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Forum: Haus & Smart Home 3L+N+PE, 6h statt Herdanschlussdose


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Autor: René F. (therfd)
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Es gibt nichts schlimmeres als im Bett zu liegen und das Gehirn 
beschäftigt sich mit komischen Fragen anstatt langsam herunterzufahren 
;)

Ich bin kein Elektriker sondern nur Elektroniker für Geräte und Systeme 
daher beschränken sich meine Erfahrungen in der Installationstechnik 
abgesehen von dem üblichen Quatsch wie Lampen oder Herd anschließen oder 
der Austausch von einer Dose oder Lichtschalter nur auf einem Jahr 
Installationstechnik in der Berufsschule.


Nun würde mich aber folgendes interessieren, ich habe eine Maschine mit 
einer Leistungsaufnahme von 5,5kW mit dem typischen roten CEE 16A 
Stecker und in meiner Wohnung so ne hübsche Herdanschlussdose mit 3 
Phasen, N und PE, nach meinem Verständnis müsste ich die Dose doch 
eigentlich auch gegen eine passende CEE Dose tauschen können und das 
ganze würde funktionieren.


Wäre das ganze zulässig und würde das so funktionieren wie ich es mir 
vorstelle?


Die Frage ist nur reine Theorie, die Maschine existiert zwar wirklich, 
die vorhandene Küche ist aber definitiv zu klein für den Spaß.

: Bearbeitet durch User
Autor: Joey5337 (Gast)
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Ja

Autor: loeti2 (Gast)
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Könnte nur mit der Abwärme schwierig werden, wenn deine Küche zu klein 
ist ;-)

Autor: Christian B. (luckyfu)
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Ja, wenn der Herdanschluss über einen RCD geführt ist, sonst nicht. Die 
Herdanschlussdose ist, per Definition, keine Laienbedienbare Steckdose, 
eine 16A CEE aber schon und für deren Errichtung ist zwingend ein RCD 
vorgeschrieben.

Autor: Ich (Gast)
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Sollte man evtl. die Absicherung beachten? Der Herd ist ja oft mit drei 
einzelnen LSS abgesichert, für einige Maschinen wäre aber wohl ein drei 
poliger besser, oder irre ich?

Autor: Erik (Gast)
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Ich schrieb:
> Der Herd ist ja oft mit drei
> einzelnen LSS abgesichert

Was eine Unsitte ist.

Ich schrieb:
> für einige Maschinen wäre aber wohl ein drei
> poliger besser

Für Leitungen die zu Herden gehen auch.

Autor: Nicht-Prüf-Elektriker (Gast)
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Ja, ist ok so.

FI und 3-poligen Leitungsschutzschalter oder eine FI-LS-Kombination und 
gut (hab das in meiner Wohnunh paralell zum Herd so) .

Autor: Bernd B. (berbog)
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Die B16 Automaten halten den Anlaufstrom nicht

Autor: Erik (Gast)
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Bernd B. schrieb:
> B16 Automaten

Wo hast du die B16 hergezaubert?

Bernd B. schrieb:
> Anlaufstrom

beim Herd?

Autor: Toni Tester (Gast)
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Bernd B. schrieb:
> Die B16 Automaten halten den Anlaufstrom nicht

Ach, wir posten jetzt einfach unzusammenhängend Sinnloses, das uns 
gerade durch den Kopf schießt?
Okay:
Nachts ist's kälter als draußen.
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
Im rechtwinkligen Dreieck ist die Summe der Kathetenquadrate gleich dem 
Hypotenusenquadrat.

Ich schrieb:
> Der Herd ist ja oft mit drei einzelnen LSS abgesichert

Sofern eine einzige Zuleitung (4-/5-adrig, auch Einzeladern in einem 
Rohr geführt) zur Herdanschlussdose/CEE-Dose verlegt ist, ist das 
unzulässig; ein Dreifachautomat ist vorgeschrieben.
Grund: Eine Zuleitung gilt als ein Stromkreis, und jeder Stromkreis ist 
so abzusichern, dass bei Auslösung alle stromführenden Leiter getrennt 
werden.

Autor: Martin S. (sirnails)
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Was aber in der vergangenen Zeit ohne Automaten nicht ging. Man hätte 
zwar auch damals schon Dreifachsicherungen bauen können, aber das war 
halt schlicht unpraktikabel.

Inzwischen sieht es da halt anders aus.

Autor: wendelsberg (Gast)
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Toni Tester schrieb:
> Ach, wir posten jetzt einfach unzusammenhängend Sinnloses, das uns
> gerade durch den Kopf schießt?
> Okay:
> Nachts ist's kälter als draußen.
> Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
> Im rechtwinkligen Dreieck ist die Summe der Kathetenquadrate gleich dem
> Hypotenusenquadrat.

Passt aber gut auf die erste Bemerkung im OP:

René F. schrieb:
> Es gibt nichts schlimmeres als im Bett zu liegen und das Gehirn
> beschäftigt sich mit komischen Fragen anstatt langsam herunterzufahren
> ;)

wendelsberg

Autor: Frank B. (frank501)
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Dass in der Hausinstallation nur selten 3-polige Automaten benutzt 
werden, liegt schlicht und ergreifend daran, daß diese mehr kosten, als 
drei einzelne und die (Fest)Preise die ein Elektriker für die 
Verkabelung einer einzelnen Neubauwohnung bekommt, meist ziemlich knapp 
kalkuliert sind.

Eine CEE-Steckverbindung für den E-Herd wäre eine feine Sache, ist aber 
schlicht weg unpraktisch. Selbst wenn man eine schräg nach unten 
gerichtete Steckdose verwendet, steht der Stecker nachher meistens so 
weit vor, daß die meisten Einbauherde dann nicht mehr in den 
Einbauschrank passen.

Frank

Autor: Ich (Gast)
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Toni Tester schrieb:
> Sofern eine einzige Zuleitung (4-/5-adrig, auch Einzeladern in einem
> Rohr geführt) zur Herdanschlussdose/CEE-Dose verlegt ist, ist das
> unzulässig;

Scheint aber mal zulässig gewesen zu sein. Zumindest habe ich es in ein 
paar älteren Anlagen schon gesehen.

Mein Elektriker (älteres BJ) hat mir für den Herd auch drei einzelne LSS 
gesetzt und nur für die CEE Dosen in der Werkstatt drei polige 
verwendet.
Vielleicht sollte ich die beim Herd bei Gelegenheit mal tauschen 
lassen...

Autor: wendelsberg (Gast)
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Ich schrieb:
> Mein Elektriker (älteres BJ) hat mir für den Herd auch drei einzelne LSS
> gesetzt und nur für die CEE Dosen in der Werkstatt drei polige
> verwendet.
> Vielleicht sollte ich die beim Herd bei Gelegenheit mal tauschen
> lassen...

Vielleicht kannst Du auch nur den Verbindungsstift nachruesten.

wendelsberg

Autor: Harald W. (wilhelms)
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René F. schrieb:

> nach meinem Verständnis müsste ich die Dose doch
> eigentlich auch gegen eine passende CEE Dose tauschen können und das
> ganze würde funktionieren.

Solche CEE-Dosen und Stecker sind z.B. in gewerblichen Dönerbuden 
üblich.

Autor: Matze7779 (Gast)
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Toni Tester schrieb:
> Grund: Eine Zuleitung gilt als ein Stromkreis, und jeder Stromkreis ist
> so abzusichern, dass bei Auslösung alle stromführenden Leiter getrennt
> werden.

Demnach sind alle HAK, Verteilungen usw. bei denen die Außenleiter 
einzeln abgesichert sind unzulässig?
Das würde alle NH, Diazed usw. Sicherungen betreffen die Drehstromkreise 
absichern.

Dann würde 95% Deutschlands im dunkeln stehen.

Gibts auch eine Quelle für deinen "Erguss"?

Autor: Martin S. (sirnails)
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Harald W. schrieb:
> Solche CEE-Dosen und Stecker sind z.B. in gewerblichen Dönerbuden
> üblich.

Die sind überall üblich - außer im Privatbereich, weil groß und rot.

In jeder Gastro sind die Geräte mit Cekon angeschlossen.

Autor: Martin S. (sirnails)
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Matze7779 schrieb:
> Gibts auch eine Quelle für deinen "Erguss"?

Der wird dir keine finden, weil die Geräteklasse sagt, dass ein 
Störfall, der eine Überlast erzeugt, nicht vorliegen kann und somit die 
VDE keine gemeinsame Abschaltung vorsieht.

Von dieser Ausnahme gibt es auch wieder Ausnahmen, aber grundsätzlich 
ist eine Einzelabschaltung erlaubt.

Autor: hinz (Gast)
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Martin S. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Solche CEE-Dosen und Stecker sind z.B. in gewerblichen Dönerbuden
>> üblich.
>
> Die sind überall üblich - außer im Privatbereich, weil groß und rot.
>
> In jeder Gastro sind die Geräte mit Cekon angeschlossen.

Da ist auch Perilex sehr gängig.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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hinz schrieb:

>> In jeder Gastro sind die Geräte mit Cekon angeschlossen.
>
> Da ist auch Perilex sehr gängig.

Ja, in Dönerbuden mit Renovierungsstau. :-)
Grundsätzlich halte ich Perilex durchaus für Privatküchentauglich.
Aber wozu ein Stecker, den man vielleicht nur einmal in 10 Jahren
zieht?

Autor: User (Gast)
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Autor: hinz (Gast)
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Harald W. schrieb:
> hinz schrieb:
>
>>> In jeder Gastro sind die Geräte mit Cekon angeschlossen.
>>
>> Da ist auch Perilex sehr gängig.
>
> Ja, in Dönerbuden mit Renovierungsstau. :-)

Nein, durchaus auch in Neuinstallationen.


> Grundsätzlich halte ich Perilex durchaus für Privatküchentauglich.

Und auch Gewerbeküchen.


> Aber wozu ein Stecker, den man vielleicht nur einmal in 10 Jahren
> zieht?

Weil die Gewerbeaufsicht den Laden dicht macht, wegen Putzstau.

Autor: René F. (therfd)
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Wow, so viel Resonanz hätte ich auf diese Frage nicht erwartet und meine 
Theorie scheint gewissermaßen gepasst zu haben, ich bedanke mich sehr 
für alle Antworten und verschone euch heute Nacht mit solchen Fragen ;)

Autor: Jemand (Gast)
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Christian B. schrieb:
> eine 16A CEE aber schon und für deren Errichtung ist zwingend ein RCD
> vorgeschrieben.

Nö, nicht unbedingt.

Autor: Christian B. (luckyfu)
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Jemand schrieb:
> Nö, nicht unbedingt.

Tatsächlich gibt es meines Wissens 2 Ausnahmen von der Norm:
1.: Die Steckdose wird von Elektrotechnisch unterwiesenen Personen 
überwacht. Das würde ich für die Küche mal ausschließen
2.: Die Steckdose ist quasi ein Festanschluss, da nur für den Betrieb 
eines bestimmten Gerätes vorgesehen, das könnte man vielleicht 
heranziehen, da dieser Passus tatsächlich relativ schwammig formuliert 
ist. Es ist somit tatsächlich Interpretationsspielraum vorhanden. Ich 
würde in einer Küche einen Herd noch darunter zählen (Wobei ich den 
Herd, als typisches Schutzklasse 1 Gerät aber sehr sicher mit RCD 
ausgerüstet haben wöllte), eine irgendwie geartete Industriemaschine 
aber sicher nicht. Im Schlimmsten Fall wird die mittels Verlängerung im 
Freien betrieben, dann ist der RCD ausnahmslos zwingend.

Autor: Gassit (Gast)
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wendelsberg schrieb:
> Vielleicht kannst Du auch nur den Verbindungsstift nachruesten.

Ist das ein spezieller Verbindungsstift oder kann man da nehmen was da 
ist und passt? Draht?

Autor: Christian B. (luckyfu)
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kannst du irgendwas nehmen. geht aber nur, wenn alle 3 Automaten 
gleichen Fabrikats und dafür vorgesehen sind. am besten an einer Seite 
mit Sekundenkleber o.ä. vor verrutschen sichern. Ausschalten wird ein 
Automat auch, wenn der Hebel blockiert ist, Einschalten geht dann aber 
nicht mehr.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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hinz schrieb:

>> Aber wozu ein Stecker, den man vielleicht nur einmal in 10 Jahren
>> zieht?
>
> Weil die Gewerbeaufsicht den Laden dicht macht, wegen Putzstau.

Natürlich ist es in gewerblichen Küchen sinnvoll, solche Geräte
mit Stecker anzuschliessen, das gilt aber nicht für private Küchen.
Der TE schreibt ausdrücklich "in meiner Wohnung".

Autor: hinz (Gast)
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Harald W. schrieb:
> hinz schrieb:
>
>>> Aber wozu ein Stecker, den man vielleicht nur einmal in 10 Jahren
>>> zieht?
>>
>> Weil die Gewerbeaufsicht den Laden dicht macht, wegen Putzstau.
>
> Natürlich ist es in gewerblichen Küchen sinnvoll, solche Geräte
> mit Stecker anzuschliessen, das gilt aber nicht für private Küchen.
> Der TE schreibt ausdrücklich "in meiner Wohnung".

Er will keinen Herd anschließen, sondern eine Maschine.

Autor: Karl B. (gustav)
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hinz schrieb:
> Er will keinen Herd anschließen, sondern eine Maschine

Hi,
Motorschutz vorhanden?
Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Stern-Dreieck-Anlaufschaltung#/media/File:YD_Schaltung2_bunt_Rechts_Klemmbrett.jpg

ciao
gustav

Autor: Karl B. (gustav)
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René F. schrieb:
> Maschine mit
> einer Leistungsaufnahme von 5,5kW

Hi,
den Blindstrom berücksichtigen. Also Leitungsquerschnitt und LS 
entsprechend auswählen.
1,73 x 400 x I x cos phi 0,7 = 5500 W
Leiterstrom I wäre für dieses Beispiel dann: 11,35 A
und nicht 7,9 A wie beim Elektroherd.

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
Autor: Martin S. (sirnails)
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Wenn die Phasenlage durch blindanteil verschoben ist, erwartet die VDE 
einen dreifach trennenden LS.

Autor: hinz (Gast)
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Martin S. schrieb:
> Wenn die Phasenlage durch blindanteil verschoben ist, erwartet die
> VDE
> einen dreifach trennenden LS.

Das ist Quatsch.


https://www.elektropraktiker.de/nc/fachartikel/allpolige-abschaltung-von-drehstromkreisen/

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