3L+N+PE, 6h statt Herdanschlussdose

Gast #5833387
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Es gibt nichts schlimmeres als im Bett zu liegen und das Gehirn 
beschäftigt sich mit komischen Fragen anstatt langsam herunterzufahren 
;)

Ich bin kein Elektriker sondern nur Elektroniker für Geräte und Systeme 
daher beschränken sich meine Erfahrungen in der Installationstechnik 
abgesehen von dem üblichen Quatsch wie Lampen oder Herd anschließen oder 
der Austausch von einer Dose oder Lichtschalter nur auf einem Jahr 
Installationstechnik in der Berufsschule.


Nun würde mich aber folgendes interessieren, ich habe eine Maschine mit 
einer Leistungsaufnahme von 5,5kW mit dem typischen roten CEE 16A 
Stecker und in meiner Wohnung so ne hübsche Herdanschlussdose mit 3 
Phasen, N und PE, nach meinem Verständnis müsste ich die Dose doch 
eigentlich auch gegen eine passende CEE Dose tauschen können und das 
ganze würde funktionieren.


Wäre das ganze zulässig und würde das so funktionieren wie ich es mir 
vorstelle?


Die Frage ist nur reine Theorie, die Maschine existiert zwar wirklich, 
die vorhandene Küche ist aber definitiv zu klein für den Spaß.
Gast #5833557
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Bernd B. schrieb:
> Die B16 Automaten halten den Anlaufstrom nicht

Ach, wir posten jetzt einfach unzusammenhängend Sinnloses, das uns 
gerade durch den Kopf schießt?
Okay:
Nachts ist's kälter als draußen.
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
Im rechtwinkligen Dreieck ist die Summe der Kathetenquadrate gleich dem 
Hypotenusenquadrat.

Ich schrieb:
> Der Herd ist ja oft mit drei einzelnen LSS abgesichert

Sofern eine einzige Zuleitung (4-/5-adrig, auch Einzeladern in einem 
Rohr geführt) zur Herdanschlussdose/CEE-Dose verlegt ist, ist das 
unzulässig; ein Dreifachautomat ist vorgeschrieben.
Grund: Eine Zuleitung gilt als ein Stromkreis, und jeder Stromkreis ist 
so abzusichern, dass bei Auslösung alle stromführenden Leiter getrennt 
werden.
Gast #5833586
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Toni Tester schrieb:
> Ach, wir posten jetzt einfach unzusammenhängend Sinnloses, das uns
> gerade durch den Kopf schießt?
> Okay:
> Nachts ist's kälter als draußen.
> Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
> Im rechtwinkligen Dreieck ist die Summe der Kathetenquadrate gleich dem
> Hypotenusenquadrat.

Passt aber gut auf die erste Bemerkung im OP:

René F. schrieb:
> Es gibt nichts schlimmeres als im Bett zu liegen und das Gehirn
> beschäftigt sich mit komischen Fragen anstatt langsam herunterzufahren
> ;)

wendelsberg
#5833591
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Dass in der Hausinstallation nur selten 3-polige Automaten benutzt 
werden, liegt schlicht und ergreifend daran, daß diese mehr kosten, als 
drei einzelne und die (Fest)Preise die ein Elektriker für die 
Verkabelung einer einzelnen Neubauwohnung bekommt, meist ziemlich knapp 
kalkuliert sind.

Eine CEE-Steckverbindung für den E-Herd wäre eine feine Sache, ist aber 
schlicht weg unpraktisch. Selbst wenn man eine schräg nach unten 
gerichtete Steckdose verwendet, steht der Stecker nachher meistens so 
weit vor, daß die meisten Einbauherde dann nicht mehr in den 
Einbauschrank passen.

Frank
Gast #5833602
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Toni Tester schrieb:
> Sofern eine einzige Zuleitung (4-/5-adrig, auch Einzeladern in einem
> Rohr geführt) zur Herdanschlussdose/CEE-Dose verlegt ist, ist das
> unzulässig;

Scheint aber mal zulässig gewesen zu sein. Zumindest habe ich es in ein 
paar älteren Anlagen schon gesehen.

Mein Elektriker (älteres BJ) hat mir für den Herd auch drei einzelne LSS 
gesetzt und nur für die CEE Dosen in der Werkstatt drei polige 
verwendet.
Vielleicht sollte ich die beim Herd bei Gelegenheit mal tauschen 
lassen...
Gast #5833632
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Ich schrieb:
> Mein Elektriker (älteres BJ) hat mir für den Herd auch drei einzelne LSS
> gesetzt und nur für die CEE Dosen in der Werkstatt drei polige
> verwendet.
> Vielleicht sollte ich die beim Herd bei Gelegenheit mal tauschen
> lassen...

Vielleicht kannst Du auch nur den Verbindungsstift nachruesten.

wendelsberg
Gast #5833819
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Toni Tester schrieb:
> Grund: Eine Zuleitung gilt als ein Stromkreis, und jeder Stromkreis ist
> so abzusichern, dass bei Auslösung alle stromführenden Leiter getrennt
> werden.

Demnach sind alle HAK, Verteilungen usw. bei denen die Außenleiter 
einzeln abgesichert sind unzulässig?
Das würde alle NH, Diazed usw. Sicherungen betreffen die Drehstromkreise 
absichern.

Dann würde 95% Deutschlands im dunkeln stehen.

Gibts auch eine Quelle für deinen "Erguss"?
Gast #5833961
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Martin S. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Solche CEE-Dosen und Stecker sind z.B. in gewerblichen Dönerbuden
>> üblich.
>
> Die sind überall üblich - außer im Privatbereich, weil groß und rot.
>
> In jeder Gastro sind die Geräte mit Cekon angeschlossen.

Da ist auch Perilex sehr gängig.
Gast #5834531
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Harald W. schrieb:
> hinz schrieb:
>
>>> In jeder Gastro sind die Geräte mit Cekon angeschlossen.
>>
>> Da ist auch Perilex sehr gängig.
>
> Ja, in Dönerbuden mit Renovierungsstau. :-)

Nein, durchaus auch in Neuinstallationen.


> Grundsätzlich halte ich Perilex durchaus für Privatküchentauglich.

Und auch Gewerbeküchen.


> Aber wozu ein Stecker, den man vielleicht nur einmal in 10 Jahren
> zieht?

Weil die Gewerbeaufsicht den Laden dicht macht, wegen Putzstau.
Gast #5834543
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Wow, so viel Resonanz hätte ich auf diese Frage nicht erwartet und meine 
Theorie scheint gewissermaßen gepasst zu haben, ich bedanke mich sehr 
für alle Antworten und verschone euch heute Nacht mit solchen Fragen ;)
#5834628
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Jemand schrieb:
> Nö, nicht unbedingt.

Tatsächlich gibt es meines Wissens 2 Ausnahmen von der Norm:
1.: Die Steckdose wird von Elektrotechnisch unterwiesenen Personen 
überwacht. Das würde ich für die Küche mal ausschließen
2.: Die Steckdose ist quasi ein Festanschluss, da nur für den Betrieb 
eines bestimmten Gerätes vorgesehen, das könnte man vielleicht 
heranziehen, da dieser Passus tatsächlich relativ schwammig formuliert 
ist. Es ist somit tatsächlich Interpretationsspielraum vorhanden. Ich 
würde in einer Küche einen Herd noch darunter zählen (Wobei ich den 
Herd, als typisches Schutzklasse 1 Gerät aber sehr sicher mit RCD 
ausgerüstet haben wöllte), eine irgendwie geartete Industriemaschine 
aber sicher nicht. Im Schlimmsten Fall wird die mittels Verlängerung im 
Freien betrieben, dann ist der RCD ausnahmslos zwingend.
#5834647
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kannst du irgendwas nehmen. geht aber nur, wenn alle 3 Automaten 
gleichen Fabrikats und dafür vorgesehen sind. am besten an einer Seite 
mit Sekundenkleber o.ä. vor verrutschen sichern. Ausschalten wird ein 
Automat auch, wenn der Hebel blockiert ist, Einschalten geht dann aber 
nicht mehr.
#5834935
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hinz schrieb:

>> Aber wozu ein Stecker, den man vielleicht nur einmal in 10 Jahren
>> zieht?
>
> Weil die Gewerbeaufsicht den Laden dicht macht, wegen Putzstau.

Natürlich ist es in gewerblichen Küchen sinnvoll, solche Geräte
mit Stecker anzuschliessen, das gilt aber nicht für private Küchen.
Der TE schreibt ausdrücklich "in meiner Wohnung".
Gast #5834942
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Harald W. schrieb:
> hinz schrieb:
>
>>> Aber wozu ein Stecker, den man vielleicht nur einmal in 10 Jahren
>>> zieht?
>>
>> Weil die Gewerbeaufsicht den Laden dicht macht, wegen Putzstau.
>
> Natürlich ist es in gewerblichen Küchen sinnvoll, solche Geräte
> mit Stecker anzuschliessen, das gilt aber nicht für private Küchen.
> Der TE schreibt ausdrücklich "in meiner Wohnung".

Er will keinen Herd anschließen, sondern eine Maschine.

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