Ideen für Gesellenstück - Informationselektroniker

#5826352
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Schönen guten Tag liebe Community,

ich benötige hier offenkundig Hilfe. Ich bin derzeit im 3. Lehrjahr als 
Informationselektroniker für Geräte- und Systemtechnik. Ich brauche 
Ideen für ein Gesellenstück, welches ich bald anfangen muss. Das 
Gesellenstück muss im Bereich Präsentationstechnik, CCTV oder 
Studiotechnik sein. Leider fällt mir nichts umsetzbares ein.

Ich freue mich auf eure Unterstützung :)
Gast #5826378
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Lukas W. schrieb:
> Ich brauche
> Ideen für ein Gesellenstück, welches ich bald anfangen muss. Das
> Gesellenstück muss im Bereich Präsentationstechnik, CCTV oder
> Studiotechnik sein.

Elektronischer Heiligenschein:

eine Kamera erfasst die Kopfbewegungen des Predigers und projiziert mit 
Laser und Galvanometer einen kreisförmigen 'Heiligenschein' über den 
Kopf des Priesters respektive an der kanzelrückwand.

Auf der Suche nach weiteren Effekte könnte man sich von einer 
Rammsteinaufführung inspirieren lassen und die  pyrotechnischen Effekte 
per ungefährlicher Eölektronik optisch nachbilden:

https://image.stern.de/6516232/16x9-940-529/9a351192502735191c35c44af78b38ea/gn/061706-000-a-rammstein-amerika-02.jpg
Gast #5826411
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Deine Ausbildung scheint wohl das Handwerks-Gegenstück zum „Elektroniker 
für Geräte und Systeme“ aus der Industrie zu sein.

Ich denke mit dem Bereich Studiotechnik hast du ein ziemlich breites 
Themengebiet zur Auswahl.

Spontan würden mir zum Beispiel folgende Projekte einfallen:

- Audioverstärker
- Equalizer  Filter  Frequenzweichen
- Tongeneratoren (z.B. mit Wien-Robinson-Brücke)
- Signalmischer

Es kommt aber natürlich auch immer drauf an wie umfangreich solche 
Gesellenstücke sein müssen.

Im Industriebereich gibt es solche Werkstücke nicht. Hier gibt es nur 2 
praktische Prüfungsmodi, das eine wäre ne vorgefertigte Prüfung von der 
IHK PAL oder einen betrieblichen Auftrag, dieser kann alles mögliche 
sein, eine Reparatur, Aufbau eines Produkts inklusive diverser Messungen 
z.B. VDE 0701/0702 oder auch eine Hardware-Entwicklung. Auf Basis des 
Auftrags wird eine Dokumentation erstellt, für Durchführung und 
Dokumentation sind ca. 20 Stunden Zeit angesetzt. Wie lange man nun 
wirklich gebraucht hat wird aber nicht überprüft, kenne Leute die 2 
Wochen daran rumgebastelt haben und die Zeiten dann auf dem Papier 
angepasst haben, ein Azubi hat nicht mal einen Auftrag durchgeführt 
sondern die Arbeit eines Facharbeiters in der Firma dokumentiert ;)

Die Dokumentation und Durchführung wird allerdings nicht bewertet. 
Anhand der Dokumentation findet der Prüfungsausschuss diverse Fragen und 
führt ein Fachgespräch mit dem Auszubildenden durch. Dieses wird 
bewertet und bildet dann die Note für die praktische Prüfung Teil 2.

Meines Erachtens ist das Fachgespräch aber nur Humbug, viele Fragen 
zielen nur auf Prozesskompetenz ab und die wenigen gestellten Fragen zur 
Fachkompetenz könnte ein Azubi aus dem ersten Lehrjahr beantworten. Bei 
mir wurde damals eine Frage gestellt die ich nur mit „ja“ beantworten 
musste, ob der Prüfer dies aus Versehen tat ist mir aber nicht bekannt. 
Fakt ist das ich unvorbereitet nach 10 Minuten mit dem Fachgespräch 
fertig war und die volle Punktzahl darauf erhielt.

Vielleicht kannst du uns noch ein paar Details zum Prüfungsablauf geben, 
dann könnten wir besser darauf eingehen.
Gast #5826649
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Legobauingenieur schrieb:
> Lukas W. schrieb:
>> Leider fällt mir nichts umsetzbares ein.
> Dann war die Ausbildung fürn Arsch.

Etwas politisch korrekter formuliert: Es wäre zu erwarten gewesen, dass 
der angehende Informationsspezialist von selber kreativ genug ist.

Aber in der heutigen Generation, die nur alles auf VT runterlädt, ist 
das wohl nicht mehr aktuell.
Gast #5826772
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Oh weh!

Hier irrt wieder ein junger Mensch durchs Forum, der von Mutti immer nur 
gelobbt wurde, und jetzt muß er was machen, was Mutti leider nicht kann!

Tja lieber Lukas W.

Was ist ein Projekt?


>Platinendesign!
Und es gibt doch sooooo billige Leiterplatten aus China!
Ich kann/darf immer noch die teueren Platinen aus D-Land bestellen!


>Embedded Controller
Ja, den ATMega kann ich auch programmierern, auf den Arduino klopf..
Ich kann/darf immer noch alles bestellen/programmieren was ich will
(Attiny13, SAM5, Cortex, Silabs...)


>Projektmanagment
Alles wird gut!
Cheffe gibt dir 1 Mio €, darfst du alles ausgeben, wenn Cheffe dann 2 
Mio € verdient! Wenn nicht... "Hell on Earth"
Gast #5828074
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Legobauingenieur schrieb:
> Wie wäre es mit einer Kilowattwaage?

Früher mussten die Lehrlinge bei uns in ihrer Anfangszeit immer einen 
Eimer Ohm bei den Kollegen in der Schlosserei für uns holen.
Da wäre eine Widerstandswaage sehr praktisch.
Da schmeißt man einfach den Eimer Ohm drauf und die Waage zeigt den 
Gesamtwiderstand an :-)
Gast #5829023
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Hi,

der Ansatz Mess- und Prüfgeräte ist doch nicht verkehrt.
Wenn Du im Bereich CCTV bist, dann wäre doch der Ansatz "Videotestgerät" 
nicht verkehrt.
Ich habe beruflich sehr lange VGA Videostrecken schon gesehen in denen 5 
Geräte (div. Overlay, Crossmatrix) oder mehr verbaut waren. Dafür haben 
wir damals einen Bildgenerator mit einem FPGA aufgebaut um uns auch 
sicher zu sein, dass die richtigen Videodaten an der richtigen Stelle 
waren.  Bei Bildgeneratoren mit Laptop und einem Testbild gab es immer 
eine gerätespezifische Unsicherheiten (Stichwort Frontporch, Backporch), 
insbesondere wenn man irgendwo mit dem Scope im Videostrom gemessen hat.
Heutzutage bei HDMI,DP, etc. kann man sich nicht mehr so einfach in den 
Videostrom messen. Und insbesondere die Daten wie EDID, etc. die auf den 
Datenkanaälen laufen können bei langen Leitungslängen Probleme bereiten.

Aber ich denke im CCTV Geschäft gibt es auch einen Bedarf Videostrecken 
mit einem definierten Verhalten. Bei großen Installationen sind ja auch 
einige Crossmatrix, etc. verbaut.
Heutzutage kann man viel mit Prozessoren machen. z.B. mit einem Xilinx 
Zed Board bei dem man ein PetaLinux installiert.
#5829073
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Gibts in dem Beruf kein "Muster-Projekt", das man von Christiani als 
Bausatz bekommt?

Ansonsten:
Schau dich in deinem Betrieb um und suche nach Problemen oder Abläufen, 
die sich automatisieren/elektronisch vereinfachen lassen.
Sprich mit deinen Kollegen, was ihnen fehlt und vielleicht kommt ein "So 
ein Gerät, das XY tut würde vieles vereinfachen".

Ist dann praxisnah, kann hinterher verwendet werden und alle sind 
glücklich.

Finde ich besser, als "Lösung sucht Problem" mit dem Ergebnis, welches 
verstaubt und nach ein paar Jahren in der Tonne landet.
(Firma: Q3) #5829100
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Mir fällt gerade ein Mikrocontroller-Projekt ein, was ich seit geraumer 
Zeit vor mir her schiebe - habe aber keine Ahnung, ob die "schöpferische 
Höhe" ausreicht ... im Detail kann das aber sehr aufwändig sein:

Ich bin Hobyy-DJ und erlebe immer wieder das Selbe. Vor der 
Veranstaltung richtet man die PA-Anlage ein - egal ob im Freien (z.B. 
Sportplatz) oder in einem Saal, man findet die Lautstärke nach einigen 
Tests angemessen.

Im Laufe des Abends treten nun mehrere Effekte ein.

Erstens empfindet man die Lautstärke mit fortschreitender Zeit selbst 
nach und nach als unzureichend und dreht immer weiter auf (bzw. muss 
sich bewusst zusammenreißen, es nich tzu tun). Hat wohl mit der 
"Ermüdung" des Hörvermögens zu tun.

Zweitens ändert sich die Akustik, wenn Leute hinzu kommen, was besonders 
in geschlossenen Räumen zu spüren ist. Ausserdem bringen die eine Art 
"Eigenlärm" bzw. "Volksgemurmel" mit, das es zu übertönen gilt, ohne 
jedoch dabei zu übertreiben.

Und drittens sind leider auch die einzelnen Titel nicht nur in Summe 
unterschiedlich laut, sie enthalten auch verschiedene "Spektren", bei 
denen zwar ein einfaches VU-Meter den gleichen Wert anzeigt, man es 
trotzdem als unterschiedlich empfindet.

Aus all dem schwebt mir nun ein Messgerät vor, bestehend aus mehreren 
(Richt-) Mikrofonen (evtl. ähnlich "Alexa"), einem MC und der 
zugehörigen Anzeige.

Von der Bauform her könnte man das Gerät mit einer großen 
LED-Matrixanzeige versehen und - für den DJ sichtbar - mittig oben im 
Raum platzieren oder mit einer per Funk abgesetzten Anzeige für das 
DJ-Pult versehen.

Am Ende könnte man sogar darüber nachdenken, ob das Gerät selber in das 
Signal aus dem Mixer zu PA eingreift und automatisch regelt. Will man 
das wirklich intelligent machen, z.B. auch sinnvoll auf Mikrofon-Ansagen 
reagieren oder nach akustisch-psychologischen Prinzipien arbeiten ... 
sowas kann man endlos komplex und kompliziert werden lassen.
#5829444
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Frank E. schrieb:

> Aus all dem schwebt mir nun ein Messgerät vor, bestehend aus mehreren
> (Richt-) Mikrofonen (evtl. ähnlich "Alexa"), einem MC und der
> zugehörigen Anzeige.

Klingt schon mal nach einem guten Ansatz :) Natürlich muss das Projekt 
auf keinen DJ bezogen werden, sondern generell auf Akustik in Räumen. In 
der Firma verbauen wir sehr oft Lautsprecher in größeren Räumen z.B. 
Hörsälle, Seminarräume etc. Da würde sowas wirklich gelegen kommen. 
Natürlich kann man sowas an den jeweiligen Kunden anpassen. Aber die 
Idee finde ich wirklich Klasse ;).
#5829448
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Freddy schrieb:

> Aber ich denke im CCTV Geschäft gibt es auch einen Bedarf Videostrecken
> mit einem definierten Verhalten. Bei großen Installationen sind ja auch
> einige Crossmatrix, etc. verbaut.
> Heutzutage kann man viel mit Prozessoren machen. z.B. mit einem Xilinx
> Zed Board bei dem man ein PetaLinux installiert.

Wir als Firma verlegen des Öfteren Videokabel in großen Reichweiten. 
Manchmal ist das Problem, dass halt ein Kabel schon bei der Installation 
nicht funktioniert und dann sucht man ewig nach dem Fehler. In solchen 
Fällen wäre es halt praktisch, so ein Messgerät zu haben, um die 
fehlerfreie Übertragung sicherzustellen. Deine Idee finde ich echt super 
:)
#5829454
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René F. schrieb:

> Spontan würden mir zum Beispiel folgende Projekte einfallen:
>
> - Audioverstärker
> - Equalizer  Filter  Frequenzweichen
> - Tongeneratoren (z.B. mit Wien-Robinson-Brücke)
> - Signalmischer

Das sind sehr gute Ansätze :) Ich müsste mich nur ein bisschen in das 
Thema TV- und Studiotechnik reinfinden. Ich kenne mich mehr im Bereich 
Präsentationstechnik und CCTV aus. Aber zurzeit bin ich noch für alles 
offen.


> Vielleicht kannst du uns noch ein paar Details zum Prüfungsablauf geben,
> dann könnten wir besser darauf eingehen.

Teil 1 ist die Theorieprüfung
Teil 2 ist die praktische Prüfung: - Gesellenstück
                                       - Dokumentation
                                       - Power Point
                                       - Gebautes Projekt
                                       - Fachgespräch von 30min
                                   - Fehlersuche an Fernsehern
                                   - Aufbau von Telefonanlagen ...
#5833860
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Ich wollte mir mal eine Digitaluhr bauen.

Aber keine mit normaler Anzeige, sondern eine, die nur die "geraden" 
Stunden in zweistellig anzeigt, und die Minuten in dreistellig. Also 
statt 13:15 steht da 12:075, statt 09:45 steht da 08:105 und so. Und 
wenn da zum Beispiel 16:159 steht, springt die Anzeige anschließend auf 
18:000. Ich glaube, ihr habts begriffen... Und bitte OHNE 
Vornull-Unterdrückung!

Häts auch beinahe hingekricht, aber das wäre damals ein TTL-Grab 
geworden. Habs dann gelassen.
#5833937
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Achim B. schrieb:
> Ich wollte mir mal eine Digitaluhr bauen.
>
> Aber keine mit normaler Anzeige, sondern eine, die nur die "geraden"
> Stunden in zweistellig anzeigt, und die Minuten in dreistellig. Also
> statt 13:15 steht da 12:075, statt 09:45 steht da 08:105 und so. Und
> wenn da zum Beispiel 16:159 steht, springt die Anzeige anschließend auf
> 18:000. Ich glaube, ihr habts begriffen... Und bitte OHNE
> Vornull-Unterdrückung!
>
> Häts auch beinahe hingekricht, aber das wäre damals ein TTL-Grab
> geworden. Habs dann gelassen.

Das ist aber äußerst simple zu programmieren...
Gast #5833978
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Frank E. schrieb:
> Erstens empfindet man die Lautstärke mit fortschreitender Zeit selbst
> nach und nach als unzureichend und dreht immer weiter auf
Dann ist die Lautstärke schon zu hoch und ermüdet auch die Zuhörer. Bei 
den auf solchen Veranstaltungen zulässigen Pegeln passiert das 
normalerweise nicht!

> Zweitens ändert sich die Akustik, wenn Leute hinzu kommen, was besonders
> in geschlossenen Räumen zu spüren ist.
Durch mehr Leute wird mehr an Reflektionen absorbiert und die Musik eher 
deutlicher und muss daher nicht lauter werden.


> Und drittens sind leider auch die einzelnen Titel nicht nur in Summe
> unterschiedlich laut, sie enthalten auch verschiedene "Spektren", bei
> denen zwar ein einfaches VU-Meter den gleichen Wert anzeigt, man es
> trotzdem als unterschiedlich empfindet.
DAS IST ABER EXAKT DIE AUFGABE DES DJs!
Nämlich, die subjektive Lautstärke mit der objektive zu vermitteln und 
gleich zu mischen. Dazu hat man einen EQ und einen Master-Volume-Regler 
am Mischpult.

> Aus all dem schwebt mir nun ein Messgerät vor, bestehend aus mehreren
> (Richt-) Mikrofonen
Die bringen nicht mehr Informationen, als ein objektives Messgerät im 
elektrischen Pfad.

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