9V - Block schaltet 12V Batterie (Arduino)

OP #5858490
Guten Abend Community,

ich möchte mit einem 9V-Block eine 12V Batterie schalten, welche einen 
Arduino Nano versorgt und natürlich die restlichen Komponenten. 
(Hauptsächlich geht es aber um das Schalten vom 12V Kreis)

Gedacht habe ich da an eine Schaltung mit Mosfets (P und N-Channel 
Mosfets).
Meine bisherige Schaltung habe ich als Datei Mal angehängt. (Ja, ich 
weiß ... Da fehlen noch Widerstände usw. usf.)

Wurde über den 9V - Block der Arduino gestartet, setzt dieser in der 
Setup-Routine den Pin zum Selbsthaltungs-Mosfet auf HIGH. Somit soll die 
Schaltung solange aktiv bleiben, bis der Arduino sein Programm 
abgearbeitet hat. ;) Wenn er fertig ist, dann wird er auf LOW gesetzt 
und der Arduino mit dem ganzen Rest ist ausgeschaltet.

Ist dass soweit schon Mal richtig? ... Würde mich über Hilfestellung und 
Ratschläge sehr freuen.

Wünsche euch noch einen schönen Abend!
Gruß Dennis

PS.: Wenn es nicht die richtige Forenabteilung ist, dann bitte 
verschieben.
Angehängte Dateien:
OP #5858618
HildeK schrieb:
> Wieso benötigst du einen 9V-Block, wenn du eh 12V zur Verfügung hast?
> Schau mal in "Projekte & Code" nach dem Transistortester.

Die Schaltung ist für einen Geocache, wo eine Rollerbatterie drin ist. 
Wenn keine Person da ist, dann soll sie auch nicht das System mit Strom 
versorgen.

Also kommt der Cacher mit einem 9V-Block, hält ihn an zwei Kontakte und 
das System startet.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5858630
Dennis B. schrieb:
> Gedacht habe ich da an eine Schaltung mit Mosfets (P und N-Channel
> Mosfets).
Und worauf basieren diese Gedanken?

Wie du leicht selber sehen kannst, leitet die Diode im "oberen 
P-Channnel FET" immer. Denn so ein Schaltplansymbol hat i.A. eine Logik, 
die heißt: der ("technische") Strom fließt von + nach -, und er fließt 
in Pfeilrichtung. Ergo kann der Strom von +12V durch die in 
Pfeilrichtung leitende Diode einfach durchfließen.
Lass den einfach weg und verwende ihn in einer anderen Schaltung...

Und der "P-Channel FET" wird irgendwie irgendwas tun, weil bei 
gesperrtem "unteren N-Channel" Transistor das Gate des "P-Channel FET" 
aufgrund von Leckströmen irgendwas tut. Dort müsste zwingend ein 
Widerstand zwischen das Gate des "P-Channel FET" und dessen Source.


BTW: du siehst am Rande, dass du die FET besser T1..3 benannt hättest, 
dann wäre der Text kürzer geworden und die Beschreibung griffiger. Denn 
dass das P- und N-Channel Transistoren sind, sieht man ja auch so auf 
Anhieb.

EDIT:
In deiner Schaltung könnte man (auch nach Einbau der nötigen Pullups) 
die Schaltung einfach mit einem Kurzschluss zwischen den beiden 9V-Polen 
der Batterieklemme starten.

Ich würde diesen "Fremdstart per 9V-Block" etwa so machen:
1
               P-Kanal
2
               S   D  
3
    12V o---o---. .----------------
4
            |   --- 
5
           47k  |
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            |   |
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            '---o
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               D'-|
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                  |
11
               S.-|----o------------o------|<-------------- µC
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                |      |            |
13
                |     47k           -
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                |      |            ^
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                o------'            |
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                |                   o +
17
                |                     9V-"Starterbatterie"
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                |                   o -
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                |                   |
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     GND o------o-------------------o---------------------- GND
OP #5858830
Lothar M. schrieb:
> Dennis B. schrieb:
>> Gedacht habe ich da an eine Schaltung mit Mosfets (P und N-Channel
>> Mosfets).
> Und worauf basieren diese Gedanken?
>
> Wie du leicht selber sehen kannst, leitet die Diode im "oberen
> P-Channnel FET" immer. Denn so ein Schaltplansymbol hat i.A. eine Logik,
> die heißt: der ("technische") Strom fließt von + nach -, und er fließt
> in Peilrichtung. Ergo kann der Strom von +12V durch die in Peilrichtung
> leitende Diode einfach durchfließen.
> Lass den einfach weg und verwende ihn in einer anderen Schaltung...
>
> Und der "P-Channel FET" wird irgendwie irgendwas tun, weil bei
> gesperrtem "unteren N-Channel" Transistor das Gate des "P-Channel FET"
> aufgrund von Leckströmen irgendwas tut. Dort müsste zwingend ein
> Widerstand zwischen das Gate des "P-Channel FET" und dessen Source.
>
>
> BTW: du siehst am Rande, dass du die FET besser T1..3 benannt hättest,
> dann wäre der Text kürzer geworden und die Beschreibung griffiger. Denn
> dass das P- und N-Channel Transistoren sind, sieht man ja auch so auf
> Anhieb.
>
> EDIT:
> In deiner Schaltung könnte man (auch nach Einbau der nötigen Pullups)
> die Schaltung einfach mit einem Kurzschluss zwischen den beiden 9V-Polen
> der Batterieklemme starten.
>
> Ich würde diesen "Fremdstart per 9V-Block" etwa so machen:
>
1
>                P-Kanal
2
>                S   D
3
>     12V o---o---. .----------------
4
>             |   ---
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>            47k  |
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>             |   |
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>                 |
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>                D'-|
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>                   |
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>                S.-|----o------------o------|<-------------- µC
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>                 |      |            ^
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>                 o------'            |
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>                 |                   o +
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>                 |                     9V-"Starterbatterie"
18
>                 |                   o -
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>                 |                   |
20
>      GND o------o-------------------o---------------------- GND
21
>

Deine Schaltung, die Du da gezeichnet hast, sieht gut aus. Probiere ich 
Mal nachher auf'm Steckbrett aufzubauen.

Ich hätte dazu aber noch eine Frage und zwar, sollte man noch bei den 
Kontakten der 9V-"Starterbatterei" eine Diode parallel schalten als 
Verpolungsschutz.

Also in etwa so:
1
                P-Kanal
2
                S   D
3
     12V o---o---. .----------------
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             |   ---
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                D'-|
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                 |      |            ^
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                 o------'            |
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                 |               ----o +
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                 |               -     9V-"Starterbatterie"
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                 |               |---o -
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22
      GND o------o-------------------o---------------------- GND

Korrigiere mich bitte, wenn ich was falsch gezeichnet habe.

Oder hast Du bei deiner Zeichnung schon ein Verpolungsschutz mit 
eingezeichnet?
#5858838
Dennis B. schrieb:
> Gedacht habe ich da an eine Schaltung mit Mosfets (P und N-Channel
> Mosfets).

Unnötig kompliziert.
Einfach beide Spannungsquellen über Dioden anschließen! So wird auch 
noch ein Pin gespart und ein paar Codezeilen.
Wenn 12V-Quelle außer Betrieb, wird 9V-Batterie arbeiten. Sonst wird 
12V-Quelle in EInsatz.
OP #5858845
Maxim B. schrieb:
> Unnötig kompliziert.
> Einfach beide Spannungsquellen über Dioden anschließen! So wird auch
> noch ein Pin gespart und ein paar Codezeilen.
> Wenn 12V-Quelle außer Betrieb, wird 9V-Batterie arbeiten. Sonst wird
> 12V-Quelle in EInsatz.

Läuft die ganze Sache über die 9V-Batterie (12V Quelle nicht mehr 
funktionstüchtig), dann funktioniert die Schaltung nicht mehr. Da das 
Magnetschloss im Schaltmoment zu viel Strom frisst und der 9V-Block dass 
nicht liefert.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5858863
Dennis B. schrieb:
> eine Diode parallel schalten als Verpolungsschutz.
Damit machst du aus der Batterie einen Taschenwärmer. Wie zuvor: der 
Strom wird von + nach - fließen und findet mit deiner 
"Verpolschutzdiode" einen Weg, der quasi einen Kurzschluss darstellt...

Dennis B. schrieb:
> Lothar M. schrieb:
>> Stellt dir mal in meiner Schaltung eine verpolte Batterie vor. Kann dann
>> Strom in Pfeilrichtung von + nach - durch die Diode fließen? Oder sperrt
>> die dann?
> Ich stehe gerade ein wenig auf'm Schlauch! ... Hilf mir Mal auf die
> Sprünge, bitte.
Wie gesagt (Wiederholung bringts...): Strom fließt von + nach - in 
Pfeilrichtung durch den Diodenpfeil.
Jetzt ert nochmal in Ruhe drüber nachdenken.....

Und dann kommt das raus, wenn ich den unnötigen Rest weglasse:
Fall 1:
1
                    ---o------------o----
2
                       |            |
3
                |     47k           -
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                |      |            ^
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                o------'            |
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                |                   o +
7
                |                     9V-"Starterbatterie"
8
                |                   o -
9
                |                   |
10
     GND o------o-------------------o----

Fall 2:
1
                    ---o------------o----
2
                       |            |
3
                |     47k           -
4
                |      |            ^
5
                o------'            |
6
                |                   o -
7
                |                     9V-"Starterbatterie"
8
                |                   o +
9
                |                   |
10
     GND o------o-------------------o----
In welchem der beiden Fälle kann Strom vom Pluspol der Batterie durch 
die Diode über den Widerstand zurück zum Minuspol der Batterie fließen?

Und wieviel Spannung fällt gemäß U=R*I an einem Widerstand ab, wenn kein 
Strom durch ihn fließt?
OP #5858879
Lothar M. schrieb:
> In welchem der beiden Fälle kann Strom vom Pluspol der Batterie durch
> die Diode über den Widerstand zurück zum Minuspol der Batterie fließen?
>
> Und wieviel Spannung fällt gemäß U=R*I an einem Widerstand ab, wenn kein
> Strom durch ihn fließt?

Zur ersten Frage: Ich würde auf Fall 1 tippen.
Zur zweiten Frage: Wenn man es gemäß U=R*I berechnet kommt 0 raus, also 
gar keine.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5858891
Dennis B. schrieb:
> Wenn man es gemäß U=R*I berechnet kommt 0 raus, also gar keine.
Ergo fließt also im zweiten (Verpolungs-)Fall kein Strom (das ist gut 
für die Batterie) und es fällt keine Spannung am Widerstand ab, womit 
der daran mit S und G angeschlossene FET eine Ugs von 0V hat und deshalb 
auch nicht leitet. Glückwunsch, das wars.
Gast #5858950
Dennis B. schrieb:
> Also kommt der Cacher mit einem 9V-Block, hält ihn an zwei Kontakte und
> das System startet.

Ja gut, ein Dritter ohne Batterie in der Tasche kann nichts machen.
Ansonsten: wenn das kein Thema wäre: ein Drahtbügel würde mit einer 
etwas anderen Schaltung auch reichen. Es fließt auch da kein Strom im 
Ruhezustand.

Dennis B. schrieb:
> Zur ersten Frage: Ich würde auf Fall 1 tippen.
> Zur zweiten Frage: Wenn man es gemäß U=R*I berechnet kommt 0 raus, also
> gar keine.

Das war richtig.
Man könnte auch etwas mehr Aufwand treiben: die Batterie über einen 
Brückengleichrichter anschließen. Dann wäre es egal, wie sie 
angeschlossen würde.
1
                    ---o-----o------
2
                       |     |
3
                |     47k    |
4
                |      |     '-+-+
5
                o------'       A A
6
                |              | +---o +
7
                |              +-)-- o 9V-"Starterbatterie"
8
                |              A A     -
9
                |            .-+-+  
10
     GND o------o------------o------
11
(created by AACircuit v1.28.6 beta 04/19/05 www.tech-chat.de)
OP #5858959
HildeK schrieb:
> Ja gut, ein Dritter ohne Batterie in der Tasche kann nichts machen.
Steht halt explizit da, dass man ohne einen 9V-Block, den Cache nicht 
machen kann.

> Man könnte auch etwas mehr Aufwand treiben: die Batterie über einen
> Brückengleichrichter anschließen. Dann wäre es egal, wie sie
> angeschlossen würde.

Wäre auch eine Überlegung wert, aber ich probiere es erstmal mit der 
Schaltung von Lothar.

Trotzdem schon Mal Danke.
OP #5858987
Lothar M. schrieb:
> EDIT:
> In deiner Schaltung könnte man (auch nach Einbau der nötigen Pullups)
> die Schaltung einfach mit einem Kurzschluss zwischen den beiden 9V-Polen
> der Batterieklemme starten.

Eine Frage zu deiner Schaltung fällt mir noch ein zu deiner Schaltung.

Was hast Du jetzt verwendet? MOSFET oder einen ganz normalen Transistor?
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5859022
Dennis B. schrieb:
> MOSFET oder einen ganz normalen Transistor?
Was bedeutet D und S? Gibts das bei einem bipolaren Transistor?

BTW: du solltest zumindest für den N-Kanal-FET einen aus der Liga 
"Logic-Level-FET" nehmen.

BTW2: du solltest eine jede Schaltung, die du nachbaust, tatsächlich 
selber verstanden haben. Das erleichtert die Fehlersuche ungemein.
OP #5859028
Lothar M. schrieb:
> Was bedeutet D und S? Gibts das bei einem bipolaren Transistor?
Gibt es nicht! Da gibt es Collector, Basis und Emitter.

> BTW: du solltest zumindest für den N-Kanal-FET einen aus der Liga
> "Logic-Level-FET" nehmen.
Ja, da nehme ich den IRLZ34N.

Und welchen würdest Du für den P-Kanal-FET empfehlen?

> BTW2: du solltest eine jede Schaltung, die du nachbaust, tatsächlich
> selber verstanden haben. Das erleichtert die Fehlersuche ungemein.
Dass tue ich gerade.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5859052
Dennis B. schrieb:
> Und welchen würdest Du für den P-Kanal-FET empfehlen?
Einen, der die vorgesehene Spannung und den nötigen Strom aushält und 
jeweils mindestens um den Faktor 2 zu "groß" ist. Nimm also einen mit 
mindestens 30V und 500mA:
https://www.mouser.de/Semiconductors/Discrete-Semiconductors/Transistors/MOSFET/_/N-ax1sf?P=1yasxv8Z1z0y3dt

Und Ugs sollte 20V sein, sonst musst du noch einen Spannungsteiler für 
diesen Transistor vorsehen.

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