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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik LC-Filter Bauteilwahl


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Autor: Andre R. (an_dre)
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Hallo,

hab einen LC Filter L=10uH und C=100nF, wenn ich mir jetzt das passende 
Bauteil suche für L aus mouser.com z.B. gibts ja haufen weise Teile von 
den Spulen wonach richte ich mich denn am besten?
Mit SMD hab ich noch nie gearbeitet. Kann jemand was simples empfehlen?
Der LC Filter wird für +12V für einen OPA verwendet.

Hätte an sowas gedacht 
https://www.mouser.de/ProductDetail/Wurth-Electronics/744750420100?qs=sGAEpiMZZMsg%252By3WlYCkU9du5C09XLa6s6XEqLYy%252Bhg%3D

oder sowas 
https://www.mouser.de/ProductDetail/KEMET/SBCP-11HY100H?qs=sGAEpiMZZMsg%252By3WlYCkU5FHiQf6D01SHG5mrPYpvDc%3D

In der Theorie ists ja schön und gut im Entwurf aber bei der Auswahl 
steh ich dann jetzt bissel aufn Schlauch gibt ja etliche tolleranzen, 
Widerstände, Bauformen.

Habt Nachsicht, ist mein erstes Projekt was ich selbst plane.

LG

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Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Andre R. schrieb:
> hab einen LC Filter L=10uH und C=100nF
Was soll dieses Filter herausfiltern? Bei welchem Strom? In welchem 
Frequenzbereich?

Andre R. schrieb:
> Hätte an sowas gedacht
-- Maximaler Gleichstrom (DC): 6.2 A
-- 10uH 20% 3.1A
Hast du da einen Hochstrom-OP im Einsatz?

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Andre R. (an_dre)
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Öhm nee ist nur für nen Audiosignal der OP, da die Spannungsversorgung 
+12V vom Autoradio kommt soll der LC eventuelles Brummen raus nehmen.

Sind das doch Maximalwerte oder hab ich das da an der Stelle falsch 
verstanden?

Autor: GEKU (Gast)
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Andre R. schrieb:
> soll der LC eventuelles Brummen raus nehmen

Grenzfrequenz fg des Tiefpasses sollte daher unter 50Hz sein. Die 
Grenzfrequenz von L=10uH und C=100nF liegt über 160kHz! fg ist um Faktor 
3600 zu hoch. L=>36mH und C=>360uF wären da schon besser!

Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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GEKU schrieb:
> Andre R. schrieb:
>> Autoradio .... soll der LC eventuelles Brummen raus nehmen
> Grenzfrequenz fg des Tiefpasses sollte daher unter 50Hz sein.
"Brummen" im Auto hat viele Frequenzen.
Und zudem koppelt man da Störungen auch leicht über eine Masseschleife 
und entsprechende Potantialverschiebungen ein.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Joachim B. (jar)
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Andre R. schrieb:
> nur für nen Audiosignal

da liegt dein L um mindestens 3 Zehnerpotenzen zu niedrig, µH für MHz
du braucht eher hohe mH wie hier vorgerechnet wird:

GEKU schrieb:
> Grenzfrequenz fg des Tiefpasses sollte daher unter 50Hz sein. Die
> Grenzfrequenz von L=10uH und C=100nF liegt über 160kHz! fg ist um Faktor
> 3600 zu hoch. L=>36mH und C=>360uF wären da schon besser!

Autor: Andre R. (an_dre)
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Danke für eure Hinweise.

Was die Bauteile an sich angeht worauf sollte ich achten? Bis welche 
Größe bei SMD mit Lötkolben möglich hab bis her immer nur mit Lochraster 
gearbeitet. Sind meine ersten Schritte in die Richtung. 🙂

Danke euch.

Autor: +-*/ (Gast)
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Mit solchen Winziginduktivitaeten filtert da gar nichts.

Die Niederspannungswicklung von einem alten Netztrafo waere etwa
so was noetig waere...

Autor: Joachim B. (jar)
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+-*/ schrieb:
> Mit solchen Winziginduktivitaeten filtert da gar nichts.

bei SMD sehe ich auch so, im Telefonbau hatten wir Henry ABER ohne milli 
oder micro.

schwer zu finden ohne selber wickeln, deswegen bleibts bei kaufbaren mH 
und ergänzt einige hundert µF

GEKU schrieb:
> Grenzfrequenz fg des Tiefpasses sollte daher unter 50Hz sein. Die
> Grenzfrequenz von L=10uH und C=100nF liegt über 160kHz! fg ist um Faktor
> 3600 zu hoch. L=>36mH und C=>360uF wären da schon besser!

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Andre R. schrieb:
> Bis welche Größe bei SMD mit Lötkolben möglich

Das hängt von deinem Lötkolben ab. ;-)

Ich löte auch 0201 noch zur Not mit dem Lötkolben (macht aber keinen 
Spaß mehr). 0805 (zöllig) sollte mit einer einigermaßen feinen Spitze 
auch für ungeübte Löter kein Problem sein, sowas haben wir auch schon 
völlige Lötanfänger löten lassen.

Autor: Axel S. (a-za-z0-9)
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Andre R. schrieb:
> mouser.com z.B. gibts ja haufen weise Teile von
> den Spulen wonach richte ich mich denn am besten?

Bei der Spule mußt du neben der Induktivität auf die Strombelastbarkeit 
schauen (Sättigungsstrom). Beim Kondensator entsprechend neben der 
Kapazität auf die maximal erlaubte Spannung.

Aber wie Vorposter schon schrieben, ist mit 10µH und 100nF keine 
Filterwirkung für "Brummen" zu erwarten. Ein eingestreutes HF-Signal 
könntest du damit rausfiltern. Wenns nicht gerade Langwelle ist ;)


Andre R. schrieb:
> Was die Bauteile an sich angeht worauf sollte ich achten? Bis welche
> Größe bei SMD mit Lötkolben möglich hab bis her immer nur mit Lochraster
> gearbeitet

Wir haben keine Ahnung wie alt oder grobmotorig du bist. Zu Lochraster 
100mil (2.54mm) paßt 0805 ganz gut. Kleiner kann man nehmen, muß man 
aber nicht.

Autor: +-*/ (Gast)
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Bei einem LC-Filter das die Stromversorgung eines Autoradios
wirksam filtern soll, ist SMD-Loetkunst ueberhaupt nicht gefragt.

Die Drossel muss ordentlich Strom vertragen und der Kondensator
wird auch keine mikroskopischen Ausmasse haben.

Wenn das nur einen OPV versorgen soll: Einfach einen
Low-Drop-Festspannungsregler (z.B. fuer 6 V) vor den OPV haengen.
Da kann man sich das Filtern getrost sparen...
Die Chinesen bauen sowas gern einfach in einen Schrumpfschlauch.

Autor: Andre R. (an_dre)
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GEKU schrieb:
> Andre R. schrieb:
>> soll der LC eventuelles Brummen raus nehmen
>
> Grenzfrequenz fg des Tiefpasses sollte daher unter 50Hz sein. Die
> Grenzfrequenz von L=10uH und C=100nF liegt über 160kHz! fg ist um Faktor
> 3600 zu hoch. L=>36mH und C=>360uF wären da schon besser!

Liegt es am Hörbaren Bereich? Wenn ja erklärt sich mir das.

Hatte mich nach einem ähnlich bestehenden Projekt gerichtet dort wurde 
das mit den Werten gelöst.

Ja so grobmotorisch bin ich noch nicht, muss nur mal schauen ob ich eine 
kleinere Spitze da hab.

Soll halt relativ kompakt geraten die Schaltung ist ja nicht nur ein Op 
kommt noch bissel was anderes dazu. Und soll später im Originalen 
Autoradio platz finden da mein CD Spieler hops gegangen, den hab ich 
schon rausgeworfen momentan hängt nen Arduino drinnen damit ich 
wenigstens den Line In nutzen kann aber leider ist da halt das 
Eingangssignal zu gering.

Aufjedenfall vielen danke für die ganzen Antworte.

Im Anhang mal der Plan nach aktuellem Stand wie ich es mir jetzt gedacht 
habe. Seite 1 ist die Spannungs Versorgung Seite 3 der OP. Noch mit 
alten Werten muss ich jetzt erstmal anpassen.

Autor: äxl (Gast)
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Die 6V erzeuge mit zwei zB. 1KOhm Widerständen aus den 12V. Da braucht 
es keinen Spannungregler. Dieser kann auch keinen Strom aufnehmen, nur 
"liefern".

Autor: Andre R. (an_dre)
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äxl schrieb:
> Die 6V erzeuge mit zwei zB. 1KOhm Widerständen aus den 12V. Da braucht
> es keinen Spannungregler. Dieser kann auch keinen Strom aufnehmen, nur
> "liefern".

" Autor: äxl (Gast)
Datum: 25.04.2019 07:24
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MIt dem Spannungsteiler ist doch mist. Jede kleine Änderung der
Betriebsspannung ist verstärkt am Ausgang zu hören. Fpr die
Mittenspannug würde ich mir da was anderes ausdenken. Die OPamps haben
so eine gute Betriebsspannungsunterdrückung, die durch diesen
Spannungsteiler nahezu komplett ausgehebelt wird. Aslo: klar, kann
trotzdem so machen, wie im Bild, wollte es nur anmerken..."

das war damals deine Antwort dazu, daher hatte ich mich für den 
Festspannungsregler entschieden oder hatte ich da was falsch verstanden?

Ging ja jetzt auch nur um den LC :)

LG

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Andre R. schrieb:
> das war damals deine Antwort dazu

Bitte benutz doch lieber die Zitatfunktion, dann gibt's wenigstens einen 
funktionierenden Link auf den entsprechenden Beitrag.

Autor: Elektrofan (Gast)
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+-*/ (Gast) schrieb:

> Mit solchen Winziginduktivitaeten filtert da gar nichts.

> Die Niederspannungswicklung von einem alten Netztrafo waere
> etwa so was noetig waere...

Die Hochspannungswicklung hat mehr Induktivität.
(Hängt quadratisch vom Verhältnis der Windungszahlen ab.)

Autor: Elektrofan (Gast)
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Oder beide in Reihe schalten.
Aber richtig 'rum!

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