Forum: HF, Funk und Felder LoRaWAN Antenne


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von Mike M. (mike_m383)


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Hi,

ich versuche gerade ein wenig, in das Thema LoRaWAN einzusteigen. Großes 
Mysterium hier für mich: die Antenne.

Das LoRaWAN-Modul von 
https://www.exp-tech.de/module/wireless/funk/8022/seeed-studio-grove-lora-radio-868-mhz-rfm95 
beispielsweise kommt mit einem MHF-Antennenanschluß auf der Board selber 
- und einem hundsgewöhnlichen Lötanschluß für einen windigen Draht, den 
man statt dessen auch als Antenne verwenden kann.

Was ich mich da jetzt frage: ist die Antenne bei LoRaWAN-Anwendungen 
wirklich so dermaßen unkritisch? Und damit auch die Leiterbahnführung 
der Antenne auf dem Board?

Und wenn nein: macht eine ungeeignete Leiterbahnführung auf einen 
Antennenanschluss (so wie bei dem Modul sogar mit vorgelagertem Lötpin) 
nicht mehr kaputt, als was eine auf diesen Anschluss geklemmte 
"richtige" Antenne wieder rausreißen könnte?

Danke schon mal :-)

: Verschoben durch Moderator
von Hans K. Punkt (Gast)


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Nach meiner Erfahrung kann man bei LoRaWAN mit guten Antennen viel 
rausholen, bekommt aber auch mit Drahtantennen schon brauchbare 
Reichweiten hin. Oft haben die Nodes wirklich nur sehr einfache Antennen 
und die Gateways erhalten hochwertige Antennen

von Anno (Gast)


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Ich habe mich für das Gamma-Modul entschieden
https://media.digikey.com/pdf/Data%20Sheets/RF%20Solutions%20PDFs/GAMMA.pdf, 
das auch auf 868MHz funkt.
Das hat einen "richtigen" Antennenanschluss.

>> Was ich mich da jetzt frage: ist die Antenne bei LoRaWAN-Anwendungen
wirklich so dermaßen unkritisch?

Eigentlich nicht. Die Abstrahlung ist dann womöglich "unterirdisch".
Also wenn Draht, dann braucht es eine Anleitung wie lange, wieviel 
Windungen und welcher Durchmesser.

Ich würde aber den MHF-Antennenanschluß verwenden und eine zur Frequenz 
passende Antenne anschließen. Die hat noch einen kleinen Antennengewinn.

von Hans (Gast)


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Mike M. schrieb:
> Was ich mich da jetzt frage: ist die Antenne bei LoRaWAN-Anwendungen
> wirklich so dermaßen unkritisch? Und damit auch die Leiterbahnführung
> der Antenne auf dem Board?

Naja, aus eigener Erfahrung kann ich folgendes berichten:
    Reichweite Chip-Antenne 100m
    Reichweite Helix: 500m

Es macht also sehr wohl einen großen Unterschied welche Antenne du an 
der Node verwendest. Die Physik ist erbarmunglos...

Der Gateway spielt natürlich auch eine Rolle (der war bei mir mehr als 
ungünstig platziert mit nicht optimaler Antenne).

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von TR.0LL (Gast)


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Lora läuft hier in Europa meistens mit 868Mhz. Das heißt du solltest 
eine Antenne für 868
Mhz kaufen. Such mal nach “868Mhz antenne” bei deiner Suchmaschine der 
Wahl.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Ich habe hier noch mehrere Antennen für das damalige D-GSM auf 900MHz 
herumliegen.

Laut meinem Nano-VNA liegen die Antennen bei 868MHz genau auf ihrer 
Arbeitsfrequenz.
Ich habe auchnoch die Füsse dazu.

Die langen Antennen sind Kombistrahler für UKW-Rundfunk und GSM.

Falls Interesse besteht, würde ich sie abgeben.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Bilder nachreich

von Volker M. (antennensimulation)


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Anno schrieb:

> Also wenn Draht, dann braucht es eine Anleitung wie lange, wieviel
> Windungen und welcher Durchmesser.

Ja, die Länge ist natürlich kritisch.

Vom Antennenwirkungsgrad sind diese Drahtantennen aber schon tauglich 
(typisch >80%), wirklich mehr Gewinn herausholen kann man dann nur unter 
Verzicht auf die (leidliche) Rundstrahlung der Drahtantenne. Da kommt's 
auf die Anwendung an, ob eine Richtwirkung nutzt oder schadet.

Chip-Antenne ist ein anderes (weniger erfreuliches) Thema, da leidet 
einerseits der Antennenwirkungsgrad und andererseits werden die 
teilweise falsch eingesetzt und dann passt die Anpassung nicht, weil die 
mit ihren kleinen Strahlerabmessungen sehr kritisch auf die 
Einbausituation und auch schmalbandig sind.

So'n richtig dimensionierter Draht ist aber nicht schlecht.

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