Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Lassen sich Drehspulinstrumente reparieren? (Genauer: Dreheisen-Messwerk)


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von René F. (therfd)


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Hatte heute mal wieder etwas mehr Zeit und beim ausmisten 2 defekte 
Grundig RT3 Trenntrafos wiedergefunden, welche ich erfolgreich verdrängt 
habe.

Sind beide damals in der Berufsschule durch die BGV A3 gefallen und ich 
durfte die beiden vor dem Schrott bewahren :)

Naja habe mir dann die Zeit genommen einen zu reparieren. Fehler hatte 
das Gerät definitiv genügend. Der optische Zustand ist aber für ein 
durch Schüler geschändetes Gerät sehr gut, keine Vandalismus bedingten 
Beschädigungen.

Trenntrafo läuft nun wieder, ich musste allerdings feststellen, dass das 
Instrument für die Spannungsanzeige teilweise hängt, ab 100V 
funktioniert es problemlos, darunter braucht es vorsichtiges klopfen um 
sich zu bewegen. Der Zeiger ist nicht verbogen und schleift auch nicht 
am Skalenblatt.

Kann man solche Messwerke reparieren? Oder bleibt mir nichts anderes als 
ein Austausch?

(Überschrift korrigiert, wegen der Suchmaschinen. Mod.)

: Bearbeitet durch Moderator
von MaWin (Gast)


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René F. schrieb:
> Kann man solche Messwerke reparieren?

Theoretisch ja, man kann sie ja auch bauen. Aber du wohl nicht.

> Oder bleibt mir nichts anderes als
> ein Austausch?

Auf jeden Fall einfacher.

Hab auch welche, da geht der Kleber einfach ab, obwohl theoretisch mit 
Lack reparabel, ist das für mich hoffnungslos.

von Jörg R. (solar77)


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Es werden wohl Dreheiseninstrumente sein. Ob sie reparabel sind lässt 
sich so nicht sagen, man sieht ja nix. Wenn der Zeiger hängen bleibt 
würde ich zuerst prüfen ob er über die Skala schleift.

von Achim H. (anymouse)


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Dabei dürfte es sich nicht um ein Drehspul- sondern DrehEISENinstrument 
handeln.

Beides nicht soo toll zum Reparieren, auch wenn es prinzipiell möglich 
sein könnte.

Ich würde eher an einen Austausch denken, die quadratischen 
Dreheisen-Anzeigen mit 72x72mm sollte man noch gut bekommen - auch wenn 
sie neu ca. 20,- kosten.

von $$$ (Gast)


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Ich habe schon mal fuer ein Drehspulmesswerk (60 uA) einen neuen
Glaszeiger gezogen. Der musste dann noch befestigt, und das
Messwerk wieder gewichtsmaessig ins Gleichgewicht justiert werden.
Es geht schon wenn man will.

Das war aber ein Spannbandmesswerk. Bei dir hoert sich das eher
nach Spitzenlagerung mit Lagerschaden an.

von Jörg R. (solar77)


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Achim H. schrieb:
> Ich würde eher an einen Austausch denken, die quadratischen
> Dreheisen-Anzeigen mit 72x72mm sollte man noch gut bekommen - auch wenn
> sie neu ca. 20,- kosten.

https://www.reichelt.de/Messwerke-Dreheisen-analog-/2/index.html?ACTION=2&LA=2&GROUPID=5871

von Sebastian S. (amateur)


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Ein Uhrmacher sollte das wohl können, 99,9% der elektrisch Gebildeten 
wohl nicht. Und wenn es auch nur an den nötigen Gerätschaften hapert.

von W.S. (Gast)


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$$$ schrieb:
> Bei dir hoert sich das eher
> nach Spitzenlagerung mit Lagerschaden an.

Ich tippe auf etwas eher Banales: Eisenspäne oder was anderes 
ferromagnetisches im Luftspalt. Oder eine hängende oder irgendwo 
schleifende Spiralfeder.

W.S.

von diePoetteringdie (Gast)


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> Uhrmacher
bin ich nicht.

> Ich tippe auf etwas eher Banales: Eisenspäne oder was anderes
> ferromagnetisches im Luftspalt. Oder eine hängende oder irgendwo
> schleifende Spiralfeder.
Hmm, die Spitzenlager nehmen ein hartes Aufsetzen des Geraetes
sehr uebel. Auch bei den sehr robusten Dreheisengeraeten.
(Magnetischer) Dreck findet eher selten den Weg ins Instrument.

Ein 25 A Dreheisengeraet habe ich mir z.B. auch auf 2 A "umgewickelt".
Das war ueberhaupt kein Problem.

von Harald W. (wilhelms)


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diePoetteringdie schrieb:

> Ein 25 A Dreheisengeraet habe ich mir z.B. auch auf 2 A "umgewickelt".
> Das war ueberhaupt kein Problem.

Ein Drehspulinstrument "umzuwickeln", wirst Du
aber wohl eher nicht schaffen. :-)

von diePoetteringdie (Gast)


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> Ein Drehspulinstrument "umzuwickeln", wirst Du
> aber wohl eher nicht schaffen. :-)

Ja. Dreheisenstrommesser sind ja prinzipbedingt sehr einfach aufgebaut.
Und mit 25 A konnte ich nun ueberhaupt nichts anfangen.
Ausser den Kurzschlussstrom von winzigen Bleiakkus zu messen...

Also wurde "umgewickelt".

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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René F. schrieb:
> Kann man solche Messwerke reparieren?

In Jahrzehnten beruflicher und Hobby-Tätigkeit habe ich keinen Fall 
gesehen, in dem es jemandem gelungen ist ein ernsthaft beschädigtes 
Messwerk, auch nicht Dreheisen, zu reparieren.

Es mag gehen, es mag für Uhrmacher, Feinmechaniker etc. sogar einfach 
sein. Der typische Elektroniker ist dafür zu grobmotorisch.

> Oder bleibt mir nichts anderes als
> ein Austausch?

Du kannst es ja mal aufmachen. Vielleicht hast du ein goldenes Händchen. 
Vielleicht ist es ein trivialer Fehler. Rechne damit, dass das Messwerk 
nach deinem Reparaturversuch endgültig unbrauchbar ist.

Ich würde direkt ein neues kaufen.

von Tobias P. (hubertus)


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Achim H. schrieb:
> die quadratischen Dreheisen-Anzeigen mit 72x72mm sollte man noch gut
> bekommen - auch wenn sie neu ca. 20,- kosten.

Davon habe ich einen ganzen Sack voll, keine Ahnung wie viele es 
wirklich sind. Habe ich mal beim Abriss eines Kleinkraftwerks gerettet. 
Leider ist es ein doofer Messbereich, nämlich 0..20A :-( die werde ich 
wohl niemals los, aber zum Fortwerfen sind sie halt irgendwie auch zu 
schade.

Hannes J. schrieb:
> In Jahrzehnten beruflicher und Hobby-Tätigkeit habe ich keinen Fall
> gesehen, in dem es jemandem gelungen ist ein ernsthaft beschädigtes
> Messwerk, auch nicht Dreheisen, zu reparieren.
>
> Es mag gehen, es mag für Uhrmacher, Feinmechaniker etc. sogar einfach
> sein. Der typische Elektroniker ist dafür zu grobmotorisch.

früher, als die Dinger noch modern waren, hat man die sicher reparieren 
können.
Das einzige, was mir mal gelungen ist, ist eines der obigen Instrumente 
von 20A Messbereich auf 40V umzuwickeln und dann die Skale zu tauschen 
:-) Das war aber, bevor ich Zugang zu Druckern und PCs hatte, 
dementsprechend sah die mit Tusche & Zirkel konstruierte Skale aus.

: Bearbeitet durch User
von Reinhard T. (reinhard_t884)


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Hannes J. schrieb:
> René F. schrieb:
>> Kann man solche Messwerke reparieren?
>
> In Jahrzehnten beruflicher und Hobby-Tätigkeit habe ich keinen Fall
> gesehen, in dem es jemandem gelungen ist ein ernsthaft beschädigtes
> Messwerk, auch nicht Dreheisen, zu reparieren.
>
http://www.jogis-roehrenbude.de/Roehren-Geschichtliches/Roe-Pruefer/TV-7-Restauration/TV-7-Restauration.htm

Es gibt Nichts, was es nicht gib.

Gruß Reinhard

von oszi40 (Gast)


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René F. schrieb:
> Instrument für die Spannungsanzeige teilweise hängt, ab 100V
> funktioniert es

Austauschen! Eine falsche Anzeigewerte könnten Folgeschäden verursachen 
(Rauch). Hängende Zeiger haben oft etwas mit Lagerschaden oder 
abgeblätterter Skalenfarbe zu tun. Foto=?

von michael_ (Gast)


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W.S. schrieb:
> Ich tippe auf etwas eher Banales: Eisenspäne oder was anderes
> ferromagnetisches im Luftspalt. Oder eine hängende oder irgendwo
> schleifende Spiralfeder.

Wo sollen Eisenspäne herkommen?
Aber in der Richtung könnte es sein.
Ich tippe aber eher auf die Dämpfung. Das ist ein Kästchen, wo ein am 
Zeiger angebrachtes Blech drin läuft.
Enrweder Rost oder abgeplatzter Lack.
Mit einem Papierstreifen kann man das evtl. beseitigen.
Dreheiseninstrumente können auch Grobmotoriker.

von Heiko H. (einerdieserbastler)


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Wenn das Einbaumaß 96*96mm ist kann ich dir bei eines geben, mein 
Stelltrenntrafoprojekt ist erstmal langfristig eingekellert

von Blechspucker (Gast)


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Es handelt sich eindeutig um ein robustes Dreheisenmesswerk und das kann 
man reparieren, aber natürlich nicht die Federn wechseln wollen. Die 
Spule ist bekanntlich feststehend und da ist eine Bereichsveränderung 
durch Umwickeln einfach möglich, wenn es denn sein soll. Die häufigsten 
Fehler wurden genannt, nämlich abgeplatzte Farbe, verhakte Spiralfedern, 
beschädigte Äquilibrierung, Dreck in den beweglichen Teilen oder in der 
Dämpfungskammer. Spitzenlager sind sehr selten defekt gewesen- wäre kaum 
was zu machen.
 In jedem Staub finden sich Metallspäne und die kommen überall rein, 
besonders wenn sie magnetisierbare Anteile haben. Auch Drehspulmesswerke 
sind mit etwas Geschick  durch säubern  zu retten - Ausbeute ca.60%. Im 
Bergbau mit 50 Messgeräten pro Schicht war Reparatur oft die einzige 
Möglichkeit. Mit mir haben das einige Kollegen erfolgreich praktiziert, 
brauchten oftmals dann dickere Brillengläser. Drehspulmesswerke mit 
Spannbandschäden löten, kann man vergessen. Man braucht die Ersatzbänder 
und speziellen Vorrichtungen der Hersteller -z.B. früher MT Mellenbach. 
Mit etwas Geduld lassen sich diese Dreheisen-Messgeräte noch beschaffen 
z.B. aus Verschrottungen oder was Keller so hergeben. Viel Spass bei der 
Rettung.

von René F. (therfd)


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Es handelt sich hier bei mir um 72mm Instrumente, nach dem es passende 
Instrumente noch gibt werde ich dieses hier mit hoher Wahrscheinlichkeit 
irgendwann ersetzen. Nachdem ich sowieso den Trafo nur mit 230V benutze 
ist es auch nicht so tragisch das die Anzeige erst ab 100V korrekt 
funktioniert.

Momentan plagt mich ein anderes Problem, dafür gibt es dann aber einen 
eigenen Thread.

Beitrag #5866641 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Holm T. (Gast)


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Blechspucker schrieb:
> Es handelt sich eindeutig um ein robustes Dreheisenmesswerk und das kann
> man reparieren, aber natürlich nicht die Federn wechseln wollen. Die
> Spule ist bekanntlich feststehend und da ist eine Bereichsveränderung
> durch Umwickeln einfach möglich, wenn es denn sein soll. Die häufigsten
> Fehler wurden genannt, nämlich abgeplatzte Farbe, verhakte Spiralfedern,
> beschädigte Äquilibrierung, Dreck in den beweglichen Teilen oder in der
> Dämpfungskammer. Spitzenlager sind sehr selten defekt gewesen- wäre kaum
> was zu machen.
>  In jedem Staub finden sich Metallspäne und die kommen überall rein,
> besonders wenn sie magnetisierbare Anteile haben. Auch Drehspulmesswerke
> sind mit etwas Geschick  durch säubern  zu retten - Ausbeute ca.60%. Im
> Bergbau mit 50 Messgeräten pro Schicht war Reparatur oft die einzige
> Möglichkeit. Mit mir haben das einige Kollegen erfolgreich praktiziert,
> brauchten oftmals dann dickere Brillengläser. Drehspulmesswerke mit
> Spannbandschäden löten, kann man vergessen. Man braucht die Ersatzbänder
> und speziellen Vorrichtungen der Hersteller -z.B. früher MT Mellenbach.
> Mit etwas Geduld lassen sich diese Dreheisen-Messgeräte noch beschaffen
> z.B. aus Verschrottungen oder was Keller so hergeben. Viel Spass bei der
> Rettung.

Anmerkung: russischen Vielfachmessern (Z4313,Z4317) lagen sowohl 
Ersatz-Spannbänder als auch Gleichrichterdioden als Ersatzteil bei. Ein 
Spannband habe ich schon mal erfolgreich gewechselt..lange her.

Gruß,

Holm

von Andrew T. (marsufant)


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René F. schrieb:
> Kann man solche Messwerke reparieren? Oder bleibt mir nichts anderes als
> ein Austausch?

Es sind in vielen RT5 Dreheiseninstrumente der Firma Neuberger.
diese kannst Du sehr vorsichtig öffnen, und meist ist im Lauf der Jahre 
doch ein Fremdkörper in das Gehäuse gekommen, der den Zeiger "zum 
Hängen" bleibt/treibt. Kann man entfernen .-)

Austausch gegen quadratische Instrumente ist möglich, erfordert aber 
viel mechanische Arbeit.
Der RT5 ist innen ziemlich knapp aufgebaut, alles eng zusammen.
Daher nach meiner Erfahrung bei der Reparatur derartiger Trafos: 
Instrument reparieren.


Bei der Gelegenheit gleich eine Einschaltstrombegrenzung ESB nachrüsten,
der RT5 ist da leider ein Kandidat der im Originalzustand die B16 
automaten gerne auslöst .-)
Beispiele für Selbstbau ESB findest Du hier im forum.

von René F. (therfd)


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Andrew T. schrieb:
> Es sind in vielen RT5 Dreheiseninstrumente der Firma Neuberger.
> diese kannst Du sehr vorsichtig öffnen, und meist ist im Lauf der Jahre
> doch ein Fremdkörper in das Gehäuse gekommen, der den Zeiger "zum
> Hängen" bleibt/treibt. Kann man entfernen .-)
>
> Austausch gegen quadratische Instrumente ist möglich, erfordert aber
> viel mechanische Arbeit.
> Der RT5 ist innen ziemlich knapp aufgebaut, alles eng zusammen.
> Daher nach meiner Erfahrung bei der Reparatur derartiger Trafos:
> Instrument reparieren.

Bei meinen beiden hier handelt es sich aber um den Typ RT3, dieser hat 
generell quadratische Instrumente.

von Andrew T. (marsufant)


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René F. schrieb:
> Bei meinen beiden hier handelt es sich aber um den Typ RT3, dieser hat
> generell quadratische Instrumente.

Ja, deshalb meine Aussage: Austausch generell möglich.
Da diese Instrumente je nach Hersteller aber unterschiedlich tief sind, 
kann es innen eng/zu eng werden.
Wenn du tauschen willst: Mußt du halt vorher aussmessen. Erfordert sonst 
viel mechanische (nach-)Arbeit.

von René F. (therfd)


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Tiefe ist kein Problem beim RT3, da ist hinter dem Instrument genügend 
Platz. Wie gesagt ich weiß noch nicht ob ich es tauschen werde, der 
Trenntrafo bleibt wahrscheinlich eh bei 230V eingestellt und in dem 
Bereich funktioniert das Instrument ja auch ohne Probleme.

von BU508A (Gast)


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Hallo,

es gibt eine Firma in der Nähe von Nürnberg, die Drehspul- und 
Dreheiseninstrumente repariert:

http://www.knoch-messgeraete.de/dienstleistung.htm

Vielleicht mal da Anfragen, ob sie weiterhelfen können.
Ich werde da jedenfalls meine Drehspulinstrumente aus meinen beiden 
Rohde & Schwarz URU1080-BN Röhrenvoltmeter hinschicken zur Reparatur.

Gruß,

Andreas

von Harald W. (wilhelms)


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BU508A schrieb:

> es gibt eine Firma in der Nähe von Nürnberg, die Drehspul- und
> Dreheiseninstrumente repariert:
>
> http://www.knoch-messgeraete.de/dienstleistung.htm
>
> Vielleicht mal da Anfragen, ob sie weiterhelfen können.
> Ich werde da jedenfalls meine Drehspulinstrumente aus meinen beiden
> Rohde & Schwarz URU1080-BN Röhrenvoltmeter hinschicken zur Reparatur.

Nun, da wäre es sicherlich auch für andere interessant, was für
Erfahrungen Du da machst und wie da der Preis ist. Vielleicht
könntest Du ja mal hier darüber berichten, wenn Du Deine Meß-
geräte zurück bekommen hast.

von MaWin (Gast)


Angehängte Dateien:

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Harald W. schrieb:
> Nun, da wäre es sicherlich auch für andere interessant, was für
> Erfahrungen Du da machst und wie da der Preis ist.

Tja, ich hätte hier noch einen HMA750 der sich über ein repariertes 
Drehspulinstrument freuen würde, aber 150 EUR zum Auschlachten eines 
defekten auszugeben wo funktionsfähige ab 250 zu bekommen sind lohnt 
nicht. Für 30-50 den durchgegammelten Draht ersetzt zu bekommen würde 
sich lohnen.

von Harald W. (wilhelms)


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MaWin schrieb:

> Tja, ich hätte hier noch einen HMA750 der sich über ein repariertes
> Drehspulinstrument freuen würde,

Ich glaube, da würde ich eher irgendein (zwei) andere, passende
Drehspulmesswerke einbauen, notfalls mit Modifikation der Front-
platte. Die Skalen kann man ja vom alten zum neuen Instrument
ummontieren.

von Reinhard (Gast)


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Ein Fehler bei dem der Zeiger teilweise hängen bleibt ist mechanisch und 
wenns kein Lagerschaden ist auch gut zu reparieren.
Vorsichtig auseinanderbauen und mit Lupe nachsehen, ob die kleinen 
Spiralfedern durch irgendwas gestört werden. (Fremdkörper, oder ich 
hatte auch schon mal eine Feder die durch einen zu kräftigen Ausschlag 
an einem vorstehenden Teil des Messinstrumentes hängen geblieben war)
- Nicht unnötig an den Federn herumbiegen.

von ole (Gast)


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also ich hab 4 unbrauchbare Polyzet4, das dreckigste sollte eigentlich 
nur zerlegt werden um den schaltplan zu liefern, hab dann mein 
spezialreinigungsmittel (auf etwas über 50 grad erhitzter wodka = 
ethanol +aqua dest.) genommen, und es damit buchstäblich von außen und 
innen gewaschen - selbst das nicht gekapselte meßwerk durchgespült.

nach einem tag arbeit hatte ich nicht nur den schaltplan, sondern ein 
völlig intaktes, und nur im R-meßbereich aus der toleranz fallendes 
gerät. :)


ich habe aus dem meßwerk eisenspäne entfernt (es war halt aus dem 
schrott), und das gerät neu geeicht (hat nur 1 einstellregler dafür).

das meßwerk hatte mechanisch etwas gehakt, darum hatte ich die drehspule 
entfernt, und den spalt gereinigt. Das neu-einsetzen ist schwierig, man 
braucht eine stunde bis es geht..

nun mein eigenes problem: eines der defekten geräte (zu geringe anzeige, 
selbst am anschlag des eichreglers) hat ein zu unempfindliches meßwerk. 
es sieht sauber und unbeschädigt aus, ich sehe keinen weg, das zu 
beheben..

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Ähem, das ist 'ne Threadleiche. Der TE wird wohl entweder sein Messwerk 
inzwischen entweder getauscht oder repariert haben … das muss man jetzt 
nach 1,5 Jahren nicht komplett nochmal aufrollen.

von ole (Gast)


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der letzte beitrag war gerade 12 tage alt, außer mir hat im ganzen 
thread KAUM JEMAND praktische erfahrungen geäußert - und ich denke, in 
den nächsten jahrzehnten wird man keine modernere variante als die von 
mir geschilderte entwickeln. ich schreibe hier für alle, die das thema 
jemals im netz suchen werden..

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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ole schrieb:
> der letzte beitrag war gerade 12 tage alt,

Klar, weil einer die Threadleiche vor dir ausgegraben hat.

> außer mir hat im ganzen
> thread KAUM JEMAND praktische erfahrungen geäußert

Kann man so pauschal auch nicht. Was du gemacht hast, geht keineswegs in 
der Form für jedes x-beliebige Messwerk. Davon abgesehen, der Thread 
ging (das sollte eingangs klar geworden sein) eher um 
Dreheisenmesswerke.

von ole (Gast)


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meinegüte, der zweck dieses threads ist doch nicht, den einen 
fragesteller zufrieden-zustellen..: denn wer unter "reparatur von 
drehSPUL-instrumenten" sucht, findet ihn weil danach gefragt wurde - und 
ich bin der erste, der so ausführlich darauf geantwortet hat.

außerdem: wenn ich hier die reparatur der empfindlicheren 
dreh-spul-meßgeräte beschreibe, dann paßt das auch auf 
dreheisen-meßwerke (sofern die spulen-isolation nicht, wie bei noch 
älteren geräten, holz, papier oder textilien enthält)..

im übrigen wird es im ganzen forum keinen thread geben, der auf "jedes 
x-beliebige Messwerk" paßt, also Ihre argumente sind einfach 
unrealistisch und bürokratisch..

bitte sagen Sie, ob ich nun weitere erfahrungen mit der reparatur dieser 
alten meßgeräte anhängen soll. gerade bei seltenen themen sollte man 
doch froh sein, realistische antworten im netz zu finden..?

mfg

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Manchmal ist es einfach auch sinnvoll, einen eigenen Thread aufzumachen.

Ist ja nicht so, dass das extra Geld kosten würde. ;-)

von michael_ (Gast)


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ole schrieb:
> bitte sagen Sie, ob ich nun weitere erfahrungen mit der reparatur dieser
> alten meßgeräte anhängen soll.

Aber nur bei Beachtung von Groß- und Kleinschreibung.
Sonst meckert die Meute.

Jörg W. schrieb:
> Davon abgesehen, der Thread
> ging (das sollte eingangs klar geworden sein) eher um
> Dreheisenmesswerke.

Die Überschrift, welche man im Netz findet, lautet aber 
Drehspulmeßwerke.
Vielleicht doch sperren damit alles neu wird.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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michael_ schrieb:
> Die Überschrift, welche man im Netz findet, lautet aber
> Drehspulmeßwerke.

Ja, weil sich der TE vertan hatte.

Ich korrigiere das mal, und "ole" darf gern einen neuen (auch gern 
bebilderten ;-) Thread machen mit seinen Erfahrungen und Tipps.

von ole (Gast)


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sry, aber gibt es irgendwen, der reparatur-tips ablehnt, weil sie 
kleingeschrieben sind..? ich suche jeden tag dinge auf englisch, wenn 
keine dt. antworten zu haben sind - und muß manchmal froh sein, wenn es 
wenigstens russische oder französische datenblätter oder schaltpläne 
gibt..


also wenn ihr mich nicht braucht, ich hab mehr gegeben als bekommen..


gn

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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ole schrieb:
> sry, aber gibt es irgendwen, der reparatur-tips ablehnt, weil sie
> kleingeschrieben sind..?

Nicht "ablehnen", aber stillschweigend ignorieren, weil sich Deutsch nun 
einmal besser lesen lässt, wenn es auch ordentlich geschrieben ist. Da 
gehört eine Groß- und Kleinschreibung mit dazu, genauso wie eine 
(halbwegs korrekte) Kommasetzung.

von ole (Gast)


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fazit der absurden diskussion:

ich würde gern eine kostenpflichtige, editierte, parallele version des 
forums nutzen (zb 15 Euro/jahr für hobbynutzer, 150+ für gewerblich?), 
wenn sie sehr kompakt wäre:

1. threads sind bereinigt von vermutungen, vorschlägen, diskussionen und 
emotionen (spart 95% zeit für viele anwender)

2. zusammengehörende threads sind zu einem dauerthread zusammengefasst 
(spart such-aufwand)


3. (imho) deutsch- und englischsprachige threads sind zusammengefaßt 
(spart doppeltes lesen)

bin leider kein investor..

von ole (Gast)


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ich möchte mich entschuldigen:

ich habe jetzt sämtliche threads zum thema gelesen, und null potentielle 
interessenten gefunden. analoge multimeter (die ich in einigen fällen 
jedem anderen meßgerät vorziehe) sind kaum ein thema, deren reparatur 
kommt im forum außerhalb dieses threads nicht vor..

also bitte löscht meine ausführungen, sie waren nicht nützlich sondern 
nur exotisch..

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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ole schrieb:
> also bitte löscht meine ausführungen

Nö. Du hast ja den Nutzungsbedingungen zugestimmt, das Verwertungsrecht 
auch für deine Beiträge hast du gewährt.

ole schrieb:
> ich würde gern eine kostenpflichtige, editierte, parallele version des
> forums nutzen

Foren leben von einer Diskussion. Wenn sich einer nur hinstellt "ich 
weiß da was ganz tolles", entsteht daraus noch kein gutes Forum.

von Marek N. (bruderm)


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Ein Kollege hat mal tatsächlich ein Dreheisen-Instrument umgewickelt.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Marek N. schrieb:
> Ein Kollege hat mal tatsächlich ein Dreheisen-Instrument umgewickelt.

Soweit ich mich erinnere, ist doch dort die Spule außen, da halte ich 
das gar nicht für so unpraktikabel.

Die Spule eines 50-µA-Drehspulmesswerks wirst du dagegen eher nicht neu 
wickeln. ;-)

von ole (Gast)


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Jörg W. schrieb:
>> also bitte löscht meine ausführungen
>
> Nö. Du hast ja den Nutzungsbedingungen zugestimmt, das Verwertungsrecht
> auch für deine Beiträge hast du gewährt

ich wär doch happy wenn es mehr als null leute gäbe, die meinen beitrag 
verwerten :)) ich wär natürlich froh, wenn ihr den sachbezogenen post 
stehenlasst. nur meine absicht, mehr dazu zu liefern, war wohl ü.

- und no hate plz ich finde die forumstypischen diskussionen schon 
immer zeitraubend und nutzlos. sie sind meist off-topic und verdünnen 
den content mancher threads bis zur unverwendbarkeit. deshalb der 
vorschlag einer rein sachlichen, bezahlten variante des forums.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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ole schrieb:
> nur meine absicht, mehr dazu zu liefern, war wohl ü.

Keineswegs. Aber wie ich dir schon schrieb:

* separater Thread (die Suchfunktionen sind nicht so doof, dass sie nur 
einen Thread finden würde)
* am besten konkret und bebildert
* ordentliches Deutsch verbessert die Lesbarkeit

von Georg (Gast)


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ole schrieb:
> ich würde gern eine kostenpflichtige, editierte, parallele version des
> forums nutzen

Dann heure einen Studenten an, der alles für dich voreditiert. Anders 
wird es eh nicht funktionieren, weil du in jedem Fall damit unzufrieden 
wärst was ein Redakteur ohne DEINE persönlichen Vorgaben bearbeiten 
würde.

Abgesehen davon, dass sowieso niemand daran Interesse hat. Was du 
möchtest ist deine ganz persönliche Blase. Und unbezahlbar wäre das bei 
der Menge der Beiträge auch, wahrscheinlich bräuchte man mehr als eine 
Planstelle.

Georg

von ole (Gast)


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meinegüte, effektivitität bei recherche und weitergabe von erfahrungen 
zu erwarten, sei meine "persönliche blase"? :)) es gibt doch von vielen 
arten von online-angeboten, software etc.. eine bezahlte profiversion.

und da es im gesamten forum nur einen halben thread zum thema gibt, sehe 
ich keine nachfrage für die informationen die ich anbieten wollte, und 
erst recht keinen grund, einen neuen thread zu erstellen..

von ole (Gast)


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sry, "effektivität"

von Pille (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> michael_ schrieb:
>> Die Überschrift, welche man im Netz findet, lautet aber
>> Drehspulmeßwerke.
>
> Ja, weil sich der TE vertan hatte.
>
> Ich korrigiere das mal, und "ole" darf gern einen neuen (auch gern
> bebilderten ;-) Thread machen mit seinen Erfahrungen und Tipps.

Rennst Du auch jedem Update Deiner Windows10 Rechner hinterher weil die 
"besser sind" als alte Windows Versionen?

Diese "Geilheit" auf ja nicht wecken von Leichenthreads kann 
wahrscheinlich keiner Eurer User nachvollziehen. Wenn es um die 
Reparatur von Meßwerken geht, wird man diesen Thread ausgraben und 
lesen. Wenn es einen neuen Thread gibt, steht da nochmal das Selbe drin 
bis zu dem Punkt an dem eine Neuigkeit auftaucht.
Was daran besser ist, kannst Du mir gerne mal per Mail erklären Jörg.

PS: Ich vermute nicht das sich ein W10 Rechner in Deinem Haushalt 
findet,
es sei denn Susi braucht irgend eine Steuersoftware die in keiner VM 
oder unter Wine läuft.

Pille

von Jörg R. (solar77)


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Pille schrieb:
> Was daran besser ist, kannst Du mir gerne mal per Mail erklären Jörg.

Wo bist Du Pille denn zu erreichen...auf Raumschiff Enterprise?😀

pille-enterprise@enterprise.all ?


Pille schrieb:
> Ich vermute...

Vermuten ist immer schlecht.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Pille schrieb:
> Diese "Geilheit" auf ja nicht wecken von Leichenthreads kann
> wahrscheinlich keiner Eurer User nachvollziehen.

Doch, es gibt genügend, denen das auf den Keks gibt. Es führt halt 
regelmäßig dazu, dass nach Jahren Leute den Thread oben in der Liste 
sehen und dann von vorn mit Diskussionen anfangen.

> Wenn es um die
> Reparatur von Meßwerken geht, wird man diesen Thread ausgraben und
> lesen.

Bis zu dem Punkt, wo er merkt, dass es tatsächlich um ein 
Dreheisenmesswerk geht und danach alles abdriftet. Die Bemerkungen über 
das Auswaschen von Drehspulmesswerken liest dann keiner mehr.

von Pille (Gast)


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Ok, ich akzeptiere das es Dödel gibt die den ersten Post lesen und dann 
darauf antworten, auch wenn sie eigentlich gesehen haben müßten das das 
ganze Ding 4 Seiten hat. Aber das ist ein Beispiel an dem man sehr wohl 
die Dödel kritisieren, aber nicht den Thread in Frage stellen sollte.

Ob Dreheisen oder Drehspul ist doch egal, Dreheisen ist nur einfacher 
solange man nicht den Dämpfungsflügel demoliert.

@Jörg R: Mach Dir keinen Kopf, ich denke J weiß wie er mich findet und 
das hatte ich vorausgesetzt.
Du kannst mich ja fragen, aber so schlecht war Deine Idee gar nicht, 
zumindest nicht für eine Person die ich nicht um Kontaktaufnahme gebeten 
hatte.

Pille

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