Die Preise von SSDs sind derzeit im freien Fall. 1GB ist inzwischen bei
rund 100 Euro angekommen.
https://www.mindfactory.de/product_info.php/960GB-Kingston-A400-2-5Zoll--6-4cm--SATA-6Gb-s-TLC-NAND--SA400S37-960G-_1233751.html
In neuen PCs hat die SDD die HDD als Systemlaufwerk weitgehend
verdrängt. Es heißt aber häufig, dass die HDD so bald nicht ausstirbt,
weil sie noch lange billiger bleibt als die SSD, und daher in
Rechenzentren als Massenspeicher weiterhin benötigt wird. Bei
Festplatten liegt der GB-Preis derzeit bei 25 Euro und verbilligt sich
kaum mehr. Damit ist die SSD nur noch viermal so teuer.
Ich frage mich daher, ob die HDD noch lange überlebt. Ich vermute, dass
die HDD als Massenspeicher schon abgelöst wird, wenn die SSD noch
(etwas) teurer ist. Denn selbst dann werden ihre Vorteile diesen
Nachteil wettmachen.
Was meint ihr?
Karli schrieb:> 1GB ist inzwischen bei> rund 100 Euro angekommen.
Denke mal du meinst 1TB.
Ich denke nicht, dass die HDDs sobald komplett abgelöst werden, weil es
nicht immer auf die Geschwindigkeit der SSDs ankommt.
Zudem sind HDDs den SSD bei den Schreibzyklen überlegen, und bleiben
daher wohl noch als Massenspeicher erhalten.
HDDs werden genauso schnell abgelöst, wie Magnetbänder abgelöst wurden.
Achso, wurden sie ja nicht. Werden zum Teil ja immer noch für Backups
eingesetzt. ;-)
Karli schrieb:> Damit ist die SSD nur noch viermal so teuer.
Dann müssen sich die HDD Hersteller ja noch kein graues Haar wachsen
lassen.
> Bei Festplatten liegt der GB-Preis derzeit bei 25 Euro und verbilligt> sich kaum mehr.
Warum sollten die Hersteller von sich aus weniger verlangen, als der
Verbraucher zu zahlen bereit ist?
Siehe "Marktwirtschaft 1.0" im Kapitel "Angebot und Nachfrage"
Für Backups nehme ich noch HDDs, die kann man notfalls mit einer neuen
Elektronik wieder auslesen.
SSDs sollen ja ohne Strom schnell vergeßlich werden. Allerdings gibt es
dazu keine konkreten Angaben, manche empfehlen ein Anschließen jeden
Monat, andere geben eine Haltbarkeit von 10 Jahren an.
Peter D. schrieb:> Für Backups nehme ich noch HDDs, die kann man notfalls mit einer neuen> Elektronik wieder auslesen.
Wenn man großes Glück hat. Oder sich gleich genügend Ersatzplatten aus
der gleichen Charge geschnappt hat.
Rufus Τ. F. schrieb:> Wenn man großes Glück hat. Oder sich gleich genügend Ersatzplatten aus> der gleichen Charge geschnappt hat.
Und selbst dann muss man oft noch den seriellen Flash umlöten, da sich
darin dort oft essentielle Status-Daten / Parameter befinden...
S. K. schrieb:> Zudem sind HDDs den SSD bei den Schreibzyklen überlegen, und bleiben> daher wohl noch als Massenspeicher erhalten.
Ja aber nur theoretisch. Praktisch nutzen sich auch HDDs ab und die
maximalen Schreibzyklen der SSDs werden während ihrer Lebenszeit kaum
erreicht. D.h. SSDs gehen normalerweise nicht wegen Abnutzung der
Speicherzellen kaputt.
http://www.ssd-magazin.de/grundlagen/lebensdauer/
Hallo
Ihr (bis auf wenige Ausnahmen) seid ja echte Helden...
Es ist doch klar ersichtlich das es sich um einen verzehlichen
Flüchtigkeitsfehler handelt der zumindest mündlich schon jeden passiert
ist der länger als 5 Jahren etwas mit Speichern zu tun hatte.
Es ist gar nicht mal so lange her das ähnliche Flüchtigkeitsfehler bei
den Größen Megabyte und Gigabyte zumindest mündlich sehr oft vorgekommen
sind - und da brauchen die nach 2000 geborenen nicht ihren Opa zu
fragen, nein Papa reicht vollkommen aus.
Also: Probiert es doch einfach mal mit Verständnis und Freundlichkeit...
Zum Thema
Faktor 4 ist schon eine Ansage, auch wenn der Vergleich ziemlich stark
hinkt:
Der Faktor von vergleichbaren Autos (Ausstattung, Leistung auf der
Straße, Komfort) zwischen E-Antrieb und Verbrennern ist deutlich
geringer und trotzdem greift "jeder" der aufs Geld achten muss und
gleichzeitig ein "richtiges" Auto haben will (leider?) immer noch auf
einen Verbrenner zurück...
Ja SSD sind sehr schnell, aber haben auch einige systembedingte
Nachteile die recht aufwendig in Schach gehalten werden müssen.
Und um bei den schon zurecht erwähnten Bandlaufwerken zu bleiben:
Die HDD Technik wird seit Jahrzehnten genutzt und sehr zuverlässig, es
gibt so einiges wie Datenverlust auch durch Hardwarelösungen vermieden
wird bzw. ist durch erfahrungen bekannt wann sinnvollerweise die HDDs
ersetzt (umkopiert) werden sollte.
Aus ähnlichen Gründen (und den Preis pro GByte) werden im Profiumfeld
wohl auch immer noch Bandlaufwerke eingesetzt - trotz deren lausigen
Zugriffszeiten.
Jemand
Karli schrieb:> Die Preise von SSDs sind derzeit im freien Fall. 1GB ist inzwischen bei> rund 100 Euro angekommen.> Link von schlechtem Händler
Ich finde es nicht gut, dass du hier Links von schlechten Händlern* rein
machst denen der Kunde egal ist, sobald man das Geld hat.
* Genaugenommen gilt das für alle mit gleicher Straßenadresse.
Neutraler wäre ein Link zu geizhals.
Da sind zwar auch einige schlechte Händler vertreten, aber wenigstens
hat man hier Wahlfreiheit.
Karli schrieb:> Die Preise von SSDs sind derzeit im freien Fall. 1(G)TB ist inzwischen> bei rund 100 Euro angekommen.
Um es noch einmal zu verdeutlichen: In 1,5 Jahren fiel der Preis für
eine 1TB SSD von 300 auf 100 Euro, die HDD von 30 auf 25 Euro pro TB.
Die SSD war also 10x und ist 1,5 Jahre später 4x so teuer.
S. K. schrieb:> Zudem sind HDDs den SSD bei den Schreibzyklen überlegen
eben, wenn ich bedenke wie lange ich schon auf magn. Festplatten
sichere, solange hat noch kein flash bei mir überlebt, zugegeben SD und
microSD.
Die (micro)SD schafft ein System recht schnell kaputtzuschreiben.
Blechbieger schrieb:> https://www.supermicro.com/products/system/1U/1029/SSG-1029P-NEL32R.cfm>> 32 * 8 TB ruler ssd => 256 TB in 1 HE>> https://www.supermicro.com/products/system/4U/6049/SSG-6049P-E1CR60L_.cfm>> 60 * 16 TB HDD in 4 HE => 240 TB in 1 HE
Offensichtlich weißt Du, wonach man bezüglich Massenspeicher in
Rechenzentren suchen muss. Danke, dass Du an diesem Wissen teilhaben
lässt.
Kennst Du Preise für die beiden verlinkten Produkte?
Blechbieger schrieb:> Ich gebe Festplatten noch fünf, maximal 10 Jahre bis sie so tot sind wie> heute CD-R und DVD-R.
Ich habe kürzlich auf der Hannover Messe gehört, dass Openstreetmap
seinen Datenbankserver mit SSD ausgestattet habe, um die Antwortzeiten
zu verkürzen. Demnach scheint es Anwendungen zu geben, bei denen es
schon heute sinnvoll ist, die HDD als Massenspeicher zu ersetzen.
Karli schrieb:> Um es noch einmal zu verdeutlichen: In 1,5 Jahren fiel der Preis für> eine 1TB SSD von 300 auf 100 Euro, die HDD von 30 auf 25 Euro pro TB.
Das liegt an der GEMA-Abgabe, die mußt Du für den Vergleich noch
abziehen.
Karli schrieb:> Ich habe kürzlich auf der Hannover Messe gehört, dass Openstreetmap> seinen Datenbankserver mit SSD ausgestattet habe, um die Antwortzeiten> zu verkürzen.
So exotisch & besonders wie du es beschreibst ist selbst das nicht.
Tatsächlich kann man Server mit SSD selbst in recht kleinen Shared
Hosting Tarifen schon seit über zwei Jahren bekommen (sicher noch
länger, das ist so die Zeitspanne seitdem ich die Angebote auf dem Tisch
hatte).
Bezüglich EDV ist dieses Forum hier übrigens sehr konservativ ;)
Karli schrieb:> Offensichtlich weißt Du, wonach man bezüglich Massenspeicher in> Rechenzentren suchen muss. Danke, dass Du an diesem Wissen teilhaben> lässt.>> Kennst Du Preise für die beiden verlinkten Produkte?
Leider nein, ich verfolge das nur aus privater Neugier. In der Firma
haben wir das meiste bereits in die Cloud verlagert und auf den lokalen
Servern liegen nur noch ein paar TB.
Kurzes googeln liefert aber
https://www.thinkmate.com/system/superstorage-server-6048r-e1cr60l
60 * 14 TB Kosten min. 35k Eur (wahrscheinlich + Steuer)
Nano schrieb:> Blechbieger schrieb:>> Ich gebe Festplatten noch fünf, maximal 10 Jahre bis sie so tot sind wie>> heute CD-R und DVD-R.>>>> Du solltest die zukünftige Entwicklung nicht übersehen.> Festplatten werden bald bei über 20-30 TB ankommen und zwar ohne> Heliumfüllung.>> Siehe dazu folgender Artikel:> https://www.heise.de/newsticker/meldung/Festplatten-HAMR-und-MAMR-auf-der-Zielgeraden-4355829.html
Danke, kannte ich noch nicht. Scheint mir ein letztes Aufbäumen zu sein
aber ein paar zusätzliche Jahre werden sie das unvermeidliche damit
hinaus zögern können.
Blechbieger schrieb:> Danke, kannte ich noch nicht. Scheint mir ein letztes Aufbäumen zu sein> aber ein paar zusätzliche Jahre werden sie das unvermeidliche damit> hinaus zögern können.
Die SSD Flashspeicherzellen sind meines Wissens nach auch schon bei
einer 14 nm Fertigung, da geht also außer Stapeln oder mehr Chips auch
nicht mehr so viel und die Zellen können bei noch kleineren Strukturen
auch nicht mehr so viel Ladung speichern.
Der Vorteil dürfte aber außer der Geschwindigkeit langfristig
möglicherweise darin liegen, dass sie wahrscheinlich günstiger zu
fertigen sind als Festplatten.
Nano schrieb:> da geht also außer Stapeln oder mehr Chips auch nicht mehr so viel
Zumindest von der räumlichen Höhe ist beim Stapeln noch genug Platz für
ein Vielfaches nach oben. Aber die dadurch auf kleinstem Raum
entstehende Wärme könnte problematisch sein.
Bernd K. schrieb:> Wo liegt eigentlich die Grenze zwischen flüchtigem und> nichtflüchtigem> Speicher? Monate? Jahre? Jahrzehnte?
Wie Jens schon sagte.
Flash hat allerdings eine Sonderrolle, es verliert meines Wissens nach
die elektrische Ladung mit der Zeit.
Die Pro Versionen sogar schneller als die Conumervarianten.*
Wie lange gewährleistet wird, wie lange die Daten gehalten werden, dafür
gibt es einen bestimmten Wert in der Spezifikation, die vom Hersteller
angegeben wird. Ich habe aber vergessen welcher das war.
* Der Unterschied liegt hier genau in diesen Herstellerangaben. Bei den
Pro Versionen rechnet man etwas anders.
Nano schrieb:> Die SSD Flashspeicherzellen sind meines Wissens nach auch schon bei> einer 14 nm Fertigung, da geht also außer Stapeln oder mehr Chips auch> nicht mehr so viel und die Zellen können bei noch kleineren Strukturen> auch nicht mehr so viel Ladung speichern.
Ähnliche Dinge (Datendichte kann nicht mehr weiter gesteigert werden)
hat man auch schon vor einigen Jahren über Festplatten gesagt. Heutige
Festplatten speichern das Zehnfache und sind immer noch nicht am Ende.
> Der Vorteil dürfte aber außer der Geschwindigkeit langfristig> möglicherweise darin liegen, dass sie wahrscheinlich günstiger zu> fertigen sind als Festplatten.
Irgendwann schon, ja.
Jens M. schrieb:> Strom ausschalten.> Speicher der beim Ausschalten vergisst, ist flüchtig.> Wenn er speichert, dann nicht.
Nun ist im DRAM auch nicht sofort alles weg, wenn man den Strom
wegnimmt. Die können teilweise auch Sekunden oder gar Minuten Daten
halten, allerdings nicht zuverlässig. Und die Monate, die die Daten auf
einer SSD erhalten bleiben, sind auch nochmal in einer ganz anderen
Größenordnung.
Daher sollte der Unterschied schon klar sein.
Rolf M. schrieb:> Nun ist im DRAM auch nicht sofort alles weg, wenn man den Strom> wegnimmt. Die können teilweise auch Sekunden oder gar Minuten Daten> halten, allerdings nicht zuverlässig. Und die Monate, die die Daten auf> einer SSD erhalten bleiben, sind auch nochmal in einer ganz anderen> Größenordnung.> Daher sollte der Unterschied schon klar sein.
Bei den heutigen Refreshzeiten sind das aber die externen Kondensatoren,
die zählen nicht.
Eine SSD ist ganz klar nichtflüchtig, da es nicht die
Versorgungsspannung ist die die Daten hält.
Im übrigen habe ich steinalte USB-Sticks (mehrere Jahre), die immer noch
alten Scheiß enthalten, und die JPGs da drauf sind noch komplett lesbar,
haben also keine Fehler.
Soweit mir bekannt, ist das Problem bei Flash das isolierte Gate, und
ich glaube nicht das ein Stick beim lesen das Gate neu lädt.
Also gilt lesen nicht als Lebensdauerverlängernd, ergo: zumindest bei
mir ist das kein Problem.
Oder ist das eine Fehlannahme?
Die c't hat ja vor einiger Zeit SSDs totgeschrieben, die billigsten
waren immer noch etliche Male über der Spezifikation bis es zu Defekten
kam, ähnlich ist das m.E. mit der Lebensdauer beim liegen ohne Spannung:
Da geht schon was, wenn es nicht übermäßig warm oder feucht ist.
Moin,
bei den Servern kaufen wir (noch) SSD für die Systeme und HDD für den
Massenspeicher. Die einen sind schneller und die anderen haltbarer und
haben eine höhere Kapazität pro Geräteeinheit.
Bei den Arbeitsplätzen ersetzen wir im Bedarfsfalle die HDDs durch SSD,
da genügen auch schon kleine Kapazitäten (aktuell 240 GB). Bei
Sonderbedarf zweite Platte als HDD.
HDDs haben bei uns nachweislich 80.000 Betriebsstunden und mehr
gehalten, da müssen die SSD erst einmal nachweisen.
Kann aber gut sein, daß die SSD die HDD in ein paar Jahren verdrängen.
Schaun mer mal.
Nano schrieb:> Heise ist dafür bekannt, das sie ihre Aprilscherze nur am 1.4. bringt> und nicht am 29.3. wie es der Artikel ist.
nicht wirklich, die haben auch damals schon ausserhalb vom 1.4. Witze
gemacht
der 30 polige SIMM z.B. musste angeblich erneuert werden weil nicht mehr
als 4MB möglich war, dabei war ein PIN noch frei für tada: 24 A11
Address 11
http://pinouts.ru/Memory/Simm30_pinout.shtml
A0 - A11 = 12Adress
und mit 2^24 (CAS/RAS) waren sehr wohl 16 MB Module möglich, aber das
wollte AS nie hören von mir!
somit konnte ich dieses Mainboard nur bis 4x4 MB = 16 MB aufrüsten,
ärgerlicherweise, das nächste Mainboard bekam dann aber gleich 256 MB
Joachim B. schrieb:> und mit 2^24 (CAS/RAS) waren sehr wohl 16 MB Module möglich, aber das> wollte AS nie hören von mir!
Nun, wurden jemals solche Module hergestellt? Die hypothetische
Möglichkeit ist das eine, die Realität der produzierten Module eine
andere. Obendrein muss der verwendete Speichercontroller auch noch die
jeweiligen Speicherbausteine ansteuern können.
Rufus Τ. F. schrieb:> Nun, wurden jemals solche Module hergestellt?
soweit ich weiss leider nein, sonst hätte ich sie gekauft, wäre
günstiger gewesen als neues Mainboard mit 256 MB.
Rufus Τ. F. schrieb:> Die hypothetische> Möglichkeit ist das eine, die Realität der produzierten Module eine> andere.
aber AS von der CT behauptete mehr als 4 MB ist nicht möglich obwohl
noch ein Platz für A11 frei war.
Nur wenn die nie produziert wurden, wieso ist A11 jetzt im Link benannt?
Irgendwer muss ja A11 in die Liste vom Steckplatz aufgenommen haben.
Ich verwende bei meinem Server auch noch HDDs. Meiner erfahrung nach
fallen die eigentlich nie gleich ganz aus, sondern es fängt langsam an
mit ein paar mehr fehlern als sonst. Dann hat man noch ewig zeit bis zum
Totalausfall, die zu kopieren, ersetzt, etc. Bei SSDs hingegen ist es
oft wie bei USB Sticks. Läuft -> Läuft -> Tot, keine antwort mehr,
nichts.
DPA schrieb:> Ich verwende bei meinem Server auch noch HDDs. Meiner erfahrung> nach> fallen die eigentlich nie gleich ganz aus, sondern es fängt langsam an> mit ein paar mehr fehlern als sonst. Dann hat man noch ewig zeit bis zum> Totalausfall, die zu kopieren, ersetzt, etc. Bei SSDs hingegen ist es> oft wie bei USB Sticks. Läuft -> Läuft -> Tot, keine antwort mehr,> nichts.
Deswegen braucht man auf jeden Fall ein Backup.
DPA schrieb:> Meiner erfahrung nach> fallen die eigentlich nie gleich ganz aus
Ich hab auch schon HDDs von einem auf den anderen Tag komplett sterben
sehen, komplett mausetot.
Bernd K. schrieb:> Ich hab auch schon HDDs von einem auf den anderen Tag komplett sterben> sehen, komplett mausetot
Klar, aber das ist dann höchstwahrscheinlich die Elektronik und nichts
magnetisches. Für die professionelle Datenrettung ist das ein grosser
Unterschied, aber die sollte man natürlich niemals brauchen, weil man ja
ein Backup hat.
Ob in Zukunft ein paar Elektronen in einem isolierten Gate oder die
Magnetisierung winziger Oberflächenbereiche die längere Lebensdauer
erwarten lässt kann man heute noch nicht absehen. Bemerkenswerterweise
sind die Aufzeichnungssysteme mit der höchsten Lebensdauer uralt:
Keilschrift auf Tontafeln und Hieroglyphen in Stein gemeisselt. Da geht
es erwiesenermassen um Jahrtausende, das werden weder Festplatten noch
SSDs erreichen.
Georg
Nano schrieb:> Deswegen braucht man auf jeden Fall ein Backup.
Hab ich. Und sowohl beim Backup als auch beim Server ein Raid 1 für
etwas mehr redundanz. Aber nur von den Daten, bei einem kompletten
Systemausfall müsste ich das Hauptsystem neu aufsetzen, das letzte
Backup der LXC Container rüberkopieren, die container configs wieder in
libvirt zurückspielen, und die Daten, die auf den selben Platten waren
zurückspielen. Das ist immernoch etwas lästig. Und dan hab ich noch
Backups meiner Bluerays und mirrors von diversen Daten auf nem 2ten Raid
1, die sind nicht im Backup, weil wieder regenerierbar und einige TB
gross sind. Wäre aber trotzdem lästig, die BluRays nochmal kopieren zu
müssen...
Ich will das System eigentlich mal neu aufsetzen, ich hab ein Konzept
für eine neue, sicherere und schneller automatisch voll
wiederherstellbare lösung entworfen, aber ich komme einfach nicht dazu,
das umzusetzen. Das Konzept ist sehr Komplex und involviert Dinge wie
eine eigene Distro als Hypervisor mit software die ich noch schreiben
muss, sowie eine Strategie zum Updaten von Readonly Debian Containern
die nur RW zugriff auf ihre Nutzdaten haben, ohne downtime, mittels
jeweils eines temporären update containers, der wiederum nur auf
Systemdateien des jeweiligen Containers RW zugriff hat, sowie btrfs
snapshots und solches zeug. Aber es ist irgendwo auf der langen TODO
liste von mir, irgend wann mal...
Bernd K. schrieb:> Ich hab auch schon HDDs von einem auf den anderen Tag komplett sterben> sehen, komplett mausetot.
Das mag ja sein, das das manchmal passiert. Aber im vergleich dazu hatte
ich noch nie eine SSD, die nur teilweise ausgefallen ist.
Bernd K. schrieb:> Ich hab auch schon HDDs von einem auf den anderen Tag komplett sterben> sehen, komplett mausetot.
mir sind trotzdem mehr Flash Speicher gestorben als Festplatten, die
Festplatten erreichen ja durch Füllung eher ihr Lebensende, d.h. sie
werden durch größere ersetzt bevor sie tot sind, flash werden eher
kaputtgeschrieben durch endliche Schreibvorgänge.
DPA schrieb:> Das mag ja sein, das das manchmal passiert. Aber im vergleich dazu hatte> ich noch nie eine SSD, die nur teilweise ausgefallen ist.
Ich hatte mal eine (Billigteil von Kingston) die hat irgendwann
angefangen bei manchen Sektoren ewig lange rumzuprobieren (oder was auch
immer sie in den 30 Sekunden gemacht hat) bis sie dann einen Lesefehler
für diesen Sektor zurückgab. Ansonsten ging sie. Sträflicherweise hab
ich das 2 Wochen lang ignoriert und es wurde immer schlimmer, dann erst
hab ich mir eine neue bestellt.
Dann hab ich mit ddrescue ein Image gemacht. die ersten 98% gingen
ratzfatz durch, dann in den finalen Iterationen kam alle paar Sekunden
ein verschollener Sektor zurück, dann alle paar Minuten, dann alle halbe
Stunde, irgendwann war die Nacht vorbei und es tat sich nichts mehr. Ich
hab sie dann 10 Minuten ins Eisfach gelegt und nochmal probiert: Ein
ganzer Rutsch verschollener Sektoren kam sofort zurück, dann alle paar
Minuten trudelten noch vereinzelt welche ein, dann wieder nichts mehr.
Nochmal Eisfach, aber länger, danach war sie plötzlich komplett tot
(Kondenswasser? Hotplug am SATA nicht erlaubt?). Etwas mehr als 99%
konnte ich letztendlich retten, das Image bootet und läuft fehlerfrei,
ich hab noch keine beschädigte Datei gefunden.
Diese SSD starb also vergleichsweise langsam und der Tod kündigte sich
an. Bis jetzt keine beschädigte Datei gefunden, also hat es nur
unwichtiges erwischt, das Unwiederbringliche ist eh separat gesichert.
Gabs da nichtmal vor wenigen Jahren eine Untersuchung aus einem
Rechnenzentrum vom Google mit dem Ergebnis, dass die Angst des
frühzeitigen ablebens von SSDs im Vergleich zu HDDs unbegründet ist?
> HDDs. Meiner Erfahrung nach fallen die eigentlich nie gleich ganz aus,> sondern es fängt langsam an mit ein paar mehr Fehlern als sonst.
Ich habe bei inzwischen vermutlich Hunderten Festplattenausfällen ganz
andere Erfahrungen gemacht, denn ca. 3/4 fallen ohne jede Vorwarnung
aus. Bestenfalls hatte der RAID-Controller am gleichen Tag schon 20
Meldungen über defekte Sektoren, was man dann aber erst nachher bemerkt.
Die Flashspeicher kenne ich nur mit spontanen Ausfällen.
Übrigens ist die Lebensdauer von SSD auch stark vom Füllgrad abhängig,
da immer ganze Pages geschrieben werden müssen. Und wenn nur noch
relativ wenige zur Verfügung stehen, dann werden diese überproportional
oft beschrieben.
Es kann allerdings sein, daß die Firmware heute schon besser ist, aber
das weiß eigentlich nur der Hersteller.
svensson schrieb:>> HDDs. Meiner Erfahrung nach fallen die eigentlich nie gleich ganz aus,>> sondern es fängt langsam an mit ein paar mehr Fehlern als sonst.>> Ich habe bei inzwischen vermutlich Hunderten Festplattenausfällen ganz> andere Erfahrungen gemacht, denn ca. 3/4 fallen ohne jede Vorwarnung> aus. Bestenfalls hatte der RAID-Controller am gleichen Tag schon 20> Meldungen über defekte Sektoren, was man dann aber erst nachher bemerkt.
Lässt du regelmässige SMART checks laufen? Lässt du dir von SMART und
MDADM auch Mails schicken? Oder wartest du, bis das Problem sichtbarer
wird?
Ich denke man sollte sich nicht alleine auf SSD für Backups verlassen.
Immer auf verschiedenen HDDs und SSDs sichern.
Die Kosten sind für beide sehr niedrig... also einfach beides nutzen.
Mir ist in den letzten 20 Jahren noch nie eine HDD vor der regulären
Ausmusterung ausgefallen, daher sind die für mich vertrauenswürdig :-)
SSDs setze ich noch längst nicht so lange ein.
Im laufenden Betrieb reichen eine oder zwei SSDs i.d.R. aus.
Bei großen Datenmengen ist eine HDD aber immer noch deutlich
kosteneffizienter.
> Lässt du regelmässige SMART checks laufen?
Machen die RAID-Controller automatisch. Meistens fallen die Platten ohne
vorherige SMART-Fehler aus, so jedenfalls meine Erfahrung.
Oder es steht im Log 20x Lesefehler innerhalb von wenigen Minuten, dann
nimmt der RAID-Controller die Hotspare.
> Lässt du dir von SMART und MDADM auch Mails schicken?
Nö, die Kontrolle erfolgt über SNMP, weil leider nicht alle Controller
den Ersatz einer Platte durch das Hotspare als Fehlerbedingung werten.
Der irreste Fall war ein SAN, bei dem von 16 Festplatten nur noch 6 in
Betrieb waren. Da der Controller aber offenbar durch Datenverlagerung
alle Volumes am Laufen gehalten hat, sah er keine Veranlassung das
irgendwie zu melden...
Die SSD in meinem relativ kleinen PC (von 2002 ...) läuft
inzwischen ca. so lange, wie die vorher begrabenen rotierenden
Speicher.
Weiß ihre Firm-Ware nicht, dass sie schon längst hätte
ausfallen sollen ?!
Karli schrieb:> Damit ist die SSD nur noch viermal so teuer.
So generell kann man das wohl nicht sagen.
Ich hab letzte Woche im Mediamarkt die externe WD Elements 10TB für 188€
gekauft.
Preise für ne 10TB SSD konnte ich nicht finden.