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Forum: Fahrzeugelektronik Ein - Ausschalt verzögerung im KFZ


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Autor: H. R. (funkfreund)
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Hallo an alle

Ich benötige ein wenig Hilfe.

Ich möchte in meinem Auto einen Verbraucher (welcher ist jetzt egal) 
Zeitverzögert ein und auch wieder ausschalten.

Um es etwas genauer zu beschreiben soll es so sein.

Wenn man die Zündung einschaltet so soll der Verbraucher nach z.B. 30 - 
60 Sekunden (z.B. über Poti einstellbar) sich einschalten. Und wenn man 
die Zündung wieder ausschaltet so soll der Verbraucher noch bis zu 
mehreren Stunden (ebenfalls am liebsten über ein Poti einstellbar) noch 
mit Energie versorgt werden und somit also weiterlaufen. Ich möchte 
allerdings auch die Möglichkeit haben diese Nachlaufzeit durch einen 
Taster zu jederzeit sofort zu beenden.

Ich habe schon nach Fertigen teilen die dieses machen als auch nach 
Bausätzen bzw. Schaltplänen gesucht nur habe ich nicht das gefunden was 
meiner oben beschriebenen Vorstellung entspricht.

Kennt jemand einen entsprechenden Artikel oder einen Bausatz der meinen 
Wünschen entspricht?

Danke schon mal im voraus für eure Unterstützung.

Autor: Rainer S. (enevile)
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https://www.conrad.de/de/p/conrad-components-115975-timer-bausatz-9-v-dc-12-v-dc-0-0084-s-19-5-h-115975.html

Ebay-Artikel Nr. 231968953075

Sowas?

H. R. schrieb:
> Ich möchte
> allerdings auch die Möglichkeit haben diese Nachlaufzeit durch einen
> Taster zu jederzeit sofort zu beenden.

Das realisierst du einfach indem du den Taster(als Normally Open) in 
Reihe zum Relais schaltest.

Ist es das was du suchst?

Autor: Michael B. (laberkopp)
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H. R. schrieb:
> Kennt jemand einen entsprechenden Artikel oder einen Bausatz der meinen
> Wünschen entspricht?

Im Auto wird alles etwas schwieriger.

Zieht die Schaltung dauernd 10mA, ist dein Akku nach 1 Woche leer.

Hält die Schaltung keine Überspannungsimpulse nach ISO16750 und LV124 
aus, geht sie ggf. kaputt.

Ein NE555 ist also sicher nicht geeignet. Für mehrere Stunden taugt er 
zudem wenig.

Ein uC braucht eine sauber abgeblockte Versorgungsspannung, die muss 
geregelt werden, und dieser Regler braucht dauernd Strom. Die einfache 
ISO/LV konforme Lösung mit Z-Diode und Vorwiderstand
Bordnetz--|>|--+--------+-Relais-+
          S1G  |        |        |
              1k        +--|<|---+
               |           S1G   |
               +----+----+ +5V   |
               |    |    |       |
             47uF ZD5V1 uC--1k--|< BF422/CPH3461
               |    |    |       |E/S
MAsse ---------+----+----+-------+ GND
reicht zwar für einen uC mit <1mA mittlerer Stromaufnahme, zieht aber 
dauernd 7mA aus dem Bordnetz, ist also UNGEEIGNET.

Autor: GenugIstGenug (Gast)
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Michael B. schrieb:
> H. R. schrieb:
>> Kennt jemand einen entsprechenden Artikel oder einen Bausatz der meinen
>> Wünschen entspricht?
>
> Im Auto wird alles etwas schwieriger.
>
> Zieht die Schaltung dauernd 10mA, ist dein Akku nach 1 Woche leer.
>
Hör auf, die Leute zu verarschen! In einer Woche wären das 1,68 Ah!
Nicht rechnen können, Panik verbreiten und die Leute von der Seite 
zulabern, das ist Alles, was Du kannst, Du Kasper!

Autor: soul e. (souleye)
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Früher gab es schöne Langzeit-Timer für Automotive-Anwendungen. Z.B. 
ZN1034E, TYA0298, U6046B. Damit hat man dann die Heckscheibenheizung 
nach 30 min ausgehen lassen.

Heute wird man sowas mit einem Microcontroller machen. Bei aktiver 
Zündung läuft der durch und macht die Interaktion mit dem Benutzer. Wenn 
KL15 aus ist geht er in einen cyclic sleep mode (STOP-Mode mit Wecken 
durch Timer alle Dutzend Millisekunden). Da wird er kurz wach, zählt 
intern seinen Nachlaufzähler hoch, schaltet ggf die Aktoren, und geht 
wieder schlafen. So bekommt man eine Stromaufnahme um die 100 µA 
(natürlich ohne die Lasten) hin.

Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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Was darfs denn kosten und wie genau sollen die Zeiten (vor allem die 
lange Ausschaltzeit) eingehalten werden? Wenn man das mit Potis aufbaut, 
wird das schnell ungenau.

Ich hab sowas ähnliches mal für einen Kumpel gebaut, vielleicht lässt 
sich das anpassen.

Was die Normen angeht: Scheiß drauf, wird sowieso niemals eine Zulassung 
erhalten. Sicherung an den Eingang damit nichts brennt, 
Verpolschutzdiode und Spannungsbegrenzung (im einfachsten Fall eine 20V 
Z-Diode) hinterher, 7805 oder was sparsameres dran, fertig.

Autor: soul e. (souleye)
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Ben B. schrieb:

> (...) 7805 oder was sparsameres dran, fertig.

Ein TLE7270 ist nur unwesentlich teurer. Dafür hält er nicht nur ohne 
Pfusch die Automotive-Pulse aus, sondern kommt bei geringer Belastung 
mit 30 µA Eigenstromverbrauch aus. Verpolschutz und Elko davor, 470 nF 
dahinter, fertig.

Autor: Ach Du grüne Neune (Gast)
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Wenn die Zündung unterbrochen wird, verbraucht die Schaltung nach Abfall 
des Relais überhaupt keinen Ruhestrom mehr. Ich gebe zu, unschön ist das 
langsame Abfallen des Relais.

Autor: H. R. (funkfreund)
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Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

Eine Schaltung die, wenn man sie nicht benötigt keine Energie Verbraucht 
ist sicherlich die beste Schaltung von daher ist so etwas natürlich zu 
bevorzugen.

@Rainer S

Wenn ich die Beschreibung dieser Bausätze richtig verstehe so muss man 
hier aktiv durch Tastendruck die Schaltung starten das ist nicht das was 
ich mir vorstelle.

@Ben B.

Klar ist das ein Poti sprich ein Widerstand je nach Temperatur den Wert 
ändert was aber unbedeutend ist da dieses alles nicht auf die Sekunde 
genau ablaufen muss. Die Ausschaltzeit kann auch einige Minuten kürzer 
oder länger sein das ist nicht weiter von Bedeutung.
Und ein Einstellen kann man mit einem Präzisionspotentiometer welches 
dann x-Gänge hat ja auch sehr erleichtern.

@Ach Du grüne Neune

Ich bin leider nicht einer der Schaltpläne unbedingt versteht eher das 
gegenteil. Somit entschuldige bitte wenn ich deine Schaltung wohl 
missverstehe.

Ich Verstehe die Schaltung so:

Wenn an den 10KOhm Widerstand eine Spannung angelegt wird, wird dann 
nicht der Transistor gleich durchgeschaltet und somit auch das Relais 
betätigt. Somit hätte man doch keine Zeitverzögerte Einschaltzeit. Oder 
doch?

Das durch den Elko das Ralais erst nach einiger Zeit abfällt ist ja gut 
da ich ja eine Nachlaufzeit haben möchte.

Sowohl die Ein- als auch die Ausschaltzeit kann man allerdings nicht 
einstellen.

Weiterhin gehe ich jetzt davon aus das der Elko es sowieso nicht 
schaffen würde das Relais mehrere Stunden angezogen zu halten. Oder man 
müsste den Elko um einiges Vergrößern.

Sehe ich dieses ungefähr richtig?


Nochmal Danke an alle.

Autor: Ach Du grüne Neune (Gast)
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Der 10k Widerstand sorgt dafür, dass der Kondensator erst nach ca. 30 
Sekunden die Schwellspannung an der Basis des Transistors erreicht hat 
(einschaltverzögert). Der 470k Widerstand sorgt für die 
Ausschaltverzögerung. Die Energie des Kondensator reicht für ca. 2 
Stunden um den hochverstärkenden Darlington-Transistor durchzusteuern.

Der 10k mit 1k Schutzwiderstand- und 470k mit 100k Schutzwiderstand in 
Reihe geschaltet können zum Verstellen auch als Potenziometer ausgelegt 
sein.

Autor: HildeK (Gast)
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H. R. schrieb:
> Wenn man die Zündung einschaltet so soll der Verbraucher nach z.B. 30 -
> 60 Sekunden (z.B. über Poti einstellbar) sich einschalten. Und wenn man
> die Zündung wieder ausschaltet so soll der Verbraucher noch bis zu
> mehreren Stunden (ebenfalls am liebsten über ein Poti einstellbar) noch
> mit Energie versorgt werden und somit also weiterlaufen. Ich möchte
> allerdings auch die Möglichkeit haben diese Nachlaufzeit durch einen
> Taster zu jederzeit sofort zu beenden.

Die 30s-60s sind ja noch Zeiten, die man analog gut beherrschen kann. 
Bei einer gewünschten Nachlaufzeit von mehreren Stunden jedoch würde ich 
diese Aufgabe einem kleinen Tiny zukommen lassen, das ist analog nicht 
mehr sauber lösbar:
- zwei Potis an zwei Analogeingängen zum Einstellen der Zeiten
- WD-Timer mit Tiefschlaf zur Zeitbestimmung (solange keine hoch 
präzisen Zeiten gefordert werden)
- Stopptaster ist kein Problem: z.B. Taster an Reset
- Start über KL15 mit Spannungsteiler und Filter gegen KFZ-Störungen
- Stopp und Tiefschlaf nach Ablauf der Zeit
- Mit der Auswahl eines Automotive-5V-Reglers mit geringstem Ruhestrom 
und mit den Maßnahmen gegen Verpolung und anderen Dreckeffekte im Auto 
kann die Schaltung dauerhaft an KL30 bleiben.

Fertige Bausätze kenne ich auch nicht, falls dein Problem im 
Zusammenhang mit KFZ häufiger vorkommt: versuche es mal in den 
einschlägigen Automobilforen.

Autor: Erich (Gast)
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Autor: H. R. (funkfreund)
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Danke „Ach Du grüne Neune“ das du mir dieses erklärt hast.
Hätte nicht gedacht das der Elko so lange noch Energie hat um eine 
Nachlaufzeit von mehreren Stunden zu erhalten.

Werde mir mal die Bauteile bestellen und dann mal ausprobieren ob diese 
Schaltung dann meinen Vorstellungen entspricht.

Wenn es doch nicht so ist wie ich es mir vorstelle dann muss ich weiter 
suchen. Die Kosten der teile sind ja sehr überschaubar. Das teuerste 
daran ist wohl das Relais.

Danke nochmal an alle.

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