ESP 8266 Relais Zuverlässigkeitsprobleme

Gast #5817008
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Folgende Bauteile verwende ich für mein Projekt
ESP Relais: 
https://de.aliexpress.com/item/ESP8266-5V-WiFi-Relay-Module-Things-Smart-Home-Remote-Control-Switch-Phone-APP/32812495091.html?spm=a2g0s.9042311.0.0.27424c4dGMLpyZ
230V~ zu 5V=: 
https://de.aliexpress.com/item/OOTDTY-AC-DC-220-V-Zu-5-V-600mA-3-Watt-Schritt-Buck-Stromversorgungsmodul-Isoliert-Schalt/32861518057.html?spm=a2g0s.9042311.0.0.5c9c4c4daEJhH6

Mein Plan ist das Relais über ein Webinterface zu steuern und damit 
einen PC ein und auszuschalten.
Habe auf dem ESP nodeMCU am laufen und auch ein passendes LUA Script 
dafür geschrieben. Alles läuft soweit perfekt im Trockenlauf.

Im Produktiv Einsatz habe ich nun das Problem, dass das Relais nicht 
zuverlässig schaltet. Ab und an funktioniert es einwandfrei. Teilweise 
hört man nur den klick und teilweise hört man nicht einmal das.
Am Script liegt es nicht, die Status LED auf der Platine funktioniert 
nämlich normal.

Der PC zieht beim einschalten ca 250W und geht im Lastbetrieb auf ca. 
800W. Als Kontakt verwende ich den NC Kontakt am Relais. Das bedeuted, 
dass ich 800W beim schalten trennen muss.

Anbei habe ich ein Foto des aktuellen Prototypen.

Wie kann ich es erreichen, dass das Relais nun zuverlässiger schaltet?
Angehängte Dateien:
Persönliche Seite #5817020
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Und "die Status-LED auf der Platine" wird mit dem gleichen Ausgang des 
ESP8266 angesteuert, wie auch das Relais?

> Der PC zieht beim einschalten ca 250W und geht im Lastbetrieb auf ca.
> 800W.

Was soll das für ein PC sein? Kinderzimmer-PC mit beleuchtetem Lüfter 
und "Graka"?

Ein Problem dürfte der Einschaltstrom des Schaltnetzteils sein ("inrush 
current"), der liegt um einiges über dem Strom, der im Normalbetrieb 
fließt (auch bei 800 Watt Leistungsaufnahme).

Dieser Strom kann zu interessanten Effekten bei Deinen Relaiskontakten 
führen.

Warum steuerst Du nicht einfach den Netztaster des PCs fern? Stört Dich 
etwa der Standby-Stromverbrauch?
Gast #5817039
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Und "die Status-LED auf der Platine" wird mit dem gleichen Ausgang
> des
> ESP8266 angesteuert, wie auch das Relais?

Ja, hab mir den Plan der Platine angesehen und die LED hängt parallel 
zur Relaisspule. Das bedeuted wenn die leuchtet muss auch die 
Relaisspule anziehen.

Rufus Τ. F. schrieb:
> Was soll das für ein PC sein? Kinderzimmer-PC mit beleuchtetem Lüfter
> und "Graka"?
Ja, so in etwa... ein High-End Gaming PC

Rufus Τ. F. schrieb:
> Warum steuerst Du nicht einfach den Netztaster des PCs fern? Stört Dich
> etwa der Standby-Stromverbrauch?
Es ist wichtig, dass der PC vom Netz getrennt werden kann, wenn 
irgendein Fehler auftritt. Ein einfaches ein und ausschalten über den 
Netztaster reicht leider nicht aus.

Rufus Τ. F. schrieb:
> Ein Problem dürfte der Einschaltstrom des Schaltnetzteils sein ("inrush
> current"), der liegt um einiges über dem Strom, der im Normalbetrieb
> fließt (auch bei 800 Watt Leistungsaufnahme).
>
> Dieser Strom kann zu interessanten Effekten bei Deinen Relaiskontakten
> führen.
>
Also wird vermutlich kein Weg an einem höherwertigeren Relais 
vorbeiführen?
#5817043
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Bernhard, bitte stecke diese Schaltung NIEMALS!!! mehr an das 
230V-Stromnetz!
Diese chinesische Relaisschaltung ist Lebensgefährlich, denn sie hält 
keine Luft- und Kriechstrecken ein und eine immer wieder mögliche 
Netz-Überspannung kann zur tödlichen Gefahr werden. Ich verstehe nicht, 
warum diese Baugruppen immer noch als für 230V/AC geeignet beworben 
werden.
Gast #5817044
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freak schrieb:
> Mir rollen sich bei dem Anblick von dem Ding die Zehennägel auf.

ja, nicht nur ihm.
Man nehme billigsten China Elektronikschrott, klatsche das ganze in ein 
Gehäuse, kümmere sich einen Dreck um Luft- und Kriechstrecken und 
wundert sich dann wenn die Bude abbrennt. Nun gut, muss jeder selber 
wissen.
Ist aber schon beängstigend mit welcher Naivität sogenannte "Maker" sich 
und andere gefährden und dann auch noch stolz drauf sind.

PS: Die "Zugentlastung" mit Kabelbinder ist ich echt professionell !
Persönliche Seite #5817066
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Bernhard Hofer schrieb:
> Es ist wichtig, dass der PC vom Netz getrennt werden kann, wenn
> irgendein Fehler auftritt. Ein einfaches ein und ausschalten über den
> Netztaster reicht leider nicht aus.

Was unterscheidet, von der Kinderzimmerausführung ("Gamer") und dem 
abartigen Stromverbrauch abgesehen, jetzt diesen PC von zig Millionen 
anderer PCs?
Gast #5817080
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Meine Frage bezog sich rein auf die momentane Funktionalität des 
PROTOTYPEN... Ich habe jetzt keinen Antrag auf eine CE Zertifizierung 
bei euch gestellt. Und ob ich die Bauteile jetzt direkt aus China 
bestelle oder über Conrad kaufe, der sie aus China bestellt, spielt 
vermutlich nur eine untergeordnete Rolle.

Rufus Τ. F. schrieb:
> Was unterscheidet, von der Kinderzimmerausführung ("Gamer") und dem
> abartigen Stromverbrauch abgesehen, jetzt diesen PC von zig Millionen
> anderer PCs?
Das Mainboard hat sich schon ein paar mal in einer Endlosschleife 
verlaufen, deshalb ist eine Netztrennung sehr wichtig.
Gast #5817086
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OC schrieb:
> Also den NC vom relais nehmen ist bissl sinnfrei, d.h. Normally
> closed.
> Also permanent geschlossen.
> Andersrum muss das Relais natuerlich permanente Ansteuerung abhalten.

Dessen bin ich mir bewusst. Ich habe den NC Kontakt gewählt, damit das 
Relais nur im seltenen Fehlerfall schalten muss und nicht andauernd 
angesteuert werden muss damit der PC läuft
Persönliche Seite #5817140
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Bernhard Hofer schrieb:
> Das Mainboard hat sich schon ein paar mal in einer Endlosschleife
> verlaufen, deshalb ist eine Netztrennung sehr wichtig.

Und? Mit dem Netztaster kann man es abschalten.

Lange drücken sorgt für "hartes aus".

Ein sinnvoller Aufbau würde den Netztaster zunächst kurz bedienen und 
abwarten, ob sich der Rechner sauber herunterfährt und abschaltet. Tut 
er das nicht (sinnvolles Timeout dafür bestimmen), wird der Netztaster 
solange gedrückt bis die Kiste ausgeht.

Das funktioniert in zig Millionen PCs zuverlässig. Von den mehreren 
hundert PCs, mit denen ich persönlich schon zu tun hatte, ist mir noch 
keiner begegnet, bei dem das nicht funktioniert hätte.

Das Abschalten mit langem Druck funktioniert auch dann, wenn das auf dem 
PC laufende Betriebssystem sich komplett verhängt hat oder von 
vornherein gar nicht auf ATX-Events reagieren kann.
Gast #5817163
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Harald W. schrieb:
> Rufus Τ. F. schrieb:
>
>> Dieser Strom kann zu interessanten Effekten bei Deinen Relaiskontakten
>> führen.
>
> Das verwendete Relais ist sowieso eigentlich nicht für 230V~ geeignet.

Laut Datenblatt des Relais
Max. Allowable Voltage 250VAC/110VDC
Max. Allowable Power Force 800VAC/240W

Müsste doch eigentlich kein Problem sein
Gast #5817170
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Bernhard Hofer schrieb:
>> Das Mainboard hat sich schon ein paar mal in einer Endlosschleife
>> verlaufen, deshalb ist eine Netztrennung sehr wichtig.
>
> Und? Mit dem Netztaster kann man es abschalten.
>
> Lange drücken sorgt für "hartes aus".
>
> Ein sinnvoller Aufbau würde den Netztaster zunächst kurz bedienen und
> abwarten, ob sich der Rechner sauber herunterfährt und abschaltet. Tut
> er das nicht (sinnvolles Timeout dafür bestimmen), wird der Netztaster
> solange gedrückt bis die Kiste ausgeht.

Danke mal für die Idee. Ich werd mal versuchen ob der Lösungsweg für 
mich im Bereich des möglichen ist :)
#5817201
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Bernhard Hofer schrieb:

>> Das verwendete Relais ist sowieso eigentlich nicht für 230V~ geeignet.
>
> Laut Datenblatt des Relais
> Max. Allowable Voltage 250VAC/110VDC
> Max. Allowable Power Force 800VAC/240W
>
> Müsste doch eigentlich kein Problem sein

Datenblätter werden auf Papier gedruckt und das ist nun mal geduldig.
Bildschirme übrigens auch. Das von Dir verwendete Relais war schon
mehrfach Thema in diesem Forum. Es hat eigentlich einen viel zu
geringen Abstand zwischen Spule und Kontakt. Oftmals wir dieser
durch eine schlechte gedruckte Schaltung noch weiter verringert.
Ausserdem ist dieses Relais nicht für die hohen Einschaltströme
von PCs geeignet. Da nimmt man besser Relais "for high inrush-
current". Solche Relais haben dann meist auch höhere Abstände
zwischen Kontakt und Spule. Du redest in Deinen Beiträgen viel
von zusätzlicher Sicherheit. Dann sollte auch Deine Zusatzschal-
tung Deinen Sicherheitsansprüchen genügen. Hat denn Dein 5V-
Netzteil genügend Abstand zwischen Primär- und Sekundärseite?
Gast #5817390
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Helmut -. schrieb:
> Diese chinesische Relaisschaltung ist Lebensgefährlich, denn sie hält
> keine Luft- und Kriechstrecken ein

Das wäre alles Scheißegal, wenn das Gehäuse keine Schrauben hätte, deren 
spitze Enden auch noch in die Isolation der Kabel drücken.

Normalerweise rate ich auch immer von diesen Relaisplatinen an 230V ab, 
aber hier geht es ja um ein vollständig geschlossene Gehäuse. Ich denke, 
da spielen die geringen Isolationsabstände der Platine keine Rolle.

Das Relais eignet sich aus einem anderen Grund eher nicht: Es verträgt 
den hohen Einschaltstrom des PC Netzteils nicht lange. Ich würde mal die 
blaue Drahtbrücke kürzen und von der Antenne fernhalten, das könnte 
schon helfen.

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