieb:
> Manchmal bin ich echt sprachlos über die Missachtung anderen gegenüber,
> die in unserem Berufszweig arbeiten.

Frickeln tun eigentlich immer nur die anderen. Man selbst tut es 
allenfalls auf Befehl unter Protest. ;-)

Autor: Thomas R. (sunnyingtom)
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Angehängte Dateien:

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Abakadabra schrieb:
> Diese Frickler braucht doch kein Mensch. Das machen doch heutzutage die
> Chinesen.
So ein Schwachsinn!

Zunächst kamen frische Chinesen nach Old-Germany und wurden dort von uns 
ausgebildet.
Unsere BWL-Manager meinten, daß man hier die hiesigen Standorte 
erfolgreich zumachen könnten. Das haben die dann auch gemacht.

Genau so habe ich das anno 2009 erlebt.

Dann gingen die Chinesen wieder zurück nach Shenzhen und wanderten zur 
Konkurrenz (Qualcomm? Huawei?), weil die Chinesen aufgrund ihrer guten 
Ausbildung 3 Cent pro Stunde mehr verdienen.

Somit blieb der Erfolg für NXP aus.

2019 passiert das Gleiche nochmal, nur diesmal mit INTEL.

: Bearbeitet durch User
Autor: Immer draufteten bis ich selber dran bin (Gast)
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Mario T schrieb im Beitrag #5817594:
> Warum sollte man Respekt vor solchen Lappen haben, die sich unter Wert
> verkaufen? Genau das sind ings im Jahr 2019

Bitte erläutern, verstehe ich grad nicht.

Abakadabra schrieb:
> Diese Frickler braucht doch kein Mensch. Das machen doch heutzutage die
> Chinesen.

Zugegebenermaßen ist die Analog-Schiene nicht gerade Intels Stärke und 
es gibt da deutlich bessere Arbeitgeber, aber die Ingenieure direkt als 
Frickler abstempeln?

Autor: Armin M. (Gast)
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Abakadabra schrieb:
> Diese Frickler braucht doch kein Mensch. Das machen doch heutzutage die
> Chinesen.

Die Chinesen machen bald alles und wir nichts. Dann fahren wir nach 
China zum Arbeiten.

Autor: A. K. (prx)
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Armin M. schrieb:
> Dann fahren wir nach China zum Arbeiten.

Falsche Richtung. Die kommen hergefahren, auf der neuen Seidenstrasse. 
Du arbeitest nicht in China, sondern frickelst weiterhin hier, aber nun 
unter einem chinesischen Chef. Damit sich die Chinesen nach Jahrzehnten 
harter Maloche endlich auf die faule Haut legen können brauchen sie 
Billiglöhner wie dich.

: Bearbeitet durch User
Autor: Armin M. (Gast)
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A. K. schrieb:
> Falsche Richtung. Die kommen hergefahren, auf der neuen Seidenstrasse.
> Du arbeitest nicht in China, sondern frickelst weiterhin hier, aber nun
> unter einem chinesischen Chef. Damit sich die Chinesen nach Jahrzehnten
> harter Maloche endlich auf die faule Haut legen können brauchen sie
> Billiglöhner wie dich.

Die Europäer haben es nicht anders verdient.

Autor: Querkopf (Gast)
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Wie eigenartig das Leben doch ist. Wie sich doch die Welt geändert hat.

In den achziger Jahren war man stolz auf das neue GSM. Viele Firmen und 
Länder glaubten eine zukunftsträchtige neue Industrue herangezogen zu 
haben und es gab Arbeit und Bedarf für viele Fachleute. Vierzig Jahre 
später, durch unvermeidlichen Fortschritt proppelliert zur Kommodität 
erniedrigt, schert sich kein Schwein mehr was man damals erreichte. Zum 
Spielball internationer Mitspieler geworden, hat man die lokale 
Kompetenz verleugnet und das Feld den internationalen "Großen" 
überlassen. Und nun sieht man hier das Trümmerfeld von dem was ehemals 
war. Man verspricht sich ein Wunder mit der Hure des von Ausländern 
gehörende 5G Konzepts. Was bleibt nun übrig?

Was ist vom Nationaldenken geblieben? Wäre es im heutigen Kontext so 
schlimm auf "Made in Europe" stolz zu sein, wenn schon "Made in Germany" 
als Nationaldenken verpönt ist? Warum kann 5G nicht eine rein europäisch 
sein? Warum muß da die ganze Welt wieder mitspielen? Hans Dominik sah 
dieses Thema schon im letzten Jahrhundert trotz jüngster heftiger Kritik 
möglicherweise im richtigen Licht.

Irgendwie ist die wirtschaftliche Karre total verfahren. Man kämpft im 
internationalen Wirtschaftskampf mehr als je um Domination und Märkte 
und Kunden. Aber mit jedem Jahrzehnt erhöht sich die Zahl der Mitkämpfer 
die den Kuchen in immer schmälere Spalten aufteilen. Und so gehen die 
gut bezahlten Arbeitsmöglichkeiten für erfahrene Ingenieure und 
Fachkräfte und Arbeitsmöglichkeiten dahin. Der Lebenskampf der Firmen 
wird wegen der internationalen Geister die herbei geschworen wurden, 
immer härter.

Die Käufer müssen mit immer aggressiveren Werbeaktionen zum Kaufen von 
kurzlebigen Produkten richtig motiviert werden. Markenamen sind oft 
schon zur Irrelevanz dezimiert geworden und machen ihrer ehemaligen 
Reputation kaum noch Ehre mehr. Kurzfristige Profitgier, anstatt 
strategiges Denken bestimmt heute meist die Planung. Die Japaner planten 
früher in Zeiträumen von Jahrzehnten oder länger.

Der komfortable Dornröschenschlaf des Nachkriegswirtschaftsaufschwung 
gehört nun anscheinend endgültig der Vergangenheit an und der Wind bläst 
nun aus allen Richtungen. Die vermeintliche Stabilität und Langlebigkeit 
der Wirtschaft steht nun immer mehr auf tönernden Füssen. Die Fesseln 
übertriebener Regulierung tragen ihren Teil zur destruktiven Ohnmacht 
bei und legen der Industrie oft Fesseln an. Die restliche Welt schläft 
nämlich auch nicht und immer mehr Expertise wandert ins Ausland ab. Man 
hat wahrscheinlich einen fatalen Fehler begangen mit dem Wissen 
international so freizügig umzugehen. Die Wirtschaft ist ein Kampf um 
Überleben und Dominanz wo der Tüchtigste überlebt. Und trotzdem 
verspielte man in den vergangenen Jahrzehnten seine taktische und 
strategische Konten und die werden nun von den ausländischen Kämpfern 
gegen uns eingesetzt und damit das Schwert umgekehrt. Schon lange nicht 
mehr wird von uns kopiert. Die oft anzufindende ausländische Produktion 
hilft auch nicht.

Unsere Lorbeeren sind schon lange am verwelken und zerbröckeln nun 
letztlich zu Staub. Man sollte sich in dieser prekären Zeit nicht zu 
sorglos auf zur Zeit noch funktionierende Exportsparten zu verlassen. 
"Made in Germany" hat leider nicht mehr überall den alten Klang. Die 
gepriesene Qualität erweist sich oft als abenteuerlich inkonsistent. Der 
Klang alter Namen ist auch nicht mehr oft das was es einst war. Die 
Qualität von viel ins Feld gebrachter Software zeigt öfters als man sich 
eingestehen will, unerwartete Variation.

Wie war das doch mit der Raumfahrt? Ehemals eine Domain zweier 
Superpowers, müssen sie nun mitansehen wie kleine Nationen Raketen in 
den Weltall schicken und den Mond und andere Planeten anfliegen wollen. 
In anderen Worten, die technischen Errungenschaften und 
wissenschaftlichen Entdeckungen die nach dem Krieg gewonnen wurden, sind 
nun internationales Allgemeinwissen. Wie kann sich Europa oder D 
wirklich weiterhin behaupten? Wo sind die ehemaligen stolzen Namen in 
der Deutschen Halbleiterindustrie? Das Wissen und Expertise läßt sich 
nicht in Flaschen einsperren. Ein neues Technikrennen im eFahrzeug 
Sektor? Da wird international auch schon mächtig mitgerührt. Kann der 
Standard der Schulbildung und höhere Ausbildung wirklich noch 
international mithalten? Viele Länder holten da auch schon mächtig auf.

Es sieht nun offenbar düster für den Westen aus weil das Erringen der 
Technischen Dominanz international sich nun ähnlich dem Märchen vom 
Rennen zwischen dem Hasen und dem Igel abspielt. Es sieht so aus als ob 
das komfortable Entwicklerleben wie man es in den siebziger Jahren noch 
gewohnt war, nun endgültig zur Legende geworden ist und jeder für sich 
selber kämpfen muß. Kooperative Zusammenarbeit und resultierende 
Synergie werden wahrscheinlich immer seltener anzutreffen sein und 
letzten Endes uns ins Hintertreffen führen.

Fazit: "Am Dach sitzt ein Greis der sich nicht mehr zu helfen weiß"

Autor: Dr.Who (Gast)
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Querkopf schrieb:
> Irgendwie ist die wirtschaftliche Karre total verfahren. Man kämpft im
> internationalen Wirtschaftskampf mehr als je um Domination und Märkte
> und Kunden. Aber mit jedem Jahrzehnt erhöht sich die Zahl der Mitkämpfer
> die den Kuchen in immer schmälere Spalten aufteilen. Und so gehen die
> gut bezahlten Arbeitsmöglichkeiten für erfahrene Ingenieure und
> Fachkräfte und Arbeitsmöglichkeiten dahin. Der Lebenskampf der Firmen
> wird wegen der internationalen Geister die herbei geschworen wurden,
> immer härter.

Das kann man durch Patente und Gebrauchsmusterschutz wenigstens etwas
abmildern. Um Konkurrenzfähig zu sein, müsste bei einem Newcomer schon
nen Riesen Batzen Geld dahinter stecken. Ansonsten erntet der Newcomer
vom etablierten Anbieter nur ein müdes Lächeln, sofern er den überhaupt
wahrnimmt. ;)

Autor: Zocker_55 (Gast)
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> Re: Intel gibt Entwicklung von 5G Smartphone Modems auf

Wer braucht den den Quatsch ?

Ich bestimmt nicht, alles nur Spielzeug für die Kinder.

Autor: Querkopf (Gast)
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Zocker_55 schrieb:
>> Re: Intel gibt Entwicklung von 5G Smartphone Modems auf
>
> Wer braucht den den Quatsch ?
>
> Ich bestimmt nicht, alles nur Spielzeug für die Kinder.

Ganz und gar nicht.

5G ist bestimmt unter anderem zur:
- Konsumer Iot Datenübermittlung ohne Zustimmung des Benutzers weil es 
ohne Lokale WLAN funktioniert - man hat dann höchstwahrscheinlich keine 
Kontrolle mehr über die Geräte mit Iot. Zugangsverweigerung ist dann 
illusorisch.
- regelmäßige Fahrzeug Telemetrie Daten Upload, Navigation, 
Verkehrsmanagement
- sehr schneller Drahtgebundener Internet Ersatz wenn notwendig für die 
Massen.
- Neue Möglichkeiten im Gesundheitswesen
- Alle möglichen sonstigen Gerätschaften die überwacht werden sollen.
- Erweiterung der totalen Vernetzung des Umfelds und Cloud Erweiterung
- alle Applikationen die hohen Datendurchsatz benötigen
- Gescheite Städte:-)
- neue Arten von Medienkonsum
- kommerzielles Datensammeln
- Geomatik
- Zukünftige Fabriken
- Infrastruktur, Strom/Wasser/Gas Zähler zur dynamischen Überwachung bzw 
Abrechnung


5G wird sicherlich beitragen die zukünftige Welt etwas gläsener zu 
machen, wenn man es so sehen will.

https://futurenetworks.ieee.org/roadmap/perspectives-on-5g-applications-and-services

Autor: 5-G-Punkt im Merkelneuland (Gast)
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In Deutschland, wo sich die Oligopol-Abzock-Provider jedes MiB vergolden 
lassen und lächerliche Datenvolumen für absurde Preise anbieten, ist 5G 
eh für Arsch und Friedrich.

Autor: Georg A. (georga)
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Und nachdem die Netzneutralität nicht für Mobilfunk gilt, wird sicher 
jeder Pups (geringe Latenzen, höhere Bandbreiten für länger als 5s, ...) 
in Extra-Paketen verkauft werden.

Autor: Rolf R. (dankobum)
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Autor: A. K. (prx)
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Autor: Rolf R. (dankobum)
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