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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Exoskelett für den Fuss bauen, wie ?


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Autor: Akkusammler (Gast)
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https://www.spiegel.de/fotostrecke/exoskelett-gehen-wie-eine-maschine-fotostrecke-148643-4.html

Hier gebe ich mal den Link an. Weiss jemand wie das genau funktioniert? 
Weil da ist Elektronik. Der Zugseil wird vermutlich von einem Motor 
festgehalten ? Oder wie funktioniert das genau. Bitte nur Bauteile 
nennen die auch wirklich bestellbar sind.

Ich muss mir sowas nachbauen, weil mein Fuss eine schlimme Verletzung 
hatte und ich den nicht mehr so belasten kann.

Autor: A. S. (achs)
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Akkusammler schrieb:
> Ich muss mir sowas nachbauen, weil mein Fuss eine schlimme Verletzung
> hatte und ich den nicht mehr so belasten kann.

Ist nicht dein Ernst, oder? Muss man Herzschrittmacher und Insulinpumpen 
jetzt auch selber bauen?

Autor: Christian B. (luckyfu)
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A. S. schrieb:
> Ist nicht dein Ernst, oder? Muss man Herzschrittmacher und Insulinpumpen
> jetzt auch selber bauen?

vielleicht hat er ja eine PKV mit Grundsicherung wo derartige 
Hilfsmittel nicht abgedeckt sind? (Keine Ahnung, ob es sowas überhaupt 
gibt)

Fakt ist: Mit Nachbauen wirst du vermutlich günstiger sein, als ein 
Zugelassenes und ggf. auf dich angepasstes Produkt zu kaufen. Allerdings 
stehen die Chancen recht hoch, daß du, durch einen Fehlerhaften Nachbau 
/ eine falsche Anpassung, noch mehr Schaden an deinem Fuß anrichtest. 
Oder, im Falle des plötzlichen Versagens unter Last auch noch deinen 
Unterschenkel demolierst. So ein Gestell eitert ganz schlecht raus.

: Bearbeitet durch User
Autor: abc.def (Gast)
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um das aus dem spiegel-link zu kaufen, hat der TO bestimmt nicht 
geschrieben.
http://jaipurfoot.org/
https://en.wikipedia.org/wiki/Jaipur_leg
Andere Länder erfinden auch, auf bezahlbaren Niveau. Ist vielleicht OT.
Ich würde das gern mal ausprobieren, habe aber zum Glück keine 
Notwendigkeit dazu. Aber Exoskelett statt Operation? Hört sich gut an.
Tapen (die bunten Bänder, die die Fußballer auf den Rücken kleben); 
entlang der Achillessehne?

Autor: Dr.Who (Gast)
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Akkusammler schrieb:
> Weiss jemand wie das genau funktioniert?
> Weil da ist Elektronik.

Vermutlich für die Telemetrie.

> Der Zugseil wird vermutlich von einem Motor festgehalten ?

Da man kein Bewegungsmuster in den Bildern erkennen kann, könnte das
am ehesten vielleicht ein Orthopäde passend beschreiben. Kann auch
ein Verstellmechanismus für eine Führungsgröße sein, aber es kann
auch andere Zwecke haben.

> Oder wie funktioniert das genau. Bitte nur Bauteile
> nennen die auch wirklich bestellbar sind.

Sieht das für dich aus, als wäre es ein kommerzielles Produkt?
Die sind doch da noch im Labor am forschen.

> Ich muss mir sowas nachbauen, weil mein Fuss eine schlimme Verletzung
> hatte und ich den nicht mehr so belasten kann.

Ne, du musst mit deinem Orthopäden reden und dir eine Physiotherapie
oder ein Funktionstraining, evtl. auch eine Reha rezeptieren lassen.
Mit Basteln kommst du nicht weit und könntest es sogar, wie schon
erwähnt wurde, schlimmer machen.

Schuster, bleib bei deinem Leisten.

Autor: Abklatscher (Gast)
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Autor: c.m. (Gast)
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Akkusammler schrieb:
> Ich muss mir sowas nachbauen,

Frag bei einem Sanitätshaus mit angeschlossener Orthopädiewerkstatt für 
Prothesen/Orthesen mal an, ob sie dich ein Praktikum machen lassen.
Da siehst du dann wie sowas gebaut wird.

Autor: Udo S. (urschmitt)
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Akkusammler schrieb:
> Ich muss mir sowas nachbauen, weil mein Fuss eine schlimme Verletzung
> hatte und ich den nicht mehr so belasten kann.

Die Frage ist wie oft du einen Gelenkbruch oder Sehnenabriss 
"verschmerzen" kannst wenn deine Eigenkonstruktion mal wieder einen 
(Software)Fehler hat.

Autor: Msd (Gast)
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Akkusammler schrieb:
> Ich muss mir sowas nachbauen, weil mein Fuss eine schlimme Verletzung
> hatte und ich den nicht mehr so belasten kann.

Als erstes solltest du mal wieder deine Tabletten nehmen, dann kommst du 
sicher wieder auf klare Gedanken.

Autor: düsentrieb (Gast)
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Ich empfehle Siebenmeilenstiefel oder ein Flyboard.

Autor: Abklatscher (Gast)
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Msd schrieb:
> Als erstes solltest du mal wieder deine Tabletten nehmen, dann kommst du
> sicher wieder auf klare Gedanken.

Manche müßen für klare gedanken die Tabletten absetzen ...

Autor: Robert K. (Firma: Medizintechnik) (robident)
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Christian B. schrieb:
> Fakt ist: Mit Nachbauen wirst du vermutlich günstiger sein, als ein
> Zugelassenes und ggf. auf dich angepasstes Produkt zu kaufen.
Da wäre ich schon nicht so sicher! Ab einer gewissen Menge werden gerade 
Mechaniken sehr günstig.
Ein aktuelles Beispiel von unserem Lieferanten:

Gelenkstütze: Entwicklungskosten 80.000,-
Einkauf Prototype 1500,-
Produktion Rüstkosten 400,-  Material 36,-  Prüfung 17,-

Ein Prototyp und 10 Stück für das Einzelsystem / Doppelsystem: 93,- / 
129,- zzgl. 2x 1500,-

Lieferung 1000 Stück Einzelsystem / Doppelsystem 54,- / 89,-

Mit Entwicklungskosten Einzelsystem / Doppelsystem  93,- / 129,-

Verkauf sicher um die  149,- / 199,-

Selbst die 200,- sind noch spottbillig, im Vergleich zu einem Selbsbau, 
wenn man den halben Tag in der Werkstatt steht. Die Mechanik bekommt man 
einfach nicht so billig.


> Allerdings stehen die Chancen recht hoch, daß du, durch einen
> Fehlerhaften Nachbau / eine falsche Anpassung, noch mehr Schaden an
> deinem Fuß anrichtest.

Da stehen die Chancen nicht nur hoch, sondern liegen bei 100%. Selbst 
bei perfekten Zusatzgelenken wird es zu Deformationen der Muskeln und 
Sehnen kommen. Weiß man schon vom Tragen von leichten Orthesen. Quelle: 
Orthopädiekongress bei  Otto Bock.

Die Muskulator ist ein komplexes System, das sich immer dynamisch 
anpasst. Solche Ideen, die derzeit umhergeistern, dass man Lieferanten 
entlasten könnte, weil sie per Exo die schweren Gewichte nicht mehr 
tragen müssen, erteilen viele Experten eine klare Absage. Zudem kann man 
annehmen, dass die Arbeitgeber denen dann noch mehr aufbrummen!

Orthesen und Prothesen sowie andere Hilfsmittel sind wie Halskrausen zu 
behandeln: Nur im Notfall, wenn es nicht anders geht.

Autor: MaWin (Gast)
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A. S. schrieb:
> Akkusammler schrieb:
>> Ich muss mir sowas nachbauen, weil mein Fuss eine schlimme Verletzung
>> hatte und ich den nicht mehr so belasten kann.
>
> Ist nicht dein Ernst, oder? Muss man Herzschrittmacher und Insulinpumpen
> jetzt auch selber bauen?

OpenInsulinpumpe oder OpenHerzschrittmacher,
ArduPacemaker, ArduLinPump

Autor: Christian B. (luckyfu)
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Robert K. schrieb:
> Da wäre ich schon nicht so sicher! Ab einer gewissen Menge werden gerade
> Mechaniken sehr günstig.

ich bin selbst in der Medizintechnik tätig und weiß daher, daß neben den 
reinen Entwicklungskosten die medizinische Zulassung nicht nur sehr 
lange dauert sondern auch sehr teuer ist. Diese Kosten spiegeln sich in 
den Hilfsmitteln wieder.

Wenn man also Halbzeug schon liegen hat und Bastler ist kann man das 
schon mit weniger Kosten selbst nachbauen. Allerdings besteht halt die 
Gefahr, daß man es falsch nachbaut und schlussendlich mehr Schaden als 
Nutzen anrichtet. Gerade in der Orthopädie kann man mit einer 
vermeintlich nützlichen Lösung zu Haltungsschäden beitragen, die dann 
entweder Spätfolgen nach sich ziehen oder aufwändig auskuriert werden 
müssen. Ich bastle auch alle möglichen Dinge, vor derartigen Sachen hab 
ich aber zu viel Respekt.

Autor: Akkusammler (Gast)
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Hallo wieder!

Der Orthopäde kann mir nicht weiterhelfen. Er sagt nur dass eine OP 
schlimmer machen würde und dass mir der Fuss in 10 Jahren durch 
fortschreitende Arthrose noch mehr weh tun kann. Um Verschleiss zu 
vermeiden brauche ich JETZT sofort Exoskelett-Fuss !

Das Problem ist nur dass die Deutschen halt in Sachen Robotik, 
Exoskelett und KI schon ziemlichw weit zurückgeblieben sind. Ausserdem, 
wenn überhaupt sowas auf dem Markt kommt, dann wäre sie unbezahlbar 
teuer oder es wird von der TK nicht genehmigt. Weil sie bekanntlich die 
Kosten nur Gehstöcke oder Fusseinlagen übernimmt.

Deswegen muss man sie selber bauen. Eine andere Möglichkeit gibt es 
nicht !

Mit Bauteilen mein ich jetzt zum Beispiel wo man so eine Ratsche für 
Zugseil herbekommt. Die Ratsche muss wiederrum vom Zugservo bewegt 
werden. Es braucht ein Mikrokontroller und Bewegungssensoren die messen 
wie der Fuss sich bewegt. Wie schafft man es so, dass der Motor und 
Sensor nicht rückkoppeln?

Autor: Horst (Gast)
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Akkusammler schrieb:
> Deswegen muss man sie selber bauen. Eine andere Möglichkeit gibt es
> nicht !

Doch, Fuß absägen, geht schneller und tut nicht so weh.

Deine Aussagen zeugen eher von Frust über Deine Situation, die Ärzte und 
Krankenkassen als von Fachkenntnis was Orthesen betrifft.
'Ich hab da ein Bild von einem Prototypen gesehen, das baue ich jetzt 
nach und alles wird gut' klappt nie und ignoriert die komplette 
Entwicklungstätigkeit die zu dem Prototypen geführt hat.

Autor: Akkusammler (Gast)
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> Doch, Fuß absägen, geht schneller und tut nicht so weh.

> Deine Aussagen zeugen eher von Frust über Deine Situation, die Ärzte und
> Krankenkassen als von Fachkenntnis was Orthesen betrifft.
> 'Ich hab da ein Bild von einem Prototypen gesehen, das baue ich jetzt
> nach und alles wird gut' klappt nie und ignoriert die komplette
> Entwicklungstätigkeit die zu dem Prototypen geführt hat.

Das schreibst du so, weil du nicht weiss wie man sowas baut und 
verfällst im Glauben dass die Ärzte das besser wissen.

Autor: Karl K. (karl2go)
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Christian B. schrieb:
> vielleicht hat er ja eine PKV mit Grundsicherung wo derartige
> Hilfsmittel nicht abgedeckt sind?

Oder GKV wo außer Schmerzmittel gar nichts abgedeckt ist.

Abklatscher schrieb:
> Hol dir für 14Euro 50 ein paar unterarmgehstützen aus dem Sanitätshaus

Wer mal längere Zeit mit sowas unterwegs war kann nur sagen: 
Dummschwätzer!

Horst schrieb:
> Doch, Fuß absägen, geht schneller und tut nicht so weh.

Ach schau, es gibt doch immer noch ein Arschloch, das noch einen 
draufsetzen kann.

@TO: Ich würd mir bevor es daran geht Bauteile einzukaufen erstmal 
möglichst viele Konstruktionen und ihre Wirkungsweisen ansehen. Sicher 
wäre ein interessierter Orthopäde hilfreich, aber den findest Du 
sonstwo, nur nicht im Bedenkenträgerland.

Autor: MaWin (Gast)
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Akkusammler schrieb:
> Das schreibst du so, weil du nicht weiss wie man sowas baut und
> verfällst im Glauben dass die Ärzte das besser wissen.

Wie Ärzte wissen wie ein Fuß funktioniert! Ein Ing muss ihn aber bauen. 
Am besten ein Ing. (FH) :-)

Autor: MaWin (Gast)
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MaWin schrieb:
> Wie Ärzte

Ich meinte "Die Ärzte". Bin nicht nur heute dumm...

Autor: Dr.Who (Gast)
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Akkusammler schrieb:
> Er sagt nur dass eine OP
> schlimmer machen würde und dass mir der Fuss in 10 Jahren durch
> fortschreitende Arthrose noch mehr weh tun kann.

Akkusammler schrieb:
> Weil sie bekanntlich die
> Kosten nur Gehstöcke oder Fusseinlagen übernimmt.

Hast du eine Ahnung.
Die werden dir natürlich nicht erzählen, was die an Kosten übernehmen.
Mit dem Segen deines Arztes bekommste auch Heilverordnungen für die von
mir oben vorgeschlagenen Heilmethoden. Hab da brauchbare Erfahrung mit 
gemacht, aber man muss natürlich dran bleiben und sich kümmern.
Irgend welche fixen Ideen zu verfolgen und alles andere (Erprobte)
zu ignorieren, bringt dich kaum weiter.

Autor: Hilfstrommler (Gast)
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Marionetten-Puppen funktionieren doch auch so ähnlich. Man braucht nur 
einen "Führer".

Autor: OssiFant (Gast)
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Akkusammler schrieb:
> Das schreibst du so, weil du nicht weiss wie man sowas baut

Da seid ihr dann schon 2. Ist irgendwie etwas schwach für einen 
Troll-Versuch.

Beitrag #5854274 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Einer (Gast)
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Christian B. schrieb:
> Diese Kosten spiegeln sich in
> den Hilfsmitteln wieder.

Und die Raffgier.
Preise bis zur Schmerzgrenze.
Friss oder stirb.

Autor: Zitronen F. (jetztnicht)
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Autor: Dampfheuler (Gast)
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> Das Problem ist nur dass die Deutschen halt in Sachen Robotik,
Exoskelett und KI schon ziemlichw weit zurückgeblieben sind. Ausserdem,
wenn überhaupt sowas auf dem Markt kommt, dann wäre sie unbezahlbar
teuer oder es wird von der TK nicht genehmigt. Weil sie bekanntlich die
Kosten nur Gehstöcke oder Fusseinlagen übernimmt.

>Deswegen muss man sie selber bauen. Eine andere Möglichkeit gibt es
nicht !

Doch. Lass in China/Rumaenien/Weissrussland/Tuerkei entwickeln und 
bauen.

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