Mir ist grad langweilig, deshalb eine Anekdote.
Ein Azubi musste bei uns mal alte Knopfzellen durchmessen (überlagert)
und die guten von den schlechten trennen. Das waren gut 1000 Stück
CR2032er.
Der arme hat dann die guten Zellen schön säuberlich zu einem "liegendem
Türmchen" aufgebaut. Also wie man so Geldstücke zusammenrollt halt. Es
ist schon erstaunlich, wie flach die Dinger sind. Da kommen Ruck Zuck
100 Stück zusammen.....
Das ist ungefähr von gleich bedeutungsvoller Wichtigkeit wie die Frage,
welches Schmiermittel zur Schmierung der Erdachse das Richtige sei oder
ob zur CO2-Einsparung die Sonne endlich mal auf LED-Licht umgebaut
werden kann.
Sicherlich ist Dein Azubi später Meister geworden, nachdem er die
Aufgabe zur Gewinnmaximierung des Unternehmens erledigt hat.
MfG
Ich denke die Pointe ist dass er eine gewischt bekommen hat, bei paar
Hundert Volt Gleichstrom kein Pappenstiel. Die Frage ist ob man das
glauben soll oder ob es phantasiert wurde.
Achwas, ich hatte früher als Kind hinten mehrmals an die vier Buchsen
für den UKW-Vorsatz am Philips-Zweikreiser (wenn ich mal das Digitalfoto
wieder finde, mache ichs mal rein) gefasst und dort die Anodenspannung
abbekommen. Das tut mal weh, aber wenn man die Hand wegziehen kann,
macht das nichts. Ich habe das sogar wohlwissend wiederholt...
Ich wurde darüber von den Eltern nicht aufgeklärt und im Auto ohne
Kindersitz gefahren und bin ohne Helm Fahrrad gefahren. Was für eine
Welt war das früher?
MfG
Superprofi schrieb:> Ein Azubi musste bei uns mal alte Knopfzellen durchmessen (überlagert)> und die guten von den schlechten trennen. Das waren gut 1000 Stück> CR2032er.>
... und die wurden genau wie gelagert?
Superprofi schrieb:> Sowas traut man den kleinen Dingern einfach nicht zu.
Naja bei 100 Stück auf einem Stapel würde ich dann doch ins Grübeln
kommen. Viel interessanter finde ich eigentlich, dass schon eine davon
ausreichend ist um nennenswert Gewebe kaputt-zu-elektrolysieren.
Christian S. schrieb:> Hauptsache der Azubi hat dabei etwas gelernt für sein ganzes Leben.
Wahrscheinlich, dass es seeeeeehr lange dauert, bis man 100 von diesen
Dingern übereinander gestapelt hat; bzw. dass das fast nicht möglich
ist.
Und dann könnte er noch gelernt haben, dass es Chefs gibt, die sich
solche stundenlangen Spielereien nicht lange ankucken...
Außerdem frage ich mich: wie hat er es schaffen können, diesen Stapel
oben und unten gleichzeitig zu berühren, ohne dass er (der Stapel)
zammabricht?
Hi richtig lesen, er hat sie gelegt. Aber trotzdem ist dieser Beitrag
Blödsinn. Ich hab auch Mal einen Azubi eimerweise Spannungsabfall zur
Entsorgung tragen lassen. Zum Thema, eine Knopfzelle liegt im Preis von
Cents. Also wird kein Chef jemanden damit beschäftigen, diese aus der
Verpackung zu nehmen, nachmessen zu lassen und nach dem Motto die Guten
ins Körbchen, die schlechten in die Tonne zu sortieren. Dabei ist immer
noch nicht sichergestellt, wie lange die als Gut gefundenen gut bleiben.
Also, der Beitrag entstand vermutlich aus Langeweile oder ist ein
verspäteter Aprilscherz.
Gruß oldmax
Also so abwegig ist es nicht. In unserer Lehrzeit wurde.Viel zeit auf
Sinnlosbeschäftigunug ganzer Lehrklassen verschwendet, so zum Beispiel
auf das Anfertigen handschriftlicher Kopien von handschriftlichen
Vorlagen ganzer Vorschriftensammlungen. Dabei lernt man nichts. weil
man viel zu viel schreiben musste, um den Inhalt zu durchdringen.
odergar zu erlernen. Der Knaller, es wurde die Form der Kopien bewerte
und nicht das erlernte anwendugsbereite Wissen. Ich hoffe doch sehr dass
das heute ausbleibt.
Namaste
Technisch gesehen stimmt's, einer meiner Kollegen musste nach dem
Lötprozess die Zellen einsetzen, der Kunde hat einzelverpackte
Retail-Zellen beigestellt.
Also flugs alle aus dem Blister gedrückt, gestapelt und so 25er "Haufen"
gemacht, die man leicht zählen kann.
Dann von oben mit 3 Fingern den Turm umfassen um den dann flip-flip-flip
auf die lang ausgelegten Platinen zu verteilen und mit der anderen Hand
einzuklipsen. So war der Plan.
Bis zum anfassen hat's auch mit dem Plan geklappt. Sehr unangenehm den
Kram rundum wieder einzusammeln, nachdem die "heiß!1!!11" waren.
Übrigens: die erste Zelle bleibt unberücksichtigt, aber der Rand der
zweituntersten ist der eine Pol am Finger, der Deckel der obersten in
der Handfläche der andere.
Winfried J. schrieb:> Also so abwegig ist es nicht. In unserer Lehrzeit wurde.Viel zeit auf> Sinnlosbeschäftigunug ganzer Lehrklassen verschwendet, so zum Beispiel> auf das Anfertigen handschriftlicher Kopien von handschriftlichen> Vorlagen ganzer Vorschriftensammlungen. Dabei lernt man nichts. weil> man viel zu viel schreiben musste, um den Inhalt zu durchdringen.
Der Weg vom lesenden Auge zur schreibenden Hand geht durch das Gehirn.
Das Austeilen von Kopien hat weniger Lerneffekt.
Andreas M. schrieb:> Winfried J. schrieb:>> Also so abwegig ist es nicht. In unserer Lehrzeit wurde.Viel zeit auf>> Sinnlosbeschäftigunug ganzer Lehrklassen verschwendet, so zum Beispiel>> auf das Anfertigen handschriftlicher Kopien von handschriftlichen>> Vorlagen ganzer Vorschriftensammlungen. Dabei lernt man nichts. weil>> man viel zu viel schreiben musste, um den Inhalt zu durchdringen.>> Der Weg vom lesenden Auge zur schreibenden Hand geht durch das Gehirn.> Das Austeilen von Kopien hat weniger Lerneffekt.
Ich halte es für nahe liegend, dass hier der Sinn der Übung nicht
verstanden wurde: Wenn die äußere Form beanstandet wurde, dann spricht
das dafür, dass die Gestaltung technischer Dokumentation eingeübt werden
sollte.
Superprofi schrieb:> 1000 Stück
3,2m
Superprofi schrieb:> Da kommen Ruck Zuck> 100 Stück zusammen.....
32cm wollte er gerollt in die Hosentasche stecken?
Ein Schelm der böses dabei denkt!
Andreas M. schrieb:> Wie lernt man das Gestalten beim 1:1-Duplizieren?> Es ging um Inhalte und nicht um die Form.>
Lies den Beitrag von Winne nochmal.
> Designer hat die Welt schon genug.
Das ist durchaus möglich, aber wer von denen beherrscht sein Metier?
Winnes Azubis scheinen versagt zu haben ...
Also ich glaube nicht, daß an der Geschichte was Wahres dran ist. Außer,
daß man sich mit jedem kleinen Ding in ausreichend großen Mengen
umbringen kann.
Kann mich noch dran erinnern, bei einer 3kVA USV mit 96Vdc
Batteispannung die 12V Blei-Gel-Akkus im Erweiterungspack tauschen. 16
Stück, 2x 8 Stück in Reihe. Muß dieses Kabel wirklich da dran oder ist
gleich der Flachstecker weg...? Sehr doof, daß man sowas nicht
abschalten kann.
Andreas M. schrieb:> Sicherlich sollte das alles sauber abgeschrieben werden> und nicht einfach hingekleckst.> Kalligrafie war aber sicher nicht gefordert.
Natürlich nicht, aber eben nicht nur textgleich abgeschrieben, sondern
angemessen gestaltet. Und das scheint nicht zur allgemeinen
Zufriedenheit geklappt zu haben.
Mehr wissen wir beide nicht darüber.
Andreas M. schrieb:> Sicherlich sollte das alles sauber abgeschrieben werden...> Kalligrafie und neues Design war aber sicher nicht gefordert.
Exakt das. Wir haben wochenlang zu 30 Abschrift um wortgenaue
Abschriften fertigen müssen ohne das nur einmal der Inhalt diskutiert
oder geprüft wurde. reine Beschäftigung ohne kreativen Spielraum dafür
mit Fleißkontrolle zur Produktion und Selektion von humanuiden Robotern
a ka Fachidioten.
Namaste
Winfried J. schrieb:> Andreas M. schrieb:>> Sicherlich sollte das alles sauber abgeschrieben werden...>> Kalligrafie und neues Design war aber sicher nicht gefordert.>> Exakt das. Wir haben wochenlang zu 30 Abschrift um wortgenaue> Abschriften fertigen müssen ohne das nur einmal der Inhalt diskutiert> oder geprüft wurde. reine Beschäftigung ohne kreativen Spielraum dafür> mit Fleißkontrolle zur Produktion und Selektion von humanuiden Robotern> a ka Fachidioten.> NamastePercy N. schrieb:>> Ich halte es für nahe liegend, dass hier der Sinn der Übung nicht> verstanden wurde: Wenn die äußere Form beanstandet wurde, dann spricht> das dafür, dass die Gestaltung technischer Dokumentation eingeübt werden> sollte.
Ich lese Winnes Beitrag als Bestätigung.
Percy N. schrieb:> Percy N. schrieb:>> Ich halte es für nahe liegend, dass hier der Sinn der Übung nicht>> verstanden wurde: Wenn die äußere Form beanstandet wurde, dann spricht>> das dafür, dass die Gestaltung technischer Dokumentation eingeübt werden>> sollte.>> Ich lese Winnes Beitrag als Bestätigung.
Nein, nicht Mal das. Es ging um nichts weiter, als Beschäftigung und das
Anfertigen der privaten Kopien. Da die Ausgabe der selben oder der
käufliche Erwerb nicht kontigentiert war und das Kopieren und der Zugang
zu Kopiergeräten in der DDR streng reguliert war.
Winfried J. schrieb:>> Nein, nicht Mal das. Es ging um nichts weiter, als Beschäftigung und das> Anfertigen der privaten Kopien. Da die Ausgabe der selben oder der> käufliche Erwerb nicht kontigentiert war und das Kopieren und der Zugang> zu Kopiergeräten in der DDR streng reguliert war.
Könntest Du Dir vorstellen, dass man seitens des Ausbildungsbetriebes
der Meinung war, so einem Azubi könnte es nicht schaden, zu lernen, wie
technische Dokumentationen gestaltet zu sein haben?
(Bei AVR kannst Du das Gegenteil beobachten: Da verzapfen junge
Skandinavier äußerlich ansprechende Docs in einem Idiom, das sie
weitgehend erfolgreich als Englisch ausgeben. Geht auch so und kostet
weniger ...)
Percy N. schrieb:> Wer diese Story das nächste Mal auftischt, der sollte vielleicht auf> Zink-Luft-Zellen umstellen ...>> ;-)
Lösen die sich nicht irgendwann in Luft auf?
Percy N. schrieb:> Könntest Du Dir vorstellen, dass man seitens des Ausbildungsbetriebes> der Meinung war, so einem Azubi könnte es nicht schaden, zu lernen, wie> technische Dokumentationen gestaltet zu sein haben?
Nein, denn das gehörte damals weder zum Ausbildungsinhalt eines
Facharbeiters noch hätte es etwas gebracht, noch nicht mal als Beispiel,
denn es war und wäre mit keinerlei Eigenleistung verbunden.
Es ging ums nackte Kopieren.
Anders als später im Studium wo Analyse, Bewertung und kreative
Problemlösung auf der Basis erlernter Methoden durchaus gefragt waren.
Da ich beide Prozesse durchlief sehe ich mich durchaus in der Lage die
Leistung der unterschiedlichen Lehrköper und deren einzelner Elemente
aka Lehrenden von den Leerenden zu differenzieren. Was die Einen
einfüllten verschütteten die Anderen. Der Lernende war für beide nicht
mehr als ein Gefäß, weshalb im Ergebnis zielgerichtet Stillstand erzeugt
wurde.
Namaste
Winfried J. schrieb:> Nein, denn das gehörte damals weder zum Ausbildungsinhalt eines> Facharbeiters noch hätte es etwas gebracht, noch nicht mal als Beispiel,> denn es war und wäre mit keinerlei Eigenleistung verbunden.> Es ging ums nackte Kopieren.>
Ok, jetzt ist es klar.
Aber welcher Laden verschwendet denn n*30 Mannstunden, für das
Totschlagen von Zeit? Gab es da überhaupt nichts zu reparieren oder
aufzuräumen oder so? Selbst eine kleine Inventur hätte nützlich sein
können ...
Aber eins steht fest: phantasielose Ausbilder sind volkswirtschaftlich
schädlich, egal, in welchem Beruf. Heute haben gerade die guten es aber
auch nicht eben leicht.
Percy N. schrieb:> Aber eins steht fest: phantasielose Ausbilder sind volkswirtschaftlich> schädlich, egal, in welchem Beruf.
exakt
> Heute haben gerade die guten es aber auch nicht eben leicht.
Ja, aber das liegt im vorangegangen Missmanegment.
> Aber welcher Laden verschwendet denn n*30 Mannstunden, für das> Totschlagen von Zeit?
VEB Energiekombinat Berlin (1977-79)
Namaste
Andreas M. schrieb:> Der Weg vom lesenden Auge zur schreibenden Hand geht durch das Gehirn.> Das Austeilen von Kopien hat weniger Lerneffekt.
Aber nur bei Menschen mit eidetischem Gedächtnis. Ich hingegen benötige
die Zusammenhänge zu durchdringen, wohingegen mich die mechanische
Kopierarbeit am Lernen hindert, da ich nicht unterbewusst lernen kann,
sondern bewusst lernen muss und will. Das ist noch heute so. Dafür
vergesse ich das so gelernte nicht, anders als das unterbewusst
Erlernte, welches ich vergesse sobald ich es nicht mehr regelmäßig
benötige.
Namaste
Superprofi schrieb:> Mir ist grad langweilig, deshalb eine Anekdote.
Hallo Superprofi
Der Freitag war gerade vorbei, und Du konntest nicht mehr als
Freitagstroll auftreten ?!
Deine, Dir zahlendende Firma arbeitet nicht nach 9001?!
Auf jeden Fall gab es keine Gefahrensanalyse.
Allen anderen, die darauf geantwortet haben, sage ich ... Thema vefehlt,
5 - setzen.
Gruss As
Sinnlos Beschäftigungen gibt es durchaus, wir mussten nach
Versuchsaufbauten auf Lochraster (teilweise ganze Europlatinen eng
bestückt) alle Bauteile und Drähte auslöten, Augen vom Lötzinn befreien
und mit Sandpapier abschleifen.
Ich erinnere mich an meinen letzten Tag in der Ausbildung nach allen
Prüfungen wo es nur ums warten auf das Zeugnis ging. Ich habe händisch
2000 Briefe einkuvertiert und frankiert...
Christian S. schrieb:> Achwas, ich hatte früher als Kind hinten mehrmals an die vier Buchsen> für den UKW-Vorsatz am Philips-Zweikreiser (wenn ich mal das Digitalfoto> wieder finde, mache ichs mal rein) gefasst und dort die Anodenspannung> abbekommen.
Merkt man dir heute ja fast nicht mehr an...