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Forum: Platinen Wer arbeitet mit Altium Circuit Studio?


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Autor: Hardware*innenentwickelnder (Gast)
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Hallo allereseits!

Ich mache hauptberuflich Elektronikentwicklung, in der Hauptsache 
Platinenlayout mit Altium Designer. In meiner eigenen nebenberuflichen 
Tätigkeit entwickle ich ebenfalls Elektronik und Platinen, allerdings 
aus Kostengründen momentan noch mit KiCAD. Zugegeben, KiCAD hat sich gut 
entwickelt, ist aber im Vergleich zu kommerziellen Programmen in 
vielerlei Hinsicht ein elender Krampf. Ich möchte die einzelnen Details 
hier nicht näher erläutern. Es ist langsam ein Zeitpunkt erreicht, wo 
der Einsatz eines professionellen Programms unausweichlich wird. Ich 
habe in der Vergangenheit auch mit Eagle gearbeitet, möchte ich nicht. 
Auch das Theater mit den Lizenzen möchte ich nicht unterstützen. Mit 
Target 3001 habe ich es auch schon probiert, hat allerdings auch einige 
gewaltig nervende Eigenschaften, weswegen ich davon abstand nehme. Aus 
preislichen Gründen brauche ich über Mentor oder OrCAD etc. nicht 
nachdenken. In Altium Designer bin ich firm, aber der Preis ist mir nun 
doch noch etwas zu hoch, im Vergleich zu meinen finanziellen Mitteln. 
Kürzlich bin ich auf das Circuit Studio von Altium gestoßen. Ich habe 
vor wenigen Tagen die Testversion installiert. Die Bedienung und das 
Layout der Software sind im Vergleich zu Altium Designer ein wenig 
gewöhnungsbedürftig, aber auf den ersten Blick nicht so schlecht 
gemacht. Der Preis von ca. 1000€ ist meines Erachtens für das Tool noch 
gerade so als angemessen zu bezeichnen. Projekte können später sogar 
angeblich mit Altium Designer weitergeführt werden. Nun natürlich die 
große Frage: Was für Erfahrungswerte über den Einsatz von Circuit Studio 
gibt es? Wer nutzt es regelmäßig, am besten Beruflich? Gibt es 
irgendwelche absolute No-Goes? Würdet ihr es wieder kaufen?

Vielen Dank!

Autor: Karls Q. (karlsquell)
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Ich arbeite mich auch gerade ein, kann da aber noch nicht viel 
beisteuern.
Nur eine Anmerkung zum Preis: Es sind 427€+MwSt (also etwa 510€)
https://de.farnell.com/altium/11-100-15-1pe/software-pcb-cad-circuitstudio/dp/2855940

Autor: Rainer S. (enevile)
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Also ich nutze Altium Designer beruflich und darf es auch privat 
benutzen. Kopier die Bibliotheken von der Arbeit mit ;). Vorher hatte 
ich eine gecrackte Altium Version 16.0(In der Ausbildung)

Von Circuit Studio habe ich noch nie mit gearbeitet.

: Bearbeitet durch User
Autor: Jürgen G. (Firma: Elektronikentwickler Aachen) (fjgensicke)
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Auch ich nutze Altium Designer beruflich seit dekaden.

Meine mich zu erinnern, dass beim Circuit Studio es irgend ein Problem 
mit den Libs gibt, wenn man sie dann im AD nutzen will.
Das CS ist halt nicht der kleine AD. Die haben da noch Einschränkungen 
eingebaut. Nur vom Hören-Sagen.

Ansonsten würde ich dem Altiumvertrieb solange nevern, bis der Preis für 
Dich angemessen ist. Und immer bedenken: Altium ist eine AG mit 
gehandelten Aktien. Die werden kurz vor Quartalsabschluss immer Nervös, 
wenn die Zahlen nicht stimmen (und das tun sie selten). Da kann man den 
Hebel ansetzen :-)

Autor: asd (Gast)
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Verwende doch einfach Altium Designer mit deiner Firmenlizenz?

Autor: Wühlhase (Gast)
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Ich würde den Vertrieb auch versuchen so lange wie möglich 
runterzuhandeln. 4k sollten drin sein.

Autor: Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite
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Hardware*innenentwickelnder schrieb:
...
> Projekte können später sogar
> angeblich mit Altium Designer weitergeführt werden.
...
Geht das mittlerweile? Als ich das letzte Mal mit dem CS Vertrieb 
gesprochen habe, ging das ausdrücklich und gewollt nicht.

Ansonsten: Wenn Du AD von der Arbeit her gewöhnt bist, dann hast Du doch 
nur Vorteile, wenn Du AD auch im Nebenjob einsetzt.


Und danke für Deinen Hinweis, warum Du Autodesk EAGLE nicht einsetzen 
willst. Vielleicht bewegt sich der Laden doch nochmal. Das Autodesk 
Lizenzmodell ist der Grund, warum sich viele überhaupt EAGLE-Anwender CS 
und AD überhaupt anschauen.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Ich weiß, ich weiß; Pr99SE ist ein zwanzig Jahre altes CAD. Trotzdem hat 
es noch viel auf dem Kasten. (Um keine falschen Vorstellungen aufkommen 
zu lassen, ich arbeitete seit 2004 mit allen Versionen von AD bis zur 
spätesten V17.x. Ich kann also gut vergleichen). AD18-Aktuell gefällt 
mir da weniger und spiele immer noch nur damit herum. Wer aber die 
Internet-zentrische Integration und Versionskontrolle von AD bevorzugt 
wird natürlich von PR99SE sehr enttäuscht sein.

Seit MS W10 unter der Haube mit V1809 bedeutend verbessert hat und 
einige Bugs eliminierte, läuft nun auch ein für W7 gepatchtes Pr99Se 
wieder einwandfrei und einem seriösen Gebrauch steht nichts mehr 
dagegen. Wenn man Geduld hat, kann man auch noch Lizenzen gebraucht 
kaufen. (Ich habe übrigens eine Neu bzw. legale Lizenz um keine falschen 
Vorstellungen aufkommen zu lassen). Ich habe privat und arbeitsmäßig an 
die 1000+ LP auf dem Buckel und kann also behaupten eine gewisse 
Erfahrung im Layout zu haben.

Auch AD17 hat ein paar lästige Anomalien die repariert werden sollten. 
(Memory Leak beim PCB Editieren, manchmal Fehlerhinzufügung beim DRC, 
und, und, und...).

Für 99% aller modernen Designs ist Pr99SE trotz des hohen Alters allen 
Behauptungen zum Konträren immer noch für die meisten anfallenden 
Designs ausreichend fähig und effizient. Das Einzige was ich wirklich 
vermisse ist das differenzial Track legen. Bei den modernen balanzierten 
Busverbindungen ist das wirklich kein Luxus. Sonst aber, kann man mit 
ihm viel machen und auch viele AD Bedienungs Methoden sind mit AD 
verwandt oder identisch. Auch sind Imports und Exports inklusiv der 
Bibliotheken zwischen beiden CADs kein Problem. Meine Bibliotheken sind 
auch ein enormes Zeitinvestment. Mit den Bugs von Pr99SE kann man 
tatsächlich leben und oft maßlos übertrieben und es ist in der Regel 
sehr stabil. Das einzige, was unbedingt vermieden werden muß wie der 
Teufel das Weihwasser, ist der Database Modus. Immer File System Mode 
verwenden. Die Database Mode ist sehr unsicher und kann zu permanenten 
Datenverlust führen. Alles Wichtige funktioniert. Der Autorouter 
empfehle ich in beiden Fällen nicht. Die Qualität des Layouts ist nicht 
sehr beeindruckend. Übrigens aufpassen, PR99SE nicht in XP 
Kompatibilitäts Modus verwenden weil sonst alle Ini Dateien im Windows 
Ordner eingesperrt bleiben umd man sie im Bedarfsfall nur mit extra 
Arbeit editieren kann.

Mit der billigeren Version CS habe ich experimentiert und finde das UI 
im Vergleich mit AD nicht gerade sehr ansprechend. Ganz speziell wenn 
man AD bzw PR99SE gewöhnt ist.

Was ich im Vergleich zu AD vermisse ist die 3D Verbindung mit MCAD. Auch 
die BOM Excel Templatemöglichkeiten erlauben viel bessere BOMs. Die 
Online Vendor-Links sind ab und zu auch ganz arbeitsersparend. Sonst 
verwende ich oft den Parameter Editor um BOMs direkt auszufüllen. Das 
geht viel schneller als im Schaltbildeditor und Gruppen Updates sind 
kein Problem.

Für jemand mit einem begrenzten Budget ist Pr99SE + SP6 also immer noch 
eine sehr gute CAD Alternative. SP6 ist unbedingt notwendig. Auch läuft 
es auf modernen Maschinen superschnell und ladet in wenigen Sekunden. 
Den Gerbers sieht man nämlich wirklich nicht an wer sie erzeugt hat. Mit 
etwas Erfahrung kann man mit PR99 auch sehr gut aussehende Schaltbilder 
produzieren. Wer also Zugang zu PR99SE hat, tut gut es nicht zu 
übersehen. Auch ist die Einarbeitung im Vergleich zu AD etwas einfacher 
und trotzdem einander sehr ähnlich.

Sind nur meine zwei Cents zum Thema ECAD.

Autor: Hardware*innenentwickelnder (Gast)
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asd schrieb:
> Verwende doch einfach Altium Designer mit deiner Firmenlizenz?

Die denkbar schlechteste aller Ideen. Zumal wir einen eigenen 
Licence-Server haben, der von außen nicht erreichbar ist.

Gerhard O. schrieb:
> Ich weiß, ich weiß; Pr99SE ist ein zwanzig Jahre altes CAD. Trotzdem hat
> es noch viel auf dem Kasten.

Glaube ich gerne, aber ist es das in 10 Jahren auf einem dann aktuellen 
BS auch noch?

Gerhard O. schrieb:
> AD18-Aktuell gefällt
> mir da weniger und spiele immer noch nur damit herum.

Richtig, AD18 ist totaler Murks voll mit Fehlern. V19 ist schon 
wesentlich besser, wobei das Handling bei V17 wesentlich flüssiger war.

Gerhard O. schrieb:
> Mit der billigeren Version CS habe ich experimentiert und finde das UI
> im Vergleich mit AD nicht gerade sehr ansprechend

Mich stört es ein wenig, dass es optisch wie MS Office aufgemacht ist 
und die Symbole unnötigen Platz auf dem Monitor verschwenden.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Hardware*innenentwickelnder schrieb:
> asd schrieb:
>> Verwende doch einfach Altium Designer mit deiner Firmenlizenz?
>
> Die denkbar schlechteste aller Ideen. Zumal wir einen eigenen
> Licence-Server haben, der von außen nicht erreichbar ist.
>
> Gerhard O. schrieb:
>> Ich weiß, ich weiß; Pr99SE ist ein zwanzig Jahre altes CAD. Trotzdem hat
>> es noch viel auf dem Kasten.
>
> Glaube ich gerne, aber ist es das in 10 Jahren auf einem dann aktuellen
> BS auch noch?
Naja, jeden Fall läuft es zur Zeit gut auf einem aktuellen W10. Solange 
MS das BS nicht verschlimmbessert, besteht Hoffnung. Und sonst wird sich 
bestimmt ein älterer PC mit W7-8.1 (10) finden lassen...
>
> Gerhard O. schrieb:
>> AD18-Aktuell gefällt
>> mir da weniger und spiele immer noch nur damit herum.
>
> Richtig, AD18 ist totaler Murks voll mit Fehlern. V19 ist schon
> wesentlich besser, wobei das Handling bei V17 wesentlich flüssiger war.
Sehe ich genauso.
>
> Gerhard O. schrieb:
>> Mit der billigeren Version CS habe ich experimentiert und finde das UI
>> im Vergleich mit AD nicht gerade sehr ansprechend
>
> Mich stört es ein wenig, dass es optisch wie MS Office aufgemacht ist
> und die Symbole unnötigen Platz auf dem Monitor verschwenden.
Das war genau mein erster Eindruck. Das hat mir überhaupt nicht 
gefallen. Ist auch ein Problem mit AD18. AD braucht bei mir trotz 
schnellen PC mindestens eine Minute zum starten. PR99 läuft in ein paar 
Sekunden. Mit PR lassen sich gleiche Arbeiten mindestens 30% schneller 
erledigen weil AD zum Teil eine etwas umständlichere Bedienung hat. 
Interessanterweise hat AD ein paar gleiche Bugs wie PR. Das Ausdrucken 
und Setup zum Drucken ist bei AD weniger flexibel und auch 
umständlicher.

Marketing trommelt oft mit all denen Features, wenn es aber darauf 
ankommt, hat PR alles wichtige schon vor zwanzig Jahren gehabt. Sicher, 
einige Sachen in AD sind sehr nürzlich und bin froh sie zu haben, aber 
man kann auch ohne damit leben. Und beide Autorouter taugen nicht 
wirklich. Da sieht dann das Layout oft aus wie ein Hundefrühstück. Das 
CAD kann ja keine Gedanken lesen.

Im Vergleich zu PR finde ich den DRC Syntax zwar sehr mächtig aber oft 
auch sehr nervig damit umzugehen. Diese Query Sprache ist für 
Spezialisten vielleicht sehr praktisch. Für den weniger Versierten ist 
es eine Landplage. Oft wird einem nur mitgeteilt, da ist ein Fehler, 
aber keine Angabe, welcher, und man sucht sich manchmal dumm um den 
Fehler zu finden. PR hatte da ausreichend DRC Fähigkeiten und war viel 
intuitiver. Speziell für jemand, der nur ab und zu damit arbeitet und 
kein Dazabase Spezialist ist wird die AD Query Sprache recht 
frustrierend finden.

Auch gibt es komische unlogische Fehler. Einmal funktionierte wegen 
einer Graphikeinstellung die Copy und Paste Funktion im Schaltplaneditor 
nicht mehr. Man mußte DirectX abschalten damit es wieder ging. Irgendwie 
sehe ich da nicht den programmtechnischen Zusammenhang. Und das lustige 
war, daß ein W10 Upgrade die Ursache war. Man kann sich auf nichts mehr 
im IT Gebiet heutzutage verlassen. Man muß wirklich "Glück" haben wenn 
alles eine zeitlang funktioniert. Alles ist ein bewegtes Target, 
heutzutage.

Nach einigen Stunden PCB Editieren, verabschiedet sich AD regelmäßig auf 
einmal und man muß es neu starten. AD Support gab zu, daß es ein nicht 
reparierbarer Bug ist.

Oft passiert beim PCB DRC daß es ein oder zwei Random Kurzschlüsse 
zwischen Leiterbahnstruktieren einfügt die sich erst nach einen Neustart 
vielleicht wieder legen.

Das Polygon Editieren ist auch so eine Sache. Da muß man sehr aufpassen 
und oft wehrt sich AD mit Händen und Füssen was man eigentlich machen 
will. Nicht sehr gut gelöst.

Was mir aber an AD sehr gefällt ist das Polygon Abladen und 
Restauration. Das ist wirklich eine wunderbare Feature. Zum Teil haben 
sie da einige Features geschaffen die sehr nützlich sind.

Global Edits sind manchmal auch nervig. Zum Teil ist es ganz gut gelöst. 
Aber was ich bei PR mit ein paar wenigen Mausklicks erledigen kann ist 
manchmal in AD viel umständlicher.

Mit PR99 hat man das Gefühl einen Porsche zu lenken und bei AD eher das 
Gefühl in einer Luxuslimousine mit Fahrer zu sitzen. Kein Vergleich.

Störrisch wie ich bin, finde ich, daß PR99 eine gute Balance zwischen 
effizienter Bedienung, Geschwindigkeit und Fähigkeiten zumindest für den 
Hausgebrauch hat.
Auf einer modernen Maschine ist halt PR99 superschnell. Man kann auch 
sehr viel mit Shortcuts machen.

Es ist schade, daß PR nicht formgetreu modernisiert wurde. Auf den 
heutigen schnellen PCs würde so ein Programm trotz 32-Bit erfrischend 
schnell agieren.

Ich arbeite zwar ganz gerne mit AD17.1.9, aber es hat halt auch so 
einige störende Bugs. Aber man kann damit Leben. Die Gesamt Vorteile 
wiegen eben doch auf.

Ich glaube nicht, daß ich vorerst auf AD19 umsteigen werde. Ich warte da 
immer einige Jahre bis sich die Kinderkrankheiten gemäßigt haben. Sogar 
der Altium Support hat mir zugestimmt, als ich ihnen das gesagt habe.

Was QC betrifft, würde ich eher PR vorziehen.

Beitrag #5854577 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Hardware*innenentwickelnder (Gast)
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Gerhard O. schrieb:
> Das Ausdrucken
> und Setup zum Drucken ist bei AD weniger flexibel und auch
> umständlicher.

Das nervt wirklich.

Gerhard O. schrieb:
> Und beide Autorouter taugen nicht
> wirklich.

Ich route nur manuell.

Gerhard O. schrieb:
> Nach einigen Stunden PCB Editieren, verabschiedet sich AD regelmäßig auf
> einmal und man muß es neu starten.

Stimmt. gelegentlich hängt es sich auf. Seit AD19 aber schon etwas 
besser.

Gerhard O. schrieb:
> Und das lustige
> war, daß ein W10 Upgrade die Ursache war

Ja, das stimmt. Z.B. in AD17 konnte man plötzlich kein Fenster mehr auf 
einem anderen Monitor öffnen. Nur wenn man den Tab ganz schnell 
rüberschiebt. Langsam geht es nicht mehr.

Gerhard O. schrieb:
> Mit PR99 hat man das Gefühl einen Porsche zu lenken und bei AD eher das
> Gefühl in einer Luxuslimousine mit Fahrer zu sitzen. Kein Vergleich.

Ich habe mal eine Zeitlang mit Bartels BAE gearbeitet. Ist optisch Mitte 
der 90er Jahre stehengeblieben und wird seit 2008 glaube ich auch nicht 
mehr weiterentwickelt. War seinerzeit eine sauteure Highend-Lösung, aber 
die Konfiguration und das erzeugen von Gerber-Files ziemlich behindert. 
Oft musste man Hand anlegen und im Texteditor Probleme beheben. 3D gab 
es natürlich nicht. Aber wenn man die Bedienung im Griff hatte, konnte 
man unheimlich schnell routen. Kaufen würde ich es aber nicht mehr, 
zumal der Preis für die Highend-Version immer noch bei 25000€ liegt. 
Vorteil: es gibt eine Linuxversion (scheint mit Motif geschrieben zu 
sein).

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Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Bartel CAD Produkte kenne ich überhaupt nicht. Dagegen ist AD 
spottbillig:-)

Beim CAD ist es meistens so, den Feind den man kennt, mit dem ist 
leichter zu kämpfen. Nur wenn der Feind andauernd morphiert, analog zu 
den ständigen Änderungen im BS, ist es besonders nervig.

Das Schöne an PR99SE ist, daß es seit langer Zeit keine Updates mehr 
gibt und man den "Feind" sozusagen kennt und sich an ihn gewöhnt. Ich 
habe in der Firma damals mit PR einige hundert kommerzielle LP entworfen 
und mir so die Brötchen als Entwickler verdient. Niemals hat mich PR 
sonderlich genervt. War immer ein verläßliches Arbeitspferd mit wenigen 
Macken die wenig Ärger machten. Die DRCs waren verläßlich und die Gerber 
Dateien auch. Was will man dann mehr. Ist halt auch nur ein Mittel zum 
Zweck, Hardware zu produzieren. Ich finde es ist wichtiger die Werkzeuge 
vollendet zu beherrschen als andauernd über den Zaun zu schauen. Die 
ständigen Veränderungen von PC und BS finde ich eher nervig. Als 
Entwickler wünscht man eher Stabilität über alles, so daß alle 
Spezialwerkzeuge die man für die Entwicklung braucht, funktionieren.

Den Fortschrittspfad von BS fand ich eher nervend. Andauernd hatte man 
Probleme mit den HW Geräten wegen Treiberprobleme. Der Übergang von X32 
auf X64 war für mich der Stressigste. So Vieles mußte umgestellte 
werden. Zig Stunden wurden mit Treiberfehlersuche und Recherchen 
veschwendet. Speziell ATMEL Werkzeuge earen da eher nervend. Heute ist 
es so weit, daß ich ältere Sachen nur noch in einer VM mit den 
zugehörigen BS laufen habe und alles funktioniert bestens. W10 hat sich 
als ziemlich nervig herausgestellt. Von Woche zu Woche gab es manchmal 
"Überraschungen". Ich finde halt, die IT Firmen tun dem Kunden mit den 
andauernden Änderungen keinen großen Gefallen. Auch die ästethischen 
Änderungen sind oft enttäuschend. Ich fand das W7 Glas Aero sehr 
ansprechend. Warum kann MS nicht beide Presentation im W10 einbauen. 
Leistungsfähigkeit von PC und Graphik sind schwerlich ein Gegenargument. 
Warum wird uns das alles aufgezwungen? W7 hat immerhin im 
professionellen Bereich noch rund 56% Marktanteil. Das spricht eine 
deutliche Sprache.
Auch wenn sich MS auf den Kopf stellt, wichtige Arbeiten werden auf PCs 
gemacht und nicht auf windigen Tablets. PC sind NICHT obsolet. 
Technisches Personal braucht Stabilität und die richtigen Werkzeuge und 
SW. Andauernde Änderungen sind für uns HW Entwickler oft nur ein 
Hinderniss zum Arbeiten. W7 war für meine Zwecke mehr als ausreichend 
fähig.

Und dann wird man schief angesehen wenn man lieber ein älteres BS 
verwenden will, anstatt das neueste mit allen Sicherheits Patches.

Alle zusätzlichen "Features" von W10 finde ich zumindest, überflüssig. 
Am PC braucht kein Mensch Tiles. Diese Tiles Software sieht auch 
fürchterlich aus und ich würde ohne Zwang niemals darauf zurück greifen. 
MS hat sich mit den Tiles und Tablet Sachen gründlich blamiert. Ich lud 
mal ein einfaches Terminal Tile Programm herunter. Es war 70MB groß und 
war nur ein einfachstes, dummes Terminalprogramm. 9 Mal von 10 stürzte 
es ab. TeraTerm ist 3MB und kann sehr Vieles. So gesehen finde ich die 
TileSW eine ausgesprochene Mißgeburt. Der Calculator ist aich eine 
Krankheit im Vergleich zum Klassischen.

All is not well in the world of IT!

Ojeh, das alles wolltet ihr bestimmt nicht alles lesen. Habe mich wieder 
Mal hinreißen lassen. Naja, was solls...

Guten Abend noch,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
Beitrag #5854612 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Hardware*innenentwickelnder (Gast)
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Da sprichst Du mir aus der Seele. Von der Übersicht her empfinde ich 
übrigens XP als das beste Betriebssystem aller Zeiten. Da waren die 
"Eigenen Dateien" noch an einer definierbaren Stelle. Alle Funktionen 
intuitiv erreichbar. Klare Kanten, intuitives, pragmatisches und 
trotzdem optisch ansprechendes Layout. Natürlich hat sich einiges 
verbessert, wie z.B. das verschieben maximierter Fenster, aber der 
gesamte Ballast und der nicht zu unterdrückende Updatezwang machen das 
alles zunichte. Was macht Windows? Ein RIESEN-UPDATE, damit hinterher 
der Taschenrechner durchscheinend ist. Ein Riesen-Update, damit man im 
Kalender (der übrigens immer noch nicht die KW anzeigen kann) einen 
"Taschenlampeneffekt" beim drüberfahren mit der Maus sehen kann. Ehrlich 
gesagt, könnte man Angst bekommen, wohin das noch führen soll. Mit 
langfristiger Zuverlässigkeit hat das nichts mehr zu tun. Leider werden 
Bs nur noch für den "Alles-was-man-ihm-vorgaukelt-glaubenden-Menschen" 
entwickelt, der selbst den katastrophalsten aller Fehler fanatisch 
verteidigt, wenn es ihm passend verkauft wird. Unter Linux kann ich Text 
markieren und an anderer Stelle mit der mittleren Maustaste einfügen. 
Selbst ein fehlgeschlagener Druckauftrag lässt sich dort direkt löschen, 
was MS nach fast Jahren noch nicht geschafft hat. Ich finde es wirklich 
erschreckend, dass man so ausgeliefert ist. Das ist übrigens auch einer 
der wichtigsten gründe, warum ich noch an KiCAD hänge. Hardware unter 
Linux, Programmierung (leider) wieder unter W10. Das wäre wiederum ein 
Grund für Target3001, das lässt sich mit WINE starten. Allerdings werde 
ich mit Target3001 nicht warm.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Nur ganz kurz weil ich weg muß.

Ja. Mit XP arbeitete es sich auch gut. In der Firma gibt es noch ein 
paar Laptops mit XP für ältere Produktpflege.

Mit Linux als Haupt BS habe ich mich nicht so recht anfreunden können. 
Daheim verwende ich ein Mint in einer VM für GCC Bauzwecke. In der Firma 
hatte ich Zugang nur über Putty/SSH für SW Entwicklung von Programmen 
über Kommandozeile. Machte aber viel Spaß.

Ich werde wahrscheinlich mein W7X64 Zuhause noch einige Jahre verwenden. 
Ich habe W10X64 zu Testzwecken auch installiert. Aber W7 ist mir für 
Projektarbeiten einfach lieber. Allerdings minimiere ich heutzutage das 
Surfen zu Unterhaltungszwecke um die Malware Gefahr einigermaßen niedrig 
zu halten. Mit Malwarebytes, Firewall und AVSW sollte es (hoffentlich) 
noch einige Zeit zu verantworten aein. Für sonstige Sachen bin ich nur 
noch mit dem iPad im Netz unterwegs.

Gute Nacht,
Gerhard

P.S. Bei mir ist es erst 16:53:-)

Autor: Hardware*innenentwickelnder (Gast)
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Gerhard O. schrieb:
> Bartel CAD Produkte kenne ich überhaupt nicht. Dagegen ist AD
> spottbillig:-)

Ja, das ist uralt. Damals gab es kaum leistungsfähige CAD-Programme, der 
Autorouter war nach entsprechender Konfiguration recht brauchbar. BAE 
war wirklich ein schweres und ultrastabiles Geschütz, es gab sogar eine 
Variante, um Chips zu designen. Die Entwickler wussten schon, was sie 
taten. Nur hat sich der Bereich der CAD-Programme dahingehend verändert, 
dass viel Wert auf Optik und Bequemlichkeit gelegt wurde. Die 
mitdenkenden Mechanismen sind so komplex geworden, dass heute ein Heer 
an Programmierern notwendig ist, um sich irgendwie zu behaupten und 
besser zu sein. Selbst ein Klassiker wie Eagle (ja, ich habe damals mit 
Eagle unter DOS angefangen) befindet sich auf dem sterbenden Ast. BAE 
wurde von verhältnismäßig wenigen Leuten entwickelt und ist im Laufe der 
Zeit immer weiter gewachsen. Aber genau das ist das Problem. Altium 
Designer ist einfach im Vergleich zu stark geworden und kostet nur einen 
Bruchteil. So schnell kann eine kleine Bude nichts grundlegendes 
verändern. Ich denke, die leben nur noch von den bestehenden 
Wartungsverträgen. Zumindest was diese Sparte angeht.

Autor: Hardware*innenentwickelnder (Gast)
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Gerhard O. schrieb:
> Allerdings minimiere ich heutzutage das
> Surfen zu Unterhaltungszwecke um die Malware Gefahr einigermaßen niedrig
> zu halten. Mit Malwarebytes, Firewall und AVSW sollte es (hoffentlich)
> noch einige Zeit zu verantworten aein.

Auch das ist ein Grund für mich, ein Linux-System zu nutzen. Das ist 
einfach weniger anfällig. Und wenn der Firefox unter Windows 5 Sekunden 
zum Start braucht, läuft es unter Linux von der gleichen Festplatte 
(natürlich andere Partition) in 2 Sekunden. Aber das muss natürlich 
jeder für sich selbst entscheiden.

Autor: Hardware*innenentwickelnder (Gast)
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Jetzt sind wir etwas vom eigentlichen Thema abgeschweift ;-)

Autor: Carsten S. (dg3ycs)
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Hi,

Hardware*innenentwickelnder schrieb:
> Projekte können später sogar
> angeblich mit Altium Designer weitergeführt werden. Nun natürlich die
> große Frage: Was für Erfahrungswerte über den Einsatz von Circuit Studio
> gibt es? Wer nutzt es regelmäßig, am besten Beruflich? Gibt es
> irgendwelche absolute No-Goes? Würdet ihr es wieder kaufen?

JA, ich habe Erfahrung mit CS (und AD und PR99)...

Es gab FÜR MICH/UNS lange Zeit ein absolutes NoGo, dann hatte Altium 
aber  doch ein einsehen. Lange Zeit war nur die Online Installation 
möglich. Das heisst es war nicht möglich Offline Installdateien zu 
bekommen.
NAch der Installlation war zwar niemals wieder eine Verbindung zu Altium 
nötig, aber wenn die den Downloadserver abgestellt hätten wäre niemals 
mehr eine Neuinstallation möglich gewesen.
Mittlerweile bekommt man aber auf Anfrage die Offline-Installdateien.
Und mit diesen kann man auf alle Zeit (so lange man aureichend 
langjährige Sicherheitskopien hat) das Programm selbst auch auf völlig 
von jeder Netzwerkverbindung abgeschnittenen Rechnern installieren und 
auch auch aktivieren. Die Aktivierung geschieht über Lizenzfiles die man 
nach einer einmaligen Erstellung beliebig sichern und auch kopieren 
kann! Diese sind ausdrücklich NICHT Rechnergebunden.
(Man kann diese somit auf einem beliebigen Rechner mit Netzwerkanschluss 
nach Kauf einmalig erstellen und dann per USB Stick auf das vom Internet 
abgeschottete Inselnetz zwecks aktivierung übertragen)
Also genau die Art von Zugriffssicherheit für die Zukunft die man bei 
existentiellen Unternehmensdaten erwartet und die z.B. bei Eagle ja 
gerade nicht mehr gegeben ist. Es liegt alleine an einem selbst ob man 
in 20 Jahren noch mit der Software arbeiten kann. (Ja kla, VIELLEICHT 
geht es dann nur noch auf alter Hardware oder in der VM. Aber es wird 
irgendwie gehen! Bei Eagle ist es aus 30 Tage nachdem der Autodesk 
Server weg ist)

Also wenn man erst einmal das Farbschema auf Classic umgestellt hat, 
dann kann man damit durchaus arbeiten.
Anders als oben behauptet ist des definitiv ein Kastriertes AD.
Es wurde etwas an der UI des HAuptfensters gedreht, so das es auf dem 
ersten Blick anders aussieht, aber wenn man genauer hinschaut sieht man 
das doch deutlich.
Von den Unterfenstern wie dem Projektmanager, PCB Inspektor usw. ganz zu 
schweigen. Zudem gibt es die eine oder andere von CircuitStudio 
normalerweise nicht unterstützte Funktion die mit gewissen Tricks wie 
dem Import einer mit diesen Funktionen bearbeiteten Altium-Dummydatei 
dann auf einmal doch aufrufbar ist (und das Fenster ist dann auch im 
Altium Farbschema gehalten!) Leider gilt das nicht für alle Funktionen.
(Die Ausführbare Datei ist übrigends ebenfalls DXP.Exe...)

Jürgen G. schrieb:
> Das CS ist halt nicht der kleine AD. Die haben da noch Einschränkungen
> eingebaut. Nur vom Hören-Sagen.

Naja, das Einschränkungen eingebaut sind, das ist doch der Grund warum 
das als "Kleinen Bruder" oder als Kastriertes Altium bezeichnet.
JA- Es sind einige Funktionen die AD bietet nicht vorhanden.
Im Grunde kann man CS als direkten NAchfolger von PR99 für aktuelle 
Systeme bezeichnen! Im großen und ganzen ist es ein auf den 
Funktionsumfang von PR99 eingedampftes Altium, wobei aber einige heute 
übliche/notwendige Funktionen dazugekommen sind. Wobei es natürlich auch 
Erweiterungen gibt die man bei einer Zeitgemäßen Software erwartet.
So sind die von Gerhard bei Pr99 ausdrücklichen vermissten Funktionen 
wie differential Pair Routing und die MCAD Anbindung in CS auch 
enthalten.

Jürgen G. schrieb:
> Meine mich zu erinnern, dass beim Circuit Studio es irgend ein Problem
> mit den Libs gibt, wenn man sie dann im AD nutzen will.

Die Libs sind Problemlos zwischen CS und AD austauschbar.
(PR99 Libs kann man in CS einlesen und in CS/AD Libs umwandeln, 
umgekehrt geht es aber nicht... Man muss aber den Umweg über eine DDB 
gehen. Ich habe alle meine Libs einfach in eine DDB gepackt und dann die 
DDB als normales Projekt importiert)

Es war lange Zeit nicht möglich ein Board File von CS nach AD zu 
bekommen!

Marcus H. schrieb:
> Hardware*innenentwickelnder schrieb:
> ...
>> Projekte können später sogar
>> angeblich mit Altium Designer weitergeführt werden.
> ...
> Geht das mittlerweile? Als ich das letzte Mal mit dem CS Vertrieb
> gesprochen habe, ging das ausdrücklich und gewollt nicht

JAIN!
Projektdateien können immer noch nicht ausgetauscht werden. Das ist 
gesperrt. (Obwohl ich stark davon ausgehe das es das selbe Format ist 
und nur mit Flags gearbeitet wird)
Was aber jetzt laut offiziellen Tutorial wohl möglich ist, das ist der 
Austausch des Projektinhalts.
Das bedeutet, du musst in beiden Systemen ein eigenes Projekt neu 
anlegen, mit festlegen der Projekteinstellungen und was alles 
dazugehört.
Dann kannst du aber die zum Projekt gehördenen Elemente als 
Einzeldateien austauschen (Board, Schaltplan, Libs sowieso) und händisch 
in das andere Projekt einbinden. Musst bei Ausgabe in AD nur aufpassen 
das du das richtige Format ausgibst.

Das bedeutet also das es mitlerweile wohl möglich ist eine Arbeit mit AD 
zu Beginnen, dann mit CS weiterzumachen, und dann das ganze wieder in AD 
hereinzubringen. (Oder halt mit CS beginnen, mit AD weitermachen und 
zurück zu CS). Aber es geht halt nur mit Zusammenarbeit auf beiden 
Seiten.
Wenn man z.B. als Freiberuflicher Auftragnehmer eine Schaltung im AD 
Format abliefern soll kann man nicht einfach die Arbeit in CS machen und 
die Projektdaten dann Kommentarlos als Altiumdateien ausgeben.
Man muss dem Empfänger zumindest auf den Importweg hinweisen (und dieser 
muss mitspielen wollen) oder man braucht selbst kurz Zugang zu einer AD 
Version.

Ich habe DIES selbst noch nicht ausprobiert, müsste ich demnächst mal 
machen, aber wenn das wirklich so funktioniert dann ist Altium damit den 
Nutzern schon ein ganzes Stück entgegengekommen. Schließlich riskiert 
man mit zuviel an Austauschmöglichkeiten einschnitte beim Verkauf des 
"großen" Produktes.
Denn man darf ja nicht vergessen: CS kostet mit unter 500 Euro weniger 
als ein Zehntel einer aktuellen Altiumversion! Und das obwohl es ein 
vollwertiges ECAD Programm ist das schon mehr Funktionsumfang bietet als 
viele andere. Es fehlt halt nur die eine oder andere Altiumspezifische 
Komfortfunktion... Wer ein PC Mainboard oder ähnlich komplexes Routet 
wird da sicher das eine odere missen. Aber für "übliche" Dinge ist alles 
da.

Was vielleicht noch nennenswert ist, das ist das der Import von 
Protel-Dateien (als DDB!) schmerzfrei ist und man problemlos ohne 
Nacharbeit direkt weiterarbeiten kann wenn man möchte.
(Ich passe immer noch den Speicherort der Libs an, also ändere nach dem 
Import die Pfade so ab das wieder alle Projekte die selbe Lib nutzen. 
Beim Import bekommt jedes Projekt sonst seine eigenen Libs...)

Ein Feature das man kennen sollte, das ist wenn man im PR99 Projekt eine 
Lib hat die schon in PR99 öfter mal einen Absturz verursacht hat 
(Zugriffsfehler an... ;-) ) DIESER Fehler mit dieser Fehlermeldung wird 
für das orignale Protelfeeling auch 1-1 Mitimportiert.
Das hat mich erst einmal ordentlich (lautstark) zum Fluchen gebracht und 
echte  Kopfschmerzen verursacht bis ich dahintergekommen das bloss eine 
korrupte Lib (schon bei Protel im Projekt) dieses Problem verursacht!
Aber defekte Lib gegen eine ältere Sicherheitskopie ohne Fehler 
ausgetauscht -> Sofort keine Probleme mehr!

Gerhard O. schrieb:
> AD braucht bei mir trotz
> schnellen PC mindestens eine Minute zum starten.
DIESES Feature hat CS ebenfalls übernommen... :-(
Aber zum Glück startet man die Software ja nicht sooo Oft am Tag.

@TE
Also grundsätzlich würde ich sagen:
Wenn du gewillt bisst Privat die ~400Euro für eine CS Version 
auszugeben, dann könnte ich mir schon vorstellen das du nach einer 
gewissen Eingewöhnungszeit an die etwas andere UI als bei AD damit 
glücklich werden könntest.
Das für die UI relativ viel Platz "verbraucht" wird, das finde ich auch 
etwas unglücklich, aber jetzt auch nicht so trgisch. Wir haben ja keine 
14" Monitore mehr... Die eine odere Bedienfunktion unterscheidet sich 
zwar von AD, aber im großen und ganzen merkt man doch das es einfach nur 
von AD abgeleitet ist und das das dahinterstehende Konzept dasselbe ist.
Allerdings hat es auch dazu geführt das ich Anfangs gedacht habe die 
eine oder andre Funktion sei doch nicht möglich, bis ich bemerkt habe 
das nur der Zugriffspfad ein anderer ist.

Aber du hast ja die Testversion installiert und es muss auch nichts 
überstürzt werden, daher würde ich einfach mal wirklich versuchen ein 
Projekt damit durchzuziehen! Dann merkt man am ehesten ob es einem liegt 
oder nicht, ob was für einen selbst wesentliches fehlt oder nicht usw.

Jedoch muss ich aus meiner Sicht ganz klar sagen:
Wenn KiCad für dich nicht in Frage kommt und daher ausscheidet, dann 
wüsste ich kein ECAD System im Bereich unter 1000 Euro das nach den 
mittlerweile erfolgten Änderungen (Möglichkeiten und vor allem auch 
Preis!) auch nur halbwegs an die  Leistungsfähigkeit von CS rankommt!

Gruß
Carsten

Autor: Selbständiger Ingenieur (Gast)
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Sehr interessanter Faden. Ich mochte Protel auch immer gerne. Das war 
schon sehr früh sehr weit ausgebaut und von den Programmen, die ich 
damals beruflich genutzt habe, eigentlich das Beste. Die Integration von 
PLD-Entwicklung war easy und woanders so nirgends zu finden.

Den Umstieg auf Altium habe ich aber weitgehend verpasst, weil ich eine 
Weile kaum Layouts gemacht habe. Die meisten meiner aktuellen Kontakte 
arbeiten mit Mentor und Pulsonix. Letzteres ist zwar weit ausgebaut aber 
ohne es mit Altium zu vergleichen, würde ich sagen, dass es privat 
sicher nicht lohnt.

Habe mir schon überlegt, mir das zuzulegen aber die Preise sind mir für 
meine Zecke zu hoch und das Ersatzprogramm  Circuit Studio scheint mir 
nicht das Richtige.

Was mich am aktuellen Altium interessiert? In wieweit unterstützt es 
noch die Integration von PLDs / FPGAs? Laut Wiki ist das 2017 gefallen.

Welchen Vorteil bringt quantitativ die 64-Bit und die Unterstützung von 
Multicore-Prozessoren?

Ich nehme an, dass die Simulationen und Autorouter davon am Meisten 
profitieren?

Autor: Mehmet K. (mkmk)
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In einer Diskussion (liegt ein paar Jahre zurück) hatten einige Diptrace 
sehr lobend hervorgehoben.
Vielleicht waere dies eine Alternative für Dich. Persönlich habe ich 
damit aber noch nie gearbeitet.

https://diptrace.com
Die Preise sind gestaffelt und es gibt eine 30-Tage-Trial-Version.

Autor: Michael K. (mab)
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Hallo Carsten,

dein Beitrag in diesem Thread gehört mit zum Besten was ich in diesem 
Forum je gelesen habe.

Carsten S. schrieb:
> Es gab FÜR MICH/UNS lange Zeit ein absolutes NoGo, dann hatte Altium
> aber  doch ein einsehen. Lange Zeit war nur die Online Installation
> möglich. Das heisst es war nicht möglich Offline Installdateien zu
> bekommen.

Ist das jetzt auf CS gemünzt und/oder auf AD?

Gruß
Michael

Autor: Wühlhase (Gast)
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Selbständiger Ingenieur schrieb:
> Was mich am aktuellen Altium interessiert? In wieweit unterstützt es
> noch die Integration von PLDs / FPGAs? Laut Wiki ist das 2017 gefallen.
>
> Welchen Vorteil bringt quantitativ die 64-Bit und die Unterstützung von
> Multicore-Prozessoren?
>
> Ich nehme an, dass die Simulationen und Autorouter davon am Meisten
> profitieren?

Die FPGA-Unterstützung hatte, so weit ich das mitbekommen habe, eher 
etwas mit der Programmierung der FPGAs zu tun. Wenn du im Layout die 
Pins geändert hast, sollte Altium das automatisch in die 
VHDL-Konfiguration übernommen haben. Es wurde aber kaum genutzt, litt 
anscheinend auch unter Kompatibilitätsproblemen und ich weiß nicht, ob 
das mit allen FPGA-Entwicklungsumgebungen funktioniert hat. FPGAs kannst 
du jedenfalls auch ohne problemlos verbauen.

Die Mehrkernunterstützung sehe ich vor allem im Bereich DRC. Und 64 Bit 
kann halt mehr Speicher verwalten -> größere Designs können erstellt 
werden. Im Altiumforum haben sich öfter mal Leute beklagt, wenn Altium 
bei Projekten mit 10.0000 Bauteilen kapituliert hat.

Autor: Carsten S. (Gast)
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Hi Michael,
Danke für die Blumen;-)

Michael K. schrieb:
> Carsten S. schrieb:
> Es gab FÜR MICH/UNS lange Zeit ein absolutes NoGo, dann hatte Altium
> aber  doch ein einsehen. Lange Zeit war nur die Online Installation
> möglich. Das heisst es war nicht möglich Offline Installdateien zu
> bekommen.
>
> Ist das jetzt auf CS gemünzt und/oder auf AD?

Das war/ist auf CS bezogen gewesen!

Ja, ich habe, wie wohl fast alle, lange Zeit mit Altium  immer das 
Produkt Altium Designer gemeint. Und viele werden das immer noch synonym 
verwenden.
Jetzt wo man zwischen "Hersteller" und dessen Bekanntetem Produkt mit 
herstellernamen in der Bezeichnung unterscheiden muss eine gefährliche 
Quelle für Missverständnisse!

Gruß
Carsten

Autor: Michael K. (mab)
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Carsten S. schrieb:
> Das war/ist auf CS bezogen gewesen!

Hallo Carsten,
vielen Dank für die schnelle Antwort.
Schön wäre noch ein kleiner Hinweiss wie oder bei wem man die 
Offlineversion erhalten kann.
Die deutsche Vertretung unter altium.com hat sich jedenfalls für nicht 
zuständig erklärt.
Gekauft habe ich CS bei farnell, ist das der richtige Ansprechpartner?

Neben den von Dir angeführten Bedenken bzgl. Onlineinstallation kommt 
für mich noch das fehlende Vertrauen hinzu was bei der Installation 
alles so an Daten in die Welt geht.

Praktisch begründet ist mein Misstrauen durch eine Trial Installation 
des aktuellen AD.
Ich habe den AD auf einem frisch aufgesetzen PC mit Win10 installiert. 
Einziges Extra ausserhalb von MS war noch eine Firewall (GData).
In meiner Trialphase, so ca. 70 Stunden, habe ich in etwa 400 Versuche 
vom AD gezählt nach aussen Kontakt aufzunehmen. Ich habe diese generell 
zugelassen.
So eine Sehnsucht nach Hause oder wohin auch immer zu telefonieren ist 
mir noch nicht untergekommen.

Gruß
Michael

Autor: Carsten S. (dg3ycs)
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Hi,

Michael K. schrieb:
> Die deutsche Vertretung unter altium.com hat sich jedenfalls für nicht
> zuständig erklärt.
> Gekauft habe ich CS bei farnell, ist das der richtige Ansprechpartner?

Genau!
Vertrieb und Support von CS läuft exklusiv über Farnell.
Ist natürlich vom Umfang schon deutlich weniger "intensiv" als bei 
Altium selbst für den Designer, aber grundsätzlich funktioniert das 
schon...

Als erste Anlaufstelle ist, wie zwischenzeitlich bei vielen Programmen, 
ein Forum eingerichtet.  Für die Frage des "Offline-Installers" ist da 
z.b. dieser Beitrag zu finden.

https://www.element14.com/community/docs/DOC-88352/l/is-there-an-offline-installer-available-for-circuitstudio
(Die dort genannte Emailadresse ist auch die generelle Adresse für 
Email-Support. Darüber bekommst du dann die Infos wo und wie du die 
Offline Install Dateien laden kannst um die dann auf CD oder USB Stick 
zu kopieren und sicher archivieren)

Wenn man ernsthaft vor hat das Programm für seine Zwecke zu erproben und 
nicht einfach mal das Trial mitnehmen will um das Programm nur mal 
gesehen zu haben, dann ist es sowieso ganz lohnenswert einfach mal 
einenen NAchmittag durch das Forum zu blättern. Von so einige Dinge aus 
AD, von denen ich dachte das die in CS nicht verfügbar sind, habe ich 
auch erst durch Forenbeiträge erfahren das es die doch gibt und es nur 
etwas versteckter ist...

Und damit meine ich jetzt nur die "offiziellen" Funktionen, nicht die 
Dinge aus AD die normalerweise in CS NICHT verfügbar sind und an die man 
über Trick17 -wie vorheriges einlesen einer AD Datei bei der Feature 
verwendet wurde- dann doch plötzlich rankommt wie beispielsweise der 
Custom Panel Manager:
Youtube-Video "CircuitStudio - Panel Layout"


Michael K. schrieb:
> In meiner Trialphase, so ca. 70 Stunden, habe ich in etwa 400 Versuche
> vom AD gezählt nach aussen Kontakt aufzunehmen. Ich habe diese generell
> zugelassen.

Also fast 20 Versuche in einer Stunde ist echt heftig...
Auch wenn man zugute hält das häufiges "Nachhausetelefonieren" im 
Trial-Modus bei vielen HErstellern üblich ist.
Oder lag es vielleicht daran das bei dir die Cloud Funktionen (Altium 
Vault) für Librarys usw. oder andere Onlinefunktionen aktiv waren bzw. 
du gar Vault Komponenten genutzt hast? Das könnte dann ein "akzeptabler" 
Grund für die Häufigkeit sein. (Ist aber nur so ins blaue geraten...)

ICh habe diese Funktionen, egal ob CS oder AD, immer deaktiviert und 
z.b. ausschließlich mit lokalen Libs gearbeitet. Wenn ich denn doch 
einmal was aus dem Vault hole statt z.b. das Bauteil schnell selbst zu 
erstellen, dann logge ich mich nur kurz ein, hole mir einmal die Daten 
und schmeisse das in meine lokalen Libs. Danach wird wieder ausgeloggt.
IRgendwie kann ich mich mit "Standleitungen" nach aussen auf 
Entwicklungsrechnern auch nicht wirklich anfreunden.

Gruß
Carsten

P.S.: Ich frage mich aber immer noch ernsthaft welchen Stoff man rauchen 
muss um dieses Farbschema toll zu finden. Ich fühle mich da immer an die 
CGA Zeiten zurückerinnert.
Für die UI ist es ja schon so eine Sache, aber die dazu passenen 
Grundeinstellungen für die Layerfarben beim Boarddesign sind wirklich...
Aber zum Glück könnte man das von Hand umdefinieren und als eigenes 
Farbschema speichern. Wobei das für die meisten gar nicht nötig ist, 
denn gnädigerweise hat man die schon seit Protel üblichen 
Farbeinstellungen als Farbschema "Classic" bereits vordefiniert ;-)

Autor: Arc N. (arc)
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Hardware*innenentwickelnder schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Ich weiß, ich weiß; Pr99SE ist ein zwanzig Jahre altes CAD. Trotzdem hat
>> es noch viel auf dem Kasten.
>
> Glaube ich gerne, aber ist es das in 10 Jahren auf einem dann aktuellen
> BS auch noch?

Protel99 dürfte aufgrund des Alters auf Windows-Versionen laufen, die 
noch nicht nach Hause telefonieren müssen, um zu funktionieren und 
verglichen mit den heutigen auch sehr wenig Ressourcen brauchen -> 
Idealer Kandidat, um in eine kleine virtuelle Maschine gepackt zu 
werden.
Nur so als Anregung...

Autor: Hardware*innenentwickelnder (Gast)
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Carsten S. schrieb:
> Ich fühle mich da immer an die
> CGA Zeiten zurückerinnert.

Jaaa! Jetzt verstehe ich, warum die Oberfläche so einen irgendwie 
altmodischen, fast schon archaischen Touch hat. Lange ist es her, ich 
habe die Zeiten schon fast verdrängt; ich denke da so an Dos-Shell oder 
View-Max. Damals war Türkis total in Mode. Aber auch diese Zeit hatte 
etwas für sich.

Carsten S. schrieb:
> Grundeinstellungen für die Layerfarben beim Boarddesign sind wirklich...
> Aber zum Glück könnte man das von Hand umdefinieren und als eigenes
> Farbschema speichern.

Das mache ich sowieso immer als erstes.

Arc N. schrieb:
> Protel99 dürfte aufgrund des Alters auf Windows-Versionen laufen, die
> noch nicht nach Hause telefonieren müssen, um zu funktionieren und
> verglichen mit den heutigen auch sehr wenig Ressourcen brauchen ->
> Idealer Kandidat, um in eine kleine virtuelle Maschine gepackt zu
> werden.
> Nur so als Anregung...

Alles sehr bestechende Argumente. Ich bin überzeugt, dass die damalige 
Software in Sachen Zuverlässigkeit und Bedienerfreundlichkeit den 
modernen Programmen in nichts nachsteht. Nur bin ich einer der Anwender, 
die die modernen Hilfsmittel, wie z.B. eine flüssige 3D-Ansicht nicht 
mehr missen wollen. Es gab schon oft Situationen, wo man plötzlich 
merkt, dass man eine Kleinigkeit nicht beachtet hat, die womöglich dazu 
führt, dass eine Schaltung mit Gehäuseteilen kollidiert. Darüber hinaus 
sind viele Footprints oder Symbole (z.B. bei Digikey) direkt für AD 
erhältlich, was ein komplettes Neuzeichnen überflüssig macht. Etwas 
Nachbearbeitung ist normal, aber Anordnung der Pads und Pitch passen 
schonmal. Auch die Verwaltung von Bestückungsvarianten ist mir wichtig. 
Das ist übrigens seit AD18 ganz gründlich in die Hose gegangen. Da muss 
man im Project-Panel mit der rechten Maustaste auf das Projekt klicken, 
dann "Varianten" anklicken, das dann erscheinende Fenster schließen, 
erst dann kann man eine bereits erstellte Variante anzeigen lassen. Bis 
AD17 gab es dafür einen eigenen Button mit Pulldown-Menü. Das ist aber 
nicht das einzige. Bei der Oberfläche haben die Entwickler leider 
vollkommen versagt. Dummerweise wurden wir zur Umstellung auf AD19 
gezwungen.

Autor: Hardware*innenentwickelnder (Gast)
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Hardware*innenentwickelnder schrieb:
> Mich stört es ein wenig, dass es optisch wie MS Office aufgemacht ist
> und die Symbole unnötigen Platz auf dem Monitor verschwenden.

Habe gerade entdeckt, dass es dazu einen Button in der rechten oberen 
Ecke gibt, mit dem man die Symbole ausblenden kann. Also zwar nicht 
schön, aber halb so wild.

Autor: Björn G. (tueftler)
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Auch ich nutze CS in meinem Gewerbe, wie auch in meiner Anstellung.
Ich hatte damals mit Protel angefangen, bin dann über Eagle, Diptrace zu 
CircuitStudio gelangt.

Eagle hatten wir bis vor ca. 1,5Jahren die Version 4.16...
Dagegen ist CS ein Meilenstein und ich bin heilfroh mit dem Uralt-Eagle 
nicht weiter hantieren zu müssen.

Natürlich würde ich lieber den Designer nutzen, nur wenn die Chef-Etage 
die schon recht stattliche Summe für mehrere Entwickler nicht aufbringen 
möchte, muss man eben damit leben.

Ich finde CS eigentlich gar nicht so verkehrt.
Habe schon einige Layouts damit gemacht und bin ganz zufrieden - habe 
mich aber auch schon dran gewöhnt :)
Mein Kollege, der nun erst angefangen hat mit CS zu arbeiten und vorher 
kein Altium unter den Fingern hatte, sondern nur Eagle, fand es übelst 
schrecklich.
Man sollte für die Software definitiv Shortcuts mögen.

Habe schon eine Bugliste an Farnell gesandt, denke aber nicht dass diese 
sonderlich hohen Stellenwert in der Weiterentwicklung der Software hat.
Die Updates sehen schon recht spärlich aus, die da jedes Jahr mal rein 
purzeln.

Was ich sehr schade finde an CS gegenüber AD:
- Die nicht funktionierenden "Layer sets". Nach einem Reboot sind alle 
Einstellungen dahin, das nervt ungemein
- "Board outline clearence" nicht im DRC, da muß man nen Keepout aussen 
herum legen
- Grouping von Objekten ist nicht integriert
- "Create cutout from selected primitives" fehlt gänzlich und kann nur 
über nen Trick mit der Befehlszeile genutzt werden

Noch ein Wort zu Diptrace.
Von der Software war ich sehr angetan und hab auch viele Layouts darin 
erstellt.
Wenn Dir CS nicht gefällt, schau Dir DipTrace einmal etwas genauer an!

Bin sehr gespannt wie der Thread so weiter laufen wird.
Björn

Autor: Hardware*innenentwickelnder (Gast)
Datum:

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Bei Altium Designer muss ich auch den Layer Set in eine Datei 
exportieren. Sonst sind die Einstellungen beim Starten eines neuen 
Projektes nicht mehr da. Die Einstellungen werden offenbar standardmäßig 
im Project-File gespeichert. Circuit Studio ist von der Bedienung 
scheinbar eher wie Altium Designer 17, was die Arbeit an einigen Stellen 
angenehmer macht, als in AD18 und später. Im CS komme ich da dran, wenn 
ich mmit der rechten Maustaste auf die Layer-Leiste klicke und dann auf 
Layer Sets.

Autor: Björn G. (tueftler)
Datum:

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Björn G. schrieb:
> Nach einem Reboot sind alle Einstellungen dahin, das nervt ungemein*
Bei neuen Projekten könnte ich ja mit Leben...Es geschieht aber bei 
jedem Neustart des Programmes. Es werden nicht alle Selektionen der 
Layer gespeichert oder geladen. Ein paar behält er.

Autor: Björn G. (tueftler)
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Kann eigentlich jemand bestätigen, dass der ODB++ Export bei der 
aktuellen v1.5.2 nochmal mit den Viewern funktioniert?
Bisher kann zwar der Fertiger die Files öffnen und nutzen, wir jedoch 
suchen noch nach einem Tool welches nicht beim Laden abstürzt...

-> 
https://www.element14.com/community/thread/64921/l/odb-output-issues-with-circuitstudio?displayFullThread=true

Autor: Weltbester FPGA-Pongo (Gast)
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Was kann denn eigentlich die Testversion von Circuit Designer? Ich würde 
das gerne mal zum Einarbeiten nutzen, finde aber nirgends die 
Einschränkungen gelistet. Man muss sich erst registrieren und es 
runterladen.

Autor: Hardware*innenentwickelnder (Gast)
Datum:

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Die kann alles, was die Vollversion auch kann. Nur dass Du nach 30 Tagen 
nicht mehr damit arbeiten kannst.

Autor: Wühlhase (Gast)
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Da es hier ja auch um Anschaffungsfragen ging:
Den Altium Designer gibt es aktuell für <3.000 Tacken. Inkl. 15 Monaten 
Subscription anstatt der üblichen 12. Soweit ich das Angebot verstanden 
habe auch für Bestandskunden.

Autor: Mac G. (macgyver0815)
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Wühlhase schrieb:
> Soweit ich das Angebot verstanden
> habe auch für Bestandskunden.

Soweit ich das verstanden habe NUR für Bestandskunden / als Update.

Autor: Michael K. (mab)
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Wühlhase schrieb:
> Da es hier ja auch um Anschaffungsfragen ging:
> Den Altium Designer gibt es aktuell für <3.000 Tacken. Inkl. 15 Monaten
> Subscription anstatt der üblichen 12. Soweit ich das Angebot verstanden
> habe auch für Bestandskunden.

Das ist schlichtweg verkehrt.
Aktuell laufen 2 Angebote:

1. Upgrade to Altium Designer® 19 & Get 15 Months of Subscription for 
Just US$2,995 + Free Training. Das gilt halt für die welche bereits eine 
ältere AD Lizenz besitzen.

2. Trade In Trade Up, sozusagen für Umsteiger aus anderen Sytemen:
Save Up To 40% on Altium Designer® 19
With 15 Months of Subscription
Spannende Frage ist hier; 40% von was eigentlich?
Grundsätzlich ist hier der Preis 8.200,- + 1.600€. Davon 40% bleiben im 
Ergebnis dann 5.760,-€.

Oder einfacher: Nix ist mit 3.000 Tacken (früher auch Euro genannt).

Gruß

: Bearbeitet durch User
Autor: Wühlhase (Gast)
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Michael K. schrieb:
> Das ist schlichtweg verkehrt.

Nö, das ging schon um neue Lizenzen. Aber ja, nur für Bestandskunden, 
keine Neukunden, das hatte ich übersehen.

Autor: Michael K. (mab)
Datum:

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Wühlhase schrieb:
> Michael K. schrieb:
>> Das ist schlichtweg verkehrt.
>
> Nö, das ging schon um neue Lizenzen. Aber ja, nur für Bestandskunden,
> keine Neukunden, das hatte ich übersehen.

Das ist wieder nicht ganz richtig.
Man bekommt keine neue Lizenz.
Was man bekommt ist eine 'Auffrischung' einer bestehenden Lizenz.
Das Ganze ist wen man so will ein Angebot um Subscription Aussteiger 
zurück zu holen.

Was also gilt ist: Ursprünglicher Preis zzgl. 2995$ gleich Angebot.
Interessant wäre mal ein realistischer ehemaliger Preis. Hierzu bekommt 
man kaum eine seriöse Auskunft.
Wie die 2995$ umgerechnet werden wäre auch noch zu hinterfragen.

Ansonsten gelten aktuell die von mir genannten Preise.

Gruß

: Bearbeitet durch User
Autor: Michael K. (mab)
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Habe mir mittlerweile ein CS gekauft und installiert.

Nun ergeben sich Fragen bzgl. dem händischen Routingmöglichkeiten.

1. Eine LP mit sagen wir 8 parallel geführten Leiterbahnen, diese haben 
untereinander den Mindestabstand. Nun ergibt sich die Notwendigkeit eine 
weitere Leiterbahn, sagen wir zwischen die 4te und 5te LB zu verlegen.
Gibt es dafür im CS eine Automatik zur Verdrängung?

2. Wie 1. nur jetzt soll auch noch ein Via eingefügt werden, wird hier 
automatisch Platz geschaffen?

3. Geht Punkt 1 und 2 evtl. unter 'Push while dragging'? Falls ja sagt 
bereits das Datenblatt das es nicht geht.

Gruß

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