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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Ausbildung vs. Arbeitsleben


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Autor: QuestionPatty (Gast)
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Hey ihr Lieben.
Ging es euch bei eurer Ausbildung auch so auf die Nerven, dass man 
teilweise Zeug gelernt hat, das man nie wieder braucht und nichts mit 
dem eigentlichen Beruf zu tun hat???
Ganz nach dem Motto: "Das brauchste später eh nicht mehr" - und wieso 
lern ichs dann??

In letzter Zeit hab ich besonders oft das Gefühl, dass meine Ausbildung 
wenig zielführend ist und man hört auch von Freunden und Bekannten immer 
häufiger Beschwerden über Ausbildungsinhalte, die scheinbar vollkommen 
sinnlos sind. Das Motto, welches ich oben geschrieben habe, scheint zur 
Normalität geworden zu sein, das finde ich allerdings alles andere als 
normal.

Ich hab mir mal zur Aufgabe gemacht, diesen Umstand genauer unter die 
Lupe zu nehmen und zu zeigen, wie sich das ganze auf die Motivation und 
schlussendlich sogar auf Arbeitslosenquoten usw. auswirken kann.
Wenn ihr das also genauso als immer stärker werdendes Problem anseht und 
euch selbst über fragwürdige Ausbildungsinhalte geärgert habt, dann 
teilt doch bitte eure Erfahrungen in meiner kleinen Online-Umfrage! Sie 
dauert nur ca. 15 Minuten und ist natürlich anonym. Gemeinsam könnten 
wir etwas in Gang setzen und zeigen, wie wichtig eine ordentliche 
Ausbildungsqualität ist! Vielen Dank :)

https://umfrage.sbg.ac.at/index.php/496771?lang=de

Autor: Gaast255 (Gast)
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Autor: Bimbo. (Gast)
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Bedingt, ja. Mein Studium war sehr unstrukturiert organisiert. Da musste 
man selber schauen sich das rauszupicken, was man später machen möchte 
und da gezielt selber weiter lernen.

Es gab einen einfach Überblick der Programmierung in C/C++, der gerade 
ausreichte um Konsolenprogramme zu schreiben mit Dateizugriff. Es wurde 
in Physik Themen wie Mechanik etc. gelehrt. Das brauche ich natürlich 
nie wieder, bzgl. Elektronik wurde da nichts angerissen.
Alles insgesamt sher oberflächlich und nur auswendiglernen - ich habe im 
Unterricht bis auf wenige Ausnahmen nichts gelernt, was ich nicht auch 
aus einem guten Buch hätte lernen können. Und so war es dann auch oft. 
Das C Buch in 2 Tagen durchlesen hat mir den selben Stoff vermittelt, 
wie das ganze Semester in den Unterricht zu gehen. Ich war dann oft nur 
bei den Pflichtveranstaltungen.

Autor: QuestionPatty (Gast)
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Da spricht mir jemand aus der Seele, mein Studium ist ebenso sehr.. 
uneffektiv ;)

Autor: Msd (Gast)
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QuestionPatty schrieb:
> Da spricht mir jemand aus der Seele, mein Studium ist ebenso sehr..
> uneffektiv ;)

Liegt natürlich am Studienfach. Klaro. Natürlich überhaupt nicht an der 
Studienauswahl.

Viel Spaß beim Taxifahren.

Autor: NichtWichtig (Gast)
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Hier wird gezielt ausgebildet: https://www.bib.de/

Autor: Alf (Gast)
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"Das brauch ich nie wieder..."
Dachte ich während der Schule, der Ausbildung und des Studiums auch 
immer.
Habe inzwischen aber vieles von diesem "unnützen Wissen" wieder 
gebraucht. Wenn man von einem Thema schonmal was gehört hat, ist es viel 
leichter wieder reinzukommen.
Grundsätzlich glaube ich man kann nicht viel genug auch über 
vermeindlich fachfremde Gebiete lernen. Wenn allerdings dafür wichtige 
fachliche Themen nicht gelehrt werden sehe ich schon auch ein Problem.

Eine Ausbildung ist einfach nicht auf einen bestimmten Job ausgelegt 
sondern gibt dir die Möglichkeit, die Dinge zu verstehen, die du für 
deinen Job brauchst.

Autor: Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite
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Weil einige Antworten zum Studium kamen, meine Anmerkungen zu einem 
Studium.

Aus den Antworten zum Studium ist eine unerfüllte Erwartung zu 
entnehmen. Damit wird jedoch nicht das Studium selbst bewertet, sondern 
die Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität.
Im Sinne der Humboldschen universitären Bildung besteht das Wesen der 
„höheren wissenschaftlichen Anstalten“ darin, „die objective 
Wissenschaft mit der subjectiven Bildung zu verknüpfen. Da diese 
Anstalten ihren Zweck indes nur erreichen können, wenn jede, soviel als 
immer möglich, der reinen Idee der Wissenschaft gegenüber steht, so sind 
Einsamkeit und Freiheit die in ihrem Kreise vorwaltenden Principien.  Es 
ist  ferner  eine  Eigenthümlichkeit  der  höheren  wissenschaftlichen 
Anstalten,  dass  sie  die  Wissenschaften  immer  als  ein  noch  nicht 
ganz  aufgelöstes  Problem  behandeln und daher immer im Forschen 
bleiben, da die Schule es nur mit abgemachten und fertigen Kenntnissen 
zu thun hat.“

Studierende sollen sich also durch die Beschäftigung mit den 
Wissenschaften bilden, indem sie sich auf die Gegenstände einlassen, 
indem sie offen für Veränderungen sind. Es geht nicht allein um das 
Sammeln fertiger Wissensbausteine, sondern um das Suchen nach 
Problemlösungen. Das Ganze solle in „Einsamkeit und Freiheit“ passieren. 
Damit sind Originalität und Unabhängigkeit im Denken gemeint. Wer 
erwartet, im Studium perfekt die Programmierung in C/C++ zu erlernen, 
ist hier absolut falsch. Dafür gibt es den Ausbildungsberuf des 
Fachinformatikers.

Autor: QuestionPatty (Gast)
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Es liegt meiner Meinung nach an beidem, so wie es nunmal meistens im 
Leben der Fall ist. Dass du mit einem Medizinstudium generell besser 
dastehst, als mit einem Germanistikstudium, ist klar, das heißt aber 
nicht, dass man dir deswegen nur Blödsinn beibringen sollte.

Autor: Udo S. (urschmitt)
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Bimbo. schrieb:
> Bedingt, ja. Mein Studium war sehr unstrukturiert organisiert.

Du sollst ja in die Lage versetzt werden selber organisieren zu können.

Alles was ein perfekt durchchoreografiertes Studium hervorbringt sind 
Fachidioten und perfekte Befehlsempfänger ohne eigenes Hirn.

Früher(tm) als es noch nicht 100 Studiengänge für jede Fachrichtung gab 
musste man noch deutlich mehr Eigeninitiative zeigen und selbst 
Entscheidungen treffen. Aber offensichtlich sind dazu immer mehr Kids 
von Helikoptereltern nicht mehr in der Lage und auch nicht willens.

Autor: Siggy Silberrücken (Gast)
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Studiumszeit ist - was man daraus macht.

Also ca. zwei Drittel der Fächer und Lehrinhalte hab ich damals selbst 
rausgesucht.
War damals üblich, nannte sich wahlobligatorisch, also 42 SWS musste man 
machen, welche war grösstenteils freigestellt. Also hab ich mir die 
rausgesucht, die zum Tätigkeitswunsch und Neigung entwicklung passten.
Das war dann viel zum Digitalentwurf, Algotrithmen, Codierungstheorie 
und was so bei den Nachbarfakultäten Informatik und Mathematik 
brauchbares angeboten wurde (OS, Simulation, Numerik, paralles rechnen). 
Damit bin ich recht gut gefahren.

Andere sind beim Curriculum weniger wählerisch gewesen, die haben das 
genommen was Mutti auf den Tisch stellte und artig aufgegessen. So kann 
man natürlich keinen eigenen Geschmack entwickeln.

Autor: Bimbo. (Gast)
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Man kann aber als Lehranstalt selber versuchen etwas Struktur 
einzubringen. Wenn man z.B. im Bereich Embedded unterrichtet, dann 
sollte von den Studenten erwartet werden, dass diese sich das 
Grundlagenwissen selber aneignen können und spätestens im 3. Semester 
fächerübergreifende Projekte durchgeführt werden, die auf dem Wissen der 
anderen/vorherigen Fächer aufbauen.

Stattdessen wurde einfach 7 Semester lang Fach für Fach stets etwas 
neues sehr oberflächlich beigebracht. Anstatt ein Projekt inkl.

- Schaltplanentwicklung
- Leiterplattenentflechtung
- Embedded Programmierung (Linux / µC)
- Schnittstellenprogrammierung (USB, SPI, ...)
- PC Programmierung (Servicesoftware z.B.).

einmal über ein/zwei Semester durchzuziehen (am Anfang ein kleines 
Projekt, in den letzten Semestern etwas komplexes) ist mir ein Rätsel. 
Absolut keine Vorbereitung auf die spätere Arbeit.

Es wäre super gewesen, wenn bei uns beispielsweise in Semester 2/3 eine 
doppellagige Leiterplatte mit < 100 Bauteilen, einem Display, 
Mikrocontroller, sowieso RS232 + PC Software zu erstellen gewesen wäre 
und am Ende des Studiums halt etwas größeresmit ARM / Linux und WLAN 
etc.

Stattdessen ein Semester dies, dann ein Semester das und immernur 
gefühlt ein "XYZ für Dummys". Naja halt durchgezogen, es interessiert eh 
(so gut wie) niemanden wo man seinen Abschluss gemacht hat.

Autor: Muh (Gast)
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Naja, eine CPU zu wechseln (auf einem gesockelten Board natürlich) ist 
nun wirklich kein Hexenwerk. Sowas lernt man auch in weniger als 3 
Jahren...

Autor: Dr.Who (Gast)
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Mit Abschlüssen aller Art erwirbt man Aussagekräftig kein
dauerhaft statisches Wissen (das sich ja auch ändern kann
(z.B.d.Halbwertzeit).
Sondern man erhält durch die Abschlüsse die bestätigende
Aussagekraft wie lernfähig man ist und das ist ein dynamisches
Konzept. Je besser die Abschlüsse sind, um so besser sind auch
die Jobchancen weil man die Fähigkeit hat, sich in neue
Wissensgebiete einzuarbeiten.

Autor: Bimbo. (Gast)
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Dr.Who schrieb:
> Je besser die Abschlüsse sind, um so besser sind auch
> die Jobchancen weil man die Fähigkeit hat, sich in neue
> Wissensgebiete einzuarbeiten.

Das halte ich für ein Gerücht. In meinem Fall war der Master einfach 
weiter zwei Semester lang stupide Themen vorgesetzt zu kriegen. Die 
selbe Zeit im Arbeitsleben hätte mehr gebracht vom Lernfaktor.

Autor: S. K. (quaxx)
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Ich habe in meinem Studium anscheinend bessere Erfahrungen machen 
können.
Klar die ersten Semester sind Grundlagen quer durch. In den späteren 
Semestern hat man zwar immer was neues gelernt, aber die Laboraufgaben 
wurden interessanter und hatten immer mehr Porjektcharakter:

So haben wir im 6. Semester zwei Schaltungen entwickeln müssen, wie z.B. 
ein 3GHz Verstärker. Als Vorgabe gab es nur die Dämpfungen, 
Frequenzbereich, keine disrekten Kondensatoren/Spulen, usw.
Dann musste man selbst die Schaltung entwickeln, simulieren, PCB 
desingen, Löten und Inbetrieb nehmen.

Dieses Labor war kein Einzelfall, sondern eher die Regel, was die 
Projekte neben der Vorlesung anging.

Autor: Stefan (Gast)
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S. K. schrieb:
> So haben wir im 6. Semester zwei Schaltungen entwickeln müssen, wie z.B.
> ein 3GHz Verstärker. Als Vorgabe gab es nur die Dämpfungen,
> Frequenzbereich, keine disrekten Kondensatoren/Spulen, usw.
> Dann musste man selbst die Schaltung entwickeln, simulieren, PCB
> desingen, Löten und Inbetrieb nehmen.

Hört sich sehr gut an. Solche praxisrelevanten Dinge gab es in meinem 
Studium vor über 15 Jahren leider nie. Was man hier im Forum so liest, 
scheint sich die Qualität eines E-Technik Studiums ja doch sehr 
verbessert zu haben. Möglicherweise werden hier auch nur wenige 
Ausnahmefälle erwähnt. Ein repräsentativer Überblick was heutzutage in 
einem Studium wirklich vermittelt wird, wäre mal interessant. Die Titel 
und die Kurzbeschreibung der einzelnen Vorlesungen haben sich schon vor 
über 15 Jahren vielversprechend angehört. Was dann aber hinterher 
wirklich gemacht wurde, sah ganz anders aus.

Autor: Axel L. (axel_5)
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Man muss das Ziel richtig verstehen:

Nach meinem Studium war ich der Meinung, dass es letztlich darum ging, 
diejenigen rauszufiltern, die in der Lage sind, sich unter 
bescheidensten Umständen Wissen von pädagogisch unqualifizierten Leuten 
oder anderen Mitteln anzueignen, wobei die Bürokratie alles tut, um 
einen daran zu hindern, um das Projekt "Klausur" Termingerecht halbwegs 
vernünftig abzuschliessen.

Genau, was man im Job später auch macht. Nur dass das Projekt einen 
anderen Namen hat.

Gruß
Axel

Autor: Arno (Gast)
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Ich bin zwar kein Elektrotechniker (oder Informatiker oder was auch 
immer genau du für ein Studium beschreibst) aber...

Bimbo. schrieb:
> Es wäre super gewesen, wenn bei uns beispielsweise in Semester 2/3 eine
> doppellagige Leiterplatte mit < 100 Bauteilen, einem Display,
> Mikrocontroller, sowieso RS232 + PC Software zu erstellen gewesen wäre
> und am Ende des Studiums halt etwas größeresmit ARM / Linux und WLAN
> etc.

...dann hast du von 100 Studenten 99, die in den 20 Jahren nach ihrem 
Abschluss nur doppellagige Leiterplatten entwickeln (können/wollen), die 
keine Ahnung haben, welche Vor- und Nachteile mehrlagige Platinen oder 
auch einseitige Platinen haben, die außer RS232 kein Bussystem kennen, 
die außer ARM keine Controller verwenden...

Eigentlich sollten die Ziele eines Studiums sein, dass man

1) Grundlagen erwirbt - und mit ausreichend Zeit selbst erarbeiten kann, 
ob z.B. eine GHz-Taktleitung zwischen zwei Masseflächen sein sollte oder 
nicht. Das muss man zwar sicherlich später im Beruf nicht dauernd 
machen, aber wer weiß, wie es geht, hat genau dann Vorteile, wenn die 
Daumenregeln dann doch mal daneben liegen oder nicht greifen
2) Einen Überblick bekommt - und sich bei Bedarf später im Job in 
bestimmte Technologien, Bauteile... vertiefen kann. Ich mein, in 
gewisser Weise ist Elektronik sehr standardisiert (praktisch alles 
Silizium-basierte CMOS-Technologie, xx% Marktanteil 8051, xx% ARM, auf 
kupferkaschiertem Epoxy...) da mag das etwas weniger relevant sein, aber 
in anderen Fachgebieten hilft es schon bei der Entwicklung, viele 
Lösungen einmal gesehen zu haben
3) Lernen lernt - wie man aus Grundlagen und Datenblättern und 
Spitzenforschung eine Lösung für ein Problem zusammenbaut

Das sind genau die Vorteile, die ein Studium gegenüber einer Ausbildung 
aufweist (aufweisen sollte).

Natürlich klopft der Elektriker-Azubi schneller Schlitze als der 
Ingenieur und weiß auswendig, wie weit die Spannung an der letzten 
Steckdose im Strang bei Nennstrom abfallen darf - der Ingenieur kann 
sich das aber anlesen, und wenn die Spannung mal ansteigt statt 
abzufallen, hat er eine viel bessere Chance, den Grund zu finden. Und 
gleichzeitig kann ein guter Ingenieur auch noch darüber nachdenken, 
wieviel Spannungsabfall sinnvoll ist, kann errechnen, was das kostet, 
wenn da ein 100kW-Motor am Ende des Strangs angeschlossen ist - eben die 
Dinge, die für den Elektriker-Azubi nicht alltäglich sind. (und unter 
Ingenieuren wird - hoffentlich - weniger "das haben wir schon immer so 
gemacht" und mehr "warum machen wir das so?" gefragt werden - etwa wenn 
sich mal Vorschriften ändern und der alte Meister weiter nach den alten 
Vorschriften arbeitet...)

Wenn dann allerdings hier (im Nebenthread) 5 Leute behaupten, 145mW wäre 
zu viel für einen bestimmten 0603-Widerstand, ohne das Datenblatt zu 
lesen, in dem 300mW zulässige Verlustleistung steht, kann ich nur 
hoffen, dass das alles keine Uni-Absolventen sind - sonst hätten ihre 
Studien diese Ziele nämlich grandios verfehlt.

MfG, Arno

Autor: Sackspinne (Gast)
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Wenn's nur noch Luschen gibt, wer soll dann mal die Welt retten??

Autor: Klaus P. (Gast)
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QuestionPatty schrieb:
> Ging es euch bei eurer Ausbildung auch so auf die Nerven, dass man
> teilweise Zeug gelernt hat, das man nie wieder braucht und nichts mit
> dem eigentlichen Beruf zu tun hat???
> Ganz nach dem Motto: "Das brauchste später eh nicht mehr" - und wieso
> lern ichs dann??

Damals (vor mittlerweile fast 30 Jahren) habe ich genauso gedacht. 
Theoretische Elektrotechnik? Berechnung von Generatoren im GW Bereich? 
Materialkunde und das Eisen-Kohlenstoff-Diagramm? Alles langweiliger 
Kram, den niemand braucht...

Rückblickend kann ich sagen, dass ich erstaunlich viel verwenden konnte. 
Nicht in dem Sinne, dass ich jemals selbst in der Chipentwicklung (=> 
theor. ET) oder in der Generatorfertigung tätig gewesen wäre, aber in 
vielen Fällen haben die Grundkentnisse aus dem Studium geholfen, 
Gesprächspartner aus diesen Branchen zu verstehen.

Autor: Bimbo. (Gast)
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Arno schrieb:
> ...dann hast du von 100 Studenten 99, die in den 20 Jahren nach ihrem
> Abschluss nur doppellagige Leiterplatten entwickeln (können/wollen), die
> keine Ahnung haben, welche Vor- und Nachteile mehrlagige Platinen oder
> auch einseitige Platinen haben, die außer RS232 kein Bussystem kennen,
> die außer ARM keine Controller verwenden...

Besser als 99 Studenten, die nur wissen wo es steht und von Tuten und 
Blasen keine Ahnung haben (weil sie nur stupie auswendig gelernt haben).

Wer sagt denn, dass alle das gleiche machen sollen und es nur 2lagig 
bleiben darf? Ein bisschen weiter kanst du schon denken ;).

Autor: Joe F. (easylife)
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Klaus P. schrieb:
> Rückblickend kann ich sagen, dass ich erstaunlich viel verwenden konnte.

Geht mir auch so. Insbesondere die nicht-technischen Vorlesungen (damals 
von mir als zu theoretisch, zu juralastig, zu langweilig empfunden), 
stellten sich später im Beruf als besonders nützlich heraus.
Man stellt plötzlich fest, dass man die theoretischen Grundlagen hat 
komplexere Projekte zu organisieren und auch Verträge zu diskutieren, 
ohne sich unwohl zu fühlen.

Autor: Hannes J. (pnuebergang)
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QuestionPatty schrieb:
> In letzter Zeit hab ich besonders oft das Gefühl, dass meine Ausbildung
> wenig zielführend ist und man hört auch von Freunden und Bekannten immer
> häufiger Beschwerden

Bla, bla, bla, bla.

> Ich hab mir mal zur Aufgabe gemacht,

Nein, ich glaube du hast die Aufgabe bekommen.

> diesen Umstand genauer unter die
> Lupe zu nehmen und zu zeigen, wie sich das ganze auf die Motivation und
> schlussendlich sogar auf Arbeitslosenquoten usw. auswirken kann.
> Wenn ihr das also genauso als immer stärker werdendes Problem anseht und
> euch selbst über fragwürdige Ausbildungsinhalte geärgert habt, dann
> teilt doch bitte eure Erfahrungen in meiner kleinen Online-Umfrage! Sie
> dauert nur ca. 15 Minuten und ist natürlich anonym. Gemeinsam könnten
> wir etwas in Gang setzen und zeigen, wie wichtig eine ordentliche
> Ausbildungsqualität ist! Vielen Dank :)
>
> https://umfrage.sbg.ac.at/index.php/...

Ich habe das Gefühl das du uns belügst. sbg.ac.at führt zur Uni 
Salzburg. Wie kommt ein angeblicher Auszubildender zum Fachinformatiker 
daran ein Umfrage-Tool der Uni Salzburg zu nutzen und dort, Zitat, "Eine 
Studie der Bildungs- und Wirtschaftspsychologie" im Rahmen einer 
Bachelorarbeit anzulegen?

Das ist doch wieder so eine Müll-Umfrage für ein Institut an der Uni 
Salzburg, das wiederum von einem externen Auftraggeber für den Müll 
bezahlt wird. Du wiederum bist die arme, aber verlogene, Sau, die die 
Umfrage im Rahmen einer Bachelorarbeit zusammenfälschen muss.

Von wegen "Gemeinsam könnten wir etwas in Gang setzen". Was für ein 
schmieriger Spruch. Also, um welches "Research" geht es, welches 
Institut (welcher Professor) steht dahinter, wer ist der externe 
Auftraggeber (wer bezahlt) und gegen wie viele Punkte der üblichen 
Verhaltenskodizi hast du gerade verstoßen?

@Moderatoren Kann der Müll bitte weg, oder zumindest der Link zur 
Umfrage gelöscht werden?

: Bearbeitet durch User
Autor: Wühlhase (Gast)
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Och, man könnte die Gelegenheit doch nutzen und da lauter unwahren Mist 
eintragen. Am Besten mehrmals.

Mach ich natürlich nicht, aber es gibt ja genug destruktive Kräfte in 
diesem Forum, jetzt sind sie mal zu etwas gut.

Autor: Manfred (Gast)
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Hannes J. schrieb:
> Ich habe das Gefühl das du uns belügst. sbg.ac.at führt zur Uni
> Salzburg. Wie kommt ein angeblicher Auszubildender zum Fachinformatiker

Es ist ziemlich unverschämt, dass die Seite kein Impressum hat / keinen 
Verantwortlichen ausweist.

Am Ende kommt dan "Danke für die Unterstützung meiner Bachelorarbeit" - 
das bestätigt Deine Aussage!

Wühlhase schrieb:
> Och, man könnte die Gelegenheit doch nutzen und da lauter unwahren Mist
> eintragen.

Dann aber bitte genau gucken: Die Fragestellungen lassen 
widersprüchliche Aussagen zu, so dass ich vermuten darf, dass der 
Lügenbold eine Plausibilitätskontrolle der Antworten versucht.

Autor: Wort_zum_Freitag (Gast)
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Man muss das Positive sehen. Lernen fördert das Denken bzw. schafft 
Strukturen, um eine Sache abstrahieren zu können und auf ein anderes 
Gebiet zu transferieren, um dort schnelle und effektive Lösungen zu 
finden.

Zum Beispiel braucht selten ein Elektroingenieur die Elektrodynamik zum 
Arbeiten, besonders dann nicht, wenn er, wie ich, nur noch 
Embedded-Entwicklungt macht.
Dennoch war für mich das Absolvieren der Elektrodynamik, die unbedingt 
an der TU Braunschweig bestanden werden musste, mit dem allerhöchsten 
Aufwand von allen Fächern verbunden, noch vor Mathe 3,4.

Dennoch habe ich etwas dabei gelernt, nämlich fremden Source-Code zu 
analysieren, wie ich eine komplizierte mathematische Herleitung früher 
an der Uni analysierte, um daraus zu lernen.


Etwas zu lernen ist niemals Verschwendung. Vielmehr sind negative 
Bedürfnisse zu befriedigen Lebenszeitverschwendung, wie ich auch auch im 
Leben lernen musste.

Autor: QuestionPatty (Gast)
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Hannes J. schrieb:
> Ich habe das Gefühl das du uns belügst. sbg.ac.at führt zur Uni
> Salzburg. Wie kommt ein angeblicher Auszubildender zum Fachinformatiker
> daran ein Umfrage-Tool der Uni Salzburg zu nutzen und dort, Zitat, "Eine
> Studie der Bildungs- und Wirtschaftspsychologie" im Rahmen einer
> Bachelorarbeit anzulegen?

Dir ist also nicht bewusst, dass man eine Ausbildung abschließen und 
sich danach oder gar parallel noch zu einem Studium entscheiden kann?
Ja, es handelt sich um meine Bachelorarbeit im Bereich der Psychologie.
Nein, das bedeutet nicht, dass ich keine Ausbildung zum Fachinformatiker 
haben kann. Die Aufgabe wurde mir auch nicht gegeben, ich habe mein 
Thema selbst konstruiert, da ich mich, wie oben beschrieben, selbst 
schon oft in dieser Situation während meiner Ausbildung gefunden habe. 
Lediglich der Umstand, dass ich eine Arbeit verfassen muss, ist 
natürlich Pflicht.

Wühlhase schrieb:
> Och, man könnte die Gelegenheit doch nutzen und da lauter unwahren Mist
> eintragen. Am Besten mehrmals.

Das könnte man natürlich tun, ich wüsste aber nicht warum man das tun 
sollte, wenn man älter als 12 Jahre ist. Und dann bitte nicht mehr über 
negative Umstände beschweren, wenn man Leute manipuliert, die etwas 
verändern oder zumindest aufzeigen wollen.

Autor: QuestionPatty (Gast)
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Hannes J. schrieb:
> welches Institut (welcher Professor) steht dahinter, wer ist der externe
> Auftraggeber (wer bezahlt)

Sorry, das hatte ich noch übersehen. Dahinter steht das psychologische 
Institut der Universität Salzburg, der betreuende Professor ist Walter 
Gruber. Es existiert kein externer Auftraggeber und die Umfrage wird von 
niemandem finanziert. Mir wäre fremd, dass eine stinknormale 
Bachelorarbeit von irgendjemanden finanziert wird. Zumal, nochmals 
erwähnt, mir das Thema nicht vorgegeben wurde, sondern ich es selbst 
konstruierte. Als Basisliteratur hab ich dafür Studien der Bundesämter 
für Bildung und Statistik herangezogen, welche beispielsweise über 
mangelnde Ausbildungsqualität in Folge gelockerter Bestimmungen für 
Betriebe hinsichtlich deren Lehrkräfte berichteten. Daraus entstand mein 
etwas spezifischeres Thema.

Ich würde wirklich gerne mal wissen, wieso es Menschen wie dich gibt, 
die jemandem auf Teufel komm raus schlechtes Verhalten unterstellen 
wollen. Du spinnst hier etwas zusammen, was mich persönlich an 
Verschwörungstheoretiker-Geschwafel erinnert. Externe Institute bezahlen 
dafür und da bin ich, die arme Sau, die die Umfrage verlogen 
zusammenlügen muss und der gegen unzählige Verhaltenskodizi verstößt. 
Nimm bitte einfach den Aluhut ab und nimm nicht teil, wenn es dir nicht 
gefällt, aber lass Leute wie mich doch wenigstens fragen, ob es jemanden 
interessiert.

Autor: Joe F. (easylife)
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QuestionPatty schrieb:
> In letzter Zeit hab ich besonders oft das Gefühl, dass meine Ausbildung
> wenig zielführend ist und man hört auch von Freunden und Bekannten immer
> häufiger Beschwerden über Ausbildungsinhalte, die scheinbar vollkommen
> sinnlos sind.

Du erweckst zunächst den Eindruck, als habest du und Menschen in deinem 
Bekanntenkreis ein Problem mit ihrer eigenen Ausbildung und fragst hier 
im Forum nach Meinungen.

Erst jetzt rückst du damit raus, dass es um eine Datenerhebung für deine 
Bachelorarbeit geht.

Da kann man schon mal pissig werden und auch deine Ehrlichkeit 
hinterfragen.

Wenn du doch so unzufrieden mit deiner Ausbildung bis, warum machst du 
denn dann überhaupt eine Bachelorarbeit?


QuestionPatty schrieb:
> Wenn ihr das also genauso als immer stärker werdendes Problem anseht und
> euch selbst über fragwürdige Ausbildungsinhalte geärgert habt, dann
> teilt doch bitte eure Erfahrungen in meiner kleinen Online-Umfrage!

Methodisch falsch.
Hier schließt du bereits alle von deiner Umfrage aus, die es nicht als 
Problem ansehen.
Das Ergebnis der Umfrage steht also bereits fest.

Wenn man sich deine Umfrage mal genauer ansieht, geht es auch nur 
marginal um die Ausbildung, keinerlei Fragen zu den Ausbildungsinhalten.
Viel mehr interessiert dich, wie zufrieden und erfolgreich die 
Kandidaten in ihrem 1. Job waren/sind, wie die Vorgesetzten und Kollegen 
beurteilt werden (WTF?).

Welche Empfehlungen für die Verbesserung der Ausbildungsinhalte willst 
du daraus ableiten?

"Hey, ich habe herausgefunden, dass Menschen, die unzufrieden mit ihrer 
Ausbildung waren eine hohe Korrelation zu unhöflichen Vorgesetzten und 
zerstrittenen Kollegen aufweisen."
Applaus.

: Bearbeitet durch User
Autor: Manfred (Gast)
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QuestionPatty schrieb:
> Ja, es handelt sich um meine Bachelorarbeit im Bereich der Psychologie.

Deine Reaktionen auf Kritik lesen sich so, dass Du einen erfolgreichen 
Abschluß in Tölpelogie hast.

Es wäre nicht zuviel verlangt gewesen, direkt im Eröffnungspost das Ziel 
'Bachelorarbeit' zu nennen.

QuestionPatty schrieb:
> Ich würde wirklich gerne mal wissen, wieso es Menschen wie dich gibt,
> die jemandem auf Teufel komm raus schlechtes Verhalten unterstellen
> wollen.

Hinterfrage den Sinn Deines Studiums oder wechsele in ein anderes 
Berufsfeld. In diesem Forum sind Leute, die mit komplexer Technik 
umgehen, sich gegen Vorgesetzte und Kunden behaupten müssen und und und, 
rosa Wattebällchen habe zumindest ich nicht im Lager vorrätig.

Joe F. schrieb:
> Da kann man schon mal pissig werden und auch deine Ehrlichkeit
> hinterfragen.

Genau so sehe ich das, und vermutlich nicht nur ich.

> Methodisch falsch.
> Hier schließt du bereits alle von deiner Umfrage aus, die es nicht als
> Problem ansehen.
> Das Ergebnis der Umfrage steht also bereits fest.

Was verwundert Dich daran? Umfragen oder Fernsehreportagen mit festem 
Ziel sind nach meinem Gefühl alltäglich.

Autor: QuestionPatty (Gast)
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Joe F. schrieb:
> Du erweckst zunächst den Eindruck, als habest du und Menschen in deinem
> Bekanntenkreis ein Problem mit ihrer eigenen Ausbildung und fragst hier
> im Forum nach Meinungen.

Joe F. schrieb:
> Wenn du doch so unzufrieden mit deiner Ausbildung bis, warum machst du
> denn dann überhaupt eine Bachelorarbeit?

Ich "erwecke" nicht nur diesen Eindruck, ich erzählte von den 
Erfahrungen aus meiner Ausbildungszeit, und dazu zähle ich sowohl meine 
berufliche Ausbildung, als auch mein aktuelles Studium. Und aus beiden 
Werdegängen kann ich von besagten Kollegen berichten. Das Thema meiner 
Umfrage betrifft jeden, nicht nur Psychologiestudierende, darum verstehe 
ich nicht, warum hier so getan wird, als würde ich euch illegale 
Waschmaschinen verkaufen wollen.
Und bei deiner zweiten Frage weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll zu 
antworten. Erstens gings bei meiner unzufriedenstellenden Ausbildung um 
meine erste, weswegen ich ja danach das Studium gewählt habe. Und selbst 
wenn es um mein Studium ginge - Bloß weil ich mit einigen Umständen 
nicht zufrieden bin, muss ich ja nicht gleich die Flinte ins Korn werfen 
und abbrechen, was ist das denn für 'ne Mentalität?!

Joe F. schrieb:
> Methodisch falsch.
> Hier schließt du bereits alle von deiner Umfrage aus, die es nicht als
> Problem ansehen.

ich lade niemanden aus meiner Umfrage aus, hier haben sich genügend 
Leute gemeldet, die sich eher gegen meine Argumentation aussprechen und 
sagen, dass sie rückblickend betrachtet doch die meisten 
Ausbildungsinhalte relevant fanden. Meine Studie unterscheidet nicht 
banal zwischen "Zufrieden? Ja oder Nein", sondern in einer 10-stufigen 
Skala, damit ich mit dieser Variable genügend Vergleichswerte ziehen 
kann, darunter natürlich jene sehr unzufriedenen, aber auch jene stark 
zufriedenen, und eben alle Abstufungen dazwischen.

Joe F. schrieb:
> Wenn man sich deine Umfrage mal genauer ansieht, geht es auch nur
> marginal um die Ausbildung, keinerlei Fragen zu den Ausbildungsinhalten.
> Viel mehr interessiert dich, wie zufrieden und erfolgreich die
> Kandidaten in ihrem 1. Job waren/sind, wie die Vorgesetzten und Kollegen
> beurteilt werden (WTF?).
>
> Welche Empfehlungen für die Verbesserung der Ausbildungsinhalte willst
> du daraus ableiten?
>
> "Hey, ich habe herausgefunden, dass Menschen, die unzufrieden mit ihrer
> Ausbildung waren eine hohe Korrelation zu unhöflichen Vorgesetzten und
> zerstrittenen Kollegen aufweisen."
> Applaus.

Natürlich geht es nur grob um Ausbildungsinhalte, das ist nunmal der 
Preis für eine alle Berufe übergreifende Stichprobe, da kann ich nicht 
speziell nachfragen. Meine These beschäftigt sich generell mit dem 
Zusammenhang zwischen dem Konstrukt Ausbildungspassung (ein Konstrukt 
umfasst mehrere Facetten), Ausbilsungsqualität und Folgen aus besonders 
niedriger bzw. besonders hoher Ausprägung dieses Faktors, beispielsweise 
Arbeitszufriedenheit, Motivation, Leistungsabfälle, Arbeitslosenquoten, 
Stresserleben, usw. Da aber natürlich auch Zufriedenheit ein 
weitreichendes Konstrukt ist und nicht nur zwangsläufig mit der 
Ausbildungspassung/-qualität zu tun hat, muss ich andere Einflüsse wie 
Kollegen, Führungspositionen, etc. evaluieren, um da etwaige 
Konfundierungen beachten zu können. Logisch eigentlich, weshalb also 
"WTF"?

Das alles ist durchaus ein gewönhlicher Umfang für eine Bachelorarbeit, 
ich bin schließlich zeitlich stark begrenzt, von dem her ist im Hinblick 
auf deinen letzten Absatz eigentlich nicht sooo arg verwunderlich, dass 
ich keine Antworten vergleichbar mit einem tatsächlichen Wissenschaftler 
liefern kann und am besten noch einen Interventionsinstrument für 
Betriebe entwickle. Das könnte dann Thema meiner Masterarbeit werden. 
FÜr eine Bachelorarbeit sind relativ grobe Erkenntnisse und Aufzeigen 
von Zusammenhängen als primärer Schritt absolut normal, und genau das 
habe ich auch kommuniziert. Ich begrüße Kritik in jeglicher Form, aber 
man sollte sich schon vorher ein bisschen informieren oder zumindest 
angemessen lesen.

Autor: QuestionPatty (Gast)
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Manfred schrieb:
> Deine Reaktionen auf Kritik lesen sich so, dass Du einen erfolgreichen
> Abschluß in Tölpelogie hast.

Welche Reaktionen lesen sich denn so? Ich habe nichts gegen Kritik oder 
dagegen, dass jemand meinen Post, meine Umfrage, oder sonstwas nicht 
mag, aber Kritik sollte man schon begründen können und sich im Vorfeld 
ein wenig informieren. Da sind Anmaßungen wie vermutete bezahlte externe 
Institutionen für so eine kleine Untersuchng eher tölpelhaft.

Manfred schrieb:
> Hinterfrage den Sinn Deines Studiums oder wechsele in ein anderes
> Berufsfeld. In diesem Forum sind Leute, die mit komplexer Technik
> umgehen, sich gegen Vorgesetzte und Kunden behaupten müssen und und und,
> rosa Wattebällchen habe zumindest ich nicht im Lager vorrätig.

Erstens hat diese Antwort nichts mit dem zutun, was du vorher von mir 
zitiert hast, zweitens sehe ich nicht die Notwendigkeit, mein Studium zu 
wechseln oder dessen Sinn zu hinterfragen, bloß weil ich den 
Zusammenhang von Missständen aufs spätere Berufsleben untersuchen will, 
kannst du mir den Sinn von dieser Aussage bitte erklären? Oder was das 
ganze damit zu tun hat, dass ihr euch gegen Vorgesetzte durchsetzen 
müsst und ich angeblich nur mit rosa Wattebällchen umgehen kann? Weißt 
du, das ist so eine "Kritik", die ich meine. WAS hat diese Aussage mit 
meiner Studie oder meinem Post zu tun??

Autor: Joe F. (easylife)
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Hallo QuestionPatty,

danke für die hilfreichen Erläuterungen.

Das Problem einer solchen Datenerhebung ist aus meiner Sicht, dass die 
objektive Ausbildungsqualität von den Befragten ja nur schwer zu 
beurteilen ist.

Angenommen zwei ehemalige Studienkollegen (A und B) nehmen an deiner 
Umfrage teil.
Bei gleichem Ausbildungsweg ist Person A evtl. der Meinung, die 
Ausbildung wäre nicht passend gewesen, Person B ist anderer Meinung.
Beide würden in deiner Umfrage unterschiedliche Bewertungen für die 
gleiche Ausbildung abgeben.
A sei dann relativ erfolglos, B erfolgreich im Beruf.
Worauf ist das nun zurückzuführen? Beide haben die gleiche Ausbildung?
Da deine Umfrage den Ausbildungsort und die Ausbildungsart nicht 
abgleichen kann, sind diese 2 "Interviews" recht nutzlos.
Gut, ich will da auch gar nicht weiter argumentieren, es ist deine 
Expertise, nicht meine.

Was ich mit "Methodisch falsch" meinte, ist dein Aufruf im allerersten 
Post, der im Grunde nur die unzufriedenen dazu aufruft an der Umfrage 
teilzunehmen:

> "Wenn ihr das also genauso als immer stärker werdendes
> Problem anseht und euch selbst über fragwürdige
> Ausbildungsinhalte geärgert habt, dann
> teilt doch bitte eure Erfahrungen in meiner kleinen
> Online-Umfrage!"

Alle anderen (zufriedenen) werden also nicht dazu aufgerufen 
teilzunehmen. Das meinte ich.
Und nach wie vor kritisiere ich, dass in der Umfrage gar nicht nach 
Erfahrungen mit Ausbildungsinhalten gefragt wird... ;-)

: Bearbeitet durch User
Autor: Peter (Gast)
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Bin FIAE, programmiere aber nicht mehr - also „ja“.

Grundsätzlich hatte ich aber nicht das Gefühl dass es viele Dinge gab, 
die wir nie gebraucht hätten. Und Hardware gehörte bei uns nicht dazu, 
also CPU wechseln ist nicht meins :) Wir haben schließlich nicht 
IT-Systemelekroniker gelernt.

Autor: QuestionPatty (Gast)
Datum:

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Joe F. schrieb:
> Das Problem einer solchen Datenerhebung ist aus meiner Sicht, dass die
> objektive Ausbildungsqualität von den Befragten ja nur schwer zu
> beurteilen ist.

Da stimme ich dir zu, mit derarten Fehlern muss ich absolut rechnen, da 
meine Umfrage größtenteils auf Selbsteinschätzungen beruht. Es scheint 
aber im Rahmen meiner Bachelorarbeit dennoch so zu funktionieren, da es 
mit meinem Professor abgeklärt ist, vermutlich weil genauere 
Untersuchungen den Rahmen sprengen würden. Aber das ist ein wichtiger 
Gedanke für Diskussionen und einer Weiterführung in der Masterstudie, 
danke!

Joe F. schrieb:
> Was ich mit "Methodisch falsch" meinte, ist dein Aufruf im allerersten
> Post, der im Grunde nur die unzufriedenen dazu aufruft an der Umfrage
> teilzunehmen:

Und ja, auch das stimmt, über den Aufruf hab ich wohl nicht genug 
nachgedacht. Es sollte jedenfalls nicht so wirken, als ob vollends 
zufriedene Personen nicht teilnehmen dürfen. Die brauche ich natürlich 
ebenso sehr, um gute Vergleiche ziehen zu können. Aber zum Glück habe 
ich schon ein paar Datensätze gesehen, die von offensichtlich 
zufriedenen Leuten ausgefüllt wurden :)

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